Deutsche Cichliden-Gesellschaft

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Deutsche Cichliden-Gesellschaft
(DCG)
Zweck: an der Pflege, Vermehrung, Zucht und wissenschaftlichen Erforschung der Cichliden interessierte Personen zusammenfassen
Vorsitz: derzeit vakant
Gründungsdatum: 1970
Mitgliederzahl: 1.952 (2012)
Sitz: Frankfurt am Main
Website: Homepage der Deutschen Cichliden-Gesellschaft

Die Deutsche Cichliden-Gesellschaft (DCG) ist ein Verein, der es sich zum Ziel gesetzt hat, an der Pflege, Vermehrung, Zucht und wissenschaftlichen Erforschung der Buntbarsche (Cichliden) interessierte Personen zusammenzufassen. Der Verein will die aquaristischen und wissenschaftlichen Kenntnisse um die Familie der Cichliden vervollständigen und verbreiten.[1] Der Verein wurde am 7. Februar 1970 auf Initiative von Klaus Grom, Werner Rexroth und Jochen Paulo gegründet. Sitz des Vereins ist Frankfurt am Main. Er ist Mitglied im Verband Deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde (VDA) e.V. und im Bundesverband für fachgerechten Natur- und Artenschutz (BNA) e.V.

Die Gesellschaft unterhält mehrere Arbeitskreise (derzeit Arbeitskreise Diskus, Großcichliden, Cichliden aus Ostafrika, Zwergcichliden im VDA und Cichliden aus West- und Zentralafrika) und Regionen, die nach geographischen Kriterien vom Präsidium festgesetzt werden. Der Verein hatte 2003 3.200 und 2008 2.500 Mitglieder.[2] Die Mitgliederzahl ging bis 2012 auf 1.952 zurück.[3]

Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gesellschaft veranstaltet jedes Jahr eine ordentliche Mitgliederversammlung und gibt die monatlich erscheinende Vereinszeitschrift „DCG-Informationen“ sowie gelegentliche Sonderhefte zu bestimmten Themen heraus. Seit 1999 schreibt die DCG zudem jährlich einen Förderpreis aus.[4] Außerdem werden regionale Tauschbörsen veranstaltet.[5]

Die DCG war einer der Mitveranstalter des bisher weltweit einzigen Symposions „Gefährdete Süßwasserfische tropischer Ökosysteme“, das unter der Schirmherrschaft des Limnologen Harald Sioli vom 9. bis 12. März 1995 im Zoologischen Forschungsinstitut und Museum Alexander Koenig, Bonn, als mehrtägiger internationaler Workshop mit Ausstellung ausgerichtet war.

In ihrer Zeitschrift sowie gesammelt auf ihrer Homepage führen Mitglieder das Projekt „DCG Enzyklopädie“. Hier werden nicht nur Art-Monografien und Pflegehinweise veröffentlicht, sondern auch Biografien von Ichthyologen und wichtige Quellen.[6]

DCG-Förderpreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1999 unterstützt die DCG wissenschaftliche Forschung über Buntbarsche und deren natürliche Lebensräume mit einem eigenen Förderpreis. Er wird jährlich an wissenschaftliche Institutionen in der ganzen Welt vergeben und kommt speziellen Forschungsthemen zugute, die aus einer Vorschlags- bzw. Bewerbungsliste ausgewählt werden. Sowohl verhaltensbiologische als auch systematische und zoogeografische Forschung wird auf diese Weise unterstützt. [7]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Satzung der DCG, Art. 2 Zweck und Ziele der DCG
  2. Besucher bewundern farbenprächtige Cichliden, Gießener Allgemeine, 7. April 2008
  3. Protokoll der Mitgliederversammlung 2012
  4. DCG-Förderpreis
  5. Dritte Aquaristik- und Terraristik Börse: Bunte Fische, Schlangen und Schnecken fanden ihre Fans
  6. DCG Encyclopedia
  7. DCG-Förderpreisprojekte seit 1999