Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin

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Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V.
(DGP)
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Zweck: wissenschaftliche Fachgesellschaft
Vorsitz: Klaus F. Rabe
Gründungsdatum: 17.10.1910
Mitgliederzahl: 4.028 (Stand: November 2017)
Mitarbeiterzahl: 4
Sitz: Marburg/Lahn
Website: http://www.pneumologie.de/

Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP) ist im deutschsprachigen Raum die größte und zugleich älteste medizinische Fachgesellschaft für Lungen- und Bronchialkrankheiten und versteht sich als ein Forum für alle auf dem Gebiet der Pneumologie tätigen Ärzte und Wissenschaftler. Von den über 4.000 Mitgliedern sind knapp 34 % Frauen. Publikationsorgan der Gesellschaft ist seit 1981 die Zeitschrift „Pneumologie“.

Aufgaben und Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gesellschaft setzt sich ein für „die Förderung der Wissenschaft, Forschung und Lehre, der Fort- und Weiterbildung, Prävention, Krankenversorgung und Rehabilitation im Bereich der gesamten Pneumologie, einschließlich der Intensivmedizin mit Schwerpunkt Beatmungsmedizin“.[1] Sie fördert die „Kooperation von ärztlichen und assoziierten Berufsgruppen“ innerhalb des Fachgebiets, versteht sich als Interessensvertretung in der Öffentlichkeit und arbeitet eng mit „anderen Organen und Fachgesellschaften zusammen“.[1] Zentrale Aufgaben der Gesellschaft bestehen in der Organisation von Fachkongressen, der Erarbeitung von Leitlinien und Stellungnahmen sowie der Nachwuchsförderung. Wesentliche Anliegen sind neben der Verbesserung von Aus-, Weiter- und Fortbildung eine verstärkte Aufklärungsarbeit und Prävention hinsichtlich des gesamten Spektrums an Lungenkrankheiten.

Jahreskongresse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die mehrtägigen Kongresse der DGP werden unter Federführung von eigens gewählten Tagungspräsidenten und einer Programmkommission sowie unter Einbeziehung der wissenschaftlichen Sektionen der Gesellschaft organisiert. In den letzten Jahren lag die Teilnehmerzahl im Durchschnitt über 3.000 (Höchstzahl 2015: 3.900). Die ePoster und Vorträge sind seit 2009 online abrufbar.[2] Neben Fachvorträgen und Fortbildungsveranstaltungen hat sich im „Beiprogramm“ der sogenannte Lungenlauf etabliert.

Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen des Kongresses finden Preisverleihungen der kooperierenden Institutionen Deutsche Lungenstiftung e.V. (Doktorandenpreis, Schüler Kreativ Wettbewerb, WIR-Preis) und der Deutschen Atemwegsliga e.V. (Forschungsstipendium für klinische Pneumologie) statt.[3] Seit 2009 schreibt die DGP selbst zwei jeweils mit 10.000 € dotierte Forschungspreise für Grundlagenforschung bzw. für klinische Forschung aus, die ebenfalls während des Kongresses verliehen werden.

Kooperationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der in der Satzung verankerten Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit dient die Zusammenarbeit mit verwandten Organisationen wie dem Bundesverband der Pneumologen (BdP), der Deutschen Atemwegsliga e.V. (DAL), der Deutschen Lungenstiftung e.V., dem Deutschen Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose e.V.(DZK), dem Verband pneumologischer Kliniken (VPK), der Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft für die Therapie der Lungenkrankheiten (WATL) sowie den regionalen Gesellschaften für Pneumologie (nord-, mittel-, west-, süddeutsche Gesellschaft), die teilweise aus der DGP heraus entstanden sind.[4] Auch die Initiativen Deutscher Lungentag, das Institut für Lungenforschung (ILF) oder das Aktionsbündnis Nichtrauchen e.V. (ABNR) sind von der DGP mitbegründet worden. Enge Verbindungen bestehen außerdem zu Selbsthilfeorganisationen und zu internationalen Gesellschaften wie der Österreichischen und der Schweizerischen Gesellschaften für Pneumologie oder der European Respiratory Society (ERS), bei letzter inzwischen im Rahmen einer Doppelmitgliedschaft. Auf der Basis gemeinsamer Interessen werden konzertierte Aktionen hinsichtlich pneumologischer Forschungsförderung, Stärkung des Fachgebietes in der medizinischen Ausbildung oder politischer Lobbyarbeit wie beispielsweise dem Nichtraucherschutz (Mitglied des Aktionsbündnis Nichtrauchen [ABNR]) entwickelt. Ein Erfolg auch der DGP ist die 2011 erfolgte Einrichtung des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL), ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiierter Verbund, der Wissenschaftler an fünf Standorten, die wiederum mehrere universitäre und außeruniversitäre Partnerinstitutionen umfassen, vernetzt.[5]

