Deutscher Jugendliteraturpreis

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Gewinner des Deutschen Jugendliteraturpreises 1976: Peter Härtling (im September 2011 beim Kinder- und Jugendprogramm des Internationalen Literaturfestivals Berlin)
Gewinner des Deutschen Jugendliteraturpreises 2013: Frank Cottrell Boyce (im September 2015 beim Kinder- und Jugendprogramm des Internationalen Literaturfestivals Berlin)
Gewinner des Deutschen Jugendliteraturpreises 2013: Jon Klassen (im September 2014 beim Kinder- und Jugendprogramms des Internationalen Literaturfestivals Berlin)

Der Deutsche Jugendliteraturpreis (bis 1981: Deutscher Jugendbuchpreis) ist ein Staatspreis für Literatur. Er wurde 1956 vom damaligen Bundesministerium für Familienfragen gestiftet und wird jährlich verliehen. Ausgezeichnet werden herausragende Werke der Kinder- und Jugendliteratur. Die Organisation von Preisfindung und Organisation liegt beim Arbeitskreis für Jugendliteratur (AKJ). Das Geld für die Ausrichtung des Deutschen Jugendliteraturpreises kommt aus dem Kinder- und Jugendplan des Bundes (KJP). Dieser Förderetat der Bundesregierung ist für politische und kulturelle Kinder- und Jugendarbeit vorgesehen, der Deutsche Jugendliteraturpreis somit Kindern und Jugendlichen verpflichtet.

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Anfang an war der Deutsche Jugendliteraturpreis auch ein internationaler Preis: Eingereicht werden können neben deutschsprachigen Kinder- und Jugendbüchern genauso Titel fremdsprachiger Autoren, soweit sie ins Deutsche übersetzt wurden. Seit 1996 erhalten die Preisträger neben der Preissumme eine Bronzeskulptur, die Michael Endes Romanfigur Momo nachgebildet ist.

Ziel des Deutschen Jugendliteraturpreises ist es, Kinder und Jugendliche mit Hilfe eines qualitativ überzeugenden und vielfältigen Literaturangebots in ihrer Persönlichkeit zu stärken und ihnen Orientierung zu bieten.

Eine Kritikerjury, bestehend aus neun erwachsenen Juroren, vergibt den Deutschen Jugendliteraturpreis in den Sparten Bilderbuch, Kinderbuch, Jugendbuch und Sachbuch. Parallel dazu verleiht eine unabhängige Jugendjury den Preis der Jugendjury. Die Jurys prüfen die Bücher aus der Produktion des Vorjahres und nominieren davon sechs Titel pro Sparte. Die Nominierungsliste wird jedes Jahr auf der Leipziger Buchmesse verkündet.

Die Nominierungen sind die Grundlage für die Entscheidung der Jurys, die unabhängig voneinander ihre Preise vergeben. Die Preise sind mit 10.000 Euro pro Sparte dotiert und können zwischen Autoren, Illustratoren und Übersetzern aufgeteilt werden. Die Sieger des Deutschen Jugendliteraturpreises werden jährlich auf der Frankfurter Buchmesse bekannt gegeben. Seit 1991 wird ein Sonderpreis für das Gesamtwerk eines deutschen Autors, eines deutschen Illustrators oder eines deutschen Übersetzers kinderliterarischer Werke verliehen, der mit 12.000 Euro dotiert ist. Die Preissummen betragen insgesamt 62.000 Euro.

Der Deutsche Jugendliteraturpreis ist der bedeutendste in Deutschland vergebene Preis für Literatur für Kinder und Jugendliche. Das Renommee des Preises zeigt sich unter anderem auch daran, dass Festivals wie das Harbourfront Literaturfestival, die lit.kid.cologne der lit.cologne oder das Kinder- und Jugendprogramm des internationalen Literaturfestivals Berlin in jedem Jahr zahlreiche Preisträger einladen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor 1981 hieß der Preis „Deutscher Jugendbuchpreis“. Seit Bestehen des Deutschen Jugendliteraturpreises wurden die Ausschreibungen vielfach abgeändert. So gab es in der Anfangszeit von 1956 bis 1963 nur Preisverleihungen in den zwei Kategorien Kinderbuch und Jugendbuch sowie einen zusätzlichen Sonderpreis, der jedes Jahr unter einem anderen Motto stand, z. B. schönstes Märchenbuch, bestes Bilderbuch, bestes Sachbuch o. ä. 1964 wurde der thematische Sonderpreis abgeschafft und der Preis in den nächsten Jahren stattdessen um die Kategorien Bilderbuch und Sachbuch erweitert. Außerdem war es ab 1964 möglich, besondere Einzelleistungen wie Illustrationen oder Übersetzungen auszuzeichnen. wird im Rahmen des Deutschen Jugendliteraturpreises für ein Gesamtwerk im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur verliehen. 1991 wurde anlässlich des „35. Geburtstages“ der Sonderpreis für ein Gesamtwerk gestiftet. Seitdem wird jährlich (mit Ausnahme 1992) im Turnus eine lebende deutsche Autorin, Illustratorin oder Übersetzerin bzw. ein lebender deutscher Autor, Illustrator oder Übersetzer ausgezeichnet.[1]

