Deutschland beim Eurovision Song Contest

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Bilanz

Flagge Deutschlands
Übertragende Rundfunkanstalt
NDR
(Mitglied der ARD)
Erste Teilnahme
1956
Anzahl der Teilnahmen
62 (Stand 2018)
Höchste Platzierung
1 (1982, 2010)
Höchste Punktzahl
340 (2018)
Niedrigste Punktzahl
0 (1964, 1965, 2015)
Punkteschnitt (seit erstem Beitrag)
56,08 (Stand 2018)
Punkteschnitt pro abstimmendem Land im 12-Punkte-System
3,23 (Stand 2018)

Dieser Artikel befasst sich mit der Geschichte Deutschlands als Teilnehmer am Eurovision Song Contest.

Regelmäßigkeit der Teilnahme und Erfolge im Wettbewerb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutsche Erfolge beim Eurovision Song Contest
Die weiße Linie zeigt die Teilnehmerzahl und somit die schlechteste erreichbare Platzierung
Lena holte 2010 Deutschlands zweiten Sieg im Wettbewerb

Deutschland nahm bereits 1956 und damit am ersten Eurovision Song Contest teil. Abgesehen vom Schweizer Sieg, wurden 1956 die restlichen Platzierungen allerdings nie bekannt gemacht. 1957 holte Margot Hielscher mit Platz 4 von 10 eine gute Platzierung. 1958, wo Margot Hielscher erneut für Deutschland antrat, landete sie aber nur auf Platz 7 von 10. 1959 holten Alice und Ellen Kessler mit Platz 8 von 11 eine ähnliche Platzierung. 1960 gelang es Wyn Hoop Platz 4 von 13 für Deutschland zu erreichen und damit wieder ein gutes Ergebnis zu erreichen. 1961 holte Lale Andersen dann mit Platz 13 von 16 aber ein eher schlechteres Ergebnis. 1962 und 1963 landete Deutschland mit Platz 6 und 9 dann jeweils unter den besten Zehn. 1964 und 1965 erreichte das Land dann allerdings seine bis dahin schlechtesten Ergebnisse. In beiden Jahren landete Deutschland mit 0 Punkten auf dem letzten Platz. Allerdings waren die beiden letzten Plätze geteilt mit jeweils drei weiteren Ländern. In den darauffolgenden Jahren war Deutschland aber dann sehr erfolgreich.

Von 1966 bis 1973 erreichte Deutschland jedes Jahr einen Platz unter den besten Zehn. Katja Ebstein, die Deutschland 1970 und 1971 vertrat, konnte sogar jeweils Platz 3 erreichen. Auch Mary Roos 1972 holte Platz 3, womit Deutschland dreimal in Folge Platz 3 erreichen konnte. Erst 1974 erreichte das Land keine Platzierung unter den besten Zehn. Cindy & Bert landeten 1974 nämlich auf dem letzten Platz. Trotzdem war auch dieser letzte Platz für Deutschland wieder ein geteilter. Schließlich landeten erneut drei weitere Länder zusammen mit Deutschland auf dem letzten Platz. Aber auch 1975 und 1976 landete Deutschland nur im untern Teil der Tabelle mit Platz 17 von 19 und Platz 15 von 18. Ab 1977 begann allerdings Deutschlands bisherigste erfolgreichste Zeit im Wettbewerb.

Von 1977 bis 1987, mit Ausnahme von 1984, erreichte Deutschland jedes Jahr einen Platz unter den besten Zehn im Wettbewerb. 1977 holten Silver Convention Platz 8 von 18 und 1978 holte Ireen Sheer sogar Platz 6 von 20. 1979 holten dann Dschinghis Khan mit Platz 4 sogar eine noch bessere Platzierung. 1980, als Katja Ebstein Deutschland bereits zum dritten Mal vertrat, holte sie mit Platz 2 einen sogar noch besseren Platz, als bei ihren vorherigen Teilnahmen 1970 und 1971. Auch 1981 holte Lena Valaitis Platz 2 für Deutschland, womit Deutschland zum zweiten Mal in Folge Platz 2 erreichen konnte. 1982 holte Deutschland dann seinen ersten Sieg im Wettbewerb. Nicole gewann mit ihrem Lied Ein bisschen Frieden den gesamten Wettbewerb und holte mit 161 Punkten sogar Deutschlands bis dahin höchste Punktzahl im Wettbewerb. 1983, als der Wettbewerb dann in Deutschland stattfand, holten das Duo Hoffmann & Hoffmann mit Platz 5 eine ebenfalls gute Platzierung. Erst 1984 erreichte Mary Roos, die Deutschland bereits 1972 vertrat und Platz 2 holte, mit Platz 13 von 19 eine eher durchschnittliche Platzierung. Ein Jahr später konnte die Band Wind mit Platz 2 allerdings wieder eine sehr gute Platzierung erreichen. Auch 1986 holte Ingrid Peters mit Platz 8 von 20 wieder eine weitere Platzierung unter den besten Zehn. 1987 trat die Band Wind dann erneut für Deutschland an und konnte ihren Erfolg von 1985 wiederholen. Sie erreichten erneut Platz 2 und holten damit bereits Deutschlands vierten zweiten Platz im Wettbewerb. Ab 1988 endete aber diese erfolgreiche Zeit für Deutschland im Wettbewerb.