Stärkung der Ausbildung und des Nachwuchses[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwicklung der Pneumologie als ein eigenständiges Fach ist seit Gründung der DGP ein zentrales Anliegen, das auch in der Auseinandersetzung mit Fragen der Aus- und Weiterbildung und der universitären Verankerung des Fachs seinen Ausdruck findet. Um jungen Ärzten den Einstieg in die Pneumologie zu erleichtern, bietet die DGP mit der 2013 eingerichteten Fortbildungsakademie ein Forum an, das eigene Veranstaltungsreihen plant bzw. eine eigene Nachwuchs-Website eingerichtet hat.[6] Die DGP setzt sich für eine Stärkung der pneumologischen Ausbildung im Medizinstudium und die Einrichtung eigenständiger Professuren an den Universitäten ein, um das wissenschaftliche Niveau auch im internationalen Vergleich halten zu können.[7]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründungsphase[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das erste deutsche Tuberkulose-Sanatorium in Görbersdorf von Dr. Hermann Brehmer (um 1870, heute in Polen)
Ansichtskarte von der Heilstätte Heidehaus, der Wirkstätte Otto Zieglers, um 1907

Die DGP hat ihren Ursprung in der 1910 u. a. von Ludolph Brauer (1865–1951) gegründeten Vereinigung der Lungenheilanstaltsärzte, die sich mit der seit 1920 bestehenden Deutschen Gesellschaft der Tuberkuloseärzte zunächst zu einer Arbeitsgemeinschaft und 1925 zur Deutschen Tuberkulose-Gesellschaft (DTG) zusammenschloss. Die Volkskrankheit Tuberkulose hatte sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts zur zweithäufigsten Todesursache in Deutschland entwickelt, war aber bereits im 19. Jahrhundert viel diskutierter Gegenstand ärztlicher Diagnostik und Therapie. Faktoren wie die häufige Thematisierung der Tuberkulose auf Kongressen der Gesellschaft für Innere Medizin, die Entdeckung des Tuberkuloseerregers (Mykobakterien Mycobacterium tuberculosis) durch Robert Koch 1882, die Etablierung der Heilstättenbewegung in Deutschland durch Peter Dettweiler (Mediziner) 1892 sowie die Gründung des Vorläufers des heutigen DZKs (1895) sprechen für sich. Leitende Gründungsidee war weniger eine Beförderung des „Organspezialistentums“ als vielmehr ein interdisziplinärer Ansatz, nämlich die „Zusammenfassung der in den verschiedensten Fächern zerstreuten und versteckten Wissenschaft von der Tuberkulose“[8]

Unter dem Vorsitz von Otto Ziegler (1879–1931), Chefarzt der Heilstätte Heidehaus, erfolgte die offizielle Gründung der DTG anlässlich einer gemeinsamen Tagung von Lungenheilanstalts- und Tuberkulosefürsorgeärzten 1925 in Danzig.