Kritikerjury[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kritikerjury wird vom Vorstand des Arbeitskreises für Jugendliteratur für die Dauer von zwei Jahren in dieses Ehrenamt gewählt und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend berufen. Die Jurymitglieder können maximal zwei Amtszeiten hintereinander absolvieren. Die Jury besteht aus neun Personen: der/dem Vorsitzenden und acht Juroren, von denen je zwei Fachleute der Sparten Bilderbuch, Kinderbuch, Jugendbuch und Sachbuch sind. In drei über das Jahr verteilten Jurysitzungen werden die ausgewählten Titel gesichtet, die Nominierungen bestimmt und die Siegertitel gewählt. Alle Mitglieder der Jury haben gleiches Stimmrecht für alle Sparten. Die Ergebnisse der Wahl unterliegen bis zur Bekanntgabe bei der Preisverleihung im Rahmen der Frankfurter Buchmesse der Geheimhaltung.

Kritikerjury 2015/2016

  • Vorsitzende: Birgit Müller-Bardorff
  • Sparte Bilderbuch: Felix Giesa, Christine Hauke-Dreesen
  • Sparte Kinderbuch: Ada Bieber, Nicole Filbrandt
  • Sparte Jugendbuch: Ulrike Erb-May, Inger Lison
  • Sparte Sachbuch: Anke Märk-Bürmann, Carola Pohlmann

Kritikerjury 2013/2014

  • Vorsitzende: Gina Weinkauff
  • Sparte Bilderbuch: Antje Ehmann, Felix Giesa
  • Sparte Kinderbuch: Ute Dettmar, Ines Galling
  • Sparte Jugendbuch: Ulrike Erb-May, Miriam G. Möllers
  • Sparte Sachbuch: Susanne Brandt, Ute Henschel

Kritikerjury 2011/2012

  • Vorsitzende: Susanne Helene Becker
  • Sparte Bilderbuch: Antje Ehmann, Monika Trapp
  • Sparte Kinderbuch: Ina Brendel-Perpina, Miriam G. Möllers
  • Sparte Jugendbuch: Ulf Cronenberg, Annette Kliewer
  • Sparte Sachbuch: Heike Elisabeth Jüngst, Ute Henschel

Kritikerjury 2009/2010

  • Vorsitzende: Susanne Helene Becker
  • Sparte Bilderbuch: Ute Hachmann, Thomas Linden
  • Sparte Kinderbuch: Susanne Graf, Sabine Lippert
  • Sparte Jugendbuch: Ulf Cronenberg, Katrin Maschke
  • Sparte Sachbuch: Heike Elisabeth Jüngst, Monika Trapp

Jugendjury[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Jugendjury zum Deutschen Jugendliteraturpreis ist eine unabhängige Jury, in der jährlich ca. 100 Jugendliche eine Nominierungsliste erstellen und einen Preis vergeben. Der Arbeitskreis für Jugendliteratur e. V. hat damit die Beteiligung von Jugendlichen an der Preisfindung, die seit 1972 besteht, weiterentwickelt. Ihm ist es ein Anliegen, den Jugendlichen ihren Einsatz im Rahmen der Jugendjury zu zertifizieren. Eine Anerkennung erhalten sie seit 2008 durch einen Bildungpass, den Kompetenznachweis Kultur. Die Jugendjury setzt sich aus sechs über die Bundesrepublik verteilten Leseclubs zusammen, die vom Vorstand des Arbeitskreises für Jugendliteratur auf eine Amtszeit von zwei Jahren gewählt und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend berufen werden:

Jugendjury 2015/2016

  • Lese-AG der Bergschule St. Elisabeth, Heilbad Heiligenstadt (Thüringen)
  • Leseclub 2.0 der Bücherstube Klingler, Hainburg (Hessen)
  • Leseclub der Konrad-Adenauer-Realschule, Köln (Nordrhein-Westfalen)
  • Münchner Bücherfresser der Buchhandlung Buchpalast, München (Bayern)
  • Pankower Leseclub des Carl-von-Ossietzky-Gymnasiums und der Buchhandlung Buchlokal (Berlin)
  • Reading Teens der Buchhandlung Christiansen (Hamburg)

