Deutsch Schützen-Eisenberg

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Deutsch Schützen-Eisenberg
Wappen Österreichkarte
Wappen von Deutsch Schützen-Eisenberg
Deutsch Schützen-Eisenberg (Österreich)
Deutsch Schützen-Eisenberg
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Oberwart
Kfz-Kennzeichen: OW
Hauptort: Deutsch Schützen
Fläche: 28,42 km²
Koordinaten: 47° 10′ N, 16° 26′ OKoordinaten: 47° 10′ 0″ N, 16° 26′ 0″ O
Höhe: 227 m ü. A.
Einwohner: 1.126 (1. Jän. 2017)
Postleitzahl: 7474
Vorwahl: 03365
Gemeindekennziffer: 1 09 03
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Untere Hauptstraße 24
7474 Deutsch Schützen
Website: www.eisenberg.at
Politik
Bürgermeister: Franz Wachter (ÖVP)
Gemeinderat: (2017)
(19 Mitglieder)
13
4
2
13 
Insgesamt 19 Sitze
Lage der Gemeinde Deutsch Schützen-Eisenberg im Bezirk Oberwart
Bad TatzmannsdorfBadersdorfBernsteinDeutsch Schützen-EisenbergGrafenschachenGroßpetersdorfHannersdorfJabingKemetenKohfidischLitzelsdorfLoipersdorf-KitzladenMariasdorfMarkt AllhauMarkt NeuhodisMischendorfNeustift an der LafnitzOberdorf im BurgenlandOberschützenOberwartPinkafeldRechnitzRiedlingsdorfRotenturm an der PinkaSchachendorfSchandorfStadtschlainingUnterkohlstättenUnterwartWeiden bei RechnitzWiesfleckWolfauBurgenlandLage der Gemeinde Deutsch Schützen-Eisenberg im Bezirk Oberwart (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Deutsch Schützen-Eisenberg (kroatisch Livio-Čjeka, ungarisch Németlövő-Csejke) ist eine Gemeinde im Bezirk Oberwart im Burgenland in Österreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Südburgenland.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortschaften der Gemeinde sind (in Klammern Einwohner Stand 1. Jänner 2015[1]):

Deutscher Ortsname Ungarischer Ortsname Kroatischer Ortsname
Deutsch Schützen Németlövő Livio / Nimške Šice
Edlitz im Burgenland Abdalóc Hobdelci
Eisenberg an der Pinka Csejke Čjeka
Höll Pokolfalu Paklišće
Sankt Kathrein im Burgenland Pósaszentkatalin Katalena

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gebiet von Deutsch-Schützen gründeten die Zisterzienser im 13. Jahrhundert das Kloster Pernau, dessen letzte Reste 1799 abgebrochen wurden. Ursprünglich lag hier die Siedlung Perwolff, die 1274 zerstört worden sein soll. Der Name Perwolff geht auf die karolingische Zeit zurück. Vertriebene Bogenschützen des ungarischen Gyepűsystems siedelten sich wahrscheinlich an einer anderen Stelle des Hotters an, dem heutigen Deutsch-Schützen. Dieser Ort wurde 1289 erstmals als zu den Schuzen urkundlich erwähnt. Obgleich er zum Marktplatz aufstieg, besaß er keine eigene Kirche, da diese an ihrer ursprünglichen Stelle in Perwolff bestehen blieb. 1221 umfasste Perwolff auch den Hotter von Schauka, das erst im 20. Jahrhundert in Eisenberg umbenannt worden war.[2] Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland als Deutsch-Westungarn bis 1920/21 zum Königreich Ungarn. Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Németlövő-Csejke verwendet werden.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Seit 1921 gehört Deutsch-Schützen zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

Am 29. März 1945 erschossen Mitglieder der 5. SS-Panzer-Division „Wiking“ und der Feldgendarmerie 57[3] vornehmlich aus Ungarn stammende jüdische Zwangsarbeiter.[4] Dieses Endphaseverbrechen wird als „Massaker von Deutsch Schützen“ bezeichnet. Eine Gedenktafel an der St. Martins-Kirche und ein Gedenkstein erinnern heute in Deutsch-Schützen an diese Tat.[5]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2017
 %
80
70
60
50
40
30
20
10
0
65,60 %
(-4,56 %p)
24,25 %
(+8,08 %p)
10,16 %
(-3,52 %p)
2012

2017


Der Gemeinderat umfasst aufgrund der Anzahl der Wahlberechtigten insgesamt 19 Mitglieder.