Explizit wurde darauf Wert gelegt, neben den praktisch tätigen Ärzten auch „Vertreter der ärztlichen Wissenschaften (vor allem Universitäten)“ einzubinden.[9] Eine weitere Signalwirkung versprach man sich von verstärkten Kooperationen sowohl auf medizinischer Ebene – als „einmütige Zusammenarbeit der Fürsorgestellen, Heilstätten und Krankenhäuser“[10] – als auch auf politisch-organisatorischer Ebene gegenüber Behörden und der Öffentlichkeit. Daneben wurde die Bedeutung und Eigenständigkeit des Faches Lungenheilkunde hervorgehoben. Neben den namhaften Tuberkulosespezialisten Ludolph Brauer, Otto Ziegler, Franz Redeker, Johannes Ritter, Oskar Pischinger oder Ernst von Romberg zählten auch Chirurgen wie Ferdinand Sauerbruch zu den Gründungsvätern der DTG. Im Zentrum der ersten Aktivitäten standen die Tagungen der DTG, deren ausführliche Protokolle („Verhandlungsberichte“) in den von Ludolph Brauer herausgegebenen „Beiträgen zur Klinik der Tuberkulose“ publiziert wurden.

Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als langjähriger Geschäftsführer von 1925 bis 1945 spielte Julius Emil Kayser-Petersen (1886–1954) eine zentrale Rolle nicht nur innerhalb der DTG, sondern er nahm auch als Generalsekretär des Reichs-Tuberkulose-Ausschusses und durch weitere Schlüsselpositionen Einfluss auf die Tuberkulosepolitik in der Zeit des Nationalsozialismus. Die Aktivitäten der DTG konzentrierten sich bei stark wachsenden Mitgliederzahlen (von 379 in 1925 bis über 1.000 in 1941) weiterhin auf die Organisation von Kongressen, die allerdings von 1941 bis zur Auflösung der DTG 1945 kriegsbedingt eingestellt werden mussten und erst 1947 nach Wiedergründung der Gesellschaft unter Vorsitz von Franz Ickert (1883–1954) wieder aufgenommen werden konnten. Fachspezifische Diskussionen thematisierten die Frage der Vererbbarkeit von Tuberkulose, die „Arbeits- und Ehefähigkeit“ von Tuberkulosekranken und ihre mögliche Sonderstellung („Zwangsbewahrung“). Die Gefahren des Rauchens, die von Fritz Lickint (1898–1960) so klar erkannt worden waren, und die vom NS-Regime forcierte Tabakbekämpfung führten u. a. dazu, dass 1939 ein absolutes Rauchverbot in allen Lungenheilstätten und Tuberkulosekrankenhäusern empfohlen wurde.

Derzeit wird die Geschichte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin und ihrer Vorgängerorganisationen im Rahmen eines Projektes aufgearbeitet.

Reihenuntersuchung der Lehrlinge im Stahlwerk Mannheim, A.G. 1939

Nachkriegszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nachkriegszeit der DTG stand unter dem Einfluss der erneut grassierenden Tuberkulose, deren Prävalenz in den Folgejahren in beiden deutschen Staaten eine ähnliche Entwicklung nahm. Während jedoch in der DDR die Bekämpfung durch zentrale Präventionsmaßnahmen (BCG-Impfung, Röntgenreihenuntersuchungen) flächendeckend erfolgte, brachte in der BRD vor allem der frühe Einsatz der neuen Tuberkuloseantibiotika einschneidende Verbesserungen.[11] Der in beiden deutschen Staaten seit den 1950er-Jahren erfolgte Rückgang der Tuberkulose war Ursache für das sogenannte „Heilstätten-Sterben“ und die Herausbildung pneumologischer Spezialkliniken mit der Konzentration auf Krankheitsbilder wie Lungenkrebs, Asthma, chronische Bronchitis und Emphysem (COPD), interstitielle Lungenerkrankung und allgemein umwelt- und arbeitsbedingte Lungenkrankheiten. Auch in den Namensänderungen der Fachgesellschaften in Ost und West (siehe Tabelle) spiegelt sich diese Entwicklung wider.

