Deutschland beim Eurovision Song Contest

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Bilanz

Flagge Deutschlands
Übertragende Rundfunkanstalt
NDR
(Mitglied der ARD)
Erste Teilnahme
1956
Anzahl der Teilnahmen
61 (Stand 2017)
Höchste Platzierung
1 (1982, 2010)
Höchste Punktzahl
246 (2010)
Niedrigste Punktzahl
0 (1964, 1965, 2015)
Punkteschnitt (seit erstem Beitrag)
52,12 (Stand 2016)
Punkteschnitt pro abstimmendem Land im 12-Punkte-System
2,51 (Stand 2016)

Dieser Artikel befasst sich mit der Geschichte Deutschlands als Teilnehmer am Eurovision Song Contest.

Regelmäßigkeit der Teilnahme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutschland nimmt seit dem ersten Eurovision Song Contest 1956 am Wettbewerb teil und hat als einziges Land seither jedes Jahr einen Beitrag eingereicht. Die einzige Finalrunde ohne deutsche Beteiligung fand 1996 statt, als der Sänger Leon die Qualifikationsrunde nicht überstand. Deutschland ist einer der 1997 eingeführten „Großen“ – Big Four (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien), seit 2011 Big Five (mit Italien), die größten EBU-Beitragszahler – und hat damit einen garantierten Finalplatz.

Erfolge im Wettbewerb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutsche Erfolge beim Eurovision Song Contest
Die weiße Linie zeigt die Teilnehmerzahl und somit die schlechteste erreichbare Platzierung

Deutschland konnte bisher zweimal den Eurovision Song Contest gewinnen, nämlich 1982 mit der Sängerin Nicole und dem Beitrag Ein bißchen Frieden, der von Ralph Siegel komponiert wurde, und 2010 mit Lena Meyer-Landrut und Satellite aus der Feder von Julie Frost und John Gordon. Vier deutsche Beiträge erreichten den zweiten Platz (1980, 1981, 1985 und 1987), fünf Beiträge den dritten Platz (1970, 1971, 1972, 1994 und 1999). Insgesamt erreichten 35 der 57 Beiträge eine Platzierung unter den ersten Zehn, wobei die Platzierungen aus dem Jahre 1956 nicht bekannt sind und eine solche Platzierung in den frühen Jahren des Wettbewerbs nicht zwangsläufig eine gute Platzierung widerspiegelt. Berücksichtigt man die Teilnehmerzahl der jeweiligen Jahrgänge, so landeten 31 Beiträge, also die Mehrheit in der „ersten Hälfte“.

Andererseits erreichte Deutschland sieben Mal den letzten Platz (1964, 1965, 1974, 1995, 2005, 2015 und 2016). 1964, 1965 und 2015 erhielt Deutschland null Punkte. Festzuhalten ist, dass die letzten Plätze 1964, 1965 und 1974 jeweils mit drei weiteren Ländern geteilt wurden. Den drittletzten Platz 2008 erreichte Deutschland punktgleich mit den beiden Letztplatzierten. Den letzten Platz 2015 erreichte Deutschland punktgleich mit dem vorletztplatzierten Österreich. Seit 2004 gibt es ein Halbfinale als Vorqualifikation, Deutschland startet aber direkt im Finale, somit stellt das Ergebnis keinen Vergleich zu den im Halbfinale ausgeschiedenen Beiträgen dar.

Kommerzielle Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele deutsche Beiträge wurden nationale Hits. Insgesamt erreichten 39 der 48 Beiträge seit 1960 (seitdem zuverlässige Angaben vorhanden sind) die deutschen Singlecharts, darunter zwölf Top-10-Hits, von denen wiederum sechs den ersten Platz erreichten (Zwei kleine Italiener 1962, Dschinghis Khan 1979, Ein bißchen Frieden 1982, Can’t Wait Until Tonight 2004, No No Never 2006 und Satellite 2010). Zwei kleine Italiener von Conny Froboess ist bislang der deutsche Wettbewerbsbeitrag, der sich am meisten verkaufte. Auf Platz zwei folgt Texas Lightning mit No No Never.

