Deutscher Naturschutzring

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Deutscher Naturschutzring e. V.
(DNR)
Logo des Deutschen Naturschutzrings
Zweck: umweltpolitische Koordinations- und Lobbyarbeit
Vorsitz: Präsident NN (Neuwahl November 2015); Generalsekretärin Liselotte Unseld; Geschäftsführerin Helga Inden-Heinrich.
Gründungsdatum: 1950
Mitarbeiterzahl: ca. 25
Sitz: Berlin


Der (DNR) ist der Dachverband der deutschen Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen. Er wurde 1950 gegründet und hat heute (2015) 96 Mitgliedsverbände mit zusammen mehr als fünf Millionen Einzelmitgliedschaften. Neben klassischen Naturschutz- und Umweltverbänden wie BUND und NABU gehören auch Organisationen wie der Deutsche Alpenverein, der Deutsche Wanderverband und der Deutsche Tierschutzbund sowie auch zahlreiche kleine Vereine zum DNR.

Geschichte[Bearbeiten]

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Die Initiative zur Gründung 1950 ging von der Bundesanstalt für Naturschutz aus. In der Anfangszeit war der Dachverband unter anderem geprägt von Wolfgang Engelhardt als führende Person.[1] Er war von 1951 bis 1962 ehrenamtlicher Geschäftsführer des Deutschen Naturschutzringes, von 1964 bis 1968 Vizepräsident und von 1968 bis 2000 dessen Präsident. Der Referendar aus der Bayerischen Staatsforstverwaltung Hubert Weinzierl wurde 1964 ins Präsidium berufen und war von 2000 bis 2012 Präsident. Von Dezember 2012 bis Februar 2015 war Hartmut Vogtmann Präsident.

Im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland hat der DNR das Europäische Naturschutzjahr 1970 und 1995 ausgerichtet.[2]

Die Geschäftsstelle befand sich von 1950 bis 1971 in München und von 1972 bis 2011 in Bonn, während in Berlin ab 1991 eine politische Geschäftsstelle mit der EU-Koordination und dem Redaktionsbüro aufgebaut wurde. Seit 1. Januar 2012 befindet sich auch die Geschäftsstelle in Berlin.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Der Verein betreibt umweltpolitische Koordinations- (nach innen) und Lobbyarbeit (nach außen) auf Bundesebene und – durch seine EU-Koordinationsstelle – auf europäischer Ebene. Ein Redaktionsbüro produziert die DNR-Monatszeitschrift umwelt aktuell sowie die elektronischen Informationsdienste Info-Service und EU-News für die Umwelt- und Naturschützer in den Mitgliedsverbänden.

Präsidium[Bearbeiten]

  • Präsident: NN -Neuwahl November 2015
  • 1. Vizepräsident Leif Miller, Naturschutzbund Deutschland (NABU)
  • 2. Vizepräsidentin Undine Kurth
  • Schatzmeisterin Kornelie Blumenschein, Gäa e.V.
  • Elisabeth Emmert, Ökologischer Jagdverband (ÖJV)
  • Gerlinde Hoffmann, Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN)
  • Kai Niebert, Naturfreunde Deutschlands
  • Sebastian Schönauer, Bund Naturschutz in Bayern (BN)
  • Ludwig Sothmann, Landesbund für Vogelschutz (LBV)
  • Ludwig Wucherpfennig, Deutscher Alpenverein (DAV)
  • Martin Geilhufe, Vertreter der Jugendorganisationen, BUNDjugend
  • Ehrenpräsident (und Präsidiumsmitglied) ist der von 2000 bis 2012 als Präsident amtierende Hubert Weinzierl.[3]

Geschäftsstelle[Bearbeiten]

  • Generalsekretärin ist seit dem 1. Januar 2015 Liselotte Unseld
  • Geschäftsführerin Helga Inden-Heinrich
  • Leiterin der EU-Koordination Bjela Vossen
  • Projektstellenleiter des Forum U&E Jürgen Maier
  • Leiter der Kampagne "Meine Landwirtschaft" Jochen Fritz.

Projekte und Arbeitsgruppen[Bearbeiten]

Seit 1998 findet jährlich der DNR-Kurs ZukunftsPiloten zur Qualifizierung junger Umweltaktiver statt. Der Kurs wird vom DNR getragen, von der Bewegungsakademie durchgeführt und von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt finanziert.

Weitere aktuelle Projekte und Arbeitsgruppen des DNR sind:

Der Verein ist außerdem Trägerorganisationen für das Forum Umwelt und Entwicklung und die [Kampagne "Meine Landwirtschaft"], zwei Bündnisse zivilgesellschaftlicher Organisationen mit Büros in den Geschäftsräumen des DNR.

Der Verein ist als Verband oder über Vertreter(innen) selbst Mitglied in zahlreichen Organisationen und Gremien.[4]

Der Verein ist neben anderen Organisationen Träger der jährlich in Berlin stattfindenden Demonstration unter dem Motto Wir haben es satt!.

Kritik[Bearbeiten]

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Kritiker des Umwelt-Dachverbandes bemängeln, der DNR sei zu schwerfällig und durch die Eigeninteressen der großen Mitgliedsverbände sowie durch innerverbandliche Hierarchie und Bürokratie gelähmt. Gelegentlich wurde auch kritisiert, der DNR wolle die gesamte Naturschutz- und Umweltbewegung repräsentieren, während ihm wichtige Organisationen nicht oder nur vorübergehend angehörten. So waren Greenpeace nur 1987-1989 und der WWF Deutschland 1993-2000 Mitglied. In den 1980er Jahren traten zahlreiche Verbände aus.[5] Zudem habe er in der Vergangenheit eine zu große Staatsnähe gezeigt, da staatliche Funktionsträger und Politiker das Präsidium dominierten.[6]

Siehe auch[Bearbeiten]

Naturschutz, Umweltschutz, Naturschutzpolitik

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Natur- und Umweltschutz: Daten und Hintergründe – Deutscher Naturschutzring (DNR), 1998, S. 90
  2. Vom Naturschutz zur Nachhaltigkeit 2010, S. 19.
  3. Presseinfo des DNR vom 1. Dezember 2012
  4. DNR-Leistungsbericht 2011 – S. 21ff.
  5. Helmut Röscheisen: Der Deutsche Naturschutzring, Seite 89 ff.
  6. Natur- und Umweltschutz: Daten und Hintergründe – Deutscher Naturschutzring (DNR), 1998, S. 90-99

Weblinks[Bearbeiten]