1988 und 1989 erreichte Deutschland mit Platz 14 jeweils seine schlechteste Platzierung seit 1976. 1990 konnte das Duo Chris Kempers & Daniel Kovac mit Platz 9 allerdings wieder einen Platz unter den besten Zehn erreichen. 1991 und 1993 holte Deutschland mit Platz 18 jeweils wieder nur einen durchschnittlichen Platz. Auch Wind, die das Land bereits 1985 und 1987 vertraten und jeweils Platz 2 erreichten, holten 1992 nur Platz 16. Umso überraschender war dann, dass die Band Mekado 1994 den dritten Platz für Deutschland holen konnten. Nach diesem kurzen Lichtblick folgte 1995 dann ein letzter Platz mit dem Duo Stone & Stone. 1996 scheiterte Deutschland dann in der internen Qualifikationsrunde der EBU und durfte somit 1996 nicht am ESC teilnehmen. Damit musste Deutschland das erste Mal beim Wettbewerb aussetzen. 1997 kehrte Deutschland dann zum Wettbewerb zurück und wurde teil der eingeführten „Großen“ – Big Four (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien), seit 2011 Big Five (mit Italien), die größten EBU-Beitragszahler – und hat damit immer einen garantierten Finalplatz. Diese Maßnahme wurde eingeführt, um die langfristige Teilnahme der großen Geldgeber (Spanien, Großbritannien, Frankreich und Deutschland, ab 2011 auch Italien) und so das Überleben des Contests zu sichern. Die Rückkehr Deutschlands 1997 war dann aber wenig erfolgreich. Mit Platz 18 wurde wieder nur ein durchschnittlicher Platz erreicht. Erst ab 1998 war Deutschland wieder erfolgreich im Wettbewerb.

Guildo Horn holte 1998 schließlich mit Platz 7 wieder einen Platz unter den besten Zehn. 1999 konnte die Band Sürpriz sogar Platz 3 im Wettbewerb erreichen. Im Jahre 2000 konnte Stefan Raab mit Platz 5 ebenfalls eine gute Platzierung erreichen. Auch Michelle 2001 holte mit Platz 8 eine Platzierung unter den besten Zehn im Wettbewerb. Erst 2002 holte Corinna May mit Platz 21 wieder eine schlechtere Platzierung. 2003 konnte Lou dann mit Platz 12 wieder eine durchschnittliche Platzierung erreichen. 2004 holte Max Mutzke mit Platz 8 wieder einen Platz unter den besten Zehn im Wettbewerb. In den folgenden Jahren war Deutschland dann aber nicht mehr so erfolgreich. 2005 erreichte Gracia mit Platz 24 den letzten Platz für Deutschland. Auch 2006 konnte die Band Texas Lightning mit Platz 15 nur eine durchschnittliche Platzierung holen. Roger Cicero holte mit Platz 19 ebenfalls wieder nur eine eher schlechtere Platzierung. Auch 2008 konnten die No Angels keine gute Platzierung erreichen und wurden sogar Letzter. Allerdings war es wieder ein geteilter letzter Platz mit zwei weiteren Ländern. 2009 wurde mit Platz 20 wieder nur eine schlechte Platzierung geholt. Erst ab 2010 konnte Deutschland wieder Erfolge im Wettbewerb verbuchen.

Im Jahr 2010 konnte Deutschland schließlich mit Lena den Eurovision Song Contest zum bereits zweiten Mal nach 1982 gewinnen. Mit 246 Punkten holte Lena sogar Deutschlands bis dahin höchste Punktzahl im Wettbewerb. Nach diesem Erfolg wurde Lena dann 2011 zum zweiten Mal geschickt. Mit Platz 10 holte sie ebenfalls eine weitere Platzierung unter den besten Zehn im Wettbewerb. Auch Roman Lob holte 2012 mit Platz 8 wieder eine gute Platzierung. Erst Cascada holte 2013 mit Platz 21 wieder eine schlechtere Platzierung. Auch 2014 holten Elaiza dann mit Platz 18 eine nur durchschnittliche Platzierung. Von 2015 bis 2017 erreichte Deutschland dann seinen Tiefpunkt im Wettbewerb. 2015 landete Ann Sophie mit 0 Punkten auf dem letzten Platz. Dieser letzte Platz war allerdings mit Österreich geteilt, die ebenfalls 0 Punkte erreichten. Da die Startposition über die Platzierung entschied, landete Deutschland auf Platz 27 und Österreich auf Platz 26. Somit erreichte Deutschland im Jahr 2015 sein bisher schlechtestes Ergebnis im Wettbewerb. Aber auch 2016 landete Deutschland auf dem letzten Platz. Dieses Mal war es aber ein alleiniger Letzter. Auch Levina konnte 2017 keine gute Platzierung erringen und holte nur den vorletzten Platz. Umso größer war die Überraschung, dass Michael Schulte 2018 Platz 4 für Deutschland holte und damit das beste Ergebnis seit 2010 einfahren konnte. Mit 340 Punkten holte er sogar Deutschland bisherige Höchstpunktzahl im Wettbewerb. Es fehlten ihm sogar nur zwei Punkte zum dritten Platz.