Der erste deutsche Sieger im Wettbewerb, Ein bißchen Frieden, war auch international ein Verkaufsschlager und erreichte in mehreren Ländern den ersten Platz in den Charts, darunter in Großbritannien und Irland. Der siegreiche Beitrag im Jahr 2010, Satellite, erreichte in Dänemark, Deutschland, Finnland, Norwegen, Schweden und der Schweiz den ersten Platz sowie in mehreren weiteren Ländern Top-10-Platzierungen.

Auch andere deutsche Beiträge waren in den deutschsprachigen Nachbarländern erfolgreich, so zum Beispiel Can’t Wait Until Tonight, das in Österreich den zweiten Platz erreichte und No No Never, das sowohl in der Schweiz als auch in Österreich die Top 10 erreichte.

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sprachlich gesehen war Deutschland in drei Fällen ein Pionier im Wettbewerb: 1957 stellte man den ersten Beitrag, der einige Worte in Nicht-Landessprachen enthielt (einige Grußworte während Margot Hielschers Telefongespräch), 1960 das erste Land mit einem Liedtitel in einer fremden Sprache (Bonne nuit, ma Chérie) und 1961 das erste Land, das einen ganzen Refrain seines Beitrages in einer fremden Sprache singen ließ (Lale Andersen sang den letzten Refrain von Einmal sehen wir uns wieder auf französisch). Auch bei anderen Gelegenheiten wurde Deutsch mit anderen Sprachen gemischt, meistens Englisch (1975, 1976, 2000, 2001 und 2007 sowie der nicht qualifizierte Beitrag 1996) sowie 2004 mit Türkisch und 1999 mit Englisch, Türkisch und Hebräisch.

Sprache Beiträge in %
Deutsch 41,75 69,58 %
Englisch 16,75 27,92 %
Türkisch 00,75 01,25 %
Französisch 00,50 00,83 %
Hebräisch 00,25 00,42 %

Viele deutsche Beiträge wurden in anderen Sprachen aufgenommen, die meisten davon in Englisch. Nicole nahm ihren Siegertitel 1982 in sieben weiteren sowie einigen gemischten Fassungen auf, was einen Rekord für einen Siegertitel darstellt. Andere Beiträge wurden auch in weiteren Sprachen aufgenommen, so sangen unter anderem die drei Skandinavierinnen Siw Malmkvist, Wencke Myhre und Gitte ihre Beiträge auch in ihren Landessprachen Schwedisch, Norwegisch und Dänisch ein. Zwei Beiträge wurden von den Originalinterpreten sogar auf japanisch eingesungen, nämlich Freddy Quinns So geht das jede Nacht 1956 und Katja Ebsteins Wunder gibt es immer wieder 1970.[1]

Vorentscheidungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den meisten Fällen wurden die deutschen Beiträge in Vorentscheidungen gewählt, die bis einschließlich 1992 den Titel Ein Lied für … (ergänzt durch den Namen der Gastgeberstadt) trugen. 1959, 1966 bis 1968, 1974, 1977, 1993 bis 1995 sowie 2009 wurden die deutschen Beiträge von der ARD ohne Publikumsabstimmung ausgewählt, 1978 wurde der Vorentscheid nur im Radio ausgetragen.

Federführende Sendeanstalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr(e) Sendeanstalt
1956 Nordwestdeutscher Rundfunk (NWDR)
1957 Hessischer Rundfunk (hr)
1958 Westdeutscher Rundfunk (WDR)
19591961 Hessischer Rundfunk (hr)
1962 Südwestfunk (SWF)
1963/64 Hessischer Rundfunk (hr)
1965 Norddeutscher Rundfunk (NDR)
19661971 Hessischer Rundfunk (hr)
1972 Sender Freies Berlin (SFB)
19731977 Hessischer Rundfunk (hr)
1978 Südwestfunk (SWF)
19791990 Bayerischer Rundfunk (BR)
1991 Sender Freies Berlin (SFB) in Kooperation mit dem Deutschen Fernsehfunk (DFF)
19921995 Mitteldeutscher Rundfunk (MDR)
19962009 Norddeutscher Rundfunk (NDR)
20102012 Norddeutscher Rundfunk (NDR) in Kooperation mit dem Privatsender ProSieben (Pro7)
seit 2013 Norddeutscher Rundfunk (NDR)

Liste der Beiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Farblegende: – 1. Platz. – 2. Platz. – 3. Platz. – Punktgleichheit mit dem letzten Platz. – ausgeschieden im Halbfinale/in der Qualifikation/im osteuropäischen Vorentscheid. – keine Teilnahme/nicht qualifiziert.

