Deutscher Preis für Synchron

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Deutscher Preis für Synchron

Der Deutsche Preis für Synchron ist der einzige Jurypreis für Filmsynchronisation im deutschsprachigen Raum. Er wurde in den Jahren 2001 bis 2010 an Sprecher, Dialogregisseure und Dialogbuchautoren vergeben, die durch ihre Synchronarbeit wesentlich zum Erfolg internationaler Filme in deutschen Kinos und im Fernsehen beigetragen haben. Im Jahr 2018 wurde die Preisverleihung vom Synchronverband e.V. – Die Gilde reaktiviert und fand erstmals wieder 2019 unter dem Namen Deutscher Synchronpreis statt.[1][2]

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorschlagsberechtigt waren alle in Deutschland ansässigen Filmproduzenten, Synchronstudios, Verleiher sowie Personen und Unternehmen, die an der jeweiligen Synchronarbeit beteiligt waren.

Die Auswahl traf eine jährlich wechselnde Jury, bestehend aus vier bis fünf Mitgliedern sowie dem Juryvorsitzenden.

2008 war diese mit dem Schauspieler, Synchronregisseur, Autor und Produzenten Rainer Brandt als Vorsitzendem sowie dem Schauspieler und Synchronschauspieler Klaus Sonnenschein, der Synchronregisseurin, Dialogbuchautorin und Synchronsprecherin Marianne Groß, dem Schauspieler, Synchronschauspieler und -regisseur Oliver Feld, dem Synchronregisseur, Dialog- und Drehbuchautor Stefan Ludwig und dem Schauspieler, Sänger, Synchron- und Theaterregisseur Peter Kirchberger besetzt. 2009 fungierte der Schauspieler Hans-Werner Bussinger als Juryvorsitzender sowie als weitere Mitglieder die Synchronregisseurin, Dialogbuchautorin, Schauspielerin und Synchronschauspielerin Nana Spier, der Dialogbuchautor, Synchronregisseur, Kommunikationsdesigner Harald B. Wolff, Stefan Ludwig und Klaus Sonnenschein. 2010 fungierten in dieser Funktion erneut Nana Spier, Stefan Ludwig, Harald B. Wolff, die Synchronschauspielerin und Regisseurin Anke Reitzenstein sowie der Dialogbuchautor und Synchronregisseur Clemens Frohmann.

Die Preisverleihung fand jährlich im Rahmen einer Gala statt. Der Preis war undotiert. Die Preisträger erhielten eine etwa 30 cm hohe Edelstahlplastik der Künstler Paul Böckelmann und E.R.N.A., die ein Doppelprofil als Metapher für die Stimme hinter dem Original symbolisiert. Schirmherrin der Veranstaltung war die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg. Während der Preis zu Beginn in drei Kategorien vergeben wurde, stieg die Anzahl in den Folgejahren an.

2008 trat erstmals der Bundesverband Deutscher Synchronproduzenten e. V. (BVDSP) als Veranstalter auf. Aufgrund von Differenzen zwischen dem BVDSP und dem ursprünglichen Initiator beschloss der BVDSP jedoch, sich 2011 nicht am Deutschen Preis für Synchron zu beteiligen, sodass Veranstalter und Jury des Wettbewerbs entschieden, die Preisverleihung 2011 abzusagen. Grund sei wegen des Boykotts der Mitglieder des BVDSP die zu geringe Anzahl der zur Bewertung eingereichten Filme und Serien. Diese seien nicht mehr repräsentativ und könnten nicht das Niveau der Vorjahre erreichen.[3] Seitdem wurde der Deutsche Preis für Synchron nicht mehr vergeben.

Preisträger 2000/2001[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ausgezeichnet am 17. Oktober 2001:

Preisträger 2002[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ausgezeichnet am 10. Oktober 2002:

Preisträger 2003[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ausgezeichnet am 13. November 2003:

Preisträger 2004[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ausgezeichnet am 28. Oktober 2004:

Preisträger 2005/2006[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ausgezeichnet am 26. Januar 2006:

zusätzlich:

  • Leserpreis der Fernsehzeitschriften Gong, Super TV und Bild + Funk: Interopa Film GmbH für Gilmore Girls bei VOX

Preisträger 2007[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ausgezeichnet am 22. März 2007:

zusätzlich:

  • Leserpreis der Fernsehzeitschriften Gong, Super TV und Bild + Funk: SAT1 für Criminal Minds

Preisträger 2008[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ausgezeichnet am 3. April 2008:

zusätzlich:

  • Gong-Publikumspreis (Leserwahl): RTL für Dr. House

Preisträger 2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ausgezeichnet am 2. April 2009:

Preisträger 2010[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ausgezeichnet am 23. März 2010:

Preisträger 2019[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ausgezeichnet am 23. Mai 2019[4]:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutscher Synchronpreis 2019. In: synchronverband.de. 1. Dezember 2018, abgerufen am 6. März 2019.
  2. Countdown für Deutschen Synchronpreis läuft. In: beta.blickpunktfilm.de. Blickpunkt:Film. 9. Januar 2019, abgerufen am 5. März 2019.
  3. Deutscher Preis für Synchron abgesagt, mediabiz.de, 12. Juli 2011.
  4. Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 27. Mai 2019.