Deutsches Rechtswörterbuch

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Das Deutsche Rechtswörterbuch (DRW) ist ein auch online vorliegendes Nachschlagewerk für die historische deutsche Rechtssprache. Das Großwörterbuch behandelt in alphabetischer Ordnung den rechtlich bedeutsamen Wortschatz des Deutschen (sowie weiterer westgermanischer Sprachen) von der Spätantike bis ins 19. Jahrhundert. Derzeit sind rund 100.000 Artikel aus den Buchstabenbereichen von A (wie Aachenfahrt) bis S (wie Stocherwort) fertig gestellt. Der vierzehnte Band ist in Vorbereitung.[1]

Neben dem Deutschen Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm und dem Schweizerischen Idiotikon ist das DRW die umfassendste Darstellung deutscher Wortgeschichte.

Die gedruckte Fassung des Deutschen Rechtswörterbuchs (DRW): Mittlerweile wird am vierzehnten Band gearbeitet. Rund 100.000 Wortartikel auf 20.000 Druckspalten sind publiziert.

Zielsetzung und Aufbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Wörterbuch im engeren Sinne erklärt das DRW die Bedeutungen der behandelten Wörter, geht zum Teil aber über reine Worterklärungen hinaus, indem es – wo nötig – mit knappen Erläuterungen auch auf (z. B. rechtliche) Zusammenhänge eingeht und einen möglichen Wortbedeutungswandel abzubilden sucht.[2] Die alphabetisch angeordneten Wortartikel enthalten neben Lemma und Bedeutungserklärungen möglichst repräsentative Belegzitate, die sowohl die zeitliche als auch die geographische Verbreitung des jeweiligen Wortes widerspiegeln sollen. Da nicht nur Fachbegriffe des Rechts, sondern auch Wörter der Alltagssprache in das Wörterbuch aufgenommen werden, sobald sie in einem rechtlichen Kontext eine besondere Bedeutung erhalten, stellt das DRW ein wichtiges Hilfsmittel für alle historisch arbeitenden Disziplinen dar, die mit Textquellen des deutschen oder westgermanischen Sprachraums arbeiten. Nicht zuletzt in seiner allgemein und frei zugänglichen Onlineversion wird das Wörterbuch daher auch weit über die deutschen Grenzen hinaus genutzt.[3]

Die Aufgabe des DRW besteht darin, die Geschichte des älteren deutschen Rechtswortschatzes wie auch der rechtlich relevanten Bedeutungen des Allgemeinwortschatzes vom Beginn der schriftlichen Überlieferung im 5. Jahrhundert bis 1815 semasiologisch darzustellen. Die derzeit ältesten ins DRW aufgenommenen Belege stammen vor 384 n. Chr. bzw. 479 n. Chr.[4] Das DRW deckt somit einen Zeitraum von rund 1400 Jahren ab – weit mehr als die meisten anderen Wörterbücher.[5] Das DRW ist ein Hilfsmittel für das Verständnis von schriftlichen Quellen, die diesen Wortschatz benutzen, geht aber in dieser Funktion weit über die eines Wörterbuches zu einer der vielen Fach- oder Berufssprachen hinaus, weil es sich in seiner Quellengrundlage nicht auf deutschsprachige Rechtstexte beschränkt, sondern auf Grund der engen Verflechtung von Allgemein- und Rechtssprache grundsätzlich jede Textsorte auf rechtlich relevantes Wortmaterial hin untersucht. Die Rechtssprache in dem Sinn, wie er im DRW gilt, ist diejenige, mit der auf rechtlich relevante Institutionen und Sachverhalte Bezug genommen werden kann.

