Deutscher Meister (Eishockey)

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Geografische Verteilung der deutschen Meister im Eishockey, 1912–2014

Der Deutsche Eishockey-Meister wird bei den Männern seit 1912, bei den Frauen seit 1984 ausgespielt.

Bis 1948 wurde der deutsche Reichsmeister in einem Endspiel der besten Mannschaften ermittelt, mit der Gründung der Bundesrepublik und der DDR wurde in beiden Ländern eine Oberliga als höchste Spielklasse eingeführt, deren punktbestes Team die Meisterschaft gewann. In der Bundesrepublik wurde die Oberliga 1958 von der neu gegründeten Bundesliga abgelöst, in die nach der Wiedervereinigung auch die letzten beiden verbliebenen ostdeutschen Vereine SC Dynamo Berlin und die SG Dynamo Weißwasser aufgenommen wurden. Seit 1994 ist die Deutsche Eishockey Liga die höchste deutsche Profispielklasse, der Meister wird in einer Play-off-Runde der besten Mannschaften ausgespielt.

Der deutsche Meister der Frauen wird seit 1988 in der zweigleisigen Frauen-Bundesliga ermittelt, die Nachwuchsmannschaften spielen in verschiedenen Altersklassen ihren Meister aus. 2001 wurde die Deutsche Nachwuchsliga als höchste Spielklasse im Junioreneishockey gegründet.

Ausrichter der Meisterschaften von 1912 bis 1944 war der Deutsche Eislaufverband. Die Meisterschaft 1947 wurde von der Deutschen Eis- und Rollsport Arbeitsgemeinschaft ausgerichtet, die Meisterschaften 1948 und 1949 von der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Eissport. Von 1949 bis 1962 war die Deutsche Eishockey-Vereinigung im Deutschen Eissport-Verband zuständig. Ab 1963 wurde die Meisterschaft vom Deutschen Eishockey-Bund ausgerichtet. Die Ostzonen- bzw. DDR-Meisterschaft wurde von 1949 bis 1957 vom Deutschen Sportausschuss ausgerichtet. Ab 1958 war der Deutsche Eislauf-Verband zuständig. Seit 1994/95 wird der deutsche Meister der Herren von der Deutschen Eishockey Liga (DEL) unter Sanktionierung des DEB ausgespielt.

Männer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meisterschaften im Deutschen Reich (1912 bis 1945)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten Spielzeiten wurden klar vom Berliner Schlittschuhclub dominiert, der von den 28 ausgespielten Meisterschaften 17 sowie eine zusätzliche in Spielgemeinschaft mit dem SC Brandenburg für sich entscheiden konnten. Dabei nahm der Berliner Rekordmeister 1927 nicht an der deutschen Meisterschaft teil, um Spiele auf europäischer Ebene austragen zu können.

Die Meisterschaften fanden weitestgehend unter freiem Himmel statt, sodass es teilweise zu Spielausfällen oder -unterbrechungen wegen schlechter Wetterbedingungen kommen konnte. Zudem wurde der Spielbetrieb gestört, indem regelmäßig Mannschaften aus verschiedenen Gründen zu Spielen oder zum Finalturnier nicht antraten.

