DPV Deutscher Presse Verband

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Logo des DPV Deutscher Presse Verband

Der DPV Deutscher Presse Verband – Verband für Journalisten e. V. ist eine nicht-gewerkschaftliche Interessen- und Berufsvertretung (Berufsverband) von hauptberuflich tätigen Journalisten und Kommunikationsfachleuten in Deutschland. Der Verband vertritt rund 7.800 Mitglieder.[1]

Geschichte und Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verband wurde 1989 gegründet und hat seinen Sitz in Hamburg. Er nimmt angestellte und freie Wort- und Bildjournalisten sowie Regisseure, Kameraleute, Autoren, Verleger, Pressesprecher, Inhaber und leitende Angestellte von Fernsehen, Produktion und Hörfunk, Nachrichten- und Bildagenturen sowie Informationsdiensten und Redaktionsbüros aus den Bereichen Wort, Bild, Ton und Neue Medien auf. Zweitberuflich tätige Journalisten werden nicht aufgenommen.

Als Vorstand und Geschäftsführer fungiert seit der Gründung der Kaufmann und Journalist Christian Zarm.

Der Verein finanziert sich nahezu ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und erhält keine staatliche Unterstützung oder Subventionen.

Leistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verband berät und informiert die Mitglieder; es werden u. a. Tagungen und Pressereisen veranstaltet[2] und Seminare. Berufsspezifische Leistungen sind die Ausstellung eines eigenen Presseausweises (nach Prüfung der hauptberuflichen journalistischen Tätigkeit), das vergünstigte Abonnement der Zeitschrift Nitro sowie die Vermarktungsplattform Journalisten im Netz. Der DPV entwickelt u. a. Online-Datenbanken, Rechtsschutzmodelle und Vertragsformulare mit Handlungsempfehlungen. Zu weiteren Angeboten gehören beispielsweise der Zugang zu Fachliteratur und Schriftenreihe, Rechtsberatung durch Hausjustiziare, Steuerberatung, Existenzgründerberatung für angehende freie Journalisten, Berufskreditkarten, die konditionierte Altersversorgung durch die DPV-Medienversorgung sowie die kostenlose Zeitschrift JournalistenBlatt.

Der DPV ist nicht berechtigt, den nach Einigung von Deutschem Presserat und Innenministerkonferenz (IMK) seit 2018 bestehenden „bundeseinheitlichen Presseausweis“ auszugeben; dieser ist erkennbar am Logo des Presserates und der Unterschrift des Vorsitzenden der Innenministerkonferenz auf der Rückseite.[3]

Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der DPV setzt sich national sowie international für die Pressefreiheit[4][5][6] ein. Er ist Mitunterzeichner der gemeinsamen Erklärung des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung gegen den Gesetzesentwurf über die Vorratsdatenspeicherung.[7]

Der Verband unterstützt nationale und internationale Journalistenvereinigungen mit ähnlichen Zielen und ist Mitglied in zahlreichen Gremien und Organisationen:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Öffentliche Liste über die Registrierung von Verbänden und deren Vertretern beim Deutschen Bundestag (PDF; 28 MB). Amtliche Fassung, Stand April 2014. In: Bundesanzeiger, 23. Mai 2014. Hier laufende Nr. 1032, S. 277. Abgerufen am 15. September 2014.
  2. newsroom.de: Warum Redaktionen von gut organisierten Pressereisen profitieren können. Abgerufen am 13. September 2014.
  3. Ab 2018: neuer bundeseinheitlicher Presseausweis. Auf: presserat.de vom 14. Dezember 2017
  4. newsroom.de: Journalisten-Verbände: Kriegsreporter schützen. Abgerufen am 13. September 2014.
  5. reporter-ohne-grenzen.de: Deutscher Presse Verband neues Fördermitglied bei ROG. Abgerufen am 13. September 2014.
  6. dpv.org: Journalistenblatt 2/2011: Viele Fragen, ein Strafbefehl! Archiviert vom Original am 8. Oktober 2013; abgerufen am 13. September 2014.
  7. vorratsdatenspeicherung.de: Gemeinsamer Brief zur Vorratsdatenspeicherung. Abgerufen am 13. September 2014.