In die Bezeichnung „deutsch“ im Titel sind unter anderem das Altsächsische, Altenglische, Altfriesische, Mittelniederländische und Mittelniederdeutsche einbezogen worden. Im Interesse der Lesbarkeit der Artikel wurden den altenglischen und altfriesischen Texten Übersetzungen beigegeben.[6]

Im DRW berücksichtigte Sprachen bzw. Sprachstufen Ungefährer Belegzeitraum
Volkssprachliche Wörter in frühen lateinischen Texten 450–800
Altenglisch 600–1100
Althochdeutsch 600–1050
Langobardisch 650–1000
Altniederländisch 700–1200
Altsächsisch 800–1200
Altfriesisch 800–1500
Mittelniederländisch 1200–1600
Mittelniederdeutsch 1200–1650
Frühneuhochdeutsch 1350–1650
Neuhochdeutsch ab 1650 (– 1815/35 im DRW)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein sogenannter Belegzettel aus der Anfangszeit des Deutschen Rechtswörterbuchs: Hier wurde eine Fundstelle zum Wort „Morgengabe“ vermerkt. Rund 2,5 Millionen solcher Belegzettel sind die Basis für die Erstellung des Wörterbuchs. Heute kommt eine elektronische Datenbank hinzu.

Das DRW wurde, einer Anregung von Gottfried Wilhelm Leibniz aus dem Jahre 1700 folgend, im Jahre 1896/97 als Forschungsvorhaben der Preußischen Akademie ins Leben gerufen. Der Gründungskommission gehörten wichtige Persönlichkeiten der Zeit an: die Rechtshistoriker Karl von Amira, Heinrich Brunner, Ferdinand Frensdorff, Otto von Gierke und Richard Schröder sowie der Historiker Ernst Dümmler und der Sprachhistoriker Karl Weinhold. Der Heidelberger Rechtsgelehrte Richard Schröder übernahm die organisatorische Leitung; 1917 folgte ihm der Rechtshistoriker Eberhard Freiherr von Künßberg. Sitz des Wörterbuchunternehmens war von Anfang an in Heidelberg.[7]

  • Projektgründung 1897
  • Publikationsbeginn 1912 (Quellenheft)
  • Erste Wörterbuchlieferung 1914
  • Konzeptionelle Reform 1970.

Träger des Deutschen Rechtswörterbuchs ist seit 1959 die Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Seit 1980 wird das Rechtswörterbuch durch das Akademienprogramm finanziert.[8][9]

Mit der kostenfreien Internetpräsentation der gedruckten Bände und weiterer Materialien einschließlich digitalisierter Quellen seit 1999 gilt das DRW auf dem Feld der historischen Wörterbücher als ein Pionier bei der Nutzung der neuen Medien. Ab 1989 erfolgte elektronischer Textsatz, ab 1990 elektronische Belegerfassung und Manuskripterstellung, ab 1993 Umstellung auf eine lexikographische Datenbank. Heute verfügt DRW-Online[10] über zahlreiche zusätzliche Recherchemöglichkeiten und Verlinkungen. Zudem werden in DRW-Online für Wörter, die zwar im DRW-Archiv nachgewiesen sind, aber (z. B. wegen später Erstbelegung) keinen Wortartikel erhalten haben, bei einer Erstbelegung bis einschließlich 1835 Kurznachweise (sog. Wortbelegungen) gezeigt.[11]

Quellen und Materialbasis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ca. 8.500 Quellensiglen; eine Sigle kann hierbei für eine einzelne Rechtsquelle stehen (wie etwa den Sachsenspiegel oder den Klagspiegel) oder für eine Quellensammlungen (etwa die Monumenta Germaniae Historica) oder auch ganze Zeitschriftenreihen (z. B. die Savigny-Zeitschrift oder Signa Iuris).
  • Zettelarchiv mit ca. 2,5 Millionen Belegen; erstellt in der Anfangszeit des Projekts.
  • Zusätzlich ein elektronisches Textarchiv mit mehreren Millionen Wörtern.[12]

Publikationsstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellenheft: Publikationsbeginn 1912

  • Königlich Preussische Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Deutsches Rechtswörterbuch. Quellenheft, 1912, OCLC 831869791, S. 1–89.
  • Richard Schröder († 1917), Eberhard von Künßberg: Deutsches Rechtswörterbuch. Hrsg.: Preussische Akademie der Wissenschaften. Quellen-Ergänzungsheft 1, 1930, OCLC 830848690, S. 90–111.
  • Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin (Hrsg.): Deutsches Rechtswörterbuch. Quellen-Ergänzungsheft 2, 1953, OCLC 830848709, S. 112–126.
  • Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Heidelberger Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Deutsches Rechtswörterbuch. Quellen-Ergänzungsheft 3, 1970, OCLC 830848730, S. 127–174.
  • Sylvia Mosler: Deutsches Rechtswörterbuch. Hrsg.: Vormalige Akademie der Wissenschaften der DDR, Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Quellen-Ergänzungsheft 4, 1992, ISBN 3-7400-0821-0, S. 175–244.

