Deutscher Baseball & Softball Verband

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Deutscher Baseball und Softball Verband
DEB-Logo
Gründungsdatum/-jahr 5. Dezember 1950
Gründungsort Heidelberg
Präsident Mirko Heid
Mitglieder (ca.) 23.585[1] (Stand: 2012)
Verbandssitz Mainz
Homepage www.baseball-softball.de

Der Deutsche Baseball und Softball Verband e. V. (DBV) ist der Dachverband der deutschen Baseball- und Softballvereine. Er wurde am 5. Dezember 1950 als Amateur Baseball Föderation Deutschland gegründet und 1980 in seinen heutigen Namen umbenannt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Begegnung der Deutschen mit Baseball fand 1936 im Rahmen der Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin statt. Insgesamt 100.000 Zuschauer verfolgten dieses Demonstrationsspiel, in dessen Folge gerade in Berlin einzelne Gruppen sich mit Baseball beschäftigten. Diese Aktivitäten wurden allerdings durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges eingestellt.[2] Nach dem Krieg wurde Baseball in Deutschland vor allem durch das Programm German Youth Activities während der amerikanischen Besatzungszeit bekannt. Zu dieser Zeit gab es eine amerikanische Baseballmeisterschaft in Deutschland, die unter den amerikanischen Kompanien ausgetragen wurde. Der Sport stieß auf reges Interesse und so gab es schon 1948 etwa 140 deutsche Baseball-Jugendmannschaften, bevor 1948 mit den Frankfurt Juniors der erste deutsche Baseballverein gegründet wurde. Nachdem sich weitere Vereine gegründet hatten, wurde 1950 die Amateur Baseball Föderation Deutschland gegründet, die sich von da an vor allem um den Spielbetrieb und die Ausrichtung der Deutschen Baseballmeisterschaft kümmerte.[3] Durch fehlende Nachwuchsarbeit und Organisation des Baseballsports in Deutschland war Baseball in Deutschland in den 1970er Jahren fast vollständig von der Bildfläche verschwunden, bevor sich in den 1980er Jahren ein Wiedererstarken des Sports zeigte.[2] In diese Zeit fällt auch die Umbenennung des Verbandes 1980 in den heutigen Namen Deutscher Baseball und Softball Verband.[4]

Präsidenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Präsident Ort
05.12.1950–27.01.1952 Wilfried Schmidt Marburg
27.01.1952–1953 Albrecht Rüdiger Bad Homburg vor der Höhe
1953–1957 Alfred Buchner Frankfurt am Main
1957–1982 Richard Kermas Mannheim
1982–1984 Gerhard Baur München
1984–März 1988 Klaus Fritsche Köln
März 1988–18.03.2001 Martin Miller Ingolstadt
18.03.2001–31.03.2007 Frank Wagner München
31.03.2007–15.11.2014 Michael Hartmann Mainz
seit 15.11.2014 Mirko Heid Bonn

Spielbetrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der DBV ist auch für die Organisation des Spielbetriebs oberhalb der Verbandsligen zuständig. Die Ligenstruktur sieht dabei für Baseball folgendermaßen aus, wobei in einzelnen Landesverbänden nicht die gesamte Tiefe der Organisationsstruktur ausgenutzt wird.

  • 1. Baseball-Bundesliga
  • 2. Baseball-Bundesliga
  • Regionalliga
  • Verbandsliga
  • Landesliga
  • Bezirksliga

Ab der Saison 2017 fällt die Regionalliga weg; statt dessen wird die 2. Bundesliga entsprechend erweitert.[5]

Im Softball ergibt sich aufgrund der geringeren Anzahl an Vereinen folgende Struktur des Spielbetriebs, auch hier werden teilweise nicht alle zur Verfügung stehenden Organisationstiefen benutzt:

Landesverbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der DBV hat 10 Landesverbände als Unterorganisationen, die unter anderem für den Spielbetrieb unterhalb der Regionalligen verantwortlich zeichnen.

  • Baden-Württembergischer Baseball und Softball Verband (BWBSV)
  • Bayerischer Baseball und Softball Verband (BBSV)
  • Baseball und Softball Verband Berlin/Brandenburg (BSVBB)
  • Hamburger Baseball und Softball Verband (HBV; gemeinsamer Spielbetrieb mit SHBV)
  • Hessischer Baseball und Softball Verband (HBSV)
  • Mitteldeutscher Baseball und Softball Verband (MBSV)
  • Niedersächsischer Baseball und Softball Verband (NBSV)
  • Baseball und Softball Verband Nordrhein-Westfalen (BSV NRW)
  • Schleswig-Holsteinischer Baseball und Softball Verband (SHBV; gemeinsamer Spielbetrieb mit HBV)
  • Südwestdeutscher Baseball und Softball Verband (SWBSV)

Mitgliedschaften in nationalen und internationalen Organisationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der DBV vertritt die Interessen der deutschen Base- und Softballer in verschiedenen nationalen und internationalen Organisationen, insbesondere den internationalen Baseball- und Softballverbänden und nationalen Sportverbänden.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bestandserhebung. Abgerufen am 12. November 2014 (deutsch).
  2. a b Martin Miller: Baseball – Eine anspruchsvolle Sportart auf dem Weg nach oben: http://www.baseball-softball.de/dbv/index.php?id=00000860, Stand 20. August 2009.
  3. Baseball in Deutschland 1945 bis 1950: http://www.baseball-softball.de/dbv/index.php?id=00000615, Stand 20. August 2009.
  4. Präsidium seit 1950: http://www.baseball-softball.de/dbv/index.php?id=00000762, Stand. 20. August 2009.
  5. Bundespielordnung: Änderungen für 2017: http://www.baseball-softball.de/wp-content/uploads/Aenderungen-fuer-BuSpO-2017.pdf, S. 2.