Deutsche Geophysikalische Gesellschaft

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Deutsche Geophysikalische Gesellschaft e. V.
(DGG)
Zweck: Mehrung und Verbreitung des geophysikalischen Wissens in Forschung, Lehre und Anwendung
Vorsitz: Christian Bücker[1]
Gründungsdatum: 1922
Mitgliederzahl: 1.150[2] (November 2011)
Sitz: Hamburg
Website: http://www.dgg-online.de

Die Deutsche Geophysikalische Gesellschaft e. V. (DGG) wurde 1922 in Leipzig auf Initiative des Seismologie-Professors Emil Wiechert zunächst unter dem Namen Deutsche Seismologische Gesellschaft gegründet. Bei der Jahrestagung 1924 wurde sie auf die heutige Bezeichnung umbenannt.

Die Hauptaufgabe der DGG ist die Förderung geophysikalischen Wissens in Forschung, Lehre, Anwendung und Öffentlichkeit, sowie des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Kooperation mit benachbarten Fachgebieten. Die Gesellschaft vertritt die deutsche Geophysik in nationalen und internationalen Gremien und verleiht diverse Auszeichnungen.

Ihre frühere Aufgabe als offizielle Vertretung Deutschlands in der Internationalen Union für Geodäsie und Geophysik ging auf das um 1970 gegründete Nationalkomitee für Geodäsie und Geophysik über.

Gründung und Umbenennung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den insgesamt 24 Gründungsmitgliedern zählten unter anderem: Karl Erich Andrée, Gustav Angenheister, Immanuel Friedländer, Beno Gutenberg, Franz Kossmat, Gerhard Krumbach, Karl Mack, Ludger Mintrop, Peter Polis und August Heinrich Sieberg.[3]

Die Umbenennung der Gesellschaft in Deutsche Geophysikalische Gesellschaft erfolgte 1924 auf der Jahrestagung[4] in Innsbruck. Als erster Vorsitzender wurde abermals Emil Wiechert gewählt.

Aufgaben der Gesellschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Zielen der DGG zählt die Erweiterung und Verbreitung geophysikalischen Wissens in Forschung, Lehre und Anwendung. Sie fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs und die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit benachbarten Fachgebieten. Außerdem tritt die DGG für eine sachgerechte Information der Öffentlichkeit bei geophysikalischen Themen ein. Die DGG vertritt und unterstützt die Interessen der Geophysik in nationalen und internationalen Gremien und würdigt besondere wissenschaftliche Leistungen durch Auszeichnungen. Die höchste Auszeichnung der DGG ist die Emil-Wiechert-Medaille, die unregelmäßig alle drei bis fünf Jahre für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Geophysik verliehen wird. Weitere Ehrungen sind der Karl-Zoeppritz-Preis für den wissenschaftlichen Nachwuchs, die Walter-Kertz-Medaille für die außerfachliche Förderung der Geophysik sowie die Ernst-von-Rebeur-Paschwitz-Medaille für herausragende wissenschaftliche Leistungen.

Die jährlich stattfindende Tagung der DGG findet üblicherweise im Frühjahr an wechselnden Orten statt. Diese sind in der Regel Standorte geophysikalischer Institute. Die Deutsche Geophysikalische Gesellschaft hat zurzeit etwa 1.150 Mitglieder.[2]

Vorsitzende/Präsidenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Heidrun Kopp: Christian Bücker ist neuer Präsident der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft. Deutsche Geophysikalische Gesellschaft, Pressemitteilung vom 3. April 2017 beim Informationsdienst Wissenschaft (idw-online.de), abgerufen am 3. April 2017.
  2. a b Mitteilungen der DeutschenGeophysikalischen Gesellschaft, Nr. 3/2011; ISSN 0934-6554
  3. Zur Stunde Null unserer Gesellschaft (PDF; 2,8 MB). S. 31–34.
  4. Jahrestagungen
  5. Alexander Rudloff: Geodynamiker Schmeling ist neuer Präsident der Geophysiker. Deutsche Geophysikalische Gesellschaft, Pressemitteilung vom 1. März 2005 beim Informationsdienst Wissenschaft (idw-online.de), abgerufen am 16. Dezember 2015.
  6. Alexander Rudloff: Deutsche Geophysiker unter neuer Führung – Kümpel ist DGG-Präsident. Deutsche Geophysikalische Gesellschaft, Pressemitteilung vom 3. April 2007 beim Informationsdienst Wissenschaft (idw-online.de), abgerufen am 16. Dezember 2015.
  7. Alexander Rudloff: Ugur Yaramanci ist neuer Präsident der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft. Deutsche Geophysikalische Gesellschaft, Pressemitteilung vom 26. März 2009 beim Informationsdienst Wissenschaft (idw-online.de), abgerufen am 16. Dezember 2015.
  8. Udo Barckhausen: Deutsche Geophysiker unter neuer Leitung – Räkers übernimmt DGG-Präsidentschaft. Deutsche Geophysikalische Gesellschaft, Pressemitteilung vom 24. Februar 2011 beim Informationsdienst Wissenschaft (idw-online.de), abgerufen am 16. Dezember 2015.
  9. Alexander Rudloff: Neuer Präsident der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft kommt aus Leipzig. Deutsche Geophysikalische Gesellschaft, Pressemitteilung vom 7. März 2013 beim Informationsdienst Wissenschaft (idw-online.de), abgerufen am 16. Dezember 2015.
  10. Alexander Rudloff: Potsdamer ist neuer Präsident der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft. Deutsche Geophysikalische Gesellschaft, Pressemitteilung vom 26. März 2015 beim Informationsdienst Wissenschaft (idw-online.de), abgerufen am 26. März 2015.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]