Die Fachgesellschaften in DDR und BRD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1957 erfolgte mit der Gründung der „Wissenschaftlichen Tuberkulose-Gesellschaft in der Deutschen Demokratischen Republik“ die Spaltung der DTG in eine west- und eine ostdeutsche Gesellschaft bis zur erneuten Vereinigung 1991.[12] In diesem Zeitraum nahmen beide Gesellschaften, u. a. bedingt durch äußere Faktoren wie Standards der medizinischen Versorgung und fachliche Austauschmöglichkeiten, unterschiedliche Entwicklungen, wiesen aber auch Parallelen auf, so z. B. in der Ausweitung des Fachs auf weitere Lungenkrankheiten (Pneumonie, pulmonale Hypertonie) und neue Untersuchungstechniken in der Lungenfunktionsdiagnostik und in der Endoskopie, der Anpassung der Facharztweiterbildung (internistische Grundausbildung mit anschließender Spezialisierung) sowie in der Einrichtung von fachspezifischen Arbeitsgruppen und der Erarbeitung von Empfehlungen.[13]

Wandel nach 1990[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Medizinische Fortschritte in der Lungenfunktionsdiagnostik, der Bronchoskopie, der Sauerstoff-Langzeittherapie, der Computertomografie fanden zwar Eingang in die Arbeit der DGP, wurden auch aber in anderen Foren wie der „Gesellschaft für Lungen- und Atemwegsforschung“ diskutiert. Die DGP durchlief ab Mitte der 1970er-Jahre eine Phase der Stagnation, die in rückläufigen Mitgliederzahlen zum Ausdruck kam (Tiefstand 1984: 900) und erst ab Mitte der 1990er-Jahre eine Wende erfuhr mit der 1991 erfolgten Vereinigung der beiden deutschen Fachgesellschaften und aufgrund einer tiefgreifenden Umstrukturierung, die ab 1992 von einem Kreis jüngerer Pneumologen initiiert wurde.[14] Zu den Neuerungen gehörten die Etablierung wissenschaftlicher Sektionen, die Einsetzung eines Kongresspräsidenten, die Umgestaltung der seitdem wieder jährlich stattfindenden Kongresse mit Plenarsitzungen, Symposien, Hot Topic-Sitzungen und Workshops sowie die Beteiligung an öffentlichkeitswirksamen PR-Kampagnen zur Tabakprävention der Deutschen Lungenstiftung (z. B. Be Smart Don’t Start). Die positive Auswirkung dieser Änderungen ist abzulesen an der steigenden Anzahl an Kongressteilnehmern (s. o.) und Mitgliedern: Innerhalb der letzten 20 Jahre hat sich die Mitgliederzahl der DGP nahezu verdreifacht (1992: 1.117, 2002: 2.063, 2012: 3.093).[15]

Struktur und Gremien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Arbeit des ehrenamtlichen Vorstandes und der hauptamtlichen Geschäftsführung wird von einem wissenschaftlichen Beirat unterstützt, der sich aus Vertretern der wichtigsten pneumologischen Organe in Deutschland zusammensetzt. Eine große Rolle spielen die insgesamt 15 wissenschaftlichen Sektionen und diverse temporäre Arbeitsgruppen, die sich mit Teilaspekten des Fachs bzw. des Berufsstandes befassen. Insbesondere die Sektionen spiegeln die Querverbindungen der Pneumologie zu anderen medizinischen Fächern und die Schwerpunktthemen innerhalb der Gesellschaft wider und bilden Foren für den wissenschaftlichen Austausch, für gemeinsame Forschungsprojekte und verbandspolitische Initiativen. Die i. d. R. von zwei Sprechern geleiteten Sektionen bieten ihren Mitgliedern regelmäßige Fortbildungen an und erarbeiten die von der DGP verabschiedeten und publizierten Leitlinien.

Seit 1994 haben sich folgende Sektionen herausgebildet:

  1. Allergologie und Immunologie
  2. Endoskopie
  3. Arbeitsmedizin, Epidemiologie, Umwelt- und Sozialmedizin
  4. Infektiologie und Tuberkulose
  5. Intensiv- und Beatmungsmedizin
  6. Kardiorespiratorische Interaktion
  7. Klinische Pneumologie
  8. Schlafmedizin
  9. Pädiatrische Pneumologie
  10. Pathophysiologie und Aerosolmedizin
  11. Pneumologische Onkologie
  12. Prävention, Rehabilitation und Tabakkontrolle
  13. Thoraxchirurgie
  14. Zellbiologie
  15. Medizinische Assistenzberufe, Atmungstherapeuten und Gesundheitsfachberufe

Schwerpunkte der Arbeitsgruppen sind: 1. Pneumologische Fort- und Weiterbildung, 2. Qualitätssicherung und DRG in der Pneumologie, 3. Spiroergometrie, 4. Pneumologinnen, 5. Tabakprävention und -entwöhnung, 6. Palliativmedizin, 7. Nachwuchsförderung, 8. Atmungstherapeuten, 9. Telemedizin der Pneumologie.