Jugendjury 2013/2014

  • Die Münchner Bücherfresser der Buchhandlung Waldmann, München (Bayern)
  • Jugendleseclub Beckum der Evangelischen Kirchengemeinde Beckum, (Nordrhein-Westfalen)
  • Lese-AG der Bergschule St. Elisabeth, Bad Heiligenstadt (Thüringen)
  • LEPORELLO Leseclub der Leporello-Buchhandlung (Berlin)
  • www.die-blaue-seite.de – Leseclub der Bücherpiraten e. V., Lübeck (Schleswig-Holstein)
  • Bücherfresser Fulda der Kinder-Akademie und der Stadtbibliothek (Fulda) (Hessen)

Jugendjury 2011/2012

  • cg-Leseclub des Clavius-Gymnasiums in Bamberg (Bayern)
  • Die Bestseller – Leseclub der Uhland-Realschule (Baden-Württemberg)
  • Jugendleseclub Beckum – der Evangelischen Kirchengemeinde Beckum (Nordrhein-Westfalen)
  • Leipziger Jugend-Literatur-Jury der Stadtbibliothek Leipzig
  • www.die-blaue-seite.de – Leseclub der Bücherpiraten e. V., Lübeck (Schleswig-Holstein)
  • Spandauer Jugendjury der Stadtbibliothek Spandau

Jugendjury 2009/2010

  • cg-Leseclub des Clavius-Gymnasiums in Bamberg
  • Do it – read a book! – der Leseclub der Städtischen Hauptschule Wermelskirchen
  • Leipziger Jugend-Literatur-Jury der Stadtbibliothek Leipzig
  • Literarischer Salon der Salzmannschule Schnepfenthal
  • Reading Teens der Buchhandlung Christiansen in Hamburg
  • Spandauer Jugendjury der Stadtbibliothek Spandau

Jugendjury 2007/2008

Preisbücher und Nominierungslisten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1956 wurden rund 2.800 Bücher mit dem Preis gewürdigt – sei es als Preisträger, auf der Auswahl- und später Nominierungsliste oder im Rahmen des Sonderpreises zu einem Gesamtwerk. Alle Titel wurden in einer Datenbank erschlossen.[2]

2016

  • Bilderbuch: Der Preisträger wird am Freitag, dem 21. Oktober 2016, auf der Frankfurter Buchmesse bekannt gegeben.
    • Nominierungsliste: Eine Geschichte ohne Ende von Marcelo Pimentel (Illustration). Bus fahren von Marianne Dubuc (Text, Illustration), Julia Süßbrich (Übersetzung). Das Herz des Affen von Anja Mikolajetz (Text, Illustration). Kako, der Schreckliche von Emmanuelle Polack (Text), Barroux (Illustration), Babette Blume (Übersetzung). Der Hund, den Nino nicht hatte von Edward van de Vendel (Text), Anton van Hertbruggen (Illustration), Rolf Erdorf (Übersetzung). Der goldene Käfig oder Die wahre Geschichte der Blutprinzessin von Anna Castagnoli (Text), Carll Cneut (Illustration), Ulrike Schimming (Übersetzung).
  • Kinderbuch: Der Preisträger wird am Freitag, dem 21. Oktober 2016, auf der Frankfurter Buchmesse bekannt gegeben.
    • Nominierungsliste: Ununterbrochen schwimmt im Meer der Hinundhering hin und her - Das dicke Buch vom Nonsens-Reim von Uwe-Michael Gutzschhahn (Herausgeber), Sabine Wilharm (Illustration). Frohe Weihnachten, Zwiebelchen! von Frida Nilsson (Text), Anke Kuhl (Illustration), Friederike Buchinger (Übersetzung). Das Mädchen Wadjda von Hayfa Al Mansour (Text), Catrin Frischer (Übersetzung). Mein Sommer mit Mucks Stefanie Höfler (Text), Franziska Walther (Illustration). Die wahre Geschichte von Regen und Sturm von Ann M. Martin (Text), Gabriele Haefs (Übersetzung). Alex, Martha und die Reise ins Verbotene Land von Ross Montgomery (Text), André Mumot (Übersetzung).
  • Jugendbuch: Der Preisträger wird am Freitag, dem 21. Oktober 2016, auf der Frankfurter Buchmesse bekannt gegeben.
    • Nominierungsliste: Halbe Helden von Erin Jade Lange (Text), Jessika Komina (Übersetzung), Sandra Knuffinke (Übersetzung). Das Fieber von Makiia Lucier (Text), Katharina Diestelmeier (Übersetzung). Ein Sommer am See von Mariko Tamaki (Text), Jillian Tamaki (Illustration), Tina Hohl (Übersetzung). Mädchenmeute von Kirsten Fuchs (Text). Eleanor & Park Rainbow Rowell (Text), Brigitte Jakobeit (Übersetzung). Das hier ist kein Tagebuch von Erna Sassen (Text), Rolf Erdorf (Übersetzung).
  • Sachbuch: Der Preisträger wird am Freitag, dem 21. Oktober 2016, auf der Frankfurter Buchmesse bekannt gegeben.
    • Nominierungsliste: Abc.de von Iwona Chmielewska (Text, Illustration). Shackletons Reise von William Grill (Text, Illustration), Harald Stadler (Übersetzung). Alle Wetter von Britta Teckentrup (Text, Illustration). Leibniz oder die beste der möglichen Welten von Jean Paul Mongin (Text), Julia Wauters (Illustration), Heinz Jatho (Übersetzung). Im Eisland von Kristina Gehrmann (Text, Illustration). Der Traum von Olympia von Reinhard Kleist (Text, Illustration).
  • Preis der Jugendjury: Der Preisträger wird am Freitag, dem 21. Oktober 2016, auf der Frankfurter Buchmesse bekannt gegeben.
    • Nominierungsliste: Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt von Nicola Yoon (Text), Simone Wiemken (Übersetzung). Sommer unter schwarzen Flügeln von Peer Martin (Text). Goodbye Bellmont von Matthew Quick (Text), Knut Krüger (Übersetzung). Das hier ist kein Tagebuch von Erna Sassen (Text), Rolf Erdorf (Übersetzung). Der Tiger in meinem Herzen von Patricia McCormick (Text), Maren Illinger (Übersetzung).

