Deutsche Pfandbriefbank

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  Deutsche Pfandbriefbank AG
Pbb Deutsche Pfandbriefbank Logo.jpg
Staat DeutschlandDeutschland Deutschland
Sitz Unterschleißheim
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE0008019001
Bankleitzahl 700 105 00[1]
BIC REBM DEMM XXX[1]
Gründung 12. April 1869 (als Bayerische Handelsbank AG)
Website www.pfandbriefbank.com
Geschäftsdaten 2015[2]
Bilanzsumme 66,761 Mrd. EUR
Einlagen 10,824 Mrd. EUR
Kundenkredite 41,204 Mrd. EUR
Mitarbeiter 824
Leitung
Vorstand Andreas Arndt (Vorsitzender)
Thomas Köntgen (Stellvertretender Vorsitzender)
Bernhard Scholz
Andreas Schenk[3]
Aufsichtsrat Günther Bräunig (Vorsitzender)

Die Deutsche Pfandbriefbank AG (werbliche Kurzbezeichnung pbb) ist ein deutsches Kreditinstitut mit Sitz in Unterschleißheim. Es ist aus der Fusion verschiedener Handelsbanken und Hypothekenbanken hervorgegangen. Gründungsinstitut war am 12. April 1869 die Bayerische Handelsbank AG (später umfirmiert zuerst in HVB Real Estate Bank AG, später in Hypo Real Estate Bank AG) auf welche ab 2001 die Nürnberger Hypothekenbank AG und die Süddeutsche Bodencreditbank AG verschmolzen wurden. Nach Übernahme der Hypo Real Estate Bank International AG (die zuvor umfirmierte Württembergische Hypothekenbank AG) und deren Verschmelzung wurde aus dem erworbenen Konzern der DEPFA die DEPFA Deutsche Pfandbriefbank AG auf die Hypo Real Estate Bank AG verschmolzen. Die Hypo Real Estate Bank AG wurde 2009 in Deutsche Pfandbriefbank AG umfirmiert. Die Deutsche Pfandbriefbank AG gehört damit als umfimierte Bayerische Handelsbank zu den ältesten existierenden Banken in Deutschland. Die Gründungsdokumente sind Teil des Bayerischen Hauptstaatsarchivs in München (BayHStA, MF 58455).[4]

Nach der staatlichen Rettung in der Finanzkrise ab 2007 musste die Hypo Real Estate Holding AG die Deutsche Pfandbriefbank auf Geheiß der EU-Kommission bis 2015 privatisieren.[5] Der Börsengang der pbb an die Frankfurter Wertpapierbörse fand am 16. Juli 2015 statt. Der Vermögensverwalter MainFirst meldete einige Tage später einen Anteil von 5,1 Prozent, Lancaster Investment Management einen Anteil von 4,83 Prozent der Aktien der pbb.[6] Seit dem 21. September 2015 ist die Deutsche Pfandbriefbank Mitglied des MDAX.[7]

Geschäftsbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Deutsche Pfandbriefbank ist eine deutsche Spezialbank für Immobilienfinanzierung und öffentliche Investitionsfinanzierung. Sie refinanziert sich durch Einlagengeschäfte (Festgeld und Tagesgeld) und durch das Emittieren von Pfandbriefen.[8] Bereits die Bayerische Handelsbank war ab dem 3. Mai 1871 zur Herausgabe von grundrechtlich gesicherten Obligationen berechtigt.[9]

Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Deutsche Pfandbriefbank AG hat ihren Hauptsitz in Unterschleißheim und inländische Niederlassungen in Eschborn, Berlin, Düsseldorf und Hamburg. Niederlassungen im Ausland befinden sich in Paris, London, Stockholm und Madrid.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. Geschäftsbericht 2015
  3. Management der Deutsche Pfandbriefbank AG
  4. Detailseite - Archivportal-D. In: www.archivportal-d.de. Abgerufen am 26. September 2016.
  5. Handelsblatt vom 31. Januar 2014
  6. handelsblatt.com 22. Juli 2015: Staat bekommt alle Pfandbriefbank-Aktien los
  7. http://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/aktien/boerse-frankfurt-vonovia-loest-lanxess-im-dax-ab/12276962.html
  8. www.pbbdirekt.com
  9. Bayerische Handelsbank (München): Reglement für die Boden-Credit-Anstalt der Bayerischen Handelsbank in München: genehmigt durch Allerhöchste Entschließung vom 3. Mai 1871. Weisenbach, 1. Januar 1871 (google.de [abgerufen am 26. September 2016]).


Koordinaten: 48° 17′ 20″ N, 11° 35′ 5″ O