Insgesamt landeten also 31 von den 61 Beiträge in der linken Tabellenhälfte. Mit acht letzten Plätzen (1964, 1965, 1974, 1995, 2005, 2008, 2015, 2016) ist Deutschland neben Belgien hinter Finnland (neunmal) und Norwegen (elfmal) das Land, das am dritthäufigsten auf dem letzten Platz landete. 1964, 1965 und 2015 erreichte die deutschen Beiträge sogar 0 Punkte. Mit zwei Siegen (1982 und 2010), vier zweiten Plätzen (1980, 1981, 1985, 1987) und fünf dritten Plätzen (1970, 1971, 1972, 1994, 1999) gehört Deutschland zu den durchschnittlich erfolgreichen Ländern im Wettbewerb. Mit 62 Teilnahmen ist Deutschland ebenfalls das Land mit den meisten Teilnahmen am Wettbewerb. Schließlich schickte Deutschland in jeden Jahr einen Beitrag und musste seit 1956 nur einmal aussetzen (1996). Damit blieb Deutschland dem Wettbewerb nie freiwillig fern.

Liste der Beiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Farblegende: – 1. Platz. – 2. Platz. – 3. Platz. – Punktgleichheit mit dem letzten Platz. – ausgeschieden im Halbfinale/in der Qualifikation/im osteuropäischen Vorentscheid. – keine Teilnahme/nicht qualifiziert.