Jahr Ort des Finales Deutscher Meister Erg.1 Vizemeister
1912 Berlin Berliner SC logo.svg Berliner Schlittschuhclub 2:1 n.V. SC Charlottenburg
1913 Berlin Berliner SC logo.svg Berliner Schlittschuhclub 4:0 MTV 1879 München
1914 Berlin Berliner SC logo.svg Berliner Schlittschuhclub 12:1 MTV 1879 München
1915–1919 wegen des Ersten Weltkrieges keine Meisterschaft
1920 München Berliner SC logo.svg Berliner Schlittschuhclub MTV 1879 München
1921 Garmisch-Partenkirchen Berliner SC logo.svg Berliner Schlittschuhclub 6:0 MTV 1879 München
1922 Garmisch-Partenkirchen MTV Muenchen Logo.svg MTV 1879 München Berliner Schlittschuhclub
1923 Garmisch-Partenkirchen Berliner SC logo.svg Berliner Schlittschuhclub 3:1 SC Charlottenburg
1924 Oberhof Berliner SC logo.svg Berliner Schlittschuhclub 6:2 SC Riessersee
1925 Garmisch-Partenkirchen Berliner SC logo.svg Berliner Schlittschuhclub SC Riessersee
1926 Berlin Berliner SC logo.svg Berliner Schlittschuhclub 7:0 SC Charlottenburg
1927 Füssen SC Riessersee Logo.svg SC Riessersee 2:1 n.V. SC Charlottenburg
1928 Garmisch-Partenkirchen Berliner SC logo.svg Berliner Schlittschuhclub 2:1 SC Riessersee
1929 Garmisch-Partenkirchen Berliner SC logo.svg Berliner Schlittschuhclub 2:1 SC Riessersee
1930 Berlin Berliner SC logo.svg Berliner Schlittschuhclub 9:1 SC Brandenburg Berlin
1931 Garmisch-Partenkirchen Berliner SC logo.svg Berliner Schlittschuhclub 9:2 VfB Königsberg
1932 Garmisch-Partenkirchen Berliner SC logo.svg Berliner Schlittschuhclub SC Riessersee
1933 München Berliner SC logo.svg Berliner Schlittschuhclub 3:2 SC Riessersee
1934 Schierke SC Brandenburg Logo.svg SC Brandenburg Berlin 1:0 SC Riessersee
1935 München[1] SC Riessersee Logo.svg SC Riessersee 2:1 EV Füssen
1936 Nürnberg[2] Berliner SC logo.svg Berliner Schlittschuhclub 2:1 SC Riessersee
1937 Nürnberg Berliner SC logo.svg Berliner Schlittschuhclub SC Riessersee
1938 Garmisch-Partenkirchen[3] SC Riessersee Logo.svg SC Riessersee Düsseldorfer EG, Berliner Schlittschuhclub
1939 Berlin EK Engelmann Wien 1:0 Berliner Schlittschuhclub
1940 Endrunde2 Wiener Eislaufverein Logo hellblau.svg Wiener EV Berliner Schlittschuhclub
1941 Köln SC Riessersee Logo.svg SC Riessersee 2:1 LTTC Rot-Weiß Berlin
1942 keine vollständige Meisterschaft aufgrund des Zweiten Weltkrieges
1943 keine vollständige Meisterschaft aufgrund des Zweiten Weltkrieges
1944 Berlin SG SCBerlin-SCBrandenburg.svg KSG Berliner SC/Brandenburg Berlin 4:3 LTTC Rot Weiß Berlin
1945 keine Meisterschaft

1 ist kein Ergebnis angegeben (–) wurde der deutsche Meister in einer abschließenden Finalrunde ausgespielt.
2 die Endrunde wurde von den teilnehmenden Mannschaften in Ligenform mit einer Reihe Heim- und Auswärtsspielen ausgetragen.

Meisterschaften in den westlichen Besatzungszonen (1946 bis 1948)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der deutsche Eishockeymeister erneut in Turnierform ausgespielt. Bestimmend waren vor allem Mannschaften aus der US-amerikanischen Besatzungszone, in welcher der Eishockeysport besonders gefördert wurde.

Jahr Ort des Finales Deutscher Meister Erg. Vizemeister
1946 keine Meisterschaft
1947 Garmisch-Partenkirchen SC Riessersee Logo.svg SC Riessersee 10:1 Berlin Eichkamp1
1948 Bad Nauheim SC Riessersee Logo.svg SC Riessersee VfL Bad Nauheim

1eigentlich Berliner SC, musste unter anderem Namen antreten
ist kein Ergebnis angegeben (–) wurde der deutsche Meister in einer abschließenden Finalrunde ausgespielt.

Oberliga der Bundesrepublik Deutschland (1949 bis 1958)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland wurde dort der deutsche Meister im Ligenbetrieb, der Oberliga, ermittelt. Zur erfolgreichsten Mannschaft in den Anfangsjahren der BRD entwickelte sich der EV Füssen, der zwischen 1949 und 1958 sieben von zehn ausgespielten Meisterschaften gewinnen konnte.

Jahr Deutscher Meister Vizemeister
1949 EV Fuessen Logo.png EV Füssen Preussen Krefeld
1950 SC Riessersee Logo.svg SC Riessersee Preußen Krefeld
1951 KTSV Preußen Krefeld.gif Preussen Krefeld EV Füssen
1952 Krefelder EV.png Krefelder EV SC Riessersee
1953 EV Fuessen Logo.png EV Füssen SC Riessersee
1954 EV Fuessen Logo.png EV Füssen Krefelder EV
1955 EV Fuessen Logo.png EV Füssen Krefelder EV
1956 EV Fuessen Logo.png EV Füssen SC Riessersee
1957 EV Fuessen Logo.png EV Füssen SC Riessersee
1958 EV Fuessen Logo.png EV Füssen SC Riessersee

Bundesliga der Bundesrepublik Deutschland (1958 bis 1990)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1958 löste die eingleisige Bundesliga die Oberliga als höchste Spielklasse der der Bundesrepublik ab. Dominierten zunächst weiterhin die bayerischen Mannschaften den Kampf um die Meisterschaft, gewannen mit zunehmender Zeit auch Vereine aus anderen Teilen Westdeutschlands an Bedeutung, beispielsweise der Kölner EC, die Düsseldorfer EG oder der Mannheimer ERC.

