Deutsche Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie

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Deutsche Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie
(DGWMP)
[optional]
Zweck:
Vorsitz: Jürgen Blätzinger[1]
Gründungsdatum: 10. September 1864[2]
Mitgliederzahl: ca. 3800
Sitz: Bonn

Die Deutsche Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie (DGWMP) ist eine medizinische Fachgesellschaft.

Ziel der Gesellschaft ist die Förderung der wehrmedizinischen Forschung und Praxis, ausdrücklich einschließlich der Zahn- und Tiermedizin und der Wehrpharmazie. Die DGWMP hat rund 3800 Mitglieder (Stand September 2009), die größtenteils aktive oder ehemalige Sanitätsoffiziere der Bundeswehr sind. Dazu kommen rund 1700 Mitglieder des Partnervereins Deutscher SanOA e.V.[3], die aufgrund einer Kooperation zum größten Teil „Doppelmitglied“ in beiden Vereinen sind. Diese Kooperation besteht seit dem Jahr 2007. Sie soll den Kontakt und die Kommunikation über alle Dienstgradgruppen hinweg – vom studierenden SanOA bis zum Generalarzt – erleichtern und die Interessenvertretung für die Mitglieder beider Vereine wirkungsvoller machen.

Präsident der Gesellschaft ist Jürgen Blätzinger, Generaloberstabsarzt a. D.[4] Sitz der Gesellschaft ist Bonn, dort befindet sich auch die Bundesgeschäftsstelle. Die DGWMP ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die DGWMP versteht sich als Nachfolgerin der 1864 gegründeten Berliner militärärztlichen Gesellschaft[5] (ab 1920 „Deutsche Militärärztliche Gesellschaft“). Sie wurde am 19. Juni 1954 in Bonn wiedergegründet, nunmehr als „Vereinigung ehemaliger Sanitätsoffiziere“ mit dem Wahlspruch „Scientiae - Humanitati - Patriae“. Seit dem 30. Juni 1973 trägt die Gesellschaft den heutigen Namen, der satzungsgemäße volle Titel lautet „Deutsche Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie e.V. (DGWMP) - Vereinigung deutscher Sanitätsoffiziere (VdSO) -“.

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gesellschaft wird von einem Präsidenten geführt, der Mitglied des bis zu elfköpfigen Präsidiums ist. Die Mitglieder des Präsidiums werden von der Hauptversammlung auf drei Jahre gewählt. Der Präsidialbeirat berät das Präsidium und besteht aus Vertretern der Untergliederungen des Vereins:

  • die Bereichsgruppen vertreten die Belange der Mitglieder in einer Region und richten eigene Veranstaltungen aus. Als weitere Untergliederung können örtliche Gruppen gegründet werden.
  • die Gruppe SanOA und junge SanOffz vertritt überregional die Belange der Doppelmitglieder im Rahmen der Kooperation mit dem Deutschen SanOA e.V.
  • die derzeit (Februar 2010) sechs Arbeitskreise dienen der Kooperation aller interessierten Mitglieder zu einem Thema (z. B. Geschichte der Wehrmedizin, Tiermedizin, …)

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Vereinsjahr 2009 richtete die DGWMP 131 Tagesveranstaltungen mit insgesamt rund 7500 Teilnehmern, sowie sieben mehrtägige Veranstaltungen mit insgesamt rund 2000 Teilnehmern aus. Mit Hinblick auf die Teilnehmer – zum großen Teil aktive Sanitätsoffiziere – sieht sich die Gesellschaft damit als ein wichtiger Akteur bei der Aus-, Fort- und Weiterbildung der Offiziere im Sanitätsdienst der Bundeswehr.

Die Gesellschaft vergibt den mit 6.000 Euro (Stand 2011) dotierten Paul-Schürmann-Preis.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die DGWMP unterstützt die Redaktion der Wehrmedizinische Monatsschrift mit sanitätsdienstlichen Informationen. Das monatlich erscheinende Magazin wird vom Bundesministerium der Verteidigung herausgegeben und vom Beta Verlag publiziert. Im Beta Verlag erscheint die quartalsweise erscheinende Zeitschrift Wehrmedizin und Wehrpharmazie, die vom Verein herausgegeben wird.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andreas Horst Mahnken: Scientiae – Humanitati – Patriae. Neubeginn der Wehrmedizinischen Gesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen 22, 2003, S. 263–268.
  • Karl-Wilhelm Wedel: Deutsche Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie – 120 Jahre. In: Wehrmedizin und Wehrpharmazie. Band 9, 1985, S. 115–125.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.dgwmp.de/praesidium_dgwmp.html
  2. http://www.dgwmp.de/ziele_aufgaben_dgwmp_philosophie.html
  3. Deutscher SanOA e.V. In: sanoaev.de. Abgerufen am 22. Dezember 2016.
  4. Präsidium DGWMP. In: sanoaev.de. Abgerufen am 31. August 2017.
  5. Andreas H. Mahnken: Die „Berliner militärärztliche Gesellschaft“. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen 17, 1998, S. 439–448.