Deutscher Verband für Archäologie

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Der Deutsche Verband für Archäologie (DVA) ist der Dachverband archäologischer Vereinigungen und fachverwandter Nachbarwissenschaften in Deutschland. Er wurde am 5. Oktober 2011 im Rahmen des 7. Deutschen Archäologie-Kongresses in Bremen gegründet. Als sein Sitz wurde Berlin bestimmt.

Gründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründungsmitglieder des DVA waren

Im Jahre 2012 trat außerdem die Hugo Obermaier-Gesellschaft für Erforschung des Eiszeitalters und der Steinzeit dem DVA bei.

Voraussetzung für eine persönliche Mitgliedschaft im DVA ist die Mitgliedschaft in einem der beigetretenen Verbände. Mit seiner Gründung vereint der DVA damit über 3.000 Mitglieder.[1]

Vorstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum ersten Präsidenten der DVA wurde der Prähistoriker und Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz Hermann Parzinger gewählt. Vizepräsidenten wurden Friederike Fless, Präsidentin des Deutschen Archäologischen Instituts, Uta Halle, Landesarchäologin der Hansestadt Bremen, Jürgen Kunow, Leiter des Amts für Bodendenkmalpflege im Rheinland in Bonn, sowie Alfried Wieczorek, Generaldirektor der Reiss-Engelhorn-Museen, Mannheim. Als Geschäftsführer wurde Matthias Wemhoff gewählt, Direktor des Berliner Museums für Vor- und Frühgeschichte, wo auch die Geschäftsstelle eingerichtet wurde.[1]

Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Deutsche Verband für Archäologie soll sich zu einer schlagkräftigen Interessenvertretung der Belange der Archäologie und des kulturellen Erbes in Deutschland entwickeln und dabei die Interessen und Forderungen aller in diesem und den angrenzenden Gebieten Tätigen und aktiven Verbände vertreten. Er soll als ihr gemeinsames Sprachrohr gegenüber Politik und Bürgern wirken und zunehmend Einfluss zugunsten der archäologischen Aufgaben gewinnen.[2]

Hermann Parzinger äußerte dazu auf dem Gründungskongress: „Die Archäologie hat sich zu einer ungemein dynamischen und transdisziplinär arbeitenden Wissenschaft entwickelt, die äußerst erfolgreich Forschungsmittel einwirbt und durch ihre aktuellen Themen zum Erhalt und zur Erforschung der Bodendenkmäler weltweit großen öffentlichen Zuspruch findet. Es war deshalb höchste Zeit, ein Dach für die Archäologie in Deutschland zu schaffen, unter dem alle Verbände, Gesellschaften und Institutionen mit ihren unterschiedlichen Traditionen, Aufgaben und Zielen zusammengeführt und ihre Interessen gebündelt werden.“[1] und „… ohne gemeinsames Dach und eine verbindende Struktur wird die Archäologie auch nicht wirklich verändernd auf die für unsere Wissenschaften wichtigen Rahmenbedingungen […] einwirken können.“[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Dachverband für Archäologie gegründet, Informationsdienst Wissenschaft
  2. Andrea Zeeb-Lanz: „Was lange währt, wird endlich gut ...“, Gründung des Deutschen Verbandes für Archäologie (DVA) in Archäologie in Deutschland 2012, Nr. 1, S. 38.
  3. Hermann Parzinger: Ein Dach für die deutsche Archäologie. In: Antike Welt 2012, Nr. 1, S. 76–78.