Jahr Interpret Titel
(Musik/Text)
Sprache Übersetzung Finale Halbfinale/
Qualifikation
Charts
(D)[2]
Platz Punkte Platz Punkte
1956 Walter Andreas Schwarz Im Wartesaal zum großen Glück
(Walter Andreas Schwarz)
Deutsch k.A. / 14 k.A. Direkte Teilnahme
Freddy Quinn So geht das jede Nacht
(Lotar Olias/Peter Moesser)
Deutsch k.A. / 14 k.A. 19
1957 Margot Hielscher Telefon, Telefon
(Friedrich Meyer/Ralph Maria Siegel)
Deutsch1 4 / 10 8
1958 Margot Hielscher Für zwei Groschen Musik
(Friedrich Meyer/Fred Rauch, Walter Brandin)
Deutsch 7 / 10 5
1959 Alice und Ellen Kessler Heute abend wollen wir tanzen geh’n
(Helmut Zander/Astrid Voltmann)
Deutsch 8 / 11 5
1960 Wyn Hoop Bonne nuit, ma chérie
(Franz Josef Breuer/Kurt Schwabach)
Deutsch
mit französischem Titel
Gute Nacht, meine Liebe 4 / 13 11 44
1961 Lale Andersen Einmal sehen wir uns wieder
(Rudolf Maluck/Ernst Bader)
Deutsch, Französisch 13 / 16 3 30
1962 Conny Froboess Zwei kleine Italiener
(Christian Bruhn/Georg Buschor)
Deutsch 6 / 16 9 1
1963 Heidi Brühl Marcel
(Charly Niessen)
Deutsch 9 / 16 5 36
1964 Nora Nova Man gewöhnt sich so schnell an das Schöne
(Rudi von der Dovenmühle/Niels Nobach)
Deutsch 13 / 16 0
1965 Ulla Wiesner Paradies, wo bist du?
(Barbara Kist, Hans Blum)
Deutsch 15 / 18 0
1966 Margot Eskens Die Zeiger der Uhr
(Walter Dobschinski/Hans Bradtke)
Deutsch 10 / 18 7
1967 Inge Brück Anouschka
(Hans Blum)
Deutsch 8 / 17 7
1968 Wencke Myhre Ein Hoch der Liebe
(Horst Jankowski/Carl J. Schäuble)
Deutsch 6 / 17 11 18
1969 Siw Malmkvist Primaballerina
(Hans Blum)
Deutsch 9 / 16 8 13
1970 Katja Ebstein Wunder gibt es immer wieder
(Christian Bruhn/Günther Loose)
Deutsch 3 / 12 12 16
1971 Katja Ebstein Diese Welt
(Dieter Zimmermann/Fred Jay)
Deutsch 3 / 18 100 16
1972 Mary Roos Nur die Liebe läßt uns leben
(Joachim Heider/Joachim Relin)
Deutsch 3 / 18 107 17
1973 Gitte Junger Tag
(Günther-Eric Thöner/Stephan Lego)
Deutsch 8 / 17 85 19
1974 Cindy & Bert Die Sommermelodie
(Werner Scharfenberger/Kurt Feltz)
Deutsch 14 / 17 3
1975 Joy Fleming Ein Lied kann eine Brücke sein
(Reiner Pietsch/Michael Holm)
Deutsch, Englisch 17 / 19 15 32
1976 The Les Humphries Singers2 Sing Sang Song
(Ralph Siegel/Kurt Hertha)
Deutsch Singsang-Lied 15 / 18 12 45
1977 Silver Convention Telegram
(Sylvester Levai/Michael Kunze)
Englisch Telegramm 8 / 18 55 27
1978 Ireen Sheer Feuer
(Jean Frankfurter/John Möring)
Deutsch 6 / 20 84 39
1979 Dschinghis Khan Dschinghis Khan
(Ralph Siegel/Bernd Meinunger)
Deutsch 4 / 19 86 1
1980 Katja Ebstein Theater
(Ralph Siegel/Bernd Meinunger)
