Deutsches Museum Bonn

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Eingang zum Deutschen Museum Bonn
Deutsches Museum Bonn mit dem Transrapid 06

Das Deutsche Museum Bonn ist ein Museum mit Exponaten und Experimenten berühmter Wissenschaftler, Techniker und Erfinder. Themenschwerpunkte sind Forschung und Technik zu den Bereichen Biologie, Chemie, Medizintechnik, Luft- und Raumfahrt, Physik sowie Ökologie in Deutschland nach 1945, was anhand von etwa 100 Exponaten dargestellt wird.

Das Museum ist eine Außenstelle des Deutschen Museums in München. Es liegt im Bonner Ortsteil Plittersdorf. Leiterin ist seit 2001 bis heute (2016) Andrea Niehaus.[1] Von 1999 bis 2000 war sie bereits stellvertretende, von 2000 bis 2001 kommissarische Leiterin.[2] Ihr Vorgänger war Peter Frieß.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Deutsche Museum Bonn wurde 1995 auf Anregung des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft im Wissenschaftszentrum Bonn eröffnet, wo es sich seitdem befindet. Als Sammlungsschwerpunkt wurde die zeitgenössische Forschung und Technik gewählt, wobei sich der Schwerpunkt auf die Zeit nach 1945 konzentriert. Als Motto gilt „im Gespräch mit Wissenschaft und Technik“ und konzentriert sich auf die Leitungen der Wissenschaft und Technik in Deutschland.[4]

Der Bonner Stadtrat beschloss im Mai 2015, den Zuschuss der Stadt Bonn zu kürzen. Damit drohte dem Museum für 2017 die Schließung und der Bonner Museumsmeile der Verlust eines ihrer fünf Häuser.[5] Im September 2015 wurde das Museum vom Deutschen Kulturrat auf die Rote Liste Kultur gesetzt und in die Kategorie 1 (von Schließung bedroht) eingestuft.[6] Im Januar 2016 kündigte die Stadt Bonn den Vertrag für Anfang 2018.[7]

In der Auseinandersetzung um sein Fortbestehen wird das Museum durch den Verein WISSENschaf(f)t Spaß - Förderverein für Bildung und Innovation im Rheinland e. V. unterstützt.[8] Am 6. Juli 2016 wurde bekannt, dass Andrea Niehaus, die Leiterin des Museums, 2017 für ihr Engagement zum Erhalt des Deutschen Museums Bonn mit dem Bröckemännche-Preis des Bonner Medienclubs ausgezeichnet werden soll.[9]

Dauerausstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anhand von ca. 100 Exponaten wird die Entwicklung der Forschung und Technik in Deutschland nach 1945 gezeigt. Größtes Exponat ist der Transrapid 06, der im Einsatz auf der Transrapid-Versuchsanlage Emsland war. Mit den Exponaten wird ein Einblick in die Arbeit und die Leistungen berühmter Wissenschaftler, Techniker und Erfinder vermittelt, darunter auch vieler Nobelpreisträger:

Mitmachmuseum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ausstellungsbereich gibt es diverse Möglichkeiten, an praktischen Experimenten Physik im wahrsten Sinne des Wortes zu begreifen.

Ausstellungen ab 2010[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Deutsches Museum Bonn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.deutsches-museum.de/bonn/information/wir-ueber-uns/ Homepage Deutsches Museum Bonn
  2. Lebenslauf beim Deutschen Museum. Abgerufen am 4. Juli 2016.
  3. Andrea Niehaus - Dank Zufall zum Traumjob. Auf: business-on.de, 1. April 2008; abgerufen am 2. Juli 2016.
  4. Peter Frieß, Peter M. Steiner: Ein Museum für zeitgenössische Forschung und Technik. In: Peter Frieß, Peter M. Steiner (Hrsg.): Forschung und Technik in Deutschland nach 1945. Deutscher Kunstverlag, Deutsches Museum Bonn, 1995. ISBN 3-422-06159-2.
  5. Deutsches Museum in Bonn steht vor dem Aus, General-Anzeiger Bonn, 26. Mai 2015.
  6. Deutscher Kulturrat: 03.09.2015 Rote Listen der bedrohten Kultureinrichtungen, abgerufen am 9. September 2015
  7. Vertrag gekündigt: Deutsches Museum in Bonn steht vor Schließung. In: Aachener Nachrichten. 29. Januar 2016, abgerufen am 30. Januar 2016.
  8. Website des Vereins. Abgerufen am 2. Juli 2016.
  9. Jürgen Kleikamp: [Bröckemännche-Preis für die "Technik-Frau" http://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/broeckemaennche-preis-100.html] Westdeutscher Rundfunk, 06. Juli 2016; abgerufen am 07. Juli 2016.

Koordinaten: 50° 41′ 59″ N, 7° 8′ 59″ O