Jahr Deutscher Meister Vizemeister
1959 EV Fuessen Logo.png EV Füssen EC Bad Tölz
1960 SC Riessersee Logo.svg SC Riessersee EV Füssen
1961 EV Fuessen Logo.png EV Füssen EC Bad Tölz
1962 EC Bad Tölz3.gif EC Bad Tölz EV Füssen
1963 EV Fuessen Logo.png EV Füssen EC Bad Tölz
1964 EV Fuessen Logo.png EV Füssen EC Bad Tölz
1965 EV Fuessen Logo.png EV Füssen EC Bad Tölz
1966 EC Bad Tölz3.gif EC Bad Tölz EV Füssen
1967 Duesseldorfer EG logo.svg Düsseldorfer EG EC Bad Tölz
1968 EV Fuessen Logo.png EV Füssen EC Bad Tölz
1969 EV Fuessen Logo.png EV Füssen Düsseldorfer EG
1970 EV Landshut Logo.svg EV Landshut EC Bad Tölz
1971 EV Fuessen Logo.png EV Füssen Düsseldorfer EG
1972 Duesseldorfer EG logo.svg Düsseldorfer EG EV Füssen
1973 EV Fuessen Logo.png EV Füssen Düsseldorfer EG
1974 Berliner SC logo.svg Berliner Schlittschuhclub EV Landshut Logo.svg EV Landshut
1975 Duesseldorfer EG logo.svg Düsseldorfer EG Berliner Schlittschuhclub
1976 Berliner SC logo.svg Berliner Schlittschuhclub EV Landshut Logo.svg EV Landshut
1977 Kölner EC Krefelder EV
1978 SC Riessersee Logo.svg SC Riessersee Berliner Schlittschuhclub
1979 Kölner EC SC Riessersee
1980 Mannheimer ERC Düsseldorfer EG
1981 SC Riessersee Logo.svg SC Riessersee Düsseldorfer EG
1982 SB Rosenheim logo.png SB Rosenheim Mannheimer ERC
1983 EV Landshut Logo.svg EV Landshut Mannheimer ERC
1984 Kölner EC EV Landshut Logo.svg EV Landshut
1985 SB Rosenheim logo.png SB Rosenheim Mannheimer ERC
1986 Kölner EC Düsseldorfer EG
1987 Kölner EC Mannheimer ERC
1988 Kölner EC SB Rosenheim
1989 SB Rosenheim logo.png SB Rosenheim Düsseldorfer EG
1990 Duesseldorfer EG logo.svg Düsseldorfer EG SB Rosenheim

Ostzonen-Eishockeymeisterschaft 1949[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Eishockeymeisterschaft im Osten Deutschlands nach dem Krieg wurde im Februar 1949 in der Sowjetischen Besatzungszone ausgespielt.

Saison Deutscher Meister Vizemeister
1949 SG Frankenhausen Logo.svg SG Frankenhausen SG Grün-Weiß Pankow

Oberliga der Deutschen Demokratischen Republik (1950 bis 1990)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1950 bis 1990 wurde der Eishockeymeister der DDR in der Oberliga ausgespielt. Nachdem die Sportart 1969 als „nicht förderungswürdig“ eingestuft wurde, spielten in der Oberliga nur noch zwei Mannschaften, der SC Dynamo Berlin und die SG Dynamo Weißwasser. Weitere Vereine spielten auf reiner Amateur- resp. Freizeitbasis eine DDR-Bestenermittlung aus.