2015

  • Bilderbuch: Herr Schnuffels von David Wiesner (Text, Illustration), Paula Hagemeier (Übersetzung).
    • Nominierungsliste: Gordon und Tapir von Sebastian Meschenmoser (Text, Illustration); Ein Apfelbaum im Bauch von Simon Boulerice (Text), Gérard DuBois (Illustration), Anna von Cramer-Klett (Übersetzung); Coco und das Kleine Schwarze von Annemarie van Haeringen (Text, Illustration), Marianne Holberg (Übersetzung); Lindbergh: Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus von Torben Kuhlmann (Text, Illustration); Die Regeln des Sommers von Shaun Tan (Text, Illustration), Eike Schönfeld (Übersetzung)
  • Kinderbuch: Der Träumer von Pam Muñoz Ryan (Text), Peter Sís (Illustration), Anne Braun (Übersetzung).
    • Nominierungsliste: Rosie und Moussa: Der Brief von Papa von Michael De Cock (Text), Judith Vanistendael (Illustration), Rolf Erdorf (Übersetzung); Mein Vater, der Pirat von Davide Calì (Text), Maurizio A.C. Quarello (Illustration), Edmund Jacoby (Übersetzung); Lena und das Geheimnis der blauen Hirsche von Edward van de Vendel (Text), Mattias De Leeuw (Illustration), Rolf Erdorf (Übersetzung); Der Junge, der mit den Piranhas schwamm von David Almond (Text), Oliver Jeffers (Illustration), Alexandra Ernst (Übersetzung); Konstantin im Wörterwald von Martin Heckmanns (Text), Stefanie Harjes (Illustration).
  • Jugendbuch: Schneeriese von Susan Kreller (Text).
    • Nominierungsliste: Letztendlich sind wir dem Universum egal von David Levithan (Text), Martina Tichy (Übersetzung); Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums von Benjamin Alire Sáenz (Text), Brigitte Jakobeit (Übersetzung); Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spaß von Christoph Wortberg (Text); Jenseits der blauen Grenze von Dorit Linke (Text); Die unterirdische Sonne von Friedrich Ani (Text)
  • Sachbuch: Und dann platzt der Kopf von Christina Röckl (Text, Illustration).
    • Nominierungsliste: Kritzl & Klecks: Eine Entdeckungsreise ins Land des Zeichnens & Malens von Verena Ballhaus (Text, Illustration), Renate Habinger (Text, Illustration); Der Pilot und der kleine Prinz: Das Leben des Antoine de Saint-Exupéry von Peter Sís (Text, Illustration), Brigitte Jakobeit (Übersetzung); Endres, der Kaufmannssohn: Vom Leben in einer mittelalterlichen Hansestadt von Anke Bär (Text, Illustration); Evolution: oder Das Rätsel von allem, was lebt von Jan Paul Schutten (Text), Floor Rieder (Illustration), Verena Kiefer (Übersetzung); Tagebuch 14/18 von Alexander Hogh (Text), Martin Block (Herausgeber), Julie Cazier (Herausgeber), Jörg Mailliet (Illustration)
  • Preis der Jugendjury: Letztendlich sind wir dem Universum egal von David Levithan (Text), Martina Tichy (Übersetzung).
    • Nominierungsliste: Der Circle von Dave Eggers (Text), Klaus Timmermann (Übersetzung), Ulrike Wasel (Übersetzung); Auf der richtigen Seite von William Sutcliffe (Text), Christiane Steen (Übersetzung); Wenn ihr uns findet von Emily Murdoch (Text), Julia Walther (Übersetzung); Wo ein bisschen Zeit ist … von Emil Ostrovski (Text), Thomas Gunkel (Übersetzung); Echt von Christoph Scheuring (Text)
  • Sonderpreis für das Gesamtwerk: Sabine Friedrichson.

