Deutsches Institut für Entwicklungspolitik

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Deutsche Institut für Entwicklungspolitik
Logo des DIE
Rechtsform gGmbH
Gründung 1964
Sitz Bonn, Deutschland
Leitung Dirk Messner
Mitarbeiter ca. 100
Website www.die-gdi.de
Verwaltungssitz in Bonn Tulpenfeld 6 (Gebäude rechts Mitte)

Das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik gGmbH (DIE) ist eine Denkfabrik zu Fragen globaler Entwicklung und internationaler Entwicklungspolitik mit Sitz in Bonn.

Konzeption und Zielsetzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Organisation setzt auf die Zusammenarbeit in leistungsstarken Forschungsnetzwerken mit Partnerinstituten in allen Weltregionen. Seit seiner Gründung vertraut das DIE auf das Zusammenspiel von Forschung, Beratung und Ausbildung. Das DIE berät auf der Grundlage unabhängiger Forschung die Bundesregierung und andere öffentliche Institutionen in Deutschland, die Europäische Kommission, internationale Organisationen sowie Regierungen in Entwicklungsländern zu aktuellen Fragen der Zusammenarbeit zwischen Industrie- und Entwicklungsländern.

Im Rahmen des neunmonatigen Postgraduiertenprogramms bereitet die Organisation deutsche und europäische Hochschulabsolventen auf anspruchsvolle Aufgaben in der Entwicklungszusammenarbeit vor und zielt darauf ab, zukünftige Leistungsträger zu qualifizieren. Die etwa 900 DIE-Alumni bilden ein globales Netzwerk, das es dem Institut erleichtert, seine Forschungsergebnisse und Beratungsleistungen in den deutschen, europäischen und weltweiten Netzwerken der Entwicklungspolitik zu verankern.

Seit 2007 bildet die Organisation an der Global Governance School hochqualifizierte Führungskräfte aus den acht Ankerländern Ägypten, Brasilien, China, Indien, Indonesien, Mexiko, Pakistan und Südafrika fort. Dank ihrer wachsenden wirtschaftlichen und politischen Bedeutung spielen diese Länder eine immer wichtigere Rolle in ihrer Region ebenso wie bei der politischen Gestaltung der Globalisierung.

Bei der Organisation arbeiten rund 100 Mitarbeiter, davon rund zwei Drittel im wissenschaftlichen Stab. Das Institut wird von Dirk Messner (Direktor) geleitet.

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Forschung auf dem Feld der Entwicklungstheorie und Entwicklungspolitik,
  • Beratung von deutschen und internationalen Akteuren der Entwicklungszusammenarbeit,
  • Ausbildung von Hochschulabsolventen im Rahmen eines neunmonatigen Postgraduierten-Programms für eine Laufbahn im Berufsfeld der Entwicklungszusammenarbeit. Darüber hinaus bildet das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik seit 2007 an der Global Governance School hochqualifizierte Führungskräfte aus den acht aufstrebenden Mächten Brasilien, China, Indien, Indonesien, Ägypten, Mexiko, Pakistan und Südafrika fort.

Gründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Organisation wurde 1964 als gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Berlin gegründet[1] und hat seit 2000 ihren Sitz im Bonner Tulpenfeld. Finanziert wird die Arbeit aus Steuermitteln; die Gesellschafter sind zu 75 % die Bundesrepublik Deutschland und zu 25 % das Land Nordrhein-Westfalen. Grundlage ihrer Arbeit ist die wissenschaftliche Unabhängigkeit des Instituts. Das DIE arbeitet zu folgenden Zukunftsfragen der Entwicklungspolitik und zu folgenden Weltregionen:

  • Bi- und multilaterale Entwicklungspolitik
  • Wettbewerbsfähigkeit und soziale Entwicklung
  • Governance, Staatlichkeit, Sicherheit
  • Umweltpolitik und Ressourcenmanagement
  • Weltwirtschaft und Entwicklungsfinanzierung
  • Asien
  • Lateinamerika
  • Naher und Mittlerer Osten, Nordafrika
  • Mittel- und Osteuropa, ehem. Länder der Sowjetunion
  • Subsahara-Afrika.

Die Forschung durch die Organisation ist theoriegeleitet, interdisziplinär, empirisch gestützt und anwendungsorientiert. Forschung und Ausbildung finden zu großen Teilen in Entwicklungsländern statt.

Die Organisation ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Ressortforschungseinrichtungen.

Bibliothek und Dokumentation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die eigene Bibliothek hat den Charakter einer öffentlichen Präsenzbibliothek mit ca. 48.000 Bänden, 150 nationalen und internationalen Fachzeitschriften sowie den wichtigsten deutschen und englischen Tages- und Wochenzeitungen. Das DIE legt besonderen Wert auf die inhaltliche Auswertung und Erfassung von nationalen und internationalen Fachzeitschriften. Die Auswertung erfolgt in Anlehnung an die Forschungs- und Beratungsschwerpunkte des Instituts und den Richtlinien des Fachinformationsverbundes Internationale Beziehungen und Länderkunde.

Die Organisation ist Mitglied im Fachinformationsverbund Internationale Beziehungen und Länderkunde (FIV-IBLK). Die Katalogisierung erfolgt in der Verbunddatenbank World Affairs Online (WAO) und ist auch über das Fachportal IREON suchbar. Der DIE-Bestand ist im IBLK-Teilkatalog des Karlsruher Virtuellen Katalogs (KVK) recherchierbar.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.die-gdi.de/ueber-das-die/geschichte/