Publikationen und Empfehlungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1980 hat die DGP, teils in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen (DAL, DZK), über 100 Leitlinien bzw. Empfehlungen erarbeitet, die von einer eigens eingerichteten Leitliniengruppe koordiniert werden. Kooperativ entstanden sind beispielsweise die sogenannte CAP-Leitline 2009[16] oder 2010 die Leitlinie „Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Lungenkarzinoms[17] Aktuell erschienen ist die „Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der idiopathischen Lungenfibrose[18] Neben Positionspapieren und Stellungnahmen zu aktuellen lungenspezifischen Themen publiziert die DGP darüber hinaus Empfehlungen z. B. zur „Infektionsprävention bei Tuberkulose“ (2012)[19] und zu „Belastungsuntersuchungen in der Pneumologie“ (2013).[20] Aus dem Kreis der DGP ist außerdem das „Weißbuch Lunge“ 1996 hervorgegangen. Erstmals 1996 publiziert, ist es zuletzt im März 2014 in einer vollständig neubearbeiteten Version als Neuauflage im FRISCHTEXTE Verlag, Herne/Berlin (seit 1996 insgesamt 4. Auflage) erschienen. Zudem wurde 2016 ein Lehrbuch für Atmungstherapeuten im Selbstverlag aufgelegt, welches über die Geschäftsstelle der DGP zu beziehen ist.

Namensänderungen und Präsidentschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1910 Vereinigung der Lungenheilanstaltsärzte
1910–1912 Nikolaus Nahm
1913–1925 Oskar Pischinger
1920 Gesellschaft Deutscher Tuberkulosefürsorgeärzte
1920–1925 Karl Heinz. B.ümel
Zusammenschluss beider Gesellschaften
1925 Deutsche Tuberkulose-Gesellschaft (DTG)
1925 Otto Ziegler
1926 Ernst von Romberg
1927–1928 Hermann Braeuning
1929–1930 Johannes Ritter
1931–1932 Ferdinand Neufeld
1933–1934 Franz Redeker
1935 Hermann Braeuning
1936–1937 Georg Schröder
1938–1939 Ludwig Aschoff
1940–1941 Kurt Klare
1942–1945 Helmut Ulrici
Wiedergründung nach dem Zweiten Weltkrieg
1947 Deutsche Tuberkulose-Gesellschaft (DTG)
1947–1949 Franz Ickert
1950 Hans Kleinschmidt (Pädiater)
1951 Joachim Hein
1952 Erich Schröder (Mediziner)
1953 Kurt Lydtin
1954 Hans Wurm
1955–1956 Eugen Schrag
1957–1958 Heinrich Brügger
1959 Erwin Uehlinger
1960–1962 Harry Schmitz
1963–1964 Paul-Georg Schmidt
Weitere Entwicklung in der BRD
1964 Deutsche Gesellschaft für Tuberkulose und Lungenkrankheiten (DGTL)
1965–1966 Karl Wilhelm Kalkhoff
1967–1968 Karl Breu
1969–1970 Karl Unholtz
1971–1972 Enno Freerksen
1972 Deutsche Gesellschaft für Lungenkrankheiten und Tuberkulose (DGLT)
1973–1974 Christian Göttsching
1975–1976 Herbert Blaha
1977–1978 Kurt Simon
1979–1980 Karl Ludwig Radenbach
1980 Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Tuberkulose (DGPT)
1981–1982 Rudolf Ferlinz
1983–1984 Werner Maaßen
1985–1986 Friedrich Trendelenburg
1987–1988 Helmut Fabel
1989–1990 Wolfgang T. Ulmer
Neugründung und Entwicklung in der DDR
1957 Wissenschaftliche Tuberkulose-Gesellschaft in der Deutschen Demokratischen Republik
1957–1958 Adolf Tegtmeier
1959–1960 Walter Lindig
1961 Gesellschaft für Tuberkulose und Lungenkrankheiten in der DDR
1961–1962 Martin Fröhlich
1963 Gesellschaft für Lungenkrankheiten und Tuberkulose in der DDR
1963–1964 Hans Wolf
1965–1966 Heinrich Friedel
1967–1968 Paul Steinbrück
1969–1971 Wolfgang Tetzner
1972–1975 Helmut Eule
1976 Gesellschaft für Bronchopneumonologie und Tuberkulose der DDR
1976–1978 Hans-Georg Ganguin
1979–1981 Herbert Herrmann
1982–1984 Helga Scharkoff
1985–1987 Walter Schilling
1989–1990 Bernhard Wiesner
1990 Gesellschaft für Pulmonologie und Tuberkulose e.V.
1990–1991 Bernhard Wiesner
1990 Überführung in das BRD-Vereinsregister
1991 Auflösung der DDR-Gesellschaft
Entwicklung der Gesellschaft nach der Wiedervereinigung
1990 Deutsche Gesellschaft für Pneumologie (DGP)
1991–1992 Jürgen Meier-Sydow
1993–1994 Robert Loddenkemper
1995–1996 Nikolaus Konietzko
1997–1998 Rainer Dierkesmann
1999–2000 Gerhard W. Sybrecht
2001–2002 Werner Seeger
2003–2004 Helgo Magnussen
2005 Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP)
2005–2007 Dieter Köhler
2008–2009 Helmut Teschler
2010–2011 Claus Vogelmeier
2012–2013 Heinrich Worth
2013–2015 Tobias Welte
2015–2017 Berthold Jany
2017- Klaus F. Rabe

