Deutscher Verkehrssicherheitsrat

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Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V.
(DVR)
Logo
Zweck Förderung der Verkehrssicherheit
Vorsitz: Walter Eichendorf (Präsident)
Gründungsdatum: 1969
Mitgliederzahl: etwa 200
Mitarbeiterzahl: 53 (davon 40 in Bonn, 13 in Berlin)
Sitz: Bonn
Website: www.dvr.de

Der Deutscher Verkehrssicherheitsrat e. V. (DVR) ist ein 1969 gegründeter Interessensverband zur Förderung von Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit.[1]

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein hat 204 Mitglieder (Stand Februar 2016).[2] Zu den Mitgliedern gehören die für Verkehr zuständigen Ministerien von Bund und Ländern, die Berufsgenossenschaften, Deutsche Verkehrswacht, Verkehrsclubs, Automobilhersteller, Versicherer, Personenbeförderungsunternehmen, Wirtschaftsverbände, Gewerkschaften (Deutsche Polizeigewerkschaft, Gewerkschaft der Polizei), Kirchen und sonstige Institutionen und Organisationen.

Hauptgeschäftsführer ist Christian Kellner, Geschäftsführerin ist Ute Hammer.

Das Präsidium, bestehend aus dem Präsidenten (seit 2009 Walter Eichendorf) und seinen drei Stellvertretern (darunter derzeit der ehemalige Verkehrsminister Kurt Bodewig) sowie der Vorstand ist mit Vorsitzenden von Unternehmen der Wirtschaft, Industrie, Forschung und Verbänden besetzt.[3] Diese Verzahnung wurde bereits bei der Gründung berücksichtigt.[4]

Der DVR ist Mitbegründer des Europäischen Verkehrssicherheitsrates European Transport Safety Council (ETSC). Er ist Mitglied in der Europäischen Bewegung Deutschland. Darüber hinaus kooperiert er innerhalb und außerhalb Europas mit vielen Ländern.

Folgende Fachausschüsse[5] existieren
  • Erwachsene
  • Fahrzeugtechnik
  • Kinder und Jugendliche
  • Junge Kraftfahrer
  • Verkehrstechnik
  • Verkehrsmedizin

Einnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einnahmen des Vereins in Höhe von 15,4 Millionen Euro (2019) setzen sich zusammen aus:

Zielsetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Vereinszweck ist die Förderung von Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Schwerpunkte sind Fragen der Verkehrstechnik, Verkehrserziehung und -aufklärung, des Verkehrsrechts und der -überwachung. Leitbild ist der Partnerschaftsgedanke und die Stärkung der Eigenverantwortung aller Verkehrsteilnehmer. Der Verein koordiniert die Aktivitäten seiner gut 200 Mitglieder und entwickelt Verkehrssicherheitsprogramme.

Neben dem langfristigen Ziel Vision Zero, dem der DVR seit 2007 sein Handeln widmet,[7][8] verfolgt der DVR eine Reihe kurzfristiger Maßnahmen:

  • Tempo 80 auf Landstraßen bei einer Fahrbahnbreite von bis zu 6 Metern und
  • analog zum § 24a StVG einen Ordnungswidrigkeitentatbestand ab 1,1 Promille für Fahrradfahrer.[9][10]

Eine besondere Bedeutung hat im DVR die betriebliche Verkehrssicherheitsarbeit. Die Berufsgenossenschaften und der DVR führen seit Anfang der 1980er-Jahre das gemeinsame Programm „Sicherheit auf allen Wegen“ durch, das sich an Berufstätige und Auszubildende richtet.

Seit dem 12. Mai 2020 tritt der DVR für ein generelles Tempolimit von 130 Kilometern pro Stunde auf Autobahnen ein. Einer entsprechenden Positionierung des Vorstands gingen zahlreiche Expertenanhörungen voraus. Für ein generelles Tempolimit sollen 10 Mitglieder gestimmt haben, vier dagegen, bei 11 Enthaltungen. Die Forderung eines Tempolimits ist Bestandteil eines umfassenden Gesamtpapiers für mehr Sicherheit auf Autobahnen.[11]

Kampagnen und Aktionen des DVR[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo der „Hallo Partner – danke schön“ Kampagne von 1971, das 3,8 Millionen mal als Aufkleber verteilt wurde

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat gestaltet und unterstützt Kampagnen, Initiativen und Aktionen auf den verschiedensten Gebieten der Verkehrssicherheit.[12] Dazu zählen:

  • Hallo Partner – danke schön
  • Aktion Schulterblick
  • Begleitetes Fahren ab 17
  • Bester beifahrer: Schlaue Autos kommen besser an – Kampagne rund um Fahrerassistenzsysteme
  • Check Dein Risiko – Jugendaktion 2016
  • Deine Wege – Sichere Mobilität im betrieblichen und öffentlichen Bereich
  • Initiative Reifenqualität – "Ich fahr' auf Nummer sicher!"
  • Junges Fahren
  • Risiko-Check – Informationen zu Risiken im Straßenverkehr
  • Rücksicht im Straßenverkehr
  • Runter vom Gas
  • Vorsicht Sekundenschlaf! Die Aktion gegen Müdigkeit am Steuer

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. dvr.de (Memento vom 6. Oktober 2014 im Internet Archive) Kurzdarstellung (abgerufen am 15. Februar 2016)
  2. dvr.de Mitglieder (abgerufen am 15. Februar 2016)
  3. dvr.de Vorstand (abgerufen am 15. Februar 2016)
  4. Bundestag.de StV 1—196 Vm/70
  5. Vorstandsausschüsse. Abgerufen am 3. November 2020.
  6. dvr.de (Memento vom 21. Juli 2017 im Internet Archive) Finanzierung (abgerufen am 3. November 2020)
  7. dvr.de (Memento vom 26. März 2015 im Internet Archive) DVR-Report 2/2013 (abgerufen am 30. Januar 2015)
  8. dvr.de (abgerufen am 29. Januar 2015)
  9. DVR Report Nr. 4/2014, S. 3 und 19.
  10. DRV Report Nr. 1/2015, S. 15.
  11. Experten für 130km/h-Tempolimit, tagesschau.de, 12. Mai 2020.
  12. dvr.de. Abgerufen am 13. Januar 2017.