Deutsche Hirntumorhilfe

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Deutsche Hirntumorhilfe
Rechtsform gemeinnütziger eingetragener Verein
Gründung 1. August 1998
Sitz Leipzig
Aktionsraum weltweit
Methode Ärzte, Patienten und Öffentlichkeit informieren
Mitglieder etwa 900
Motto „Wissen schafft Zukunft“
Website www.hirntumorhilfe.de

Die Deutsche Hirntumorhilfe e.V. ist eine unabhängige, gemeinnützige Organisation zur Förderung der neuroonkologischen Forschung und Verbesserung der Patientenversorgung. Sie wurde am 1. August 1998 gegründet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sitz des Vereins ist Leipzig.[1] Nach eigenen Angaben hat der Verein bisher etwa 900 Mitglieder aus 14 Nationen. Er gilt als die einzige Organisation im deutschsprachigen Raum, die sich speziell für die Interessen von Hirntumorpatienten einsetzt. Entsprechend dem Motto „Wissen schafft Zukunft“ werden Patienten und Fachpersonal aktuelle Informationen über Standards und Fortschritte in der Therapie von Hirntumoren zur Verfügung gestellt. Hirntumor- und Hirnmetastasenpatienten wird Beistand und Hilfe angeboten.

Im Jahre 2000 initiierte der Verein den Welthirntumortag (World Brain Tumor Day), der als Gedenk- und Aktionstag am 8. Juni stattfindet. Ziel des Tages ist es, die öffentliche Aufmerksamkeit für diese nur wenig bekannte und im Vergleich zu anderen Krebserkrankungen seltene Krebsart zu gewinnen und die Öffentlichkeit auf die Situation von Hirntumorpatienten aufmerksam zu machen. Darüber hinaus soll der Tag zugleich auch eine Mahnung an die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft sein, die Forschung und eine verstärkte interdisziplinäre Zusammenarbeit zu unterstützen, um so die Therapiemöglichkeiten zu vergrößern.

Allein in Deutschland erkranken jährlich mehr als 7000 Menschen an einem bösartigen, primären Hirntumor, weltweit sind es täglich über 700 neue Fälle.[2] Bedeutend höher ist die Zahl der Patienten mit Hirnmetastasen, die sich infolge von anderen Krebsleiden entwickeln. Bei Kindern sind Hirntumoren sogar die zweithäufigste Krebserkrankung.

Förderung von Patientengruppen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der Pflege nationaler und internationaler Fachkontakte wird auf die Kooperation mit regionalen Patientengruppen besonders Wert gelegt. Ziel ist es, durch Unterstützung von Patienteninitiativen das Versorgungsnetz für krebskranke Bürger in der Bundesrepublik stetig zu verbessern. Die Deutsche Hirntumorhilfe initiiert und fördert seit ihrer Gründung regionale Patientengruppen insbesondere für Hirntumor- und Hirnmetastasenpatienten. Dabei wird nicht nur der Selbsthilfegedanke, sondern auch die konkrete Arbeit dieser regionalen Hirntumorpatientengruppen gefördert. Betroffene werden durch eine Vielzahl von Projekten bei der Krankheitsbewältigung unterstützt. Bundesweit gibt es mit Hilfe der Deutschen Hirntumorhilfe in der Zwischenzeit 30 aktive Selbsthilfegruppen und über 70 regionale telefonische Ansprechpartner.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Amtsgericht Leipzig, Registernummer 3323
  2. IARC: GLOBOCAN 2012. Estimated Cancer Incidence, Mortality and Prevalence worldwide

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]