Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
  DEG
Logo
Staat Deutschland
Sitz Kämmergasse 22
50676 Köln
Rechtsform GmbH
Gründung 14. September 1962[1]
Website deginvest.de
Geschäftsdaten 2014[2]
Bilanzsumme 5.318 Mio. Euro
Mitarbeiter 499
Leitung
Aufsichtsrat Hans-Joachim Fuchtel (Vors.)

Unternehmensleitung

Bruno Wenn (Sprecher)
Christiane Laibach[3]
Philipp Kreutz

Vorlage:Infobox_Kreditinstitut/Wartung/ID fehlt

Zentrale der DEG, Ansicht von der Nord-Süd-Fahrt aus
Historisches Logo des Unternehmens

Die DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH finanziert Investitionen privater Unternehmen in Entwicklungsländern und Schwellenländern. Sie wurde im September 1962 nach Kai-Uwe von Hassels Vorstellungen als bundeseigene Gesellschaft (ursprünglich firmierend als Deutsche Gesellschaft für wirtschaftliche Zusammenarbeit mbH) gegründet.[4] Seit Juni 2001 ist sie eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der KfW. Sitz der DEG ist seit Gründung Köln, Kämmergasse 22/Nord-Süd-Fahrt.[5]

Die DEG beschäftigte 2014 im In- und Ausland 499 Mitarbeiter. Ihr Neugeschäft belief sich 2014 auf 1,47 Mrd. EUR bei einer Bilanzsumme von 5,3 Mrd. EUR und einem Jahresüberschuss von 164 Mio. EUR.[2]

Aufgaben und Produkte[Bearbeiten]

Die Aufgabe der DEG ist es, privatwirtschaftliche Strukturen in Entwicklungs- und Schwellenländern durch langfristige Projekt- und Unternehmensfinanzierung zu fördern, um dadurch die Grundlage für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum und eine dauerhafte Verbesserung der Lebensbedingungen zu schaffen. Dabei ist sie spezialisiert auf Projekt- und Unternehmensfinanzierungen in Afrika, Asien, Lateinamerika sowie in Mittel-, Ost- und Südosteuropa. Die Finanzierungen werden zu marktorientierten Konditionen herausgereicht. Die Finanzprodukte umfassen

Zusätzlich bietet die DEG auch Beratungsdienstleistungen an. Diese setzt die DEG für investierende Unternehmen als auch für Institutionen ein, die die Förderung der privatwirtschaftlichen Zusammenarbeit in den Partnerländern zum Ziel haben.

Ergänzend unterstützt die DEG unter dem Namen develoPPP.de, im Rahmen eines speziellen vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) aufgelegten Programms für Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft, investitionsvorbereitende und -begleitende Maßnahmen von deutschen und europäischen Unternehmen sowie Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern, an denen in der EU registrierte Unternehmen oder europäische Staatsangehörige mindestens 25 Prozent der Unternehmensanteile halten. Die PPP-Mittel werden vor allem für Projekte im Umweltschutz, in der Aus- und Weiterbildung, in der Arbeitsplatzsicherheit und für herausragende Pilotvorhaben bereitgestellt.

Als Teil der Entwicklungszusammenarbeit der Bundesrepublik Deutschland unterstützt die DEG ferner die Erreichung der internationalen Entwicklungsziele (Millennium-Entwicklungsziele), darunter insbesondere die Reduzierung der Armut durch die Förderung von Beschäftigung und Einkommen in entwicklungsschwachen und ländlichen Räumen.

Kooperationen[Bearbeiten]

Die DEG koordiniert ihre Fördertätigkeit eng mit anderen europäischen Entwicklungsfinanzierungsorganisationen, die sich insbesondere unter dem organisatorischen Dach der EDFI (Europäische Entwicklungsfinanzierungsinstitutionen) zusammengeschlossen haben. Ferner gehört zu den engen Kooperationspartnern der DEG die Weltbanktochter Internationale Finanz-Corporation (IFC), die osteuropäische Entwicklungsbank Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) sowie eine Vielzahl lokaler und regionaler Entwicklungsgesellschaften. Ziel dieser Kooperationen ist es, durch Bündelung von Finanzierungskapazitäten und Sachkenntnis eine möglichst große entwicklungspolitische Breitenwirkung und Nachhaltigkeit zu erzielen.

Kritik[Bearbeiten]

Eine Folge der WDR-Sendereihe die story setzte sich 2015 kritisch mit dem Handeln der DEG in Sambia auseinander. Bemängelt wurde, dass die DEG Kredite an eine Firma („Zambeef“) vergeben hat, ohne zu prüfen ob die Mittel notwendig seien und ob die Firma nachhaltig damit wirtschaftet.[6]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. DEG:Unternehmensgeschichte, abgerufen am 8. November 2013
  2. a b DEG: Kennzahlen 2014
  3. DEG: Christiane Laibach neue DEG-Geschäftsführerin, abgerufen am 25. April 2015
  4.  Volker Koop: Kai-Uwe von Hassel: Eine politische Biographie. Böhlau, Köln, Weimar, Wien 2007, ISBN 978-3-412-10006-3, DNB 982414307 (online bei Google Books).
  5. DEG: Unternehmensgeschichte, abgerufen am 8. November 2013
  6. Hungrig nach Profit. In: wdr.de. die story, 7. September 2015, abgerufen am 8. September 2015.

50.9338336.9527Koordinaten: 50° 56′ 2″ N, 6° 57′ 10″ O