Saison Deutscher Meister Vizemeister
1950 SG Frankenhausen Logo.svg SG Frankenhausen BSG Empor Berlin
1951 BSG Ostglas Weißwasser SG Frankenhausen
1951/52 BSG Ostglas Weißwasser BSG Wismut Erz Frankenhausen
1952/53 Logo Chemie Weißwasser 2.jpg BSG Chemie Weißwasser BSG Wismut Erz Frankenhausen
1953/54 SG Dynamo Weißwasser Logo.svg SG Dynamo Weißwasser BSG Wismut Frankenhausen
1954/55 SG Dynamo Weißwasser Logo.svg SG Dynamo Weißwasser SC Wismut Karl-Marx-Stadt
1955/56 SG Dynamo Weißwasser Logo.svg SG Dynamo Weißwasser SC Einheit Berlin
1956/57 SG Dynamo Weißwasser Logo.svg SG Dynamo Weißwasser SC Einheit Berlin
1957/58 SG Dynamo Weißwasser Logo.svg SG Dynamo Weißwasser SC Wismut Karl-Marx-Stadt
1958/59 SG Dynamo Weißwasser Logo.svg SG Dynamo Weißwasser SC Dynamo Berlin
1959/60 SG Dynamo Weißwasser Logo.svg SG Dynamo Weißwasser SC Dynamo Berlin
1960/61 SG Dynamo Weißwasser Logo.svg SG Dynamo Weißwasser SC Dynamo Berlin
1961/62 SG Dynamo Weißwasser Logo.svg SG Dynamo Weißwasser SC Dynamo Berlin
1962/63 SG Dynamo Weißwasser Logo.svg SG Dynamo Weißwasser SC Dynamo Berlin
1963/64 SG Dynamo Weißwasser Logo.svg SG Dynamo Weißwasser SC Dynamo Berlin
1964/65 SG Dynamo Weißwasser Logo.svg SG Dynamo Weißwasser SC Dynamo Berlin
1965/66 SC Dynamo Berlin Logo.svg SC Dynamo Berlin SG Dynamo Weißwasser
1966/67 SC Dynamo Berlin Logo.svg SC Dynamo Berlin SG Dynamo Weißwasser
1967/68 SC Dynamo Berlin Logo.svg SC Dynamo Berlin SG Dynamo Weißwasser
1968/69 SG Dynamo Weißwasser Logo.svg SG Dynamo Weißwasser SC Dynamo Berlin
1969/70 SG Dynamo Weißwasser Logo.svg SG Dynamo Weißwasser TSC Berlin
1970/71 SG Dynamo Weißwasser Logo.svg SG Dynamo Weißwasser SC Dynamo Berlin
1971/72 SG Dynamo Weißwasser Logo.svg SG Dynamo Weißwasser SC Dynamo Berlin
1972/73 SG Dynamo Weißwasser Logo.svg SG Dynamo Weißwasser SC Dynamo Berlin
1973/74 SG Dynamo Weißwasser Logo.svg SG Dynamo Weißwasser SC Dynamo Berlin
1974/75 SG Dynamo Weißwasser Logo.svg SG Dynamo Weißwasser SC Dynamo Berlin
1975/76 SC Dynamo Berlin Logo.svg SC Dynamo Berlin SG Dynamo Weißwasser
1976/77 SC Dynamo Berlin Logo.svg SC Dynamo Berlin SG Dynamo Weißwasser
1977/78 SC Dynamo Berlin Logo.svg SC Dynamo Berlin SG Dynamo Weißwasser
1978/79 SC Dynamo Berlin Logo.svg SC Dynamo Berlin SG Dynamo Weißwasser
1979/80 SC Dynamo Berlin Logo.svg SC Dynamo Berlin SG Dynamo Weißwasser
1980/81 SG Dynamo Weißwasser Logo.svg SG Dynamo Weißwasser SC Dynamo Berlin
1981/82 SC Dynamo Berlin Logo.svg SC Dynamo Berlin SG Dynamo Weißwasser
1982/83 SC Dynamo Berlin Logo.svg SC Dynamo Berlin SG Dynamo Weißwasser
1983/84 SC Dynamo Berlin Logo.svg SC Dynamo Berlin SG Dynamo Weißwasser
1984/85 SC Dynamo Berlin Logo.svg SC Dynamo Berlin SG Dynamo Weißwasser
1985/86 SC Dynamo Berlin Logo.svg SC Dynamo Berlin SG Dynamo Weißwasser
1986/87 SC Dynamo Berlin Logo.svg SC Dynamo Berlin SG Dynamo Weißwasser
1987/88 SC Dynamo Berlin Logo.svg SC Dynamo Berlin SG Dynamo Weißwasser
1988/89 SG Dynamo Weißwasser Logo.svg SG Dynamo Weißwasser SC Dynamo Berlin
1989/90 SG Dynamo Weißwasser Logo.svg SG Dynamo Weißwasser SC Dynamo Berlin

Gesamtdeutsche Bundesliga (1991 bis 1994)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der deutschen Wiedervereinigung wurden die beiden letzten verbliebenen DDR-Vereine in die Eishockey-Bundesliga aufgenommen, welche damit auf zwölf Teams erweitert wurde. Die erfolgreichste Mannschaft zu Beginn der 1990er-Jahre war die Düsseldorfer EG, die drei von vier Meistertiteln der gesamtdeutschen Bundesliga gewinnen konnte.

