Deutscher Jugendliteraturpreis

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Bronzene Preisstatue Momo zum Deutschen Jugendliteraturpreis, gestaltet von Detlef Kraft

Der Deutsche Jugendliteraturpreis (bis 1981: Deutscher Jugendbuchpreis) ist ein Staatspreis für Literatur. Er wurde 1956 vom damaligen Bundesministerium für Familienfragen gestiftet und wird jährlich verliehen. Ausgezeichnet werden herausragende Werke der Kinder- und Jugendliteratur. Die Organisation von Preisfindung und Organisation liegt beim Arbeitskreis für Jugendliteratur (AKJ). Das Geld für die Ausrichtung des Deutschen Jugendliteraturpreises kommt aus dem Kinder- und Jugendplan des Bundes (KJP). Dieser Förderetat der Bundesregierung ist für politische und kulturelle Kinder- und Jugendarbeit vorgesehen, der Deutsche Jugendliteraturpreis ist somit Kindern und Jugendlichen verpflichtet.

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Anfang an war der Deutsche Jugendliteraturpreis auch ein internationaler Preis: Eingereicht werden können neben deutschsprachigen Kinder- und Jugendbüchern genauso Titel fremdsprachiger Autoren, soweit sie ins Deutsche übersetzt wurden. Seit 1996 erhalten die Preisträger neben der Preissumme eine Bronzeplastik, die Michael Endes Romanfigur Momo nachgebildet ist.

Ziel des Deutschen Jugendliteraturpreises ist es, Kinder und Jugendliche mit Hilfe eines qualitativ überzeugenden und vielfältigen Literaturangebots in ihrer Persönlichkeit zu stärken und ihnen Orientierung zu bieten.

Eine Kritikerjury, bestehend aus neun erwachsenen Juroren, vergibt den Deutschen Jugendliteraturpreis in den Sparten Bilderbuch, Kinderbuch, Jugendbuch und Sachbuch. Parallel dazu verleiht eine unabhängige Jugendjury den Preis der Jugendjury. Die Jurys prüfen die Bücher aus der Produktion des Vorjahres und nominieren davon sechs Titel pro Sparte. Die Nominierungsliste wird jedes Jahr auf der Leipziger Buchmesse verkündet.

Die Nominierungen sind die Grundlage für die Entscheidung der Jurys, die unabhängig voneinander ihre Preise vergeben. Die Preise sind mit 10.000 Euro pro Sparte dotiert und können zwischen Autoren, Illustratoren und Übersetzern aufgeteilt werden. Die Sieger des Deutschen Jugendliteraturpreises werden jährlich auf der Frankfurter Buchmesse bekannt gegeben. Seit 1991 wird ein Sonderpreis für das Gesamtwerk eines deutschen Autors, eines deutschen Illustrators oder eines deutschen Übersetzers kinderliterarischer Werke verliehen, der mit 12.000 Euro dotiert ist. 2017 wurde erstmals der Sonderpreis „Neue Talente“ in Höhe von 10.000 Euro verliehen. Die Preissummen betragen insgesamt 72.000 Euro.

Der Deutsche Jugendliteraturpreis ist der bedeutendste in Deutschland vergebene Preis für Literatur für Kinder und Jugendliche. Das Renommee des Preises zeigt sich unter anderem auch daran, dass Festivals wie das Harbourfront Literaturfestival, die lit.kid.cologne der lit.cologne oder das Kinder- und Jugendprogramm des internationalen Literaturfestivals Berlin in jedem Jahr zahlreiche Preisträger einladen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor 1981 hieß der Preis „Deutscher Jugendbuchpreis“. Seit Bestehen des Deutschen Jugendliteraturpreises wurden die Ausschreibungen vielfach abgeändert. So gab es in der Anfangszeit von 1956 bis 1963 nur Preisverleihungen in den zwei Kategorien Kinderbuch und Jugendbuch sowie einen zusätzlichen Sonderpreis, der jedes Jahr unter einem anderen Motto stand, z. B. schönstes Märchenbuch, bestes Bilderbuch, bestes Sachbuch o. ä. 1964 wurde der thematische Sonderpreis abgeschafft und der Preis in den nächsten Jahren stattdessen um die Kategorien Bilderbuch und Sachbuch erweitert. Außerdem war es ab 1964 möglich, besondere Einzelleistungen wie Illustrationen oder Übersetzungen auszuzeichnen. 1991 wurde anlässlich des „35. Geburtstages“ der Sonderpreis für ein Gesamtwerk gestiftet. Seitdem wird jährlich (mit Ausnahme 1992) im Turnus eine lebende deutsche Autorin, Illustratorin oder Übersetzerin bzw. ein lebender deutscher Autor, Illustrator oder Übersetzer ausgezeichnet.[1] Zum 60. Jubiläum des Preises wurde der Sonderpreis „Neue Talente“ eingeführt. Mit diesem werden deutsche Autoren, Illustratoren und Übersetzer ausgezeichnet, die in den Vorjahren mindestens ein herausragendes literarisches Werk im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur im deutschsprachigen Raum veröffentlicht haben.