Jahr Interpret Titel
Musik (M) und Text (T)
Sprache Übersetzung Finale Halbfinale/
Qualifikation
Charts
(D)[1]
Platz Punkte Platz Punkte
1956 Walter Andreas Schwarz Im Wartesaal zum großen Glück
M/T: Walter Andreas Schwarz
Deutsch k. A. / 14 k. A. Direkte Teilnahme
Freddy Quinn So geht das jede Nacht
M: Lotar Olias; T: Peter Moesser
Deutsch k. A. / 14 k. A. 19
1957 Margot Hielscher Telefon, Telefon
M: Friedrich Meyer; T: Ralph Maria Siegel
Deutsch1 4 / 10 8
1958 Margot Hielscher Für zwei Groschen Musik
M: Friedrich Meyer; T: Fred Rauch, Walter Brandin
Deutsch 7 / 10 5
1959 Alice und Ellen Kessler Heute abend wollen wir tanzen geh’n
M: Helmut Zander; T: Astrid Voltmann
Deutsch 8 / 11 5
1960 Wyn Hoop Bonne nuit, ma chérie
M: Franz Josef Breuer; T: Kurt Schwabach
Deutsch
mit französischem Titel
Gute Nacht, meine Liebe 4 / 13 11 44
1961 Lale Andersen Einmal sehen wir uns wieder
M: Rudolf Maluck; T: Ernst Bader
Deutsch, Französisch 13 / 16 3 30
1962 Conny Froboess Zwei kleine Italiener
M: Christian Bruhn; T: Georg Buschor
Deutsch 6 / 16 9 1
1963 Heidi Brühl Marcel
M/T: Charly Niessen
Deutsch 9 / 16 5 36
1964 Nora Nova Man gewöhnt sich so schnell an das Schöne
M: Rudi von der Dovenmühle; T: Niels Nobach
Deutsch 13 / 16 0
1965 Ulla Wiesner Paradies, wo bist du?
M: Hans Blum; T: Barbara Kist
Deutsch 15 / 18 0
1966 Margot Eskens Die Zeiger der Uhr
M: Walter Dobschinski; T: Hans Bradtke
Deutsch 10 / 18 7
1967 Inge Brück Anouschka
M/T: Hans Blum
Deutsch 8 / 17 7
1968 Wencke Myhre Ein Hoch der Liebe
M: Horst Jankowski; T: Carl J. Schäuble
Deutsch 6 / 17 11 18
1969 Siw Malmkvist Primaballerina
M/T: Hans Blum
Deutsch 9 / 16 8 13
1970 Katja Ebstein Wunder gibt es immer wieder
M: Christian Bruhn; T: Günther Loose
Deutsch 3 / 12 12 16
1971 Katja Ebstein Diese Welt
M: Dieter Zimmermann; T: Fred Jay
Deutsch 3 / 18 100 16
1972 Mary Roos Nur die Liebe läßt uns leben
M: Joachim Heider; T: Joachim Relin
Deutsch 3 / 18 107 17
1973 Gitte Junger Tag
M: Günther-Eric Thöner; T: Stephan Lego
Deutsch 8 / 17 85 19
1974 Cindy & Bert Die Sommermelodie
M: Werner Scharfenberger; T: Kurt Feltz
Deutsch 14 / 17 3
1975 Joy Fleming Ein Lied kann eine Brücke sein
M: Rainer Pietsch; T: Michael Holm
Deutsch, Englisch 17 / 19 15 32
1976 The Les Humphries Singers2 Sing Sang Song
M: Ralph Siegel; T: Kurt Hertha
Deutsch Singsang-Lied 15 / 18 12 45
1977 Silver Convention Telegram
M: Sylvester Levai; T: Michael Kunze
Englisch Telegramm 8 / 18 55 27
1978 Ireen Sheer Feuer
M: Jean Frankfurter; T: John Möring
Deutsch 6 / 20 84 39
1979 Dschinghis Khan Dschinghis Khan
M: Ralph Siegel; T: Bernd Meinunger
Deutsch 4 / 19 86 1
1980 Katja Ebstein Theater
M: Ralph Siegel; T: Bernd Meinunger
Deutsch 2 / 19 128 11
1981 Lena Valaitis Johnny Blue
M: Ralph Siegel; T: Bernd Meinunger
Deutsch 2 / 20 132 9
1982 Nicole Ein bißchen Frieden
M: Ralph Siegel; T: Bernd Meinunger
Deutsch 1 / 18 161 1
1983 Hoffmann & Hoffmann Rücksicht
M: Michael Reinecke; T: Volker Lechtenbrink
Deutsch 5 / 20 94 8
1984 Mary Roos Aufrecht geh’n
M: Michael Reinecke; T: Michael Kunze
Deutsch 13 / 19 34 56
1985 Wind Für alle
M: Hanne Haller; T: Bernd Meinunger
Deutsch 2 / 19 105 18
1986 Ingrid Peters Über die Brücke geh’n
M/T: Hans Blum
Deutsch 8 / 20 62 45
1987 Wind Laß die Sonne in dein Herz
M: Ralph Siegel; T: Bernd Meinunger
Deutsch 2 / 22 141 20
1988 Maxi & Chris Garden Lied für einen Freund
M: Ralph Siegel; T: Bernd Meinunger
Deutsch 14 / 21 48 29
1989 Nino de Angelo Flieger
M: Dieter Bohlen; T: Joachim Horn-Benges
Deutsch 14 / 22 46 13
1990 Chris Kempers & Daniel Kovac Frei zu leben
M: Ralph Siegel; T: Michael Kunze
Deutsch 9 / 22 60 51
1991 Atlantis 2000 Dieser Traum darf niemals sterben
M: Alfons Weindorf; T: Helmut Frey
Deutsch 18 / 22 10
1992 Wind Träume sind für alle da
M: Ralph Siegel; T: Bernd Meinunger
Deutsch 16 / 23 27 59
1993 Münchener Freiheit Viel zu weit
M/T: Stefan Zauner
Deutsch 18 / 25 18 53
1994 Mekado Wir geben ’ne Party
M: Ralph Siegel; T: Bernd Meinunger
Deutsch 3 / 25 128 Direkt für das Finale qualifiziert 100
1995 Stone & Stone Verliebt in Dich