Wörterbuchlieferungen: Publikationsbeginn 1914 (Wörterbuch der älteren deutschen Rechtssprache)

  • Band 1: Eberhard von Künßberg, Richard Schröder († 1917): Aachenfahrt bis Bergkasten. In: Preußische Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Deutsches Rechtswörterbuch. Band 1, 1998, ISBN 3-7400-0971-3 (Erstausgabe: 1932, Erscheinungsbeginn: 1914 – Unveränderter Nachdruck).
  • Band 2: Eberhard von Künßberg: Bergkaue bis entschulden. In: Preußische Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Deutsches Rechtswörterbuch. Band 2, 1998, ISBN 3-7400-0972-1 (Erstausgabe: 1935, Erscheinungsbeginn: 1932 – Unveränderter Nachdruck).
  • Band 3: Eberhard von Künßberg: entschuldigen bis Geleitleute. In: Preußische Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Deutsches Rechtswörterbuch. Band 3, 1998, ISBN 3-7400-0974-8 (Erstausgabe: 1938, Erscheinungsbeginn: 1935 – Unveränderter Nachdruck).
  • Band 4: Eberhard von Künßberg († 1941), Alfred Loch († 1949), Hans Blesken, Otto Gönnenwein u. a.: geleitlich bis Handangelobung. In: Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin (Hrsg.): Deutsches Rechtswörterbuch. Band 4, 1998, ISBN 3-7400-0975-6 (Erstausgabe: 1951, Erscheinungsbeginn: 1939 – Unveränderter Nachdruck).
  • Band 5: Otto Gönnenwein, Wilhelm Weizsäcker, unter Mitwirkung von Hans Blesken: Handanlegen bis Hufenweizen. In: Deutsche Akademie der Wissenschaften der DDR, Preußische Akademie der Wissenschaften [Berlin], Heidelberger Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Deutsches Rechtswörterbuch. Band 5, 1998, ISBN 3-7400-0976-4 (Erstausgabe: 1960, Erscheinungsbeginn: 1952 – Unveränderter Nachdruck).
  • Band 6: Hans Blesken, Otto Gönnenwein († 1961), Siegfried Reicke († 1972), Wilhelm Weizsäcker († 1961): Hufenwirt bis Kanzelzehnt. In: Vormalige Akademie der Wissenschaften der DDR, Heidelberger Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Deutsches Rechtswörterbuch. Band 6, 1998, ISBN 3-7400-0977-2 (Erstausgabe: 1972, Erscheinungsbeginn: 1961, unveränderter Nachdruck).
  • Band 7: Günther Dickel, Heino Speer, unter Mitarbeit von Renate Ahlheim, Richard Schröder, Christina Kimmel, Hans Blesken: Kanzlei bis Krönung. In: Vormalige Akademie der Wissenschaften der DDR, Heidelberger Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Deutsches Rechtswörterbuch. Band 7, 1983, ISBN 3-7400-0978-0 (Erscheinungsbeginn: 1974).
  • Band 8: Günther Dickel († 1985), Heino Speer u. a.: Krönungsakt bis Mahlgenosse. In: Deutsches Rechtswörterbuch. Band 8, 1991, ISBN 3-7400-0979-9 (Erscheinungsbeginn: 1984).
  • Band 9: Heino Speer, unter Mitarbeit von Almuth Bedenbender, Christina Kimmel u. a.: Mahlgericht bis Notrust. In: Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Heidelberger Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Deutsches Rechtswörterbuch. Band 9, 1996, ISBN 3-7400-0980-2 (Erscheinungsbeginn: 1992).
  • Band 10: Heino Speer, unter Mitarbeit von Almuth Bedenbender u. a.: Notsache bis Ræswa. In: Deutsches Rechtswörterbuch. Band 10. Stuttgart 2001, ISBN 3-7400-0981-0.