Bundesministerin Katarina Barley (re.) mit der Sonderpreisträgerin Gudrun Pausewang bei der Preisverleihung zum Deutschen Jugendliteraturpreis 2017 (Fotografin: Anna Meuer)
Bundesministerin Manuela Schwesig (rechts) mit der Preisträgerin der Sparte Kinderbuch, Martina Wildner (Mitte) und der Moderatorin Vivian Perkovic (links) bei der Preisverleihung zum Deutschen Jugendliteraturpreis 2014 (Fotograf: José Poblete)
Gruppenfoto der Preisträger bei der Preisverleihung des Deutschen Jugendliteraturpreises 2015 (Fotograf: José Poblete)

Kritikerjury[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kritikerjury wird vom Vorstand des Arbeitskreises für Jugendliteratur für die Dauer von zwei Jahren in dieses Ehrenamt gewählt und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend berufen. Die Jurymitglieder können maximal zwei Amtszeiten hintereinander absolvieren. Die Jury besteht aus neun Personen: der/dem Vorsitzenden und acht Juroren, von denen je zwei Fachleute der Sparten Bilderbuch, Kinderbuch, Jugendbuch und Sachbuch sind. In drei über das Jahr verteilten Jurysitzungen werden die ausgewählten Titel gesichtet, die Nominierungen bestimmt und die Siegertitel gewählt. Alle Mitglieder der Jury haben gleiches Stimmrecht für alle Sparten. Die Ergebnisse der Wahl unterliegen bis zur Bekanntgabe bei der Preisverleihung im Rahmen der Frankfurter Buchmesse der Geheimhaltung.

Kritikerjury 2021/2022

  • Vorsitz: Karin Vach
  • Spartenjuroren Bilderbuch: Christiane Benthin, Stefanie Hetze
  • Spartenjurorinnen Kinderbuch: Rebekka Putzke, Michael Steirstorfer
  • Spartenjurorinnen Jugendbuch: Ulrike Schönherr, Dieter Wrobel
  • Spartenjurorinnen Sachbuch: Renate Grubert, Marlene Zöhrer

Kritikerjury 2019/2020

  • Vorsitz: Jan Standke
  • Spartenjuroren Bilderbuch: Christiane Benthin, Maren Bonacker
  • Spartenjurorinnen Kinderbuch: Nicole Filbrandt, Bettina Braun
  • Spartenjurorinnen Jugendbuch: Ulrike Schönherr, Karin Vach
  • Spartenjurorinnen Sachbuch: Renate Grubert, Marlene Zöhrer

Kritikerjury 2017/2018

  • Vorsitz: Birgit Müller-Bardorff
  • Spartenjuroren Bilderbuch: Maren Bonacker, Christine Hauke-Dreesen
  • Spartenjurorinnen Kinderbuch: Anita Schilcher, Birgit Weidt (2017) / Nicole Filbrandt (2018)
  • Spartenjurorinnen Jugendbuch: Inger Lison, Jan Standke
  • Spartenjurorinnen Sachbuch: Anke Märk-Bürmann, Carola Pohlmann

Kritikerjury 2015/2016

  • Vorsitzende: Birgit Müller-Bardorff
  • Sparte Bilderbuch: Felix Giesa, Christine Hauke-Dreesen
  • Sparte Kinderbuch: Ada Bieber, Nicole Filbrandt
  • Sparte Jugendbuch: Ulrike Erb-May, Inger Lison
  • Sparte Sachbuch: Anke Märk-Bürmann, Carola Pohlmann

Kritikerjury 2013/2014

  • Vorsitzende: Gina Weinkauff
  • Sparte Bilderbuch: Antje Ehmann, Felix Giesa
  • Sparte Kinderbuch: Ute Dettmar, Ines Galling
  • Sparte Jugendbuch: Ulrike Erb-May, Miriam G. Möllers
  • Sparte Sachbuch: Susanne Brandt, Ute Henschel