M/T: Cheyenne Stone
Deutsch 23 / 23 1
1996 Leon Planet of Blue
M/T: Hanne Haller
Deutsch
mit englischem Titel
Blauer Planet Nicht qualifiziert
Qualifikationsrunde
24 / 29 24
1997 Bianca Shomburg Zeit
M: Ralph Siegel; T: Bernd Meinunger
Deutsch 18 / 25 22 Direkt für das Finale qualifiziert 90
1998 Guildo Horn Guildo hat Euch lieb!
M/T: Stefan Raab als Alf Igel
Deutsch 7 / 25 86 4
1999 Sürpriz3 Reise nach Jerusalem – Kudüs’e seyahat
M: Ralph Siegel; T: Cihan „Chicco“ Özden/Deniz Filizmen/Bernd Meinunger
Deutsch, Türkisch, Englisch, Hebräisch 3 / 23 140
2000 Stefan Raab Wadde hadde dudde da?
M/T: Stefan Raab
Deutsch Was hast du denn da? 5 / 24 96 2
2001 Michelle Wer Liebe lebt
M: Gino Trovatello/Matthias Stingl; T: Eva Richter/Mary Applegate
Deutsch, Englisch 8 / 23 66 32
2002 Corinna May I Can’t Live Without Music
M: Ralph Siegel; T: Bernd Meinunger
Englisch Ohne Musik kann ich nicht leben 21 / 24 17 72
2003 Lou Let’s Get Happy
M: Ralph Siegel; T: Bernd Meinunger
Englisch Lasst uns fröhlich sein 12 / 26 53
2004 Max Mutzke Can’t Wait Until Tonight
M/T: Stefan Raab
Englisch Kann nicht bis heute Nacht warten 8 / 24 93 1
2005 Gracia Run & Hide
M: David Brandes, Jane Tempest; T: Bernd Meinunger (als „John O’Flynn“)
Englisch Rennen und verstecken 24 / 24 4 20
2006 Texas Lightning No No Never
M/T: Jane Comerford
Englisch Nein, nein, niemals 15 / 24 36 1
2007 Roger Cicero Frauen regier’n die Welt
M: Matthias Haß; T: Frank Ramond
Deutsch, Englisch 19 / 24 49 7
2008 No Angels Disappear
M/T: Remee, Hanne Sørvaag, Thomas Troelsen
Englisch Verschwinden 23 / 254 14 4
2009 Alex Swings Oscar Sings! Miss Kiss Kiss Bang
M/T: Alex Christensen, Steffen Häfelinger
Englisch 20 / 25 35 20
2010 Lena Satellite
M: Julie Frost, John Gordon; T: Julie Frost
Englisch Satellit 1 / 25 246 1
2011 Lena Taken by a Stranger
M/T: Gus Seyffert, Monica Birkenes, Nicole Morier
Englisch Fasziniert von einem Fremden 10 / 25 107 2
2012 Roman Lob Standing Still
M/T: Jamie Cullum, Steve Robson, Wayne Hector
Englisch Stillstehen 8 / 26 110 3
2013 Cascada Glorious
M/T: Manuel Reuter, Yann Peifer, Andres Ballinas, Tony Cornelissen
Englisch Glorreich 21 / 26 18 6
2014 Elaiza Is It Right
M: Elżbieta Steinmetz, Frank Kretschmer; T: Elżbieta Steinmetz, Adam Kesselhaut
Englisch Ist es richtig? 18 / 26 39 4
2015 Ann Sophie5 Black Smoke
M/T: Michael Harwood, Ella McMahon, Tonino Speciale
Englisch Schwarzer Rauch 27 / 276 0 26
2016 Jamie-Lee7 Ghost
M: Thomas Burchia, Anna Leyne, Conrad Hensel; T: Anna Leyne
Englisch Geist 26 / 26 11 11
2017 Levina Perfect Life
M/T: Lindy Robbins, Dave Bassett, Lindsey Ray
Englisch Vollkommenes Leben 25 / 26 6 28
2018 Michael Schulte You Let Me Walk Alone
M/T: Michael Schulte, Thomas Stengaard, Nisse Ingwersen, Nina Müller
Englisch Du lässt mich alleine gehen 4 / 26 340 3
1 1957 - mit Worten in Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch
2 1976 nahmen die Les Humphries Singers als zweitplatzierte am ESC teil, da der eigentliche Siegertitel Der Star von Tony Marshall disqualifiziert wurde.
3 1999 nahm die beim Vorentscheid zweitplatzierte Popgruppe Sürpriz am Eurovision Song Contest teil, nachdem der eigentliche Siegertitel Hör’ den Kindern einfach zu der Interpretin Corinna May disqualifiziert worden war.
4 Wegen Punktegleichheit entschied die Anzahl der höchsten Einzelpunktvergaben über die differenzierte Platzierung
5 2015 verzichtete der eigentliche Gewinner der Vorentscheidung Andreas Kümmert (Heart of Stone) auf eine Teilnahme beim Eurovision Song Contest. Daraufhin rückte die zweitplatzierte Ann Sophie nach.
6 Da wegen der Punktlosigkeit der beiden Letztplatzierten (Deutschland und Österreich) auch die höchsten Einzelpunktvergaben nicht über die Platzierung entscheiden konnten, entschied gemäß Abschnitt 1.4 der Regeln[2] die Startnummer.
7 Für 2016 wurde von der ARD zunächst Xavier Naidoo intern als Teilnehmer nominiert, jedoch wegen einer öffentlichen Kontroverse um seine politischen Ansichten nach wenigen Tagen zurückgezogen. Stattdessen fand wieder ein normaler Vorentscheid statt.

Vorentscheidungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den meisten Fällen wurden die deutschen Beiträge in Vorentscheidungen gewählt, die bis einschließlich 1992 den Titel Ein Lied für … (ergänzt durch den Namen der Gastgeberstadt) trugen. 1959, 1966 bis 1968, 1974, 1977, 1993 bis 1995 sowie 2009 wurden die deutschen Beiträge von der ARD ohne Publikumsabstimmung ausgewählt, 1978 wurde der Vorentscheid nur im Radio ausgetragen.

Federführende Sendeanstalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr(e) Sendeanstalt
1956 Nordwestdeutscher Rundfunk (NWDR)
1957 Hessischer Rundfunk (hr)
1958 Westdeutscher Rundfunk (WDR)
19591961 Hessischer Rundfunk (hr)
1962 Südwestfunk (SWF)
1963/64 Hessischer Rundfunk (hr)
1965 Norddeutscher Rundfunk (NDR)
19661971 Hessischer Rundfunk (hr)
1972 Sender Freies Berlin (SFB)
19731977 Hessischer Rundfunk (hr)
1978 Südwestfunk (SWF)
19791990 Bayerischer Rundfunk (BR)
1991 Sender Freies Berlin (SFB) in Kooperation mit dem Deutschen Fernsehfunk (DFF)
19921995 Mitteldeutscher Rundfunk (MDR)
19962009 Norddeutscher Rundfunk (NDR)
20102012 Norddeutscher Rundfunk (NDR) in Kooperation mit dem Privatsender ProSieben (Pro7)
seit 2013 Norddeutscher Rundfunk (NDR)

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sprachlich gesehen war Deutschland in drei Fällen ein Pionier im Wettbewerb: 1957 stellte man den ersten Beitrag, der einige Worte in Nicht-Landessprachen enthielt (einige Grußworte während Margot Hielschers Telefongespräch), 1960 das erste Land mit einem Liedtitel in einer fremden Sprache (Bonne nuit, ma Chérie) und 1961 das erste Land, das einen ganzen Refrain seines Beitrages in einer fremden Sprache singen ließ (Lale Andersen sang den letzten Refrain von Einmal sehen wir uns wieder auf französisch). Auch bei anderen Gelegenheiten wurde Deutsch mit anderen Sprachen gemischt, meistens Englisch (1975, 1976, 2000, 2001 und 2007 sowie der nicht qualifizierte Beitrag 1996) sowie 1999 mit Englisch, Türkisch und Hebräisch.

Sprache Beiträge in %
Deutsch 43,25 68,65 %
Englisch 18,25 28,97 %
Türkisch 00,75 01,19 %
Französisch 00,50 00,79 %
Hebräisch 00,25 00,40 %

Viele deutsche Beiträge wurden in anderen Sprachen aufgenommen, die meisten davon in Englisch. Nicole nahm ihren Siegertitel 1982 in sieben weiteren sowie einigen gemischten Fassungen auf, was einen Rekord für einen Siegertitel darstellt. Andere Beiträge wurden auch in weiteren Sprachen aufgenommen, so sangen unter anderem die drei Skandinavierinnen Siw Malmkvist, Wencke Myhre und Gitte ihre Beiträge auch in ihren Landessprachen Schwedisch, Norwegisch und Dänisch ein. Zwei Beiträge wurden von den Originalinterpreten sogar auf Japanisch eingesungen, nämlich Freddy Quinns So geht das jede Nacht 1956 und Katja Ebsteins Wunder gibt es immer wieder 1970.[3]

Kommerzielle Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele deutsche Beiträge wurden nationale Hits. Insgesamt erreichten 39 der 48 Beiträge seit 1960 (seitdem zuverlässige Angaben vorhanden sind) die deutschen Singlecharts, darunter zwölf Top-10-Hits, von denen wiederum sechs den ersten Platz erreichten (Zwei kleine Italiener 1962, Dschinghis Khan 1979, Ein bißchen Frieden 1982, Can’t Wait Until Tonight 2004, No No Never 2006 und Satellite 2010). Zwei kleine Italiener von Conny Froboess ist bislang der deutsche Wettbewerbsbeitrag, der sich am meisten verkaufte. Auf Platz zwei folgt Texas Lightning mit No No Never.

Der erste deutsche Sieger im Wettbewerb, Ein bißchen Frieden, war auch international ein Verkaufsschlager und erreichte in mehreren Ländern den ersten Platz in den Charts, darunter in Großbritannien und Irland. Der siegreiche Beitrag im Jahr 2010, Satellite, erreichte in Dänemark, Deutschland, Finnland, Norwegen, Schweden und der Schweiz den ersten Platz sowie in mehreren weiteren Ländern Top-10-Platzierungen.

Auch andere deutsche Beiträge waren in den deutschsprachigen Nachbarländern erfolgreich, so zum Beispiel Can’t Wait Until Tonight, das in Österreich den zweiten Platz erreichte und No No Never, das sowohl in der Schweiz als auch in Österreich die Top 10 erreichte.

Liste der Kommentatoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr(e) Kommentatoren
19561958 Wolf Mittler
1959 Elena Gerhard
19601961 Wolf Mittler
1962 Ruth Kappelsberger
1963 Hanns Joachim Friedrichs
19641965 Hermann Rockmann
19661969 Hans-Joachim Rauschenbach
1970 Marie-Louise Steinbauer
19711973 Hanns Verres
19741978 Werner Veigel
1979 Gabi Schnelle
Ado Schlier
19801986 Ado Schlier
1987 Christoph Deumling
Lotti Ohnesorge
1988 Nicole
Claus-Erich Boetzkes
1989 Thomas Gottschalk
1990 Fritz Egner
1991 Max Schautzer
19921994 Jan Hofer
1995 Horst Senker
1996 Ulf Ansorge
19972008 Peter Urban
2009 Tim Frühling
seit 2010 Peter Urban

2011 wurde das erste Semifinale von Peter Urban und Steven Gätjen kommentiert, da letzterer für ProSieben arbeitet und die Show dort ebenfalls übertragen wurde.

