Deutsches Institut für Erfindungswesen

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Das Deutsche Institut für Erfindungswesen e.V. (DIE) ist ein Verein, der das Erfindungswesen in Deutschland auf wissenschaftlicher Basis fördert und unterstützt. Sein Ziel ist es, dadurch die Innovationskultur in Deutschland zu verbessern. Eine der Aufgaben des DIE ist die jährliche Verleihung der Rudolf-Diesel-Medaille an Persönlichkeiten aus der technologie-orientierten Wissenschaft und Forschung.

Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein misst Erfindungen und Innovationen eine entscheidende Bedeutung für das wirtschaftliche Wachstum eines Landes zu. Dies gelte insbesondere für Deutschland, das mit einer Reihe spezieller Herausforderungen wie Rohstoffarmut, steigenden Energiepreisen und einer schnell um sich greifenden Umweltverschmutzung konfrontiert ist. Nach Ansicht des DIE liefern Erfindungen auf den Gebieten von Mikroelektronik, Informations- und Datenverarbeitung, Messtechnik, Produktionsautomatisierung, Verfahrens- und Energietechnik sowie Bau- und Systemtechnik hierfür praktikable Lösungen. Zudem bildeten Erfindungen die Grundlage für einen wichtigen Exportartikel Deutschlands, das technische Know-how. Daher möchte das DIE die Innovationskraft des Industrie- und Technologie-Standortes Deutschland nachhaltig stärken. Durch die Förderung eines erfinder- und innovationsfreundlichen Klimas sollen die Wettbewerbsfähigkeit und Leistungen der Wirtschaft Deutschlands verbessert und gesteigert werden.

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um diese Ziele zu erreichen, widmet sich der Verein der wissenschaftlichen Erforschung und Beschreibung des Erfindungswesens einschließlich seiner Geschichte; der Unterstützung der gesetzgebenden Körperschaften und Verwaltungsbehörden in Fragen des Erfindungswesens durch Empfehlungen und sonstige Maßnahmen in Bildung und Erziehung; der Bearbeitung und Erörterung von Fragen des Erfindungswesens in Ausschüssen, Versammlungen und Kongressen; der Durchführung wissenschaftlicher Veranstaltungen und Begleitung wissenschaftlicher Veröffentlichungen; der Zusammenarbeit mit Universitäten, Hochschulen, Patentämtern und Fachinstituten des In- und Auslands, damit die Grundlagen des technischen Fortschritts verbessert, kreative Fähigkeiten entwickelt und ein erfindungsfreundliches Umfeld geschaffen werden; sowie der Vergabe von Preisen und Medaillen für besondere Leistungen auf dem Gebiet des Erfindungswesens.

Maßnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Verleihung der Rudolf-Diesel-Medaille durch ein Kuratorium, bestehend aus Experten aus Wissenschaft und Forschung;
  • Schaffung eines Fonds auf Spendenbasis zur Unterstützung innovativer Ideen mit hohem Marktpotenzial;
  • Unterstützung von Erfindern und Unternehmern in den Bereichen Schutzrechte, Management, Marketing und Finanzierung durch Expertenwissen und ein internationales Netzwerk;
  • Einflussnahme auf politische Entscheidungsträger (Lobbyismus) mit dem Ziel, die Innovationskultur in Deutschland zu verbessern;
  • Gründung einer Informationsplattform für Innovationsmanager;
  • Vermittlung von Ansprechpartnern aus den Bereichen der Innovationsbranche.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1952 erfolgte die Gründung des Deutschen Erfinderverbandes (DEV) in Nürnberg.[1] Am 24. September 1952 verkündeten die Gründungsmitglieder in Anwesenheit von Eugen Diesel, einem Sohn von Rudolf Diesel, die Stiftung der Rudolf-Diesel-Medaille, die seitdem in mehrjährlichem Turnus vergeben wird.

Am 5. Juli 1969 wurde das Deutsche Institut für Erfindungswesen e. V. in Nürnberg gegründet. Zum Vorsitzenden wurde Wilhelm Stürmer gewählt, der dieses Amt bis November 1978 bekleidete. Auf ihn folgte am 1. Oktober 1979 Ulrich Poppe als neuer Vorsitzender.

Am 22. Mai 1982 wählte die Mitgliederversammlung den Präsidenten des Deutschen Patent- und Markenamtes, Erich Häußer, zum neuen Vorsitzenden. Im Jahr 1993 ergänzte Heinz Hölter den Vorstand und bildete mit Häußer eine Doppelspitze. Im Jahr 1996 wurde Wilhelm Helger in den Vorstand berufen.

Im August 2000 verließen Erich Häußer und Wilhelm Helger den Vorstand. Danach übernahm Norbert Haugg, ehemaliger Vorsitzender Richter am Bundespatentgericht sowie Präsident des deutschen Patent- und Markenamtes, den Vorstand.

Auf Heinz Hölter folgten im Jahr 2002 Viktor Dulger und Hans Rump. Nach dem Tod von Hans Rump im Jahr 2006 ergänzte Paul-Alexander Wacker den Vorstand.

Im Jahr 2009 wählte die Mitgliederversammlung Alexander Wurzer und Heiner Pollert, die bis Ende 2010 gemeinsam mit Paul-Alexander Wacker den Vorstand bildeten. Seit Dezember 2010 besteht der Vorstand aus Alexander Wurzer, Heiner Pollert und Manfred Spaltenberger.

Der neue Vorstand verkürzte im Jahr 2011 den bis dahin zweijährlichen Vergabe-Turnus der Rudolf-Diesel-Medaille auf ein Jahr, um die Bedeutung von Forschung und Innovation stärker in den Mittelpunkt des gesellschaftlichen und medialen Interesses zu rücken.

DIE-Academy[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ebenfalls 2010 wurde die DIE-Academy gegründet. Ziel der Institution ist es, die Innovationskraft Deutschlands durch die Einbeziehung von Innovations-Experten zu bündeln. So soll das Wissen von Patentanwälten, technologieaffinen Unternehmern, Ingenieuren, Hochschullehrern, mittelständischen Technologieexperten, Gutachtern und Fachjournalisten für die Innovationsförderung gezielt nutzbar gemacht werden. Die Mitglieder der Academy haben ein Vorschlagsrecht zur Nominierung von Kandidaten für die Verleihung der Rudolf-Diesel-Medaillen. Einen weiteren Eckpfeiler im Gesamtkonzept der DIE-Academy bilden Kooperationen, Informations- und Wissensvermittlung.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]