Ergebnisse der Gemeinderatswahlen seit 1997
Partei 2017[6] 2012[7] 2007[8] 2002[9] 1997[9]
Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M.
ÖVP 633 65,60 13 677 70,16 14 645 71,04 14 656 68,76 14 674 76,77 16
FPÖ 234 24,25 4 156 16,17 3 124 13,66 2 135 14,15 2 42 4,78 0
SPÖ 98 10,16 2 132 13,68 2 139 15,31 3 163 17,09 3 162 18,45 3
Wahlberechtigte 1172 1191 1140 1113 1100
Wahlbeteiligung 86,09 % 85,81 % 84,12 % 89,13 % 85,82 %

Gemeindevorstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben Bürgermeister Franz WAachter (ÖVP) und Vizebürgermeister Herbert Weber (ÖVP) gehören weiters die geschäftsführenden Gemeinderäte Franz Horcath (FPÖ), Anton Mittl (ÖVP) und Christian Stubits (ÖVP) dem Gemeindevorstand an.[10]

Zum Gemeindekassier wurde Amtsleiter Berthold Schalffer bestellt. Zum Umweltgemeinderätin wurde Anita Kopfensteiner (ÖVP) gewählt.[10]

Zu Ortsvorstehern wurden Anton Mittl (ÖVP, für St. Kathrein im Burgenland), Helmut Poller (ÖVP, für Höll) und Christian Stubits (ÖVP, für Edlitz im Burgenland) ernannt.[10]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2002 Franz Wachter (ÖVP). Bei der Bürgermeisterdirektwahl am 1. Oktober 2017 wurde er mit einem Wählervotum von 74,03 % in seinem Amt bestätigt. Sein Mitbewerber Markus Wiesler (FPÖ) musste sich mit 25,97 % zufriedengeben.[6]

In der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats am 21. Oktober 2017 wurde Herbert Weber (ÖVP) zum Vizebürgermeister gewählt.[10]

Amtsleiter ist Berthold Schalffer.[10]

Liste ehemaliger Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1934–1938 Johann Wachter in Eisenberg an der Pinka
  • 1954–1967 Franz Wachter (ÖVP) in Deutsch Schützen
  • 1967–1992 Felix Pinter (ÖVP) in Deutsch Schützen - Eisenberg
  • 1992–2002 Hermann Krutzler (ÖVP) in Deutsch Schützen - Eisenberg

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Deutsch Schützen-Eisenberg

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Günter Unger (Hrsg.): 750 Jahre Deutsch-Schützen – Eisenberg: 1221–1971. Eine Festschrift. Horvath, Eisenstadt 1971.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Deutsch Schützen-Eisenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2015 nach Ortschaften
  2. Lechner, Karl (Hg.): Handbuch der historischen Stätten Österreich, Bd. 1: Donauländer und Burgenland. Stuttgart 1970, S. 718.
  3. http://www.kreuzstadl.net/downloads/erinnerungszeichen_d_schuetzen.pdf
  4. Eva Holpfer: Das Massaker an ungarisch-jüdischen Zwangsarbeitern zu Kriegsende in Deutsch-Schützen (Burgenland) und seine gerichtliche Ahndung durch die österreichische Volksgerichtsbarkeit. In: Holocaust Hefte Nr. 12/1999, hrsg. von der Ungarischen Auschwitz Stiftung, Holocaust Dokumentationszentrum, Budapest, S. 43–70.
  5. http://www.eisenberg.at/de/start/chronik.html, zuletzt abgerufen am 4. November 2009
  6. a b Land Burgenland: Wahlergebnis Deutsch Schützen-Eisenberg 2017 (abgerufen am 5. Jänner 2018)
  7. Land Burgenland: Wahlergebnis Deutsch Schützen-Eisenberg 2012 (abgerufen am 5. Jänner 2018)
  8. Land Burgenland: Wahlergebnis Deutsch Schützen-Eisenberg 2007 (abgerufen am 5. Jänner 2018)
  9. a b Land Burgenland: Wahlergebnis Deutsch Schützen-Eisenberg 2002 (abgerufen am 5. Jänner 2018)
  10. a b c d e Gemeinde Deutsch Schützen-Eisenberg: Gemeindenachrichten Ausgabe 6 /2017 (pdf-Dokument; abgerufen am 5. Jänner 2018)