2014

  • Bilderbuch: Akim rennt von Claude K. Dubois (Text, Illustration), Tobias Scheffel (Übersetzung)
    • Nominierungsliste: Überall Linien von Jimi Lee (Illustration); Herman und Rosie: Eine Geschichte über die Freundschaft von Gus Gordon (Text, Illustration), Gundula Müller-Wallraf (Übersetzung); Krümel und Pfefferminz: Wilde Tiere von Delphine Bournay (Text, Illustration), Julia Süßbrich (Übersetzung); Akim rennt von Claude K. Dubois (Text, Illustration), Tobias Scheffel (Übersetzung); Das literarische Kaleidoskop von Regina Kehn (Herausgeber, Illustration); Die Konferenz der Vögel von Peter Sís (Text, Illustration), Brigitte Jakobeit (Übersetzung).
  • Kinderbuch: Martina Wildner, Königin des Sprungturms.
    • Nominierungsliste: Besuch beim Hasen von Christian Oster (Text), Katja Gehrmann (Illustration), Tobias Scheffel (Übersetzung); Der beste Tag aller Zeiten: Weitgereiste Gedichte von Susan Kreller (Herausgeber), Sabine Wilharm (Illustration), Henning Ahrens (Übersetzung), Claas Kazzer (Übersetzung); Papa, hörst du mich? von Tamara Bos (Text), Annemarie van Haeringen (Illustration), Ita Maria Berger (Übersetzung); Herr und Frau Hase: Die Superdetektive von Polly Horvath (Text), Sophie Blackall (Illustration), Christiane Buchner (Übersetzung); Leo und das ganze Glück von Synne Lea (Text), Maike Dörries (Übersetzung);
  • Jugendbuch: Wie ein unsichtbares Band von Inés Garland (Text), Ilse Layer (Übersetzung)
  • Sachbuch: Gerda Gelse: Allgemeine Weisheiten über Stechmücken Heidi Trpak (Text), Laura Momo Aufderhaar (Illustration)
    • Der Kartoffelkönig von Christoph Niemann (Text); Gerda Gelse: Allgemeine Weisheiten über Stechmücken Heidi Trpak (Text), Laura Momo Aufderhaar (Illustration); Die Ton-Angeber von Anna Czerwińska-Rydel (Text), Marta Ignerska (Illustration), Olaf Kühl (Übersetzung); Sommerschnee und Wurstmaschine: Sehr moderne Kunst aus aller Welt von Sebastian Cichocki (Text), Aleksandra Mizielińska (Illustration), Daniel Mizielińsky (Illustration), Thomas Weiler (Übersetzung); Fräulein Esthers letzte Vorstellung von Adam Jaromir (Text), Gabriela Cichowska (Illustration); Mein Opa, sein Holzbein und der Große Krieg: Was der Erste Weltkrieg mit uns zu tun hat von Nikolaus Nützel (Text).
  • Preis der Jugendjury: Wunder Raquel J. Palacio (Text), André Mumot (Übersetzung)
    • Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket von John Boyne (Text), Oliver Jeffers (Illustration), Adelheid Zöfel (Übersetzung); Wunder Raquel J. Palacio (Text), André Mumot (Übersetzung); 2084 - Noras Welt von Jostein Gaarder (Text), Gabriele Haefs (Übersetzung); Alles - worum es geht von Janne Teller (Text), Sigrid C. Engeler (Übersetzung), Birgitt Kollmann (Übersetzung); Die Nacht gehört dem Drachen von Alexia Casale (Text), Henning Ahrens (Übersetzung); Wie ein leeres Blatt von Boulet (Text), Pénélope Bagieu (Illustration), Ulrich Pröfrock (Übersetzung).
  • Sonderpreis für die Übersetzerin Angelika Kutsch