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin: 100 Jahre DGP – 100 Jahre deutsche Pneumologie. Springer, Heidelberg 2010, ISBN 978-3-642-11453-3.
  • Helmut Fabel, Nikolaus Konietzko (Hrsg.): Weißbuch Lunge. 3. Auflage. Thieme, Stuttgart/New York 2005, ISBN 3-13-104543-4.
  • Rudolf Ferlinz: Die Tuberkulose in Deutschland. In: Nikolaus Konietzko (Hrsg.): 100 Jahre Deutsches Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose (DZK). Der Kampf gegen die Tuberkulose. pmi-Verl.-Gruppe, Frankfurt/M. 1996, ISBN 3-89119-368-8, S. 9–51.
  • Julius-E. Kayser-Petersen: Vorwort. In: Verhandlungen der Deutschen Tuberkulose-Gesellschaft. Bericht über die 1. Tagung am 28. und 29. Mai 1926, S. 198.
  • Nikolaus Konietzko, Rainer Dierkesmann, Robert Kropp u. a.: Rückblick auf die ersten 50 Tagungen der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP). In: Pneumologie. Band 63, 2009, ISSN 0934-8387, S. 111–135.
  • Nikolaus Konietzko (Hrsg.): 100 Jahre Deutsches Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose (DZK). Der Kampf gegen die Tuberkulose. pmi-Verl.-Gruppe, Frankfurt/M. 1996, ISBN 3-89119-368-8.
  • Robert Loddenkemper, Rainer Dierkesmann, Nikolaus Konietzko, Robert Kropp, Bernhard Wiesner, Vera Seehausen: 100 Jahre DGP – 100 Jahre deutsche Pneumologie. In: Pneumologie. Band 64, 2010, ISSN 0934-8387, S. 7–17.
  • Robert Loddenkemper: Entwicklungen in der DGP: Fakten und Zahlen. In: Pneumologie. Band 66, 2012, ISSN 0934-8387, S. 399–401.
  • K.-F. Rabe: The Year of the Lung – Das Jubiläumsjahr der DGP. In: Pneumologie. Band 64, 2010, ISSN 0934-8387, S. 533–534.
  • W. Seeger, T. Welte, O. Eickelberg, M. Mall, K.-F. Rabe, B. Keller, S. Winkler, U. Koller: Das Deutsche Zentrum für Lungenforschung – Translationale Forschung für Prävention, Diagnose und Therapie von Atemwegserkrankungen. In: Pneumologie. Band 66, 2012, ISSN 0934-8387, S. 464–469.
  • Adrian Gillissen, Tobias Welte (Hrsg.): Weißbuch Lunge 2014. 1.vollst.Neuauflage (4. Auflage insg.) FRISCHTEXTE Verlag, Herne/Berlin 2014, ISBN 978-3-933059-49-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Satzung der Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V.@1@2Vorlage:Toter Link/www.pneumologie.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. in der Fassung von 19. März 2010. Abgerufen am 26. April 2013.
  2. Publikationen (Memento des Originals vom 1. Juli 2013 im Webarchiv archive.is) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.pneumologie.de (abgerufen am 26. April 2013).