Kritikerjury 2011/2012

  • Vorsitzende: Susanne Helene Becker
  • Sparte Bilderbuch: Antje Ehmann, Monika Trapp
  • Sparte Kinderbuch: Ina Brendel-Perpina, Miriam G. Möllers
  • Sparte Jugendbuch: Ulf Cronenberg, Annette Kliewer
  • Sparte Sachbuch: Heike Elisabeth Jüngst, Ute Henschel

Kritikerjury 2009/2010

  • Vorsitzende: Susanne Helene Becker
  • Sparte Bilderbuch: Ute Hachmann, Thomas Linden
  • Sparte Kinderbuch: Susanne Graf, Sabine Lippert
  • Sparte Jugendbuch: Ulf Cronenberg, Katrin Maschke
  • Sparte Sachbuch: Heike Elisabeth Jüngst, Monika Trapp

Jugendjury[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Jugendjury zum Deutschen Jugendliteraturpreis ist eine unabhängige Jury, in der jährlich ca. 100 Jugendliche eine Nominierungsliste erstellen und einen Preis vergeben. Der Arbeitskreis für Jugendliteratur e. V. hat damit die Beteiligung von Jugendlichen an der Preisfindung, die seit 1972 besteht, weiterentwickelt. Ihm ist es ein Anliegen, den Jugendlichen ihren Einsatz im Rahmen der Jugendjury zu zertifizieren. Eine Anerkennung erhalten sie seit 2008 durch einen Bildungpass, den Kompetenznachweis Kultur. Die Jugendjury setzt sich aus sechs über die Bundesrepublik verteilten Leseclubs zusammen, die vom Vorstand des Arbeitskreises für Jugendliteratur auf eine Amtszeit von zwei Jahren gewählt und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend berufen werden:

Jugendjury 2021/2022

Jugendjury 2019/2020

Jugendjury 2017/2018

  • Leseclub 2.0 der Bücherstube Klingler, Hainburg (Hessen)
  • Leseclub Augustiniok der Buchhandlung Augustiniok, Waldkirch (Baden-Württemberg)
  • Leseclub der der Integrierten Gesamtschule Innenstadt, der Konrad Adenauer Realschule und des Schiller Gymnasiums, Köln (Nordrhein-Westfalen)
  • Pankower Leseclub des Carl-von-Ossietzky-Gymnasiums und der Buchhandlung Buchlokal (Berlin)
  • Reading Teens der Buchhandlung Christiansen (Hamburg)
  • Würzburger Jugendleseclub "Lesezeichen" der Buchhandlung Neuer Weg, Würzburg (Bayern)

Jugendjury 2015/2016

  • Lese-AG der Bergschule St. Elisabeth, Heilbad Heiligenstadt (Thüringen)
  • Leseclub 2.0 der Bücherstube Klingler, Hainburg (Hessen)
  • Leseclub der Konrad-Adenauer-Realschule, Köln (Nordrhein-Westfalen)
  • Münchner Bücherfresser der Buchhandlung Buchpalast, München (Bayern)
  • Pankower Leseclub des Carl-von-Ossietzky-Gymnasiums und der Buchhandlung Buchlokal (Berlin)
  • Reading Teens der Buchhandlung Christiansen (Hamburg)

Jugendjury 2013/2014

  • Die Münchner Bücherfresser der Buchhandlung Waldmann, München (Bayern)
  • Jugendleseclub Beckum der Evangelischen Kirchengemeinde Beckum, (Nordrhein-Westfalen)
  • Lese-AG der Bergschule St. Elisabeth, Bad Heiligenstadt (Thüringen)
  • LEPORELLO Leseclub der Leporello-Buchhandlung (Berlin)
  • www.die-blaue-seite.de – Leseclub der Bücherpiraten e. V., Lübeck (Schleswig-Holstein)
  • Bücherfresser Fulda der Kinder-Akademie und der Stadtbibliothek (Fulda) (Hessen)

Jugendjury 2011/2012

  • cg-Leseclub des Clavius-Gymnasiums in Bamberg (Bayern)
  • Die Bestseller – Leseclub der Uhland-Realschule (Baden-Württemberg)
  • Jugendleseclub Beckum – der Evangelischen Kirchengemeinde Beckum (Nordrhein-Westfalen)
  • Leipziger Jugend-Literatur-Jury der Stadtbibliothek Leipzig
  • www.die-blaue-seite.de – Leseclub der Bücherpiraten e. V., Lübeck (Schleswig-Holstein)
  • Spandauer Jugendjury der Stadtbibliothek Spandau