  • Band 11: Heino Speer, unter Mitarbeit von Almuth Bedenbender u. a.: Rat bis Satzzettel. In: Heidelberger Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Deutsches Rechtsworterbuch (Wörterbuch der älteren deutschen Rechtssprache). Band 11, 2007, ISBN 978-3-7400-1244-1.
  • Band 12: Andreas Deutsch, unter Mitarbeit von Almuth Bedenbender u. a.: Sau bis schwedisch. In: Heidelberger Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Deutsches Rechtswörterbuch. Band 12, 2013, ISBN 978-3-7400-1269-4.
  • Band 13: Andreas Deutsch, unter Mitarbeit von Almuth Bedenbender u. a.: Schwefel bis Stegrecht. In: Heidelberger Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Deutsches Rechtswörterbuch. Band 13, 2018, ISBN 978-3-476-04784-7.
  • Voraussichtlicher Abschluss 2036 mit 16 Bänden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Almuth Bedenbender: Das Deutsche Rechtswörterbuch im Netz. In: Andrea Abel/Lothar Lemnitzer (Hrsg.): Vernetzungsstrategien, Zugriffsstrukturen und automatisch ermittelte Angaben in Internetwörterbüchern. Mannheim 2014, S. 22–28.
  • Andreas Deutsch: Oudfriese termen in het Deutsches Rechtswörterbuch. De meertalige benadering van het woordenboek van historische Duitse juridische termen. In: Trefwoord – tijdschrift voor lexicografie 2019.
  • Andreas Deutsch: Zur Symbiose zwischen „Zettelkasten“ und „Datenbank“ bei der Artikelerstellung im Deutschen Rechtswörterbuch. In: Anja Lobenstein-Reichmann, Peter O. Müller (Hrsg.): Historische Lexikographie zwischen Tradition und Innovation. Berlin/Boston 2016, S. 271–286.
  • Andreas Deutsch: Auf Wortschatzsuche. Das Deutsche Rechtswörterbuch in einer digitalen Welt. In: Rechtsgeschichte – Legal History. Zeitschrift des Max-Planck-Instituts für europäische Rechtsgeschichte 24 (2016), S. 358–360.
  • Andreas Deutsch: Wenn die Maus wissen will, was Schirmherr heißt. Rechtssprachgeschichte im Deutschen Rechtswörterbuch und ihre Vermittlung auch an nichtwissenschaftliche Zielgruppen. In: Volker Harm/Holger Runow/Leevke Schiwek (Hrsg.): Sprachgeschichte des Deutschen. Positionierungen in Forschung, Studium, Unterricht. Stuttgart 2016, S. 103–115.
  • Andreas Deutsch: Von der Idee eines Wörterbuchs zur älteren Rechtssprache – und der Geburt eines Großprojekts im Jahre 1897: Zur Konzeption des Deutschen Rechtswörterbuchs und seiner Vorläufer als vergangenheitsbezogene Nachschlagewerke. In: Michael Prinz, Hans-Joachim Solms (Hrsg.): vnuornemliche alde vocabulen – gute, brauchbare wörter. Zu den Anfängen der historischen Lexikographie. = Zeitschrift für deutsche Philologie, Sonderheft zum 132. Band, 2014, S. 269–298.
  • Andreas Deutsch: Warum der Lachmayer nicht im Deutschen Rechtswörterbuch steht. Zu den Möglichkeiten der Namensforschung und Wortfamilienrecherche über DRW-Online. In: Erich Schweighofer, Meinrad Handstanger, Harald Hoffmann u. a. (Hrsg.): Zeichen und Zauber des Rechts. Festschrift für Friedrich Lachmayer. Bern 2014, S. 1015–1026.
  • Andreas Deutsch: The “Dictionary of Historical German Legal Terms” and its European concept. In: Charlotte Brewer (Hrsg.): The Fifth International Conference on Historical Lexicography and Lexicology (ICHLL5). Oxford University Research Archive (ORA), Oxford 2011.