  3. Preise@1@2Vorlage:Toter Link/www.pneumologie.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (abgerufen: 26. April 2013).
  4. Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin: 100 Jahre DGP – 100 Jahre deutsche Pneumologie. Springer, Heidelberg 2010, S. 150–157.
  5. W. Seeger, T. Welte, O. Eickelberg, M. Mall, K.-F. Rabe, B. Keller, S. Winkler, U. Koller: Das Deutsche Zentrum für Lungenforschung – Translationale Forschung für Prävention, Diagnose und Therapie von Atemwegserkrankungen. In: Pneumologie. Band 66, 2012, ISSN 0934-8387, S. 464–469.
  6. Das Portal für werdende Pneumologen. (abgerufen: 26. April 2013).
  7. K.-F. Rabe: The Year of the Lung – Das Jubiläumsjahr der DGP. In: Pneumologie. Band 64, 2010, ISSN 0934-8387, S. 534.
  8. Julius-E. Kayser-Petersen: Vorwort. In: Verhandlungen der Deutschen Tuberkulose-Gesellschaft. Bericht über die 1. Tagung am 28. und 29. Mai 1926, S. 198.
  9. O. Ziegler: Eröffnungsrede. In: Verhandlungen der Deutschen Tuberkulose-Gesellschaft. Bericht über die 1. Tagung am 28. und 29. Mai 1926, S. 217.
  10. Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (Hrsg.): 100 Jahre DGP – 100 Jahre deutsche Pneumologie. Springer, Heidelberg 2010, ISBN 978-3-642-11453-3, S. 21.
  11. Rudolf Ferlinz: Die Tuberkulose in Deutschland. In: Nikolaus Konietzko (Hrsg.): 100 Jahre Deutsches Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose (DZK). Der Kampf gegen die Tuberkulose. pmi-Verl.-Gruppe, Frankfurt/M. 1996, ISBN 3-89119-368-8, S. 32ff.
  12. Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (Hrsg.): 100 Jahre DGP – 100 Jahre deutsche Pneumologie. Springer, Heidelberg 2010, ISBN 978-3-642-11453-3, S. 49–85.
  13. Robert Loddenkemper, Rainer Dierkesmann, Nikolaus Konietzko, Robert Kropp, Bernhard Wiesner, Vera Seehausen: 100 Jahre DGP – 100 Jahre deutsche Pneumologie. In: Pneumologie. Band 64, 2010, ISSN 0934-8387, S. 9f.
  14. Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (Hrsg.): 100 Jahre DGP – 100 Jahre deutsche Pneumologie. Springer, Heidelberg 2010, ISBN 978-3-642-11453-3, S. 67f.
  15. Robert Loddenkemper: Entwicklungen in der DGP: Fakten und Zahlen. In: Pneumologie. Band 66, 2012, ISSN 0934-8387, S. 399.
  16. Pneumologie. Band 63, 2009, ISSN 0934-8387, S. 1–68.
  17. Pneumologie. Band 64, 2010, ISSN 0934-8387, S. 1–164.
  18. Pneumologie. Band 67, Nr. 2, 2013, ISSN 0934-8387, S. 81–111.
  19. Pneumologie. Band 66, Nr. 5, 2012, ISSN 0934-8387, S. 269–282.
  20. Pneumologie. Band 67, 2013, ISSN 0934-8387, S. 16–34.