2013

  • Bilderbuch: Jon Klassen (Text, Illustration), Wo ist mein Hut
    • Nominierungsliste: Ein Entlein kann so nützlich sein von Isol (Text, Illustration), Karl Rühmann (Übersetzung); Nalle liebt Oma von Stina Wirsén (Text, Illustration), Maike Dörries (Übersetzung); Der Tag, an dem Louis gefressen wurde von John Fardell (Text, Illustration), Bettina Münch (Übersetzung); Wo ist mein Hut von Jon Klassen (Text, Illustration), Thomas Bodmer (Übersetzung); Der Rauhe Berg von Einar Turkowski (Text, Illustration); Der Pirat und der Apotheker: Eine lehrreiche Geschichte von Robert Louis Stevenson (Text), Henning Wagenbreth (Illustration, Übersetzung)
  • Kinderbuch: Frank Cottrell Boyce, Der unvergessene Mantel
    • Nominierungsliste: Ich wünschte von Toon Tellegen (Text), Ingrid Godon (Illustration), Birgit Erdmann (Übersetzung); Tommy Mütze: Eine Erzählung aus Südafrika von Jenny Robson (Text), Barbara Brennwald (Übersetzung); Die wilden Piroggenpiraten: Ein tollkühnes Abenteuer um eine entführte Mohnschnecke und ihre furchtlosen Retter von Māris Putniņš (Text), Matthias Knoll (Übersetzung); Zorgamazoo von Robert Paul Weston (Text), Víctor Rivas (Illustration), Uwe-Michael Gutzschhahn (Übersetzung); Als mein Vater ein Busch wurde und ich meinen Namen verlor von Joke van Leeuwen (Text), Hanni Ehlers (Übersetzung); Der unvergessene Mantel von Frank Cottrell Boyce (Text), Salah Naoura (Übersetzung), Carl Hunter (Fotografie), Clare Heney (Fotografie)
  • Jugendbuch: Tamta Melaschwili, Abzählen
    • Nominierungsliste: MÉTO - Das Haus von Yves Grevet (Text), Stephanie Singh (Übersetzung); Elefanten sieht man nicht von Susan Kreller (Text); Pampa Blues von Rolf Lappert (Text); Wer hat Angst vor Jasper Jones? von Craig Silvey (Text), Bettina Münch (Übersetzung); Meine Schwester ist eine Mönchsrobbe von Christian Frascella (Text), Annette Kopetzki (Übersetzung); Abzählen von Tamta Melaschwili (Text), Natia Mikeladse-Bachsoliani (Übersetzung)
  • Sachbuch: Reinhard Kleist, Der Boxer
    • Nominierungsliste: Heute bin ich von Mies van Hout (Text, Illustration); Planet Willi von Birte Müller (Text, Illustration); Entdecke, was dir schmeckt: Kinder erobern die Küche von Anke M. Leitzgen (Text), Lisa Rienermann (Illustration, Fotografie), Thekla Ehling (Fotografie); Wilhelms Reise: Eine Auswanderergeschichte von Anke Bär (Text, Illustration); Make Love: Ein Aufklärungsbuch von Ann-Marlene Henning (Text), Tina Bremer-Olszweski (Text), Heji Shin (Fotografie); Der Boxer: Die wahre Geschichte des Hertzko Haft von Reinhard Kleist (Text, Illustration).
  • Preis der Jugendjury: John Green, Das Schicksal ist ein mieser Verräter
    • Nominierungsliste: Das Schicksal ist ein mieser Verräter von John Green (Text), Sophie Zeitz (Übersetzung); Jackpot: Wer träumt, verliert von Stephan Knösel (Text); Finding Sky: Die Macht der Seelen von Joss Stirling (Text), Michaela Kolodziejcok (Übersetzung); Allein unter Schildkröten von Marit Kaldhol (Text), Maike Dörries (Übersetzung); Kriegszeiten: Eine grafische Reportage über Soldaten, Politiker und Opfer in Afghanistan von David Schraven (Text), Vincent Burmeister (Illustration); Adios, Nirvana von Conrad Wesselhoeft (Text), Karsten Singelmann (Übersetzung).
  • Sonderpreis für den Autor Andreas Steinhöfel