  • Andreas Deutsch: Von „tausend Wundern“ und einem „gewaltigen Zettelschatz“. Aus der Geschichte des Deutschen Rechtswörterbuchs. In: Ders. (Hrsg.): Das Deutsche Rechtswörterbuch – Perspektiven. Heidelberg 2010, S. 21–45.
  • Andreas Deutsch: Das Deutsche Rechtswörterbuch – ein Sprachwörterbuch zur Rechts- und Kulturgeschichte. In: Mitteilungen des Deutschen Germanistenverbandes 57/4 (2010): Historische Lexikographie des Deutschen. Hrsg. von Holger Runow, S. 419–431.
  • Günther Dickel, Heino Speer: Deutsches Rechtswörterbuch: Konzeption und lexikographische Praxis während acht Jahrzehnten (1897–1977). In: Helmut Henne (Hrsg.): Praxis der Lexikographie. Berichte aus der Werkstatt (= Reihe germanistische Linguistik. Band 22). Niemeyer, Tübingen 1979, ISBN 3-484-10358-2, S. 20–37.
  • Christina Kimmel: Auge, Mund, Nase und Ohr im Recht. Ausgewählte Beispiele aus dem Corpus des Deutschen Rechtswörterbuchs. In: Forschungen zur Rechtsarchäologie und Rechtlichen Volkskunde. Band 17, 1997, ZDB-ID 800035-9, S. 101–114
  • Ulrich Kronauer: Das Deutsche Rechtswörterbuch – ein zu wenig bekanntes Hilfsmittel der 18.-Jahrhundert-Forschung. In: Das achtzehnte Jahrhundert. Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft für die Erforschung des Achtzehnten Jahrhunderts. Band 14, Heft 2, 1990, ISSN 0722-740X, S. 281–283.
  • Ulrich Kronauer: Gefühle im Rechtsleben. Aus der Werkstatt des Deutschen Rechtswörterbuchs. In: Merkur. Nr. 597 = Band 52, Heft 12, 1998, S. 1181–1186.
  • Ulrich Kronauer: Bilder vom „Zigeuner“ in rechtssprachlichen Quellen und ihre Darstellung im Deutschen Rechtswörterbuch. In: Anita Awosusi (Hrsg.): Stichwort: Zigeuner. Zur Stigmatisierung von Sinti und Roma in Lexika und Enzyklopädien (= Schriftenreihe des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma. Band 8). Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg 1998, ISBN 3-88423-141-3, S. 97–118.
  • Ulrich Kronauer, Jörn Garber (Hrsg.): Recht und Sprache in der deutschen Aufklärung (= Hallesche Beiträge zur europäischen Aufklärung. Band 14). Niemeyer, Tübingen 2000, ISBN 3-484-81014-9.
  • Adolf Laufs: Das Deutsche Rechtswörterbuch. In: Akademie-Journal. Band 2, 1993, ISSN 0942-4776, S. 7–11.
  • Ingrid Lemberg: Die Belegexzerption zu historischen Wörterbüchern am Beispiel des Frühneuhochdeutschen Wörterbuches und des Deutschen Rechtswörterbuches. In: Herbert Ernst Wiegand (Hrsg.): Wörterbücher in der Diskussion II. Vorträge aus dem Heidelberger Lexikographischen Kolloquium (= Lexicographica. Series maior. Band 70). Niemeyer, Tübingen 1996, ISBN 3-484-30970-9, S. 83–102.
  • Ingrid Lemberg: Entstehung des Deutschen Rechtswörterbuchs. In: Lexicographica. Internationales Jahrbuch für Lexikographie. Band 12, 1996, ISSN 0175-6206, S. 105–124.
  • Ingrid Lemberg: Hypertextualisierungsformen im Deutschen Rechtswörterbuch. In: Sprache und Datenverarbeitung. International Journal for Language Data Processing. Band 22, Heft 1, 1998, ISSN 0343-5202, S. 44–54.
