Deutschland-Cup (Fußball)

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Andreas Wagenhaus (links) und Mario Kern mit dem Deutschland-Cup

Der Deutschland-Cup war ein 1990 einmalig ausgetragener Wettbewerb, in dem der amtierende DDR-Meister 1. FC Dynamo Dresden im Rudolf-Harbig-Stadion gegen den Deutschen Meister FC Bayern München mit 1:0 gewinnen konnte.

Der Wettbewerb war dem Vorbild des DFB-Supercup bzw. DFV-Supercup nachempfunden. Der Cup diente zum damaligen Zeitpunkt letztlich aber mehr dem jahrelang ersehnten Neu-Aufeinandertreffen der beiden großen deutsch-deutschen Publikumsmagneten, welche zuletzt im Europapokal der Landesmeister 1973/74 aufeinandergetroffen waren.

Das Spiel fand am 27. November 1990 statt, eine Woche nach der Auflösung des Deutschen Fußball-Verbandes der DDR. Der Titel selbst, bei dem der FC Bayern nicht mit der ersten Vertretung antrat, wurde nie offiziell vom Deutschen Fußball-Bund anerkannt. Leistungsträger von Dynamo Dresden, wie Ulf Kirsten und Matthias Sammer, hatten Dynamo zu diesem Zeitpunkt bereits verlassen.

Im selben Jahr am 22. August 1990 gab es einen weiteren Wettbewerb mit dem Namen Holsten Deutschland-Cup. Dieser wurde zwischen dem FDGB-Pokalsieger 1. FC Dynamo Dresden und dem DFB-Pokal-Sieger 1. FC Kaiserslautern in Dresden ausgespielt. Dieses Spiel gewann der 1. FC Kaiserslautern mit 5:3 nach Elfmeterschießen (1:1 n.V. (1:1, 1:1), 4:2 i.E.).