Deutsches Buchhändlerhaus

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Deutsches Buchhändlerhaus in Leipzig um 1900
Der Festsaal

Das Deutsche Buchhändlerhaus in Leipzig war der Sitz des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler zu Leipzig. Es wurde 1888 eingeweiht. Sein Bau war nötig geworden, da das alte Domizil des Vereins, die Buchhändlerbörse in der Ritterstraße für den gewachsenen Verein zu klein geworden war. 1943 wurde das Haus bei den Luftangriffen des Zweiten Weltkriegs komplett zerstört.

Erbaut wurde das prächtige Gebäude im Neorenaissance-Stil vom Berliner Büro Kayser & von Großheim, das einen Architektenwettbewerb gewonnen hatte. Das Grundstück im Graphischen Viertel an der Hospitalstraße (heute Prager Straße) stellte die Stadt Leipzig unentgeltlich zur Verfügung. Auffällig waren die steilen Schrägdächer, die überkuppelten Türme und Erker.

Im Inneren war der Festsaal mit Stuck, Wandmalereien von Woldemar Friedrich und großen Bleiglasfenstern geschmückt, darunter ein Glasgemälde mit dem Titel „Leipzig als Mittelpunkt des deutschen Buchhandels“.

Das Haus beherbergte unter anderem Deutschlands erste Blindenbücherei.

An der Stelle des alten Buchhändlerhauses wurde 1996 als Neubau das Haus des Buches eröffnet. Dieses beherbergt das Literaturhaus Leipzig.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Deutsches Buchhändlerhaus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource C. Siegfried: Ein Fest des deutschen Buchhandels in Leipzig. In: Die Gartenlaube, Jahrgang 1886, Heft 24, S. 423, 424 – online verfügbar bei Wikisource

Koordinaten: 51° 20′ 4,4″ N, 12° 23′ 32,4″ O