Deutscher Fachjournalisten-Verband

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Logo

Der Deutsche Fachjournalisten-Verband AG (DFJV) ist ein Dienstleistungsunternehmen für Fachjournalisten mit Sitz in Berlin. Es ist die Nachfolgeorganisation eines gleichnamigen eingetragenen Vereins und hat eigenen Angaben zufolge mehr als 11.000 Kunden ("Mitglieder").

Organe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Organe des DFJV sind Vorstand und Aufsichtsrat. Als Mitgliederversammlungen bezeichnete Treffen, auf denen Kunden des Unternehmens ein Mitspracherecht haben sollten, sind nach der Satzung vom Juni 2015 nicht mehr vorgesehen.

Organ Name Funktion Beruf
Vorstand Christin Fink
Aufsichtsrat Heinrich Ackermann Stellvertretender Vorsitzender Vermögensverwalter
Thomas G. Müller Vorsitzender Rechtsanwalt
Natalie Blässing Mitglied Immobilienfachwirtin (IHK)

Leistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der DFJV bietet seinen Mitgliedern folgende Leistungen:

Geschichte und Strukturen[1][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im November 1997 gründeten sieben Schülerzeitungsredakteure den Allgemeinen Journalisten- und Medienclub e. V. (AJM). Der Verein wurde 1999 in Deutscher Fachjournalisten-Verband e.V. umbenannt.

Ende 2006/2007 wurde der DFJV grundlegend umstrukturiert. Dazu zählen die Übertragung des Geschäftsbetriebs auf eine Aktiengesellschaft sowie die Trennung von der ehemaligen Deutschen Fachjournalisten-Schule, jetzt Freie Journalistenschule und vom Verlag der Zeitschrift Fachjournalist.

  • Ende 2006 wurde der Geschäftsbetrieb des Vereins im Zuge einer Singularsukzession auf die neu gegründete DFJV Deutscher Fachjournalisten-Verband AG übertragen. Dazu gründeten sieben Personen aus dem Umfeld des DFJV einen Trägerverein namens Gesellschaft für Fachjournalistik e. V. Der Verein gründete zunächst die AG, übernahm dann die Stammanteile an der GFF Verwaltungsgesellschaft mbH (vorher: Nestor Assets GmbH), die als Holding alle Anteile an der DFJS Deutsche Fachjournalisten-Schule GmbH hielt, und brachte anschließend die AG in die Holding ein. Der Verein wurde vorläufig als gemeinnützig anerkannt, wird aber mittlerweile auf der Website der DFJV AG nicht mehr erwähnt. Im Jahr 2007 fand bei der AG eine Satzungsänderung statt, im Jahr 2008 wurde nach eigenen Angaben "zur Vermeidung abdingbarer Berichts- und Berichtsprüfungspflichten" ein Beherrschungsvertrag eingetragen. Damit unterliegt der DFJV den Weisungen des Geschäftsführers der GFF Verwaltungsgesellschaft mbH, der in Personalunion Alleinvorstand des Trägervereins und Aufsichtsratsvorsitzender der DFJV AG ist. Die aktuelle Satzung der AG stammt aus dem Jahr 2015.
  • Die Zeitschrift Fachjournalist wurde zunächst in der Nestor Verlag GmbH eines der AJM-Gründer herausgegeben. Nach dessen Liquidation Ende 2007 fungiert der DFJV selbst als Herausgeber und Verlag. Die technische Produktion lag beim Messedruck Leipzig. Mittlerweile wurde das Magazin auf eine Onlinepublikation umgestellt.
  • Die ehemals zur GFF Verwaltungsgesellschaft mbH gehörende DFJS Deutsche Fachjournalisten-Schule GmbH wurde Anfang 2007 verkauft und anschließend in Freie Journalistenschule (FJS) GmbH umbenannt, die den DFJV noch heute als dessen Initiator bezeichnet. Die Freie Journalistenschule (FJS) GmbH war außerdem Komplementärin der 2015 liquidierten DFJK Services GmbH & Co. KG, die bis 2009 den Deutschen Fachjournalisten-Kongress organisierte. 2010 organisierte die DFJV AG den Kongress selbst, danach fand keiner mehr statt.
  • Im Februar 2008 gründete die DFJV AG eine Podcast-Redaktion. Der Podcast wird von Journalistenschülern und jungen Journalisten gestaltet. In Interviews mit Autoren des "Fachjournalist" machen diese die Themen der Zeitschrift regelmäßig hörbar.
  • Im Jahr 2010 wurde als Tochterfirma das Deutsche Journalistenkolleg gegründet. Wie die von einem AJM-Mitgründer betriebene "Freie Journalistenschule" (FJS) und deren gemeinsame Vorläuferin "Deutsche Fachjournalisten-Schule" (DFJS) vermarktet es Kurse als Fernunterricht (kein Fernstudium).

Buchveröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Siegfried Quandt/DFJV (Hg.) (2010): Fachjournalismus. Expertenwissen professionell vermitteln. Konstanz (UVK Verlagsgesellschaft), ISBN 978-3-86764-139-5.
  • Klaus Beck/Dennis Reineck/Christiane Schubert/DFJV (Hg.) (2010): Journalistische Qualität in der Wirtschaftskrise. Konstanz (UVK Verlagsgesellschaft), ISBN 978-3-86764-268-2.
  • Thomas Horky/Thorsten Schauerte/Jürgen Schwier/DFJV (Hg.) (2009): Sportjournalismus. Konstanz (UVK Verlagsgesellschaft). ISBN 978-3-86764-145-6.
  • Michael Meyen/Nina Springer/DFJV (Hg.) (2009): Freie Journalisten in Deutschland. Konstanz (UVK Verlagsgesellschaft). ISBN 978-3-86764-156-2.
  • Thomas Dreesen (2008): Die Pressefreiheit ist bedroht. In: Peter Berger (Hg.): Unerkannt im Netz. Sicher kommunizieren und recherchieren im Internet. Konstanz (UVK Verlagsgesellschaft). ISBN 978-3-86764-087-9. S. 17-22.
  • Andreas Schümchen/DFJV (Hg.) (2008): Technikjournalismus. Konstanz (UVK Verlagsgesellschaft). ISBN 978-3-86764-011-4.
  • Günter Bentele/DFJV (Hg.) (2006): PR für Fachmedien. Professionell kommunizieren mit Experten. Konstanz (UVK Verlagsgesellschaft). ISBN 978-3-89669-506-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alle Angaben laut elektronisches Handelsregister