2012

2011

  • Bilderbuch: Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor von Martin Baltscheit (Text)
    • Nominierungsliste: Meine große kleine Welt von Marianne Dubuc (Text), Anna Taube (Übersetzung); Das Baumhaus von Marije Tolman (Illustration), Ronald Tolman (Illustration); Oups! von Jean-Luc Fromental (Text), Joëlle Jolivet (Illustration), Leonie Jacobson (Übersetzung); Papas Arme sind ein Boot von Stein Erik Lunde (Text), Øyvind Torseter (Illustration), Maike Dörries (Übersetzung); Tatu und Patu und ihre verrückten Maschinen von Sami Toivonen (Text, Illustration), Aino Havukainen (Text, Illustration), Elina Kritzokat (Übersetzung)
  • Kinderbuch: Anton taucht ab von Milena Baisch (Text), Elke Kusche (Illustration)
    • Nominierungsliste: Ich, Gorilla und der Affenstern von Frida Nilsson (Text), Ulf K. (Illustration); Friederike Buchinger (Übersetzung); Der letzte unsichtbare Junge von Evan Kuhlman (Text), J.P. Coovert (Illustration), Uwe-Michael Gutzschhahn (Übersetzung); Rosie und der Urgroßvater von Monika Helfer (Text), Michael Köhlmeier (Text), Barbara Steinitz (Illustration); Onkel Montagues Schauergeschichten von Chris Priestley (Text), David Roberts (Illustration), Beatrice Howeg (Übersetzung); Hundewinter von K.A. Nuzum (Text), Gerda Bean (Übersetzung)
  • Jugendbuch: Tschick von Wolfgang Herrndorf (Text)
  • Sachbuch: Alles Familie! von Alexandra Maxeiner (Text), Anke Kuhl (Illustration)
    • Nominierungsliste: Das große Buch der Bilder und Wörter von Ole Könnecke (Illustration); Der Junge, der Picasso biss von Antony Penrose (Text), Egbert Baqué (Übersetzung); Zuckerpass und Blutgrätsche von Antony Penrose (Text), Egbert Baqué (Übersetzung); Die genialsten Erfindungen der Natur von Sigrid Belzer (Text); Von den Sternen bis zum Tau von Jens Soentgen (Text), Vitali Konstantinov (Illustration)
  • Preis der Jugendjury: Erebos von Ursula Poznanski (Text)
  • Sonderpreis für den Übersetzer Tobias Scheffel

2010

2009

2008

2007

2006

2005

2004

2003

2002

2001

2000

1999

1998

1997

1996

1995

1994

1993

1992

1991

1990

1989

1988

1987

  • Bilderbuch: Du hast angefangen! Nein, du! von David McKee
  • Kinderbuch: Oma und ich von Achim Bröger
  • Jugendbuch: Briefe an die Königin der Nacht von Inger Edelfeldt
  • Kindersachbuch: Mein verlorenes Land von Huynh Quang Nhuong (Text), Jub Mönster (Illustration), Helga Pfetsch (Übersetzung)
  • Jugendbuchsachbuch: Lise, Atomphysikerin von Charlotte Kerner

1986

1985

1984

1983

1982

1981

1980

1979

1978

1977

1976

1975

1974

1973

1972

1971

1970

  • Bilderbuch: Kunterbunter Schabernack von Wilfried Blecher
  • Kinderbuch: Der Preis für ein Kinderbuch wurde nicht vergeben.
  • Jugendbuch: Der Bruder des schweigenden Wolfes von Klára Jarunková
  • Sachbuch: Der Mann, der überlebte von Lawrence Elliott

1969

1968

1967

1966

1965

1964

1963

1962

1961

1960

1959

1958

1957

1956

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1960er und 1970er Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1962 schrieb Arianna Giachi in der FAZ vom 23. November, der Preis sei eine „Zweckentfremdung von Bundesmitteln, die der Förderung der deutschen Jugendliteratur dienen sollten“. 1971 kritisiert Sybille Gräfin Schönfeldt in der Zeit: „Kann die ehrenwerte Absicht des Staates, sogenannte gute Kinderliteratur zu prämiieren, um die Kinder vor sogenannter schlechter Lektüre zu bewahren, jemals überholt sein? Die Bücher, die jetzt in Würzburg mit dem Deutschen Jugendbuchpreis ausgezeichnet worden sind, lassen nur eine Antwort zu: Ja – dieser Preis ist überflüssig geworden, auch wenn es seine vierzig oder fünfzig Juroren noch nicht gemerkt haben sollten.“[3] Ihre Kritik bezieht sie vor allem auf die fünf 1971 ausgezeichneten Bücher: „Fünf Bücher, gegen die man nicht viel sagen kann, aber auch nicht viel dafür, ein vorsichtiger Edeldurchschnitt, etwas heile Welt, etwas Autorität: Kinder lernen immer noch das Wohlverhalten durch Angst und Schrecken am schnellsten.“