  • Ingrid Lemberg: Lexikographische Erläuterungen im Deutschen Rechtswörterbuch: Gestaltungsmuster in einem Wörterbuch der älteren deutschen Rechtssprache. In: Herbert Ernst Wiegand (Hrsg.): Wörterbücher in der Diskussion III. Vorträge aus dem Heidelberger Lexikographischen Kolloquium (= Lexicographica. Series maior. Band 84). Niemeyer, Tübingen 1998, ISBN 3-484-30984-9, S. 135–154.
  • Ingrid Lemberg: Lexikographie und Kulturgeschichte: 1400 Jahre Rechtskultur im Spiegel des Deutschen Rechtswörterbuchs. In: Heidrun Kämper/Ludwig M. Eichinger (Hrsg.): Sprache – Kognition – Kultur. Sprache zwischen mentaler Struktur und kultureller Prägung. De Gruyter, Berlin / New York 2008 (Jahrbuch des Instituts für Deutsche Sprache 2007), S. 151–173.
  • Ingrid Lemberg, Sybille Petzold, Heino Speer: Der Weg des Deutschen Rechtswörterbuchs in das Internet. In: Herbert Ernst Wiegand (Hrsg.): Wörterbücher in der Diskussion III. Vorträge aus dem Heidelberger Lexikographischen Kolloquium (= Lexicographica. Series maior. Band 84). Niemeyer, Tübingen 1998, ISBN 3-484-30984-9, S. 262–284.
  • Ingrid Lemberg, Heino Speer: Bericht über das Deutsche Rechtswörterbuch. In: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte. Germanistische Abteilung. Band 114, 1997, S. 679–697.
  • Eva-Maria Lill: Die EDV – das Ende aller Verzettelung? Der Einsatz der elektronischen Datenverarbeitung am Deutschen Rechtswörterbuch. In: Rudolf Grosse (Hrsg.): Bedeutungserfassung und Bedeutungsbeschreibung in historischen und dialektologischen Wörterbüchern. Beiträge zu einer Arbeitstagung der Deutschsprachigen Wörterbücher, Projekte an Akademien und Universitäten vom 7. bis 9. März 1996 anläßlich des 150jährigen Jubiläums der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (= Abhandlungen der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. Philologisch-Historische Klasse. Band 75, Heft 1). Hirzel, Stuttgart u. a. 1998, ISBN 3-7776-0830-0, S. 237–248.
  • Ulrike Rühl: Das Glossar zum Stadtrecht von Cleve. In: Bernhard Diestelkamp, Klaus Flink (Hrsg.): Der Oberhof Kleve und seine Schöffensprüche. Untersuchungen zum Klever Stadtrecht (= Klever Archiv. Band 15). Stadtarchiv Kleve, Kleve 1994, ISBN 3-922412-14-9, S. 263–313.
  • Heino Speer: Das Deutsche Rechtswörterbuch: Historische Lexikographie einer Fachsprache. In: Lexicographica. Internationales Jahrbuch für Lexikographie. Band 5, 1989, S. 85–128 (PDF-Datei; 336 kB).
  • Heino Speer: Das Deutsche Rechtswörterbuch: Vorstellung des Wörterbuchs und lexikographische Praxis am Beispiel „magdeburgisch“. In: Ulrich Goebel, Oskar Reichmann (Hrsg.): Historical Lexicography of the German Language (= Studies in German Language and Literature. SGLL. Band 6 = Studies in Russian and German. Band 3). Band 2. Mellen, Lewiston NY u. a. 1991, ISBN 0-7734-9761-7, S. 675–711.
  • Heino Speer: DRW to FAUST. Ein Wörterbuch zwischen Tradition und Fortschritt. In: Lexicographica. Internationales Jahrbuch für Lexikographie. Band 10, 1994, S. 171–213.
  • Heino Speer: Ein Wörterbuch, die elektronische Datenverarbeitung und die Folgen. In: Akademie-Journal. Heft 2, 1998, S. 11–16.
