Deutsche Gesellschaft für Parodontologie

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Deutsche Gesellschaft für Parodontologie
Sitz Bayern
Gründung 1. November 1924 / 1949 / 1971

Ort Neufferstraße 1
93055 Regensburg
Präsident Christof Dörfer
Mitglieder ≈ 4800
Website www.dgparo.de

Die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie (DG PARO; vormals Arbeitsgemeinschaft für Paradentosen-Forschung (ARPA)) ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein zur wissenschaftlichen Förderung der Medizin, insbesondere der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde auf dem Gebiet der Parodontologie. Die DG PARO ist assoziiertes Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde.

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die DGPARO fördert die Forschung auf dem Gebiet der Parodontologie, sowie die Auswertung, Verbreitung und Vertretung zugehöriger wissenschaftlicher Erkenntnisse. Hierzu gehört die Fortbildung und Weiterbildung auf dem Gebiet der Parodontologie und die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Fachgesellschaften, Arbeitsgemeinschaften und Institutionen des In- und Auslandes.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. November 1924 wurde durch die Zahnärzte Oskar Weski (1879–1952), Hans Sachs und Robert Neumann (1882–1958) die Arbeitsgemeinschaft für Paradentosen-Forschung (ARPA) gegründet. Im Jahre 1932 folgte die Gründung der ARPA Internationale in Zürich, der parodontalen Arbeitsgemeinschaften aus Deutschland, Frankreich, Italien, der Schweiz, der Tschechoslowakei und Finnland.

Während der Zeit des Nationalsozialismus (1933–1945) erfolgte der Ausschluss von der universitären Lehre, Berufsverbote, sowie die Entrechtung aller Juden bis hin zu ihrer physischen Vernichtung durch die nationalsozialistische Diktatur. International renommierte parodontologische Experten jüdischen Glaubens wie Bernhard Gottlieb (1885–1950), Balint Joseph Orbán (1899–1960), Alfred Kantorowicz, Isador Hirschfeld (1881–1965) sowie das ARPA-Gründungsmitglied Oskar Weski mussten vor der Verfolgung aus dem Deutschen Reich fliehen. 1945 wurde die ARPA – wie alle nationalsozialistisch gleichgeschalteten deutschen Organisationen – durch Anordnung der Siegermächte aufgelöst, erfuhr jedoch 1949 eine Neugründung. Die ARPA war 1950 die erste deutsche zahnärztliche Fachgesellschaft, die nach dem Zweiten Weltkrieg in eine internationale Vereinigung, die ARPA Internationale, aufgenommen wurde.

Aufgrund des fehlenden Konsenses über die weiteren Ziele kam es 1971 zur Auflösung der ARPA und in der Folge zur Gründung der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DGP, später DG PARO) als Nachfolgeorganisation.[2][3]

2003 wurde die ARPA-Wissenschaftsstiftung gegründet.

Bisherige Präsidenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kurt Bertzbach, Geschichte der ARPA (Arbeitsgemeinschaft für Paradentosen-Forschung); DGP Deutsche Gesellschaft für Parodontologie, 1924–1974

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aufgaben und Ziele, Deutsche Gesellschaft für Parodontologie, Abgerufen am 22. Februar 2017.
  2. Geschichte der DGPARO. Deutsche Gesellschaft für Parodontologie, Abgerufen am 22. Februar 2017.
  3. Die Herausbildung der Spezialdisziplinen. Die Parodontologie (Memento des Originals vom 22. Februar 2017 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.zm-online.de, Zahnärztliche Mitteilungen, Heft 11/2016. Abgerufen am 22. Februar 2017.