Deutsch 2 / 19 128 11
1981 Lena Valaitis Johnny Blue
(Ralph Siegel/Bernd Meinunger)
Deutsch 2 / 20 132 9
1982 Nicole Ein bißchen Frieden
(Ralph Siegel/Bernd Meinunger)
Deutsch 1 / 18 161 1
1983 Hoffmann & Hoffmann Rücksicht
(Michael Reinecke/Volker Lechtenbrink)
Deutsch 5 / 20 94 8
1984 Mary Roos Aufrecht geh’n
(Michael Reinecke/Michael Kunze)
Deutsch 13 / 19 34 56
1985 Wind Für alle
(Hanne Haller/Bernd Meinunger)
Deutsch 2 / 19 105 18
1986 Ingrid Peters Über die Brücke geh’n
(Hans Blum)
Deutsch 8 / 20 62 45
1987 Wind Laß die Sonne in dein Herz
(Ralph Siegel/Bernd Meinunger)
Deutsch 2 / 22 141 20
1988 Maxi & Chris Garden Lied für einen Freund
(Ralph Siegel/Bernd Meinunger)
Deutsch 14 / 21 48 29
1989 Nino de Angelo Flieger
(Dieter Bohlen/Joachim Horn-Benges)
Deutsch 14 / 22 46 13
1990 Chris Kempers & Daniel Kovac Frei zu leben
(Ralph Siegel/Michael Kunze)
Deutsch 9 / 22 60 51
1991 Atlantis 2000 Dieser Traum darf niemals sterben
(Alfons Weindorf/Helmut Frey)
Deutsch 18 / 22 10
1992 Wind Träume sind für alle da
(Ralph Siegel/Bernd Meinunger)
Deutsch 16 / 23 27 59
1993 Münchener Freiheit Viel zu weit
(Stefan Zauner)
Deutsch 18 / 25 18 53
1994 Mekado Wir geben ’ne Party
(Ralph Siegel/Bernd Meinunger)
Deutsch 3 / 25 128 Direkt für das Finale qualifiziert 100
1995 Stone & Stone Verliebt in Dich
(Cheyenne Stone)
Deutsch 23 / 23 1
1996 Leon Planet of Blue
(Hanne Haller)
Deutsch
mit englischem Titel
Blauer Planet Nicht qualifiziert
Qualifikationsrunde
24 / 29 24
1997 Bianca Shomburg Zeit
(Ralph Siegel/Bernd Meinunger)
Deutsch 18 / 25 22 Direkt für das Finale qualifiziert 90
1998 Guildo Horn Guildo hat Euch lieb!
(Stefan Raab als Alf Igel)
Deutsch 7 / 25 86 4
1999 Sürpriz3 Reise nach Jerusalem – Kudüs’e seyahat
(Ralph Siegel/Cihan „Chicco“ Özden/Deniz Filizmen/Bernd Meinunger)
Deutsch, Türkisch, Englisch, Hebräisch 3 / 23 140
2000 Stefan Raab Wadde hadde dudde da?
(Stefan Raab)
Deutsch Was hast du denn da? 5 / 24 96 2
2001 Michelle Wer Liebe lebt
(Gino Trovatello/Matthias Stingl/Eva Richter/Mary Applegate)
Deutsch, Englisch 8 / 23 66 32
2002 Corinna May I Can’t Live Without Music
(Ralph Siegel/Bernd Meinunger)
Englisch Ohne Musik kann ich nicht leben 21 / 24 17 72
2003 Lou Let’s Get Happy
(Ralph Siegel/Bernd Meinunger)
Englisch Lasst uns fröhlich sein 12 / 26 53
2004 Max Mutzke Can’t Wait Until Tonight
(Stefan Raab)
Englisch, Türkisch Kann nicht bis heute Nacht warten 8 / 24 93 1
2005 Gracia Run & Hide
(David Brandes/Jane Tempest/Bernd Meinunger (als „John O’Flynn“))
Englisch Rennen und verstecken 24 / 24 4 20