Jugendjury 2009/2010

  • cg-Leseclub des Clavius-Gymnasiums in Bamberg
  • Do it – read a book! – der Leseclub der Städtischen Hauptschule Wermelskirchen
  • Leipziger Jugend-Literatur-Jury der Stadtbibliothek Leipzig
  • Literarischer Salon der Salzmannschule Schnepfenthal
  • Reading Teens der Buchhandlung Christiansen in Hamburg
  • Spandauer Jugendjury der Stadtbibliothek Spandau

Jugendjury 2007/2008

Preisbücher und Nominierungslisten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1956 wurden rund 2800 Bücher mit dem Preis gewürdigt – sei es als Preisträger, auf der Auswahl- und später Nominierungsliste oder im Rahmen des Sonderpreises zu einem Gesamtwerk. Alle Titel wurden in einer Datenbank erschlossen.[2]

2011–2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2019[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Preisträger wurden am 18. Oktober 2019 auf der Frankfurter Buchmesse bekanntgegeben.[3]

2018[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Preisträger wurden am 12. Oktober 2018 auf der Frankfurter Buchmesse bekanntgegeben.

2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Preisträger wurden am 13. Oktober 2017 auf der Frankfurter Buchmesse bekanntgegeben.

2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2012[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2010–2001[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2010[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2008[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2007[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2006[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2004[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2003[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2002[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2001[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2000–1986[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2000[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1999[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1997[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1996[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1995[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1994[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1993[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1992[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1991[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1990[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1989[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1988[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1987[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bilderbuch: Du hast angefangen! Nein, du! von David McKee
  • Kinderbuch: Oma und ich von Achim Bröger
  • Jugendbuch: Briefe an die Königin der Nacht von Inger Edelfeldt
  • Kindersachbuch: Mein verlorenes Land von Huynh Quang Nhuong (Text), Jub Mönster (Illustration), Helga Pfetsch (Übersetzung)
  • Jugendbuchsachbuch: Lise, Atomphysikerin von Charlotte Kerner

1986[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1985–1971[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1985[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1984[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1983[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1982[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1981[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1980[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1979[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1978[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1977[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1976[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1975[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1974[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1973[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1972[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1971[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1970–1956[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1970[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bilderbuch: Kunterbunter Schabernack von Wilfried Blecher
  • Kinderbuch: Der Preis für ein Kinderbuch wurde nicht vergeben.
  • Jugendbuch: Der Bruder des schweigenden Wolfes von Klára Jarunková
  • Sachbuch: Der Mann, der überlebte von Lawrence Elliott

1969[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1968[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1967[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1966[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1965[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1964[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1963[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1962[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1961[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1960[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1959[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1958[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1957[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1956[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1960er und 1970er Jahre

1962 schrieb Arianna Giachi in der FAZ vom 23. November, der Preis sei eine „Zweckentfremdung von Bundesmitteln, die der Förderung der deutschen Jugendliteratur dienen sollten“. 1971 kritisiert Sybille Gräfin Schönfeldt in der Zeit: „Kann die ehrenwerte Absicht des Staates, sogenannte gute Kinderliteratur zu prämiieren, um die Kinder vor sogenannter schlechter Lektüre zu bewahren, jemals überholt sein? Die Bücher, die jetzt in Würzburg mit dem Deutschen Jugendbuchpreis ausgezeichnet worden sind, lassen nur eine Antwort zu: Ja – dieser Preis ist überflüssig geworden, auch wenn es seine vierzig oder fünfzig Juroren noch nicht gemerkt haben sollten.“[5] Ihre Kritik bezieht sie vor allem auf die fünf 1971 ausgezeichneten Bücher: „Fünf Bücher, gegen die man nicht viel sagen kann, aber auch nicht viel dafür, ein vorsichtiger Edeldurchschnitt, etwas heile Welt, etwas Autorität: Kinder lernen immer noch das Wohlverhalten durch Angst und Schrecken am schnellsten.“