  • Heino Speer: Deutsches Rechtswörterbuch. In: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte. HRG. Band 1: Aachen – Geistliche Bank. 2., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage. Schmidt, Berlin 2008, ISBN 978-3-503-07912-4, Sp. 1007–1011.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. Projekthomepage unter „Bisher erschienene Bände“ (abgerufen am 23. März 2020).
  2. Andreas Deutsch: Spannende Späne. Beispiele zum Wortbedeutungswandel aus der Werkstatt des Deutschen Rechtswörterbuchs. In: Luise Czajkowski, Sabrina Ulbrich-Bösch, Christina Waldvogel (Hrsg.): Sprachwandel im Deutschen. Berlin/Boston 2018, S. 135–146.
  3. Jahresbericht des Deutschen Rechtswörterbuchs. In: Jahrbuch der Heidelberger Akademie der Wissenschaften für 2018, Heidelberg 2019, S. 227 ff.
  4. Andreas Deutsch: Oudfriese termen in het Deutsches Rechtswörterbuch. De meertalige benadering van het woordenboek van historische Duitse juridische termen. In: Trefwoordtijdschrift voor lexicografie 2019, S. 4.
  5. Ingrid Lemberg: Lexikographie und Kulturgeschichte: 1400 Jahre Rechtskultur im Spiegel des Deutschen Rechtswörterbuchs. In: Heidrun Kämper, Ludwig M. Eichinger (Hrsg.): Sprache – Kognition – Kultur. Sprache zwischen mentaler Struktur und kultureller Prägung (= Jahrbuch des Instituts für Deutsche Sprache 2007) Berlin/New York 2008, S. 151 ff.
  6. Vgl. Projekthomepage unter „Was ist das DRW?“ (abgerufen am 23. März 2020).
  7. Zur Geschichte des Projekts etwa: Ingrid Lemberg, Heino Speer: Bericht über das Deutsche Rechtswörterbuch. In: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte. Germanistische Abteilung. Band 114, 1997, S. 679–697; Andreas Deutsch: Von „tausend Wundern“ und einem „gewaltigen Zettelschatz“. Aus der Geschichte des Deutschen Rechtswörterbuchs. In: Ders. (Hrsg.): Das Deutsche Rechtswörterbuch – Perspektiven. Heidelberg 2010, S. 21–45; Andreas Deutsch: Von der Idee eines Wörterbuchs zur älteren Rechtssprache – und der Geburt eines Großprojekts im Jahre 1897: Zur Konzeption des Deutschen Rechtswörterbuchs und seiner Vorläufer als vergangenheitsbezogene Nachschlagewerke. In: Michael Prinz, Hans-Joachim Solms (Hrsg.): vnuornemliche alde vocabulen – gute, brauchbare wörter. Zu den Anfängen der historischen Lexikographie = Zeitschrift für deutsche Philologie, Sonderheft zum 132. Band, 2014, S. 269–298.
  8. Seite bei der Akademieunion über das Rechtswörterbuch, abgerufen 21. Mai 2020
  9. für das Jahr 1980 siehe Wissenschaftspolitische Stellungnahme des Wissenschaftsrates zum Akademienprogramm, 2018, Tabelle Seite 87, abgerufen 21. Mai 2020
  10. DRW-Online
  11. Zu den Funktionen der Onlineversion: Almuth Bedenbender: Das Deutsche Rechtswörterbuch im Netz. In: Andrea Abel, Lothar Lemnitzer (Hrsg.): Vernetzungsstrategien, Zugriffsstrukturen und automatisch ermittelte Angaben in Internetwörterbüchern. Mannheim 2014, S. 22–28.
  12. Andreas Deutsch: Zur Symbiose zwischen „Zettelkasten“ und „Datenbank“ bei der Artikelerstellung im Deutschen Rechtswörterbuch. In: Anja Lobenstein-Reichmann, Peter O. Müller (Hrsg.): Historische Lexikographie zwischen Tradition und Innovation. Berlin/Boston 2016, S. 271–286.