Liste der Punktesprecher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Punktesprecher Bekannt als
1957 Joachim Fuchsberger Schauspieler
1958 Claudia Doren Fernsehansagerin
1959 Walter Andreas Schwarz Sänger
1960
1964 Lia Wöhr Schauspielerin
1965
1966 Werner Veigel Moderator
1967 Karin Tietze-Ludwig Moderatorin
1968 Hans-Otto Grünefeldt Programmdirektor
1969
1970
1976 Max Schautzer Moderator
1977
1978 Ute Verhoolen Moderatorin
1979 Lotti Ohnesorge Moderatorin
1980 Gabi Schnelle Moderatorin
1981
1982
1983 Carolin Reiber Moderatorin
1984 Kerstin Schweighöfer Moderatorin
1985 Christoph Deumling Moderator
1986
1987 Sandra Maischberger Moderatorin
1988 Lotti Ohnesorge Moderatorin
1989 Sandra Maischberger Moderatorin
1990
1991 Christian Eckhardt Moderator
1992 Carmen Nebel Moderatorin
1993
1994
1995
1997 Christina Mänz Moderatorin
1998 Nena Sängerin
1999 Renan Demirkan Schriftstellerin
2000 Axel Bulthaupt Moderator
2001
2002
2003
2004 Thomas Anders Sänger
2005 Thomas Hermanns Moderator und Komiker
2006
2007
2008
2009 Thomas Anders Sänger
2010 Hape Kerkeling Komiker
2011 Ina Müller Moderatorin, Sängerin
2012 Anke Engelke Moderatorin, Schauspielerin
2013 Lena Meyer-Landrut Sängerin
2014 Helene Fischer Sängerin
2015 Barbara Schöneberger Moderatorin, Sängerin
2016
2017
2018

Liste der Dirigenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Dirigent[4]
1956 Fernando Paggi
1957 Willy Berking4
1958 Dolf van der Linden
1959 Franck Pourcel
1960 Franz Josef Breuer
1961 Franck Pourcel
1962 Rolf-Hans Müller
1963 Willy Berking
1964
1965 Alfred Hause
1966 Willy Berking
1967 Hans Blum
1968 Horst Jankowski
1969 Hans Blum
1970 Christian Bruhn
1971 Dieter Zimmermann
1972 Paul Kuhn
1973 Günther-Eric Thöner
1974 Werner Scharfenberger
1975 Rainer Pietsch
1976 Les Humphries
1977 Ronnie Hazlehurst
1978 Jean Frankfurter
1979 Norbert Daum
1980 Wolfgang Rödelberger
1981
1982 Norbert Daum
1983 Dieter Reith4
1984 Pierre Cao
1985 Rainer Pietsch
1986 Hans Blum
1987 László Bencker
1988 Michael Thatcher
1989
1990 Rainer Pietsch
1991 Hermann Weindorf
1992 Norbert Daum
1993
1994
1995 Hermann Weindorf
1996
1997
1998 Stefan Raab3[5]
1 1989 und 1997 wurde der deutsche Beitrag ohne Dirigent vorgestellt, stattdessen wurde die Musik vom Band eingespielt.
2 1996 qualifizierte sich Deutschland nicht für das Finale.
3 1998 wurde zwar Stefan Raab als Dirigent präsentiert, jedoch auch hier die Musik vorher komplett aufgezeichnet.
4 Zugleich auch Musikdirektor im selben Jahr

Ausgerichtete Wettbewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Stadt Austragungsort Moderation
1957 Frankfurt am Main Großer Sendesaal des Hessischen Rundfunks Anaid Iplicjian
1983 München Rudi-Sedlmayer-Halle Marlène Charell
2011 Düsseldorf Düsseldorf Arena Judith Rakers, Anke Engelke & Stefan Raab

Punktevergabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Länder erhielten die meisten Punkte von oder vergaben die meisten Punkte an Deutschland (Stand: 2018):

Die meisten im Finale vergebenen Punkte
Platz Land Punkte
1 SchwedenSchweden Schweden 190
2 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 187
3 TurkeiTürkei Türkei 170
4 IrlandIrland Irland 164
5 FrankreichFrankreich Frankreich 155
Die meisten insgesamt vergebenen Punkte
Platz Land Punkte
1 SchwedenSchweden Schweden 235
2 TurkeiTürkei Türkei 208
3 IsraelIsrael Israel 190
4 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 187
5 IrlandIrland Irland 178
Die meisten erhaltenen Punkte
Platz Land Punkte
1 SpanienSpanien Spanien 237
2 DanemarkDänemark Dänemark 185
PortugalPortugal Portugal 185
4 SchweizSchweiz Schweiz 181
5 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 171

Vergaben der Höchstwertung (Finale)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Einführung des „douze points“-Systems im Jahr 1975 vergab Deutschland bei 46 Punktevergaben die Höchstpunktzahl an 22 verschiedene Länder, bereits sechsmal an die Türkei und Schweden, dreimal an Frankreich, Israel und Norwegen (Seit 2016 verteilt jedes Land zwei Mal 12 Punkte. Dabei stammen die ersten zwölf Punkte von den Jurys („(J)“ in Tabelle unten), die zweiten vom Televoting der Zuschauer („(T)“ in Tabelle unten)).

