Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie

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Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie e.V.
(DGSF)
Zweck: berufsübergreifender Fachverband
Vorsitz: Björn Enno Hermans
Gründungsdatum: 2000 (als ein Zusammenschluss von DAF und DFS)
Mitgliederzahl: mehr als 6.000
Sitz: Köln, Deutschland
Website: www.dgsf.org

Die Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF) ist ein berufsübergreifender Fachverband für Systemische Therapie, Familientherapie, Beratung und Supervision. Der Verband wurde beim Amtsgericht Köln eingetragen und ist als gemeinnützig anerkannt. Er vertritt derzeit rund 6000 Mitglieder und ist damit der größte Verband für Systemische Therapie in Deutschland. Die DGSF verbindet – laut Eigendefinition – "Menschen und Institutionen, die systemisch arbeiten".[1] Sie verfolgt das Ziel, systemisches Denken und Arbeiten in allen Berufsfeldern zu fördern. Insbesondere tritt die DGSF – so wie auch ihre Vorgänger-Institutionen seit ihrer Gründung – für die Anerkennung der Systemischen Therapie als kassenfinanzierte Form der Psychotherapie in Deutschland ein. Die DGSF entstand im September 2000 aus dem Zusammenschluss folgender Verbände:

  • Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Familientherapie (DAF), gegründet 1978,
  • Dachverband für Familientherapie und systemisches Arbeiten (DFS), gegründet 1987.

Die DGSF (zuvor die DAF) gibt die Zeitschrift Kontext heraus, ein Forum für wissenschaftliche Reflexion systemischer und familientherapeutischer Arbeit. Weiterhin publiziert die DGSF Faltblätter, Broschüren und Hefte, betreibt eine Mailingliste für Mitglieder, hat Ethikrichtlinien erarbeitet und bemüht sich um Vernetzung, Fortbildung und Qualitätssicherung der angeschlossenen Ausbildungseinrichtungen. Auch arbeitet der Verband mit nationalen und internationalen Verbänden zusammen. Die DGSF vergibt alle zwei Jahre den DGSF-Forschungspreis und jährlich den Maria-Bosch-Förderpreis für Abschlussarbeiten von Weiterbildungsteilnehmern. Im Unterschied zur Systemischen Gesellschaft (SG), dem anderen großen, deutschen, systemischen Fachverband, gehören der DGSF nicht ausschließlich private, eigenständige Weiterbildungsinstitute an, sondern auch Weiterbildungszentren und -seminare an Universitäten und Fachhochschulen.[2] Die Geschäftsstelle der DGSF befindet sich in Köln, erster Vorsitzender ist derzeit Björn Enno Hermans, Essen [3] (zuvor Jochen Schweitzer, Heidelberg).

Ende des Jahres 2008 hat der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie (WBP) auf eine von der DGSF und SG gemeinsam vorgelegten Expertise hin festgestellt, dass die Systemische Therapie sowohl für die Psychotherapie Erwachsener als auch für die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie die Voraussetzungen für die wissenschaftliche Anerkennung erfüllt und daher als "Verfahren für die vertiefte Ausbildung" zum Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten empfohlen werden könne.[4]

Jahrestagung[Bearbeiten]

  • 2001 Dresden: Systeme setzen sich zusammen
  • 2002 Freiburg: Systemische Praxis: Ansprüche, Wirklichkeiten, Visionen
  • 2003 Magdeburg: Lösungsräume und Systemkompetenzen
  • 2004 Berlin:[5] Creating futures - systemische Dialoge in Europa
  • 2005 Oldenburg: Triadisches Verstehen in sozialen Systemen
  • 2006 Leipzig: Sieben Tage hat die Woche – alltäglich aufregende Systeme
  • 2007 Neu-Ulm: Systemische Wege in einer Welt der Veränderung
  • 2008 Essen: Systemische Hirngespinste – Neurobiologische Impulse
  • 2009 Potsdam : DGSF am Fluss - die etwas andere Jahrestagung
 

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. dgsf.org
  2. z.B. Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen
  3. siehe Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de/de/news554205
  4. Gutachten WBP http://www.wbpsychotherapie.de/page.asp?his=0.1.17.71.83
  5. Zugleich Europa-Kongress der European Family Therapy Association, gemeinsam veranstaltet mit der Systemischen Gesellschaft

Weblinks[Bearbeiten]