Deutsche Zentrale für Tourismus

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Deutsche Zentrale für Tourismus e. V.
Logo
Rechtsform eingetragener Verein
Gründung 1948
Sitz Frankfurt am Main, Hessen, Deutschland
Leitung Petra Hedorfer (Vorsitzende des Vorstandes)
Reinhard Werner (Kaufmännischer Vorstand)
Mitarbeiterzahl 150 (2017)
Branche Tourismus
Website www.germany.travel

Die Deutsche Zentrale für Tourismus e. V. (DZT) ist eine Marketingorganisation, die im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie das Reiseland Deutschland vertritt. Der eingetragene Verein mit Hauptsitz in Frankfurt am Main wurde 1948 vom Deutschen Tourismusverband gegründet. Die Organisation wird finanziell zu 75 %[1] vom BMWi getragen, aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Ein Viertel wird durch eigene Einnahmen finanziert.[1] Seit März 2018 werden auch Kryptowährungen wie der Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptiert.[2]

Zwischen 1999 und 2011 (Beschluss der Wirtschaftsminister-Konferenz vom 17./18. Juni 2010) warb der Verein auch im Inland für Kurzreisen in deutsche Regionen.

Vertriebskanäle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die DZT ist im Ausland in sechs DZT-Regionalmanagements organisiert:

  • Nordwesteuropa
  • Nordosteuropa
  • Südwesteuropa
  • Südosteuropa
  • Amerika/Israel
  • Asien/Pazifik

Der Verein unterhält 32 Auslandsvertretungen und Vertriebsagenturen. Neben 12 eigenen Vertretungen umfasst das Vertriebsnetz im Ausland 20 Vertriebsagenturen bei Partnern wie der Deutschen Lufthansa AG und dem Deutschen Industrie und Handelskammertag e.V. (DIHK).

Der Verein wirbt zudem auf internationalen Leit- und Regionalmessen. Mit dem Germany Travel Mart[3] (GTM) bietet er Leistungsträgern und Marketingkooperationen jährlich eine Verkaufsveranstaltung. In Workshops und Präsentationen akquiriert die DZT weltweit in der internationalen Reiseindustrie. Mit Hilfe von Studienreisen informiert sie internationale Reisefachleute und Medienvertreter über das Reiseziel Deutschland und ausländische Reisebüros erhalten von der DZT Informationen zu aktuellen Angeboten und Programmen im Deutschland-Tourismus.

Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein entwickelt Strategien, um das positive Image Deutschlands als Reiseland im Ausland aufrechtzuerhalten und auszuweiten. Zudem soll dadurch der Tourismus nach Deutschland gefördert werden.

Ziele der Vereinsarbeit sind die Steigerung des Reiseaufkommens in Deutschland, die Positionierung Deutschlands als vielfältiges und attraktives Reiseland, die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Deutschland sowie die Erhöhung der Deviseneinnahmen.

Es werden sowohl der Freizeittourismus (Ferien/Urlaub) als auch der Geschäftstourismus (Messe-, Kongress- und Incentive-Reisen) beworben.[4]

Marketingthemen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei seinen Aktivitäten orientiert sich der Verein an den Reisetrends Kultur und Gesundheit. Er bewirbt dabei den sogenannten Städte- und Kulturtourismus, sowie den Erholungs- und Gesundheitstourismus.

Umgesetzt wird dies in den Themenkampagnen:

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter anderem sind folgende Unternehmen Mitglieder der Deutschen Zentrale für Tourismus[9][10]:

Landesmarketingorganisationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bayern Tourismus Marketing GmbH
  • Bremer Touristik-Zentrale Gesellschaft für Marketing und Service mbH
  • HA Hessen Agentur GmbH – Tourismus- und Kongressmarketing
  • Hamburg Tourismus GmbH
  • Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH
  • Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH
  • Thüringer Tourismus GmbH
  • Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein GmbH
  • Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH
  • Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH
  • Tourismus Marketing GmbH Baden Württemberg
  • Tourismus NRW e.V.
  • Tourismus Zentrale Saarland GmbH
  • TourismusMarketing Niedersachsen GmbH
  • Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e. V.
  • visitBerlin

Körperschaften, Verbände, Stiftungen, Anstalten und Vereinigungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Organe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Organe sind u. a. der Verwaltungsrat, der Beirat und der Marketing-Ausschuss Ausland.[11]

Verwaltungsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gewählte Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vertreter der Ministerien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ständige Gäste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beirat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mitglieder des Beirates wurden auf der 120. Mitgliederversammlung am 13. Dezember 2017 gewählt.[11]

Weitere Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitglieder kraft Amtes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein und die Vereinsarbeit wurde mehrfach unter anderem vom Bundesrechnungshof kritisiert,[12] zuletzt 2016.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Jahresbericht der Deutschen Zentrale für Tourismus e.V. Aufgerufen am 11. Januar 2018.
  2. DZT akzeptiert Kryptowährungen In: ahgz.de, 6. März 2018, abgerufen am 13. März 2018.
  3. Deutsche Zentrale für Tourismus e.V.: GTM Germany Travel Mart™ Der größte Incoming-Workshop für das Reiseland Deutschland. Abgerufen im 26. Oktober 2017.
  4. Deutsche Zentrale für Tourismus e.V.: Die DZT. Abgerufen am 11. Januar 2018.
  5. Startschuss für die DZT-Kampagne "Faszination Natururlaub in Deutschland" • PUBLIC MARKETING - News. Abgerufen im 18. Dezember 2015.
  6. DZT-Themenkampagne zum Reformationsjubiläum geht online. Abgerufen im 31. Oktober 2016.
  7. DZT-Kampagne zum Reformationsjubiläum stärkt Incoming-Tourismus. Abgerufen im 1. September 2017.
  8. Culinary Germany 2018 #Enjoy German Food. Abgerufen im 10. Januar 2018.
  9. Deutsche Zentrale für Tourismus e.V.: Kooperationen und Partner. Abgerufen am 11. Januar 2018.
  10. Neue Mitglieder der DZT. Abgerufen im 10. Oktober 2017.
  11. a b Presse-Information: Gremiensitzungen der DZT - Brigitte Goertz-Meissner neue Präsidentin des Verwaltungsrates der DZT. Abgerufen im 14. Dezember 2017.
  12. Deutscher Bundestag: Drucksache 13/5090 vom 26. Juni 1996. Aufgerufen am 20. Dezember 2014.

Koordinaten: 50° 7′ 9,3″ N, 8° 39′ 23,2″ O