2000er Jahre

2002 kritisierte der Verleger Otokar Bozejovski in einem offenen Brief die angeblich mangelhafte Qualität der Preisträger in der Bilderbuchsparte: „Der Deutsche Jugendliteraturpreis, vor allem in der Sparte Bilderbuch, ist keine Auszeichnung mehr.“[6] Klaus Humann stellte sich dieser pauschalen Kritik in einem ebenfalls offenen Brief entgegen: „Aber die Nominierungsliste ist fast immer dadurch aufgefallen, das Gängige mit dem Gewagten, das Schrille mit den Betulichen zu verbinden. Und das ist gut so und soll so bleiben. Diesen Wagemut wünschte man der Jury aber auch bei ihrer endgültigen Preisentscheidung. Mit Ihrer pauschalen wie ungerechten Kritik haben Sie weder sich noch der Sache des Bilder- und Kinderbuchs einen guten Dienst erwiesen.“[7]

2010er Jahre

Kritisiert wurde, dass der Deutsche Jugendliteraturpreis als einziger Staatspreis für Literatur in Deutschland ausschließlich international vergeben wird; im Gegensatz zu den meisten Preisen anderer Länder, die heimischen Autoren vorbehalten sind.[8] Wolfgang Bittner schrieb am 25. Januar 2012 in der Neuen Rheinischen Zeitung unter der Überschrift „Ein Staatspreis für Lizenzen aus dem Ausland?“ über den Preis: „Deutsche Autorinnen und Autoren wurden nachweislich in den vergangenen Jahrzehnten in einer Weise benachteiligt, die skandalös anmutet. Sie haben kaum eine Chance, ihren Staatspreis zur Förderung der deutschen Kinder- und Jugendliteratur jemals zu erhalten, und sie gehen auch im Ausland leer aus, weil die dortigen Staatspreise, wie auch viele andere Literaturpreise, den eigenen Autoren vorbehalten sind. Hinzu kommt, dass neben deutschen Originalausgaben des Vorjahres Lizenzausgaben prämiert werden, das heißt Bücher, die sich in anderen Ländern bereits seit langem auf dem Markt bewährt haben und zum Teil ausgezeichnet worden sind.“[9]

Thomas Thiemeyer, Autor und Illustrator, reagierte auf die „von gewissen Medien verfälscht wiedergegeben[en]“ (Rainer M. Schröder) Inhalte: „In einem Land, in dem weniger als zweihundert Schriftsteller (die wenigsten davon Jugendbuchautoren) von ihrer Arbeit leben können, ist es blanker Zynismus, zu glauben, man benötige keinen Artenschutz. Hier ist jeder Strohhalm wichtig, jedes Stipendium, jedes Fördergeld und jede Auszeichnung. Vordergründig mag es um bessere Positionierung im Buchhandel, um Werbebudgets und Vorteile bei Lizenzgeschäften gehen, letztlich steht dahinter aber die Wahrung der Vielfalt in der Jugendliteratur. Staatliche, aus Steuergeldern finanzierte Preise an Autoren und Romane zu vergeben, die im Ausland bereits erfolgreich waren und dort Preisgelder erhalten haben, ist ein Akt der Gedankenlosigkeit, der die Verarmung am Buchmarkt beschleunigt und einer von der angloamerikanischen Literatur dominierten Buchszene Vorschub leistet. Gerade um eine Monokultur zu vermeiden und die Vielfalt zu erhalten, sind Refugien und Biotope unabdingbar. Wer etwas anderes behauptet, verkennt die wirtschaftliche Situation am Buchmarkt.“[10] Der Arbeitskreis für Jugendliteratur, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Forschung sowie verschiedene Experten nahmen zu der Kritik an der Internationalität Stellung.[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutscher Jugendliteraturpreis. In: www.djlp.jugendliteratur.org. Abgerufen am 8. April 2016.
  2. Datenbank
  3. Die Sieger des Deutschen Jugendliteraturpreises 2019 auf jugendliteratur.org
  4. Die Nominierungsliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis 2017 steht fest in: buchmarkt.de, 23. März 2017
  5. Archivlink (Memento des Originals vom 30. November 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.zeit.de
  6. Kritik am Jugendliteraturpreis: Offener Brief von bohem press-Verleger
  7. Erste Reaktion auf den offenen Brief des bohem press-Verlegers
  8. Offener Brief, Initiative deutschsprachiger Kinder- und JugendbuchautorInnen & IllustratorInnen
  9. Wolfgang Bittner: Deutscher Jugendliteraturpreis: Ein Staatspreis für Lizenzen aus dem Ausland? NRhZ-Online, 25. Januar 2012
  10. Statements von AutorInnen, IllustratorInnen und LektorInnen, Initiative DJLP
  11. Statistiken und Expertenstimmen zur Internationalität des Deutschen Jugendliteraturpreises