Deutscher Baseball und Softball Verband

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Deutscher Baseball und Softball Verband
DBV-Logo (seit 2018)
Gegründet 5. Dezember 1950
Gründungsort Heidelberg
Präsident Jürgen Elsishans
Mitglieder 22.522[1] (Stand: 2018)
Verbandssitz Mannheim[2]
Homepage www.baseball-softball.de

Der Deutsche Baseball und Softball Verband e. V. (DBV) ist der Dachverband der deutschen Baseball- und Softballvereine. Er wurde am 5. Dezember 1950 als Amateur Baseball Föderation Deutschland gegründet und hat 1980 seinen heutigen Namen erhalten. Vereinssitz ist Mannheim; die Geschäftsstelle befindet sich in Frankfurt am Main beim DOSB (Haus des Sports).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Begegnung der Deutschen mit Baseball fand 1936 im Rahmen der Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin statt. Insgesamt 100.000 Zuschauer verfolgten dieses Demonstrationsspiel, in dessen Folge gerade in Berlin einzelne Gruppen sich mit Baseball beschäftigten. Diese Aktivitäten wurden allerdings durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges eingestellt.[3] Nach dem Krieg wurde Baseball in Deutschland vor allem durch das Programm German Youth Activities während der amerikanischen Besatzungszeit bekannt. Zu dieser Zeit gab es eine amerikanische Baseballmeisterschaft in Deutschland, die unter den amerikanischen Kompanien ausgetragen wurde. Der Sport stieß auf reges Interesse und so gab es schon 1948 etwa 140 deutsche Baseball-Jugendmannschaften, bevor 1948 mit den Frankfurt Juniors der erste deutsche Baseballverein gegründet wurde. Nachdem sich weitere Vereine gegründet hatten, wurde 1950 die Amateur Baseball Föderation Deutschland gegründet, die sich von da an vor allem um den Spielbetrieb und die Ausrichtung der Deutschen Baseballmeisterschaft kümmerte.[4] Durch fehlende Nachwuchsarbeit und Organisation des Baseballsports in Deutschland war Baseball in Deutschland in den 1970er Jahren fast vollständig von der Bildfläche verschwunden, bevor sich in den 1980er Jahren ein Wiedererstarken des Sports zeigte.[3] In diese Zeit fällt auch die Umbenennung des Verbandes 1980 in Deutscher Baseball und Softball Verband.[5]

Organe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Organe des DBV sind die Bundesversammlung, das Präsidium, die Ausschüsse (Wettkampfsport, Bildung, Leistungssport, Breitensport, Sportanlagen/Umwelt) und die Rechtsorgane (Bundesgericht und Sportgericht).[6]

Präsidenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Bis Präsident Ort
5. Dezember 1950 27. Januar 1952 Wilfried Schmidt Marburg
27. Januar 1952 1953 Albrecht Rüdiger Bad Homburg
1953 1957 Alfred Buchner Frankfurt am Main
1957 1982 Richard Kermas Mannheim
1982 1984 Gerhard Baur München
1984 März 1988 Klaus Fritsche Köln
März 1988 18. März 2001 Martin Miller Ingolstadt
18. März 2001 31. März 2007 Frank Wagner München
31. März 2007 15. November 2014 Michael Hartmann Mainz
15. November 2014 9. März 2019 Mirko Heid Bonn
Seit 9. März 2019 Jürgen Elsishans Edingen-Neckarhausen

Spielbetrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der DBV ist auch für die Organisation des Spielbetriebs oberhalb der Verbandsligen zuständig. Die Ligenstruktur sieht dabei für Baseball folgendermaßen aus, wobei in einzelnen Landesverbänden nicht die gesamte Tiefe der Organisationsstruktur ausgenutzt wird.

Ab der Saison 2017 fällt die Regionalliga weg; stattdessen wird die 2. Bundesliga entsprechend erweitert.[7]

Im Softball ergibt sich aufgrund der geringeren Anzahl an Vereinen folgende Struktur des Spielbetriebs, auch hier werden teilweise nicht alle zur Verfügung stehenden Organisationstiefen benutzt:

Landesverbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der DBV hat 10 Landesverbände als Unterorganisationen, die unter anderem für den Spielbetrieb unterhalb der Regionalligen verantwortlich zeichnen.

In Mecklenburg-Vorpommern existiert bisher kein Landesverband, doch sind HBV und SHBV an der Organisation der Mecklenburg-Vorpommern Baseball Liga (MVBL) beteiligt.

Mitgliedschaften in nationalen und internationalen Organisationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der DBV vertritt die Interessen der deutschen Base- und Softballer in verschiedenen nationalen und internationalen Organisationen, insbesondere den internationalen Baseball- und Softballverbänden und nationalen Sportverbänden.

DBV Hall of Fame[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Jahr 1994 nimmt der DBV regelmäßig Spieler, Trainer und andere Funktionäre des deutschen Baseball- und Softballsports in die DBV Hall of Fame auf.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mitgliederzahlen. Abgerufen am 22. April 2019.
  2. Amtsgericht Mannheim VR 1150
  3. a b Martin Miller: Baseball – Eine anspruchsvolle Sportart auf dem Weg nach oben: http://www.baseball-softball.de/dbv/index.php?id=00000860@1@2Vorlage:Toter Link/www.baseball-softball.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Stand 20. August 2009.
  4. Deutscher Baseball & Softball Verband e.V.: Baseball in Deutschland 1945 bis 1950 (Memento vom 31. Oktober 2007 im Internet Archive), Stand 20. August 2009.
  5. Präsidium seit 1950: http://www.baseball-softball.de/dbv/index.php?id=00000762@1@2Vorlage:Toter Link/www.baseball-softball.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Stand. 20. August 2009.
  6. Satzung (2019)
  7. Bundespielordnung: Änderungen für 2017: http://www.baseball-softball.de/wp-content/uploads/Aenderungen-fuer-BuSpO-2017.pdf, S. 2.