Höchstwertung aus Deutschland für...
Jahr Land erreichter Platz
1975 FinnlandFinnland Finnland 7
1976 FrankreichFrankreich Frankreich 2
1977 1
1978 IsraelIsrael Israel 1
1979 SpanienSpanien Spanien 2
1980 IrlandIrland Irland 1
1981 FrankreichFrankreich Frankreich 3
1982 IsraelIsrael Israel 2
1983 SchwedenSchweden Schweden 3
1984 1
1985 NorwegenNorwegen Norwegen 1
1986 LuxemburgLuxemburg Luxemburg 3
1987 ItalienItalien Italien 3
1988 SchweizSchweiz Schweiz 1
1989 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 2
1990 SpanienSpanien Spanien 5
1991 SchwedenSchweden Schweden 1
1992 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 2
1993 SchweizSchweiz Schweiz 3
1994 IrlandIrland Irland 1
1995 SchwedenSchweden Schweden 3
1996 nicht qualifiziert
1997 TurkeiTürkei Türkei 3
1998 14
1999 16
2000 DanemarkDänemark Dänemark 1
2001 2
2002 LettlandLettland Lettland 1
2003 PolenPolen Polen 7
2004 TurkeiTürkei Türkei 4
2005 GriechenlandGriechenland Griechenland 1
2006 TurkeiTürkei Türkei 11
2007 4
2008 GriechenlandGriechenland Griechenland 3
2009 NorwegenNorwegen Norwegen 1
2010 BelgienBelgien Belgien 6
2011 OsterreichÖsterreich Österreich 18
2012 SchwedenSchweden Schweden 1
2013 UngarnUngarn Ungarn 10
2014 NiederlandeNiederlande Niederlande 2
2015 RusslandRussland Russland 2
2016 IsraelIsrael Israel (J) 14
RusslandRussland Russland (T) 3
2017 NorwegenNorwegen Norwegen (J) 10
PortugalPortugal Portugal (T) 1
2018 SchwedenSchweden Schweden (J) 7
ItalienItalien Italien (T) 5

Verschiedenes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2005 erhielt Deutschland in der Finalrunde 4 Punkte, 2 aus Monaco und 2 aus Moldau. Dabei waren diese beiden Länder die einzigen, die nicht per Televoting, sondern per Jury abgestimmt hatten. Moldau, das 2005 erstmals teilnahm, vergab seitdem erst wieder 2018 Punkte an Deutschland, jedoch nicht beim Sieg 2010.
  • Auch 2008 bekam Deutschland nur aus zwei Ländern Punkte (aus Bulgarien 12 und aus der Schweiz 2). Grund für die außergewöhnlich hohe Punktzahl aus Bulgarien war mit hoher Wahrscheinlichkeit die große Bekanntheit der dort geborenen No-Angels-Sängerin Lucy Diakovska.[6]
  • Deutschland vergab seit 1975 durchschnittlich die meisten Punkte an die Türkei (9,8). Seit Einführung des Televotings gab Deutschland der Türkei meist 10 oder 12 Punkte – mit bisher vier Ausnahmen: 2012 waren es 8 Punkte, 2001 nur 7 und 2002 dann gar 0 Punkte.
  • Deutschland selbst bekam seit 1975 die durchschnittlich meisten Punkte aus der Schweiz, nämlich 7,3.
  • 1982, beim ersten Sieg, erhielt Deutschland aus 14 der 17 anderen Länder 12, 10 oder 8 Punkte. Lediglich aus den Nachbarländern Luxemburg, Österreich und den Niederlanden gab es 0, 1 bzw. 6 Punkte.
  • Deutschland ist das erste Land der sogenannten „Big Five“, das den Wettbewerb seit Einführung der Regelung im Jahr 1999 gewinnen konnte.

Impressionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jan Feddersen: Ein Lied kann eine Brücke sein. Die deutsche und internationale Geschichte des Grand Prix Eurovision. Hoffmann und Campe, Hamburg 2002, ISBN 3-455-09350-7.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Offizielle Deutsche Charts. GfK Entertainment, abgerufen am 13. Mai 2017.
  2. PUBLIC RULES OF THE 60TH EUROVISION SONG CONTEST. European Broadcasting Union, S. 4, archiviert vom Original am 30. April 2015; abgerufen am 24. Mai 2015 (PDF). i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.eurovision.tv
  3. Germany. In: Diggiloo Thrush. Abgerufen am 3. Juni 2015.
  4. Detailed overview: conductors for Germany. Abgerufen am 16. Juni 2018.
  5. Stefan Raab. Abgerufen am 16. Juni 2018.
  6. Eurovision Song Contest: Hat uns nur Bulgarien lieb? stern.de, 25. Mai 2008, abgerufen am 3. Juni 2015.