Jahr Deutscher Meister Vizemeister
1991 Duesseldorfer EG logo.svg Düsseldorfer EG Kölner EC
1992 Duesseldorfer EG logo.svg Düsseldorfer EG SB Rosenheim
1993 Duesseldorfer EG logo.svg Düsseldorfer EG Kölner EC
1994 ECHedos Logo.png EC Hedos München Düsseldorfer EG

Deutsche Eishockey Liga (seit 1995)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1994 wurde die Deutsche Eishockey Liga als neue höchste deutsche Profispielklasse eingeführt und ein Großteil der Profimannschaften, wie im modernen Eishockey üblich, in Spielbetriebsgesellschaften ausgegliedert. Die erfolgreichste Mannschaft seit Bestehen der DEL sind die Eisbären Berlin, die seit 2005 sieben Titel gewinnen konnten.

Jahr Deutscher Meister Vizemeister
1995 Kölner Haie EV Landshut Logo.svg EV Landshut
1996 Duesseldorfer EG logo.svg Düsseldorfer EG Kölner Haie
1997 Mannheim-Adler-Logo.jpg Adler Mannheim Kassel Huskies
1998 Mannheim-Adler-Logo.jpg Adler Mannheim Eisbären Berlin
1999 Mannheim-Adler-Logo.jpg Adler Mannheim Nürnberg Ice Tigers
2000 München Barons.png München Barons Kölner Haie
2001 Mannheim-Adler-Logo.jpg Adler Mannheim München Barons
2002 Kölner Haie Adler Mannheim
2003 Krefeld Pinguine Kölner Haie
2004 Frankfurt Lions Eisbären Berlin
2005 Eisbären Berlin Adler Mannheim
2006 Eisbären Berlin DEG Metro Stars
2007 Mannheim-Adler-Logo.jpg Adler Mannheim Nürnberg Ice Tigers
2008 Eisbären Berlin Kölner Haie
2009 Eisbären Berlin DEG Metro Stars
2010 Logo ESC Wedemark-Scorpions.jpg Hannover Scorpions Augsburger Panther
2011 Eisbären Berlin Grizzly Adams Wolfsburg
2012 Eisbären Berlin Adler Mannheim
2013 Eisbären Berlin Kölner Haie
2014 ERC Ingolstadt Kölner Haie
2015 Mannheim-Adler-Logo.jpg Adler Mannheim ERC Ingolstadt
2016 EHC Muenchen Logo ab 2010 2011.svg EHC Red Bull München Grizzlys Wolfsburg
2017 EHC Muenchen Logo ab 2010 2011.svg EHC Red Bull München Grizzlys Wolfsburg

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mannschaft Bundesland/Land Titel
Berliner SC logo.svg Berliner Schlittschuhclub Flag of Berlin.svg Berlin 19
EV Fuessen Logo.png EV Füssen Flag of Bavaria (lozengy).svg Bayern 16
SC Riessersee Logo.svg SC Riessersee Flag of Bavaria (lozengy).svg Bayern 10
Duesseldorfer EG logo.svg Düsseldorfer EG Flag of North Rhine-Westphalia (state).svg Nordrhein-Westfalen 8
Kölner EC
Kölner Haie
Flag of North Rhine-Westphalia (state).svg Nordrhein-Westfalen 8
Eisbären Berlin Flag of Berlin.svg Berlin 7
Mannheim-Adler-Logo.jpg Mannheimer ERC
Adler Mannheim
Flag of Baden-Württemberg (state, greater arms).svg Baden-Württemberg 7
SB Rosenheim logo.png SB Rosenheim Flag of Bavaria (lozengy).svg Bayern 3
EC Bad Tölz3.gif EC Bad Tölz Flag of Bavaria (lozengy).svg Bayern 2
EV Landshut Logo.svg EV Landshut Flag of Bavaria (lozengy).svg Bayern 2
Krefelder EV.png Krefelder EV
Krefeld Pinguine
Flag of North Rhine-Westphalia (state).svg Nordrhein-Westfalen 2
EHC Muenchen Logo ab 2010 2011.svg EHC Red Bull München Flag of Bavaria (lozengy).svg Bayern 2
MTV Muenchen Logo.svg MTV 1879 München Flag of Bavaria (lozengy).svg Bayern 1
ECHedos Logo.png EC Hedos München Flag of Bavaria (lozengy).svg Bayern 1
München Barons.png München Barons Flag of Bavaria (lozengy).svg Bayern 1
ERC Ingolstadt Flag of Bavaria (lozengy).svg Bayern 1
SC Brandenburg Logo.svg SC Brandenburg Berlin Flag of Berlin.svg Berlin 1
SG SCBerlin-SCBrandenburg.svg KSG Berliner SchC/SC Brandenburg Berlin Flag of Berlin.svg Berlin 1
Frankfurt Lions Flag of Hesse (state).svg Hessen 1
Logo ESC Wedemark-Scorpions.jpg Hannover Scorpions Flag of Lower Saxony.svg Niedersachsen 1
KTSV Preußen Krefeld.gif Preussen Krefeld Flag of North Rhine-Westphalia (state).svg Nordrhein-Westfalen 1
EK Engelmann Wien Flag of Austria.svg Österreich 1
Wiener Eislaufverein Logo hellblau.svg Wiener EV Flag of Austria.svg Österreich 1

Frauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der deutsche Meister im Fraueneishockey wird seit 1984 ausgespielt, seit 1988 in der zweigleisigen 1. Bundesliga, an deren Hauptrunde sich ein Abschlussturnier um die deutsche Meisterschaft anschloss. Seit 2006 wird die Liga eingleisig ausgetragen.

Deutsche Meister der Frauen (1984 bis 1988)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Deutscher Meister Vizemeister
1984 ESG Esslingen.png ESG Esslingen EC Bergkamen
1985 EHC Eisbären Düsseldorf EV Füssen
1986 EHC Eisbären Düsseldorf EC Bergkamen
1987 EHC Eisbären Düsseldorf ESG Esslingen
1988 Mannheimer ERC WildCats EHC Eisbären Düsseldorf

1. Bundesliga (seit 1989)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Deutscher Meister Vizemeister
1989 EHC Eisbären Düsseldorf Mannheimer ERC WildCats
1990 Mannheimer ERC WildCats EHC Eisbären Düsseldorf
1991 OSC Berlin Logo.png OSC Berlin EHC Eisbären Düsseldorf
1992 Mannheimer ERC WildCats EC Neuss
1993 Neusser EC Mannheimer ERC WildCats
1994 TuS Geretsried Logo.png TuS Geretsried Mannheimer ERC WildCats
1995 ESG Esslingen.png ESG Esslingen DEC Tigers Königsbrunn
1996 ESG Esslingen.png ESG Esslingen TuS Wiehl
1997 ESG Esslingen.png ESG Esslingen TuS Wiehl
1998 ESG Esslingen.png ESG Esslingen Mannheimer ERC WildCats
1999 Mannheimer ERC WildCats TuS Geretsried
2000 Mannheimer ERC WildCats TuS Geretsried
2001 TV Kornwestheim Logo.png TV Kornwestheim TuS Geretsried
2002 TV Kornwestheim Logo.png TV Kornwestheim SC Riessersee
2003 TV Kornwestheim Logo.png TV Kornwestheim OSC Berlin
2004 TV Kornwestheim Logo.png TV Kornwestheim OSC Berlin
2005 EC Bergkamener Bären TV Kornwestheim
2006 OSC Berlin Logo.png OSC Berlin ESC Planegg
2007 OSC Berlin Logo.png OSC Berlin ESC Planegg
2008 ESC Planegg OSC Berlin
2009 OSC Berlin Logo.png OSC Berlin ESC Planegg
2010 OSC Berlin Logo.png OSC Berlin ESC Planegg
2011 ESC Planegg OSC Berlin
2012 ESC Planegg ECDC Memmingen
2013 ESC Planegg/Würmtal ECDC Memmingen
2014 ESC Planegg/Würmtal OSC Berlin
2015 ESC Planegg/Würmtal ECDC Memmingen
2016 ECDC Memmingen ESC Planegg/Würmtal
2017 ESC Planegg/Würmtal ERC Ingolstadt