2006 Texas Lightning No No Never
(Jane Comerford)
Englisch Nein, nein, niemals 15 / 24 36 1
2007 Roger Cicero Frauen regier’n die Welt
(Matthias Haß/Frank Ramond)
Deutsch, Englisch 19 / 24 49 7
2008 No Angels Disappear
(Remee/Hanne Sørvaag/Thomas Troelsen)
Englisch Verschwinden 23 / 254 14 4
2009 Alex Swings Oscar Sings! Miss Kiss Kiss Bang
(Alex Christensen/Steffen Häfelinger)
Englisch 20 / 25 35 20
2010 Lena Satellite
(Julie Frost/John Gordon)
Englisch Satellit 1 / 25 246 1
2011 Lena Taken by a Stranger
(Nicole Morier/Gus Seyffert/Monica Birkenes)
Englisch Fasziniert von einem Fremden 10 / 25 107 2
2012 Roman Lob Standing Still
(Steve Robson/Jamie Cullum/Wayne Hector)
Englisch Stillstehen 8 / 26 110 3
2013 Cascada Glorious
(Manuel Reuter/Yann Peifer/Andres Ballinas/Tony Cornelissen)
Englisch Glorreich 21 / 26 18 6
2014 Elaiza Is It Right
(Frank Kretschmer, Elżbieta Steinmetz, Adam Kesselhaut)
Englisch Ist es richtig? 18 / 26 39 4
2015 Ann Sophie5 Black Smoke
(Michael Harwood, Ella McMahon, Tonino Speciale)
Englisch Schwarzer Rauch 27 / 276 0 26
2016 Jamie-Lee7 Ghost
(Thomas Burchia, Anna Leyne, Conrad Hensel)
Englisch Geist 26 / 26 11 11
2017 Levina Perfect Life
(Lindy Robbins, Dave Bassett, Lindsey Ray)
Englisch Vollkommenes Leben 25 / 26 6 28
2018
1 1957 - mit Worten in Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch
2 1976 nahmen die Les Humphries Singers als zweitplatzierte am ESC teil, da der eigentliche Siegertitel Der Star von Tony Marshall disqualifiziert wurde.
3 1999 nahm die beim Vorentscheid zweitplatzierte Popgruppe Sürpriz am Eurovision Song Contest teil, nachdem der eigentliche Siegertitel Hör’ den Kindern einfach zu der Interpretin Corinna May disqualifiziert worden war.
4 Wegen Punktegleichheit entschied die Anzahl der höchsten Einzelpunktvergaben über die differenzierte Platzierung
5 2015 verzichtete der eigentliche Gewinner der Vorentscheidung Andreas Kümmert (Heart of Stone) auf eine Teilnahme beim Eurovision Song Contest. Daraufhin rückte die zweitplatzierte Ann Sophie nach.
6 Da wegen der Punktlosigkeit der beiden Letztplatzierten (Deutschland und Österreich) auch die höchsten Einzelpunktvergaben nicht über die Platzierung entscheiden konnten, entschied gemäß Abschnitt 1.4 der Regeln[3] die Startnummer.
7 Für 2016 wurde von der ARD zunächst Xavier Naidoo intern als Teilnehmer nominiert, jedoch wegen einer öffentlichen Kontroverse um seine politischen Ansichten nach wenigen Tagen zurückgezogen. Stattdessen fand wieder ein normaler Vorentscheid statt.