2000er Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2002 kritisierte der Verleger Otokar Bozejovski in einem offenen Brief die angeblich mangelhafte Qualität der Preisträger in der Bilderbuchsparte: „Der Deutsche Jugendliteraturpreis, vor allem in der Sparte Bilderbuch, ist keine Auszeichnung mehr.“[4] Klaus Humann stellte sich dieser pauschalen Kritik in einem ebenfalls offenen Brief entgegen: „Aber die Nominierungsliste ist fast immer dadurch aufgefallen, das Gängige mit dem Gewagten, das Schrille mit den Betulichen zu verbinden. Und das ist gut so und soll so bleiben. Diesen Wagemut wünschte man der Jury aber auch bei ihrer endgültigen Preisentscheidung. Mit Ihrer pauschalen wie ungerechten Kritik haben Sie weder sich noch der Sache des Bilder- und Kinderbuchs einen guten Dienst erwiesen.“[5]

2010er Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritisiert wird, dass der Deutsche Jugendliteraturpreis als einziger Staatspreis für Literatur in Deutschland ausschließlich international vergeben wird; im Gegensatz zu den meisten Preisen anderer Länder, die den heimischen Autoren vorbehalten sind. Wolfgang Bittner schrieb am 25. Januar 2012 in der Neuen Rheinischen Zeitung unter der Überschrift „Ein Staatspreis für Lizenzen aus dem Ausland?“ über den Preis: „Deutsche Autorinnen und Autoren wurden nachweislich in den vergangenen Jahrzehnten in einer Weise benachteiligt, die skandalös anmutet. Sie haben kaum eine Chance, ihren Staatspreis zur Förderung der deutschen Kinder- und Jugendliteratur jemals zu erhalten, und sie gehen auch im Ausland leer aus, weil die dortigen Staatspreise, wie auch viele andere Literaturpreise, den eigenen Autoren vorbehalten sind. Hinzu kommt, dass neben deutschen Originalausgaben des Vorjahres Lizenzausgaben prämiert werden, das heißt Bücher, die sich in anderen Ländern bereits seit langem auf dem Markt bewährt haben und zum Teil ausgezeichnet worden sind.“[6]

Thomas Thiemeyer, Autor und Illustrator, reagiert auf die „von gewissen Medien verfälscht wiedergegeben“ (Rainer M. Schröder) Inhalte: „In einem Land, in dem weniger als zweihundert Schriftsteller (die wenigsten davon Jugendbuchautoren) von ihrer Arbeit leben können, ist es blanker Zynismus, zu glauben, man benötige keinen Artenschutz. Hier ist jeder Strohhalm wichtig, jedes Stipendium, jedes Fördergeld und jede Auszeichnung. Vordergründig mag es um bessere Positionierung im Buchhandel, um Werbebudgets und Vorteile bei Lizenzgeschäften gehen, letztlich steht dahinter aber die Wahrung der Vielfalt in der Jugendliteratur. Staatliche, aus Steuergeldern finanzierte Preise an Autoren und Romane zu vergeben, die im Ausland bereits erfolgreich waren und dort Preisgelder erhalten haben, ist ein Akt der Gedankenlosigkeit, der die Verarmung am Buchmarkt beschleunigt und einer von der angloamerikanischen Literatur dominierten Buchszene Vorschub leistet. Gerade um eine Monokultur zu vermeiden und die Vielfalt zu erhalten, sind Refugien und Biotope unabdingbar. Wer etwas anderes behauptet, verkennt die wirtschaftliche Situation am Buchmarkt.“ [7] Der Arbeitskreis für Jugendliteratur, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Forschung sowie verschiedene Experten nahmen zu der Kritik an der Internationalität Stellung. [8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutscher Jugendliteraturpreis. In: www.djlp.jugendliteratur.org. Abgerufen am 8. April 2016.
  2. Datenbank
  3. http://www.zeit.de/1971/28/brave-buecher-fuer-kinder/komplettansicht
  4. http://www.buchmarkt.de/content/4164-junge-zielgruppe.htm
  5. http://www.buchmarkt.de/content/4176-erste-reaktion-auf-den-offenen-brief-des-bohem-press-verlegers-.htm?hilite=-Klaus-Humann-
  6. http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=17423
  7. http://djlp-initiative.jimdo.com/statements/
  8. * Statistiken und Expertenstimmen zur Internationalität des Deutschen Jugendliteraturpreises