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mannschaft Bundesland/Land Titel
ESC Planegg Flag of Bavaria (lozengy).svg Bayern 7
ESG Esslingen.png ESG Esslingen Flag of Baden-Württemberg (state, greater arms).svg Baden-Württemberg 5
Mannheimer ERC WildCats Flag of Baden-Württemberg (state, greater arms).svg Baden-Württemberg 5
OSC Berlin Logo.png OSC Berlin Flag of Berlin.svg Berlin 5
EHC Eisbären Düsseldorf Flag of North Rhine-Westphalia (state).svg Nordrhein-Westfalen 4
TV Kornwestheim Logo.png TV Kornwestheim Flag of Baden-Württemberg (state, greater arms).svg Baden-Württemberg 4
EC Bergkamener Bären Flag of North Rhine-Westphalia (state).svg Nordrhein-Westfalen 1
Neusser EC Flag of North Rhine-Westphalia (state).svg Nordrhein-Westfalen 1
TuS Geretsried Logo.png TuS Geretsried Flag of Bavaria (lozengy).svg Bayern 1
ECDC Memmingen Flag of Bavaria (lozengy).svg Bayern 1

Nachwuchs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutschen Meister im Nachwuchsbereich wurden von 1980 bis 2014 in den Spielklassen Junioren, Jugend und Schüler ausgespielt. Im Jahr 2000 wurde die Deutsche Nachwuchsliga (DNL) als neue deutsche Nachwuchs-Elitespielklasse gegründet. Von den bislang ausgespielten DNL-Titeln gingen seitdem bis auf 2001, 2007 und 2011 alle an die Jungadler Mannheim, die Juniorenmannschaft der Adler Mannheim aus der DEL. 2014 wurden die Bundesligen der Junioren und der Jugend durch die DNL2 ersetzt, wobei die Schüler-Bundesliga erhalten blieb. In der ersten Saison der DNL2 wurde keine Meisterschaft ausgespielt, sondern nach der Hauptrunde folgte eine Platzierungsrunde mit den schlechtesten DNL-Mannschaften um die Teilnahme an der DNL.

