Deutscher Verband für Neuro-Linguistisches Programmieren

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Deutscher Verband für Neuro-Linguistisches Programmieren
Logo
Rechtsform eingetragener Verein
Gründung 28. August 1996
Ort Berlin
Vorstand Anja Mýrdal (Vorsitzende), Peter Klein, Joerg-Friedrich Gampper, Ludger Brüning, Thomas Pech
Geschäftsführer Berend Hendriks
Mitglieder 1.950 (Stand 11/2016)
Website www.dvnlp.de

Der Deutsche Verband für Neuro-Linguistisches Programmieren e. V. (DVNLP) ist ein Interessenverband der NLP-Trainer und -Anwender in Deutschland mit Sitz in Berlin.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verband wurde am 28. August 1996 in Berlin gegründet. Dafür schlossen sich die 1981 von Thies Stahl gegründete Deutsche Gesellschaft für Neuro-Linguistisches Programmieren (DGNLP) und die von ihm 1990 initiierte Trainer-Gemeinschaft NLP (TGNLP), sowie die 1992 von Bert Feustel gegründete German Association for Neuro-Linguistic Programming (GANLP) und die von Gundl Kutschera Mitte der 1980er gegründete NLP-Resonanz-Gruppe zusammen.

Am 31. März 2008 löste sich die 1997 in Bielefeld von Jürgen Leistikow, Renate Lipcke, Thies Stahl, Daniele Kammer und Wilhelm Nölting gegründete Deutsche Gesellschaft für Neuro-Linguistische Psychotherapie (DG-NLPt) auf und ging in der Fachgruppe DVNLPt im DVNLP auf. Der DVNLP ist mit dem Deutschen Dachverband für Psychotherapie assoziiert und bei der European Association for Psychotherapy akkreditiert.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verband ist Gründungsmitglied des Dachverbandes der Weiterbildungsorganisationen e. V. und der European Association of NLP e. V., dem in Berlin ansässigen europäischen Dachverband der NLP-Anwender.

Im Verband sind rund 1900 Anwender, NLP-Ausbilder und NLP-Trainer organisiert. Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist eine vom DVNLP zertifizierte Ausbildung.[1] Es gibt Fachgruppen und Regionalgruppen, die hauptsächlich in den alten Bundesländern vertreten sind.

Zu den Ehrenmitgliedern des Verbands gehören Birgit Bader, Robert B. Dilts, Bert Feustel, Bernd Isert (†),[2] Heide Janowitz, Gundl Kutschera, Franz Alberich Pesendorfer (†),[3] Heinz Raab (†)[4] und, bis zu seinem Austritt aus dem Verband im April 2015, Thies Stahl.[5] — „Jens Tomas, Cora Besser-Siegmund, Babak Kaweh, Martina Schmidt-Tanger und Franz-Josef Hücker“ wurden im Rahmen der 20-jährigen Jubiläumsgala des DVNLP (Berlin, 29. Oktober 2016) zu Ehrenmitgliedern ernannt.[6]

Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder gegenüber Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.[7] Der Verband will Qualitätsstandards für NLP-Ausbildungen sichern, den Austausch über NLP und angrenzende Fachgebiete im deutschsprachigen Raum fördern, den Bekanntheitsgrad des NLP in der Öffentlichkeit verbessern, das NLP weiterentwickeln und die Wirksamkeit des angewandten Neuro-Linguistischen Programmierens wissenschaftlich erforschen.[8]

Arbeitsweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem alljährlich stattfindenden NLP-Kongress[9] des DVNLP werden aktuelle NLP-Entwicklungen präsentiert. Der Kongress steht immer unter einem Motto. Vor dem Kongress findet die ordentliche Mitgliederversammlung statt.

Die Aus- und Fortbildungskommission des Verbandes erarbeitet die NLP-Curricula, überwacht die Qualität der qualifizierten NLP-Ausbildungen und empfiehlt dem Vorstand die Erteilung von Lehrberechtigungen (Lehrtrainer, DVNLP).[10] Das Kuratorium des Verbandes legt die Richtlinien der Aus- und Fortbildung für sämtliche NLP Ausbildungsstufen und Ausbildungsprofile verbindlich fest. Der Verband kooperiert in dieser Hinsicht auch mit dem Deutschen Verband der Ergotherapeuten.[11]

Der Verband veröffentlicht Wahlprüfsteine, die für mehrere Landtagswahlen (2011, 2013: BE, SH, NW, NI) und für die Bundestagswahl 2013 vorliegen. Der Verband ist Herausgeber des „NLP-Guide“ Denkweisen,[12] der 2013 bereits in 5. Auflage erschien, sowie der Reihe Transfer, in der bisher zwei Fachbücher erschienen sind.[13]

Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Oktober 2013 wurde verbandsintern ein Wissenschaftlicher Beirat etabliert. Als Mitglieder wurden Birgit Bader, Ludger Brüning, Franz-Josef Hücker und Winfried Siffert berufen. Der Wissenschaftliche Beirat soll den Fokus des Verbandes verstärkt auf Studien zum NLP und zu verwandten Methoden lenken und deren Qualität wissenschaftlich bewerten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. DVNLP Mitglied werden.
  2. DVNLP: Bernd Insert ist 2017 gestorben.
  3. Website: Franz Alberich Pesendorfer
  4. Zum Tode von Heinz Raab (1926-2014), Ehrenmitglied und Schlichter, dvnlp.de
  5. Denkweisen. Der offizielle NlP-GuiDe, 5. überarb. u. erw. Aufl., DVNLP, Berlin 2013, S. 37
  6. Regine Rachow: Räume öffnen. Ein Blick in die Zukunft. Und auf Hirn und Herz. Kongress zum 20jährigen Jubiläum des DVNLP. In: Praxis Kommunikation 06/2016, S. 53.
  7. Franz-Josef Hücker: NLP in der Lehrerbildung. Die Wahlaussagen politischer Parteien im Spiegel der Realpolitik, in: Sozial Extra - Zeitschrift für Soziale Arbeit & Sozialpolitik 7/8 2013, 37. Jg., S. 6-10.
  8. DVNLP Website
  9. DVNLP | NLP-Kongress 2016. In: www.nlp-kongress.de. Abgerufen am 15. November 2016.
  10. Franz-Josef Hücker, Hans Rebhan: Bausteine einer berufspraktischen NLP-Ausbildung. In: MultiMind - NLP aktuell 1/01, S. 49-53.
  11. Elke Post: Das neurolinguistische Programmieren, NLP. In: Carola Habermann, Friederike Kolster (Hrsg.): Ergotherapie im Arbeitsfeld Neurologie. Georg Thieme, Stuttgart 2008 (2. erw. Aufl.), ISBN 978-3-13-125622-5, S. 872-874.
  12. Broschüre Denkweisen des DVNLP
  13. Manuela Brinkmann (Hrsg.): Besser mit Business NLP, DVNLP, Berlin 2010 (ISBN 978-3-9813959-0-7); Ralf Giesen (Hrsg.): Coachingperspektiven, DVNLP, Berlin 2011, ISBN 978-3-9813959-1-4.