Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH

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Logo der DEGES

Die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES) ist eine am 7. Oktober 1991 gegründete Projektmanagementgesellschaft. Sie sollte die Planung und Baudurchführung der Verkehrsprojekte Deutsche Einheit (VDE) schneller realisieren, als dies mit den im Aufbau befindlichen Straßenbauverwaltungen der neuen Länder möglich gewesen wäre. Mit der Realisierung von VDE-Zubringern sowie weiterer Bundesfern- und Landesstraßenprojekte wurden ab Ende der 1990er Jahre zusätzliche Aufgaben auf die Gesellschaft übertragen.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gesellschafter der DEGES waren bei Gründung mit je 25 % Anteilen der Bund und die Rhein-Main-Donau AG sowie mit 10 % die Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. 1995 verkaufte die Rhein-Main-Donau AG ihre Beteiligung. Neue Gesellschafter wurden am 30. August 2007 Hamburg, am 4. Juli 2008 Schleswig-Holstein, am 11. Dezember 2009 Bremen, am 9. Juli 2010 Hessen sowie im Jahr 2014 Baden-Württemberg, Berlin und Nordrhein-Westfalen. Seitdem sind der Bund mit einem Anteil von 29,08 % sowie die zwölf Bundesländer mit je 5,91 % an der Gesellschaft beteiligt.

Die Gesellschaft ist in den beteiligten Bundesländern für den Neu- und Ausbau von 2.397 km Bundesfernstraßen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von ungefähr 27,2 Mrd. € verantwortlich. Hinzu kommen sonstige Straßenbauprojekte mit ca. 84 km Länge und einem Investitionsvolumen von ca. 232 Mio. € sowie die Projektrealisierung des Bauteils Tunnelrohbau inkl. Roh- und Ausbau der Stationen des City-Tunnels Leipzig mit einem Investitionsvolumen von ca. 665 Mio. €.

Die Hauptverwaltung der DEGES befindet sich im Berliner Mossehaus. Zweigstellen gibt es in Hamburg, Bremen, Düsseldorf und Frankfurt am Main.

Per Ende 2017 beschäftigte die DEGES laut Geschäftsbericht 324 Mitarbeiter. Technischer Geschäftsführer ist Dirk Brandenburger, kaufmännischer Geschäftsführer Bodo Baumbach.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gesellschaft wurde am 7. Oktober 1991 gegründet. Das Stammkapital der neuen Gesellschaft in Höhe von 100.000 DM hielt die Bundesrepublik Deutschland (25 Prozent), die Rhein-Main-Donau AG (25 Prozent) sowie die fünf neuen Bundesländer mit zusammen 50 Prozent. Der Aufsichtsrat wurde aus Vertretern des Bundesverkehrs- und des Bundesfinanzministeriums, der Rhein-Main-Donau AG und der neuen Länder gebildet.

Großprojekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

VDE-Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • A 2 – sechsstreifiger Ausbau zwischen Hannover und Berlin (unter Verkehr seit 2001)
  • A 4 – Verlegung der A4 bei Tanneberg (unter Verkehr seit 1999), Eisenach (unter Verkehr seit 2010) und Jena (unter Verkehr seit 2014)
  • A 9 – sechsstreifiger Ausbau zwischen Berlin und Nürnberg (unter Verkehr seit 2014)
  • A 10 – sechsstreifiger Ausbau von Ost- und Südring (teilweise unter Verkehr/in Planung)
  • A 14 – Neubau zwischen Magdeburg und Halle (unter Verkehr seit 2000)
  • A 20 – Neubau zwischen Lübeck und Stettin (unter Verkehr seit 2005). Ab 2018 auch den stockenden Weiterbau Richtung Elbe.[2]
  • A 38 – Neubau zwischen Göttingen und Leipzig (unter Verkehr seit 2009)
  • A 44 – Neubau zwischen Kassel und Wommen (teilweise unter Verkehr/in Bau/in Planung)
  • A 71 – Neubau zwischen Erfurt und Schweinfurt (unter Verkehr seit 2005)
  • A 73 – Neubau zwischen Suhl und Lichtenfels (unter Verkehr seit 2008)
  • A 143 – Neubau Westumfahrung Halle (teilweise unter Verkehr/in Planung)

Zubringerprojekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • A 17 – Neubau Anschlussstelle Dresden-Südvorstadt bis Landesgrenze Deutschland/Tschechien sowie Zubringer (unter Verkehr seit 2006)
  • A 71 – Neubau zwischen Sangerhausen und Sömmerda (unter Verkehr seit 2015)
  • B 96n – Neubau zwischen der Anschlussstelle Stralsund (A 20) und Bergen auf Rügen inklusive Strelasundquerung (teilweise unter Verkehr/in Bau)
  • B 101n – vierstreifiger Neubau zwischen Ludwigsfelde und Luckenwalde (teilweise unter Verkehr/in Bau)

Weitere Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschäftsführung. In: Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Hrsg.): Internetauftritt der Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH. (deges.de [abgerufen am 31. Mai 2018]).
  2. Weiterbau der Küstenautobahn: Deges übernimmt die Planung der A20
  3. Projektdetails - DEGES-Projekte in Berlin. Abgerufen am 27. November 2017.
  4. Projektdetails - DEGES-Projekte in Berlin. Abgerufen am 27. November 2017.