Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall

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Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V.
(DWA)
Logo der DWA
Zweck: Förderung einer nachhaltigen Wasser- und Abfallwirtschaft sowie der Berufsbildung, Wissenschaft und Forschung
Vorsitz: Otto Schaaf
Gründungsdatum: 10. Mai 1948 als ATV bzw. 5. Oktober 1978 als DVWK
Mitgliederzahl: ca. 14.000[1]
Sitz: Hennef
Website: dwa.de

Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA) ist eine Vereinigung für alle übergreifenden Wasserfragen, sie setzt sich intensiv für die Entwicklung einer sicheren und nachhaltigen Wasserwirtschaft ein. Als politisch und wirtschaftlich unabhängige Organisation arbeitet sie fachlich auf den Gebieten Wasserwirtschaft, Abwasser, Abfall und Bodenschutz. Die DWA ist zugleich Regelsetzer und Bildungsträger.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Zusammenschluss der Abwassertechnischen Vereinigung e.V. (ATV) und des Deutschen Verbandes für Wasserwirtschaft und Kulturbau e.V. (DVWK) entstand am 1. Januar 2000 die ATV-DVWK, welche sich 2004 in Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA) umbenannte. Die zuvor selbständigen Vereine wirkten stark in der Entwicklung von Regeln für das jeweilige Fach mit und engagieren sich in der Fort- und Weiterbildung.

Abwassertechnische Vereinigung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Abwassertechnische Vereinigung e.V. (ATV) wurde am 10. Mai 1948 gegründet. Ein Kernstück der Tätigkeit der ATV war die berufliche Bildung der Mitarbeiter*innen an abwassertechnischen Anlagen, um diesen das nötige Wissen für eine ordnungsgemäße Bedienung der Anlagen zu vermitteln.

Die ATV organisierte vom 5. bis 9. September 1966 in München für den Weltverband die "Third International Conference on Water Pollution Research" mit 1400 Teilnehmern aus 43 Ländern. Die Begleitausstellung mit 151 Ausstellern aus 10 Ländern war die Geburtsstunde der heutigen IFAT, der weltgrößten Umweltmesse. Dadurch ist die heutige DWA der älteste ideelle Träger der IFAT.

Ein weiteres Kernstück war das ATV-Regelwerk Abfall-Abwasser. Durch dieses Regelwerk wurden die Qualität der Planung, der Bau und der Betrieb von Abwasser- und Abfallanlagen stark verbessert. Den Ingenieuren wurden somit die Grundlagen gegeben, solche Anlagen effizient zu konzipieren und umzusetzen.

Deutscher Verband für Wasserwirtschaft und Kulturbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der DVWK (Deutscher Verband für Wasserwirtschaft und Kulturbau) ist am 5. Oktober 1978 aus der Vereinigung der Verbände Kuratorium für Wasser und Kulturbauwesen (KWK) und dem Deutschen Verband für Wasserwirtschaft (DVWW) entstanden. Zweck des DVWK war eine Förderung der Landeskultur und Wahrung der Umweltbelange. Der DVWK gliederte sich zuletzt in fünf verschiedene Fachgremien:

  • Wasserwirtschaft und Hydrologie
  • Wasserbau und Hydraulik
  • Grundwasser
  • Wasser und Boden, Gewässerökologie
  • Wassergefährdende Stoffe

In Europa ist die DWA die mitgliederstärkste Vereinigung auf diesem Gebiet und nimmt durch ihre fachliche Kompetenz bezüglich Normung, Bildung und Information der Öffentlichkeit eine besondere Stellung ein. Die rund 14.000 Mitglieder repräsentieren Fachleute und Führungskräfte aus Kommunen, Hochschulen, Ingenieurbüros, Behörden und Unternehmen.

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt auf der Erarbeitung und Aktualisierung eines einheitlichen technischen Regelwerks, des DWA-Regelwerks, sowie der Mitarbeit bei der Aufstellung fachspezifischer Normen auf nationaler und internationaler Ebene. Hierzu gehören nicht nur technisch-naturwissenschaftliche Themen, sondern auch die wirtschaftlichen und rechtlichen Belange des Umwelt- und Gewässerschutzes.

Die DWA veranstaltet jährlich (Stand 2016) rund 275 Tagungen und Seminare und deckt damit circa 200 Themenbereiche ab. Große Messen, wie die IFAT München und die Wasser Berlin International werden ebenfalls unterstützt. Zudem ist die DWA auf fachbezogenen Messen im Ausland aktiv, darunter die IE expo, die IFAT India, die IFAT Eurasia und die IFAT Afrika. Sie schult rund 37.000 Teilnehmer*innen pro Jahr. Die DWA organisiert eintägige Seminare und bis zu maximal 13-wöchige Veranstaltungen, auch berufsbildende Kurse (Fachkraft für Abwassertechnik, Abwassermeister) und Wochenkurse für das Betriebspersonal und für Ingenieure. Die DWA ist einer der führenden Bildungsanbieter in der Wasserwirtschaft.

Kommunale Erfahrungsaustausche, internationale Angebote und Nachbarschaftsangebote ergänzen die Bildungsarbeit.

Im Rahmen der Fort- und Weiterbildung des Betriebspersonals organisiert die DWA Kläranlagennachbarschaften. Mit der Trägerschaft sind die regional zuständigen DWA-Landesverbände betraut. Die Nachbarschaften sind regionale oder thematische Zusammenschlüsse von Betreibern wasser- und abfallwirtschaftlicher Anlagen bzw. von Gewässer-Unterhaltungspflichtigen. Gegenstand ist die berufliche Weiterbildung. Regelmäßige Treffen, sogenannte Nachbarschaftstage, informieren die Teilnehmer*innen über aktuelle Entwicklungen. Im Mittelpunkt steht der Erfahrungsaustausch. Neben dem Wissensaustausch geht es auch darum, sich kennen zu lernen, um ein über den Nachbarschaftstag hinaus wirkendes Netzwerk zu schaffen. Ein wichtiges Ziel ist die gegenseitige Hilfe mit Rat und Tat vor Ort. Mit der kontinuierlichen Fortbildung leistet die DWA in den Nachbarschaften einen Beitrag zur Förderung des Gewässerschutzes und der Gewässerentwicklung sowie zum fachgerechten und sicheren Anlagenbetrieb.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 50 Jahre DWA-Regelwerk. KA-Abwasser, Abfall 54 (Nr. 2), S. 139–140 (2007), ISSN 1616-430X
  • 60 Jahre DWA-Regelwerk. KA-Abwasser, Abfall 64 (Nr. 4), S. 288–289 (2017), ISSN 1866-0029

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

[2]

  1. DWA-Jahrbuch 2013, pdf, 13,5 MB abgerufen am 23. Januar 2014.
  2. DWA-Jahrbuch 2017