Jahr DNL Junioren Jugend Schüler
1980 SC Riessersee Logo.svg SC Riessersee SC Riessersee Logo.svg SC Riessersee EV Landshut Logo.svg EV Landshut
1981 EV Landshut Logo.svg EV Landshut EV Landshut Logo.svg EV Landshut Duesseldorfer EG logo.svg Düsseldorfer EG
1982 EV Landshut Logo.svg EV Landshut EV Landshut Logo.svg EV Landshut Duesseldorfer EG logo.svg Düsseldorfer EG
1983 Duesseldorfer EG logo.svg Düsseldorfer EG Duesseldorfer EG logo.svg Düsseldorfer EG SC Riessersee Logo.svg SC Riessersee
1984 EV Landshut Logo.svg EV Landshut
1985 ESV-Kaufbeuren-logo.svg ESV Kaufbeuren SB Rosenheim Duesseldorfer EG logo.svg Düsseldorfer EG
1986 SB Rosenheim EC Bad Tölz3.gif EC Bad Tölz SB Rosenheim
1987 Duesseldorfer EG logo.svg Düsseldorfer EG SB Rosenheim SC Riessersee Logo.svg SC Riessersee
1988 ESV-Kaufbeuren-logo.svg ESV Kaufbeuren SB Rosenheim SB Rosenheim
1989 SB Rosenheim ESV-Kaufbeuren-logo.svg ESV Kaufbeuren SB Rosenheim
1990 SB Rosenheim SB Rosenheim EV Landshut Logo.svg EV Landshut
1991 ESV-Kaufbeuren-logo.svg ESV Kaufbeuren SB Rosenheim PEV Weißwasser
1992 SC Dynamo Berlin Logo.svg EHC Dynamo Berlin EV Landshut Logo.svg EV Landshut ES Weißwasser
1993 SC Dynamo Berlin Logo.svg EHC Dynamo Berlin SC Dynamo Berlin Logo.svg EHC Dynamo Berlin ES Weißwasser
1994 SB Rosenheim SC Dynamo Berlin Logo.svg EHC Dynamo Berlin SC Riessersee Logo.svg SC Riessersee
1995 Eisbären Juniors Berlin.svg EHC Eisbären Berlin Duesseldorfer EG logo.svg Düsseldorfer EG ES Weißwasser
1996 BSC Preussen Logo.svg BSC Preussen Berlin SC Riessersee Logo.svg SC Riessersee
1997 BSC Preussen Logo.svg BSC Preussen Berlin SB Rosenheim
1998 Logo Augsburger EV 1878.png Augsburger EV
1999 SC Riessersee Logo.svg SC Riessersee Eisbären Juniors Berlin.svg EHC Neue Eisbären Berlin ESV-Kaufbeuren-logo.svg ESV Kaufbeuren
2000 Logo Iserlohner EC.png Iserlohner EC SC Riessersee Logo.svg SC Riessersee SB Rosenheim
2001 SC Riessersee Logo.svg SC Riessersee ES Weißwasser EV Fuessen Logo.png EV Füssen Krefelder EV.png Krefelder EV
2002 Mannheim-Adler-Logo.jpg Jungadler Mannheim Logo Deggendorfer SC.jpg Deggendorfer EC EV Fuessen Logo.png EV Füssen Eisbären Juniors Berlin.svg Eisbären Juniors Berlin
2003 Mannheim-Adler-Logo.jpg Jungadler Mannheim EHC Freiburg Logo TSV 1862 Erding Eishockey.png TSV Erding BerlinCapitals.gif Berlin Capitals
2004 Mannheim-Adler-Logo.jpg Jungadler Mannheim ESV-Kaufbeuren-logo.svg ESV Kaufbeuren EJ Kassel Mannheim-Adler-Logo.jpg Mannheimer ERC
2005 Mannheim-Adler-Logo.jpg Jungadler Mannheim ESV-Kaufbeuren-logo.svg ESV Kaufbeuren Logo der Bietigheim Steelers SC Bietigheim-Bissingen EC Bad Tölz3.gif EC Bad Tölz
2006 Mannheim-Adler-Logo.jpg Jungadler Mannheim Logo der Bietigheim Steelers SC Bietigheim-Bissingen Duesseldorfer EG logo.svg Düsseldorfer EG WikiProject Ice Hockey logo.svg Kölner EC
2007 Kölner EC Junghaie ESV-Kaufbeuren-logo.svg ESV Kaufbeuren ESV-Kaufbeuren-logo.svg ESV Kaufbeuren EV Landshut Logo.svg EV Landshut
2008 Mannheim-Adler-Logo.jpg Jungadler Mannheim EHC Freiburg Logo Iserlohner EC.png Iserlohner EC EV Landshut Logo.svg EV Landshut
2009 Mannheim-Adler-Logo.jpg Jungadler Mannheim ESV-Kaufbeuren-logo.svg ESV Kaufbeuren EV Fuessen Logo.png EV Füssen Mannheim-Adler-Logo.jpg Mannheimer ERC
2010 Mannheim-Adler-Logo.jpg Jungadler Mannheim EV Fuessen Logo.png EV Füssen EV Fuessen Logo.png EV Füssen Mannheim-Adler-Logo.jpg Mannheimer ERC
2011 EV Landshut Logo.svg EV Landshut Ecpeiting.gif EC Peiting ESV-Kaufbeuren-logo.svg ESV Kaufbeuren Mannheim-Adler-Logo.jpg Mannheimer ERC
2012 Mannheim-Adler-Logo.jpg Jungadler Mannheim EV Regensburg logo.svg EV Regensburg EV Regensburg logo.svg EV Regensburg Mannheim-Adler-Logo.jpg MERC-Jungadler Mannheim
2013 Mannheim-Adler-Logo.jpg Jungadler Mannheim EC Bad Nauheim Logo 2016 RGB.png Rote Teufel Bad Nauheim WikiProject Ice Hockey logo.svg Kölner EC Junghaie EC Bad Tölz3.gif EC Bad Tölz
2014 Mannheim-Adler-Logo.jpg Jungadler Mannheim Ecpeiting.gif EC Peiting Logo der Bietigheim Steelers SC Bietigheim-Bissingen EC Bad Tölz3.gifEC Bad Tölz
Jahr DNL DNL2 Schüler
2015 Mannheim-Adler-Logo.jpg Jungadler Mannheim keine Meisterschaft WikiProject Ice Hockey logo.svg Kölner EC
2016 Mannheim-Adler-Logo.jpg Jungadler Mannheim Logo Iserlohner EC.png Iserlohner EC Logo Iserlohner EC.png Iserlohner EC
2017 Mannheim-Adler-Logo.jpg Jungadler Mannheim EV Fuessen Logo.png EV Füssen SB Rosenheim

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Müller, Stephan: Deutsche Eishockey Meisterschaften. Norderstedt: Books on Demand. 2000. ISBN 3-8311-0997-4.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. chroniknet.de, Tageseinträge für 18. Februar 1935
  2. nuernberginfos.de, Linde Eisstadion
  3. Gerdy Sperger: 1923–2003. 80 Jahre Eishockey Sportclub Riessersee. 2003.