Liste der Kommentatoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elaiza, 2014 in Kopenhagen
Ann Sophie, 2015 in Wien
Jamie-Lee, 2016 in Stockholm
Levina, 2017 in Kiew
Jahr(e) Kommentatoren
19561958 Wolf Mittler
1959 Elena Gerhard
19601961 Wolf Mittler
1962 Ruth Kappelsberger
1963 Hanns Joachim Friedrichs
19641965 Hermann Rockmann
19661969 Hans-Joachim Rauschenbach
1970 Marie-Louise Steinbauer
19711973 Hanns Verres
19741978 Werner Veigel
1979 Gabi Schnelle
Ado Schlier
19801986 Ado Schlier
1987 Christoph Deumling
Lotti Ohnesorge
1988 Nicole
Claus-Erich Boetzkes
1989 Thomas Gottschalk
1990 Fritz Egner
1991 Max Schautzer
19921994 Jan Hofer
1995 Horst Senker
1996 Ulf Ansorge
19972008 Peter Urban
2009 Tim Frühling
seit 2010 Peter Urban

2011 wurde das erste Semifinale von Peter Urban und Steven Gätjen kommentiert, da letzterer für ProSieben arbeitet und die Show dort ebenfalls übertragen wurde.

Liste der Punktesprecher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Punktesprecher Bekannt als
1957 Joachim Fuchsberger Schauspieler
1958 Claudia Doren Fernsehansagerin
1959 Walter Andreas Schwarz Sänger
1960
1964 Lia Wöhr Schauspielerin
1965
1966 Werner Veigel Moderator
1967 Karin Tietze-Ludwig Moderatorin
1968 Hans-Otto Grünefeldt Programmdirektor
1969
1970
1976 Max Schautzer Moderator
1977
1978 Ute Verhoolen Moderatorin
1979 Lotti Ohnesorge Moderatorin
1980 Gabi Schnelle Moderatorin
1981
1982
1983 Carolin Reiber Moderatorin
1984 Kerstin Schweighöfer Moderatorin
1985 Christoph Deumling Moderator
1986
1987 Sandra Maischberger Moderatorin
1988 Lotti Ohnesorge Moderatorin
1989 Sandra Maischberger Moderatorin
1990
1991 Christian Eckhardt Koch
1992 Carmen Nebel Moderatorin
1993
1994
1995
1997 Christina Mänz Moderatorin
1998 Nena Sängerin
1999 Renan Demirkan Schriftstellerin
2000 Axel Bulthaupt Moderator
2001
2002
2003
2004 Thomas Anders Sänger
2005 Thomas Hermanns Moderator und Komiker
2006
2007
2008
2009 Thomas Anders Sänger
2010 Hape Kerkeling Komiker
2011 Ina Müller Moderatorin, Sängerin
2012 Anke Engelke Moderatorin, Schauspielerin
2013 Lena Meyer-Landrut Sängerin
2014 Helene Fischer Sängerin
2015 Barbara Schöneberger Moderatorin, Sängerin
2016
2017

Ausgerichtete Wettbewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Stadt Austragungsort Moderation
1957 Frankfurt am Main Großer Sendesaal des Hessischen Rundfunks Anaid Iplicjian
1983 München Rudi-Sedlmayer-Halle Marlène Charell
2011 Düsseldorf Düsseldorf Arena Judith Rakers, Anke Engelke & Stefan Raab

Verschiedenes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2005 erhielt Deutschland in der Finalrunde 4 Punkte, 2 aus Monaco und 2 aus Moldawien. Dabei waren diese beiden Länder die einzigen, die nicht per Televoting, sondern per Jury abgestimmt haben. Moldawien, das 2005 erstmals teilnahm, vergab seitdem nie wieder Punkte an Deutschland, auch nicht beim Sieg 2010.
  • Auch 2008 bekam Deutschland nur aus zwei Ländern Punkte (aus Bulgarien 12 und aus der Schweiz 2). Die außergewöhnlich hohe Punktzahl aus Bulgarien hat ihren Grund mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Tatsache, dass No-Angels-Sängerin Lucy Diakovska aus diesem Land stammt und dort sehr bekannt ist.[4]
  • Deutschland vergab seit 1975 durchschnittlich am meisten Punkte an die Türkei (9,8). Seit Einführung des Televotings hat Deutschland der Türkei jedes Mal 10 oder 12 Punkte gegeben – mit vier Ausnahmen: 2012 vergab Deutschland 8, 2001 7 und 2002 0 Punkte an die Türkei. 2011 war eine Punktevergabe nicht möglich, da die Türkei im Halbfinale ausgeschieden war.
  • Die meisten Punkte hat Deutschland seit 1975 durchschnittlich von der Schweiz erhalten, nämlich 7,3.
  • 1982, beim ersten Sieg, erhielt Deutschland aus 14 der 17 anderen Länder 12, 10 oder 8 Punkte. Lediglich aus den Nachbarländern Luxemburg, Österreich und den Niederlanden gab es 0, 1 bzw. 6 Punkte.
  • Deutschland ist das erste Land der Big Five, das den Wettbewerb seit Einführung der Regelung im Jahr 1999 gewinnen konnte.

Punktevergabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Länder erhielten die meisten Punkte von oder vergaben die meisten Punkte an Deutschland:

Die meisten im Finale vergebenen Punkte
Platz Land Punkte
1 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 180
2 SchwedenSchweden Schweden 174
3 TurkeiTürkei Türkei 170
4 FrankreichFrankreich Frankreich 155
5 IrlandIrland Irland 149
Die meisten im Finale erhaltenen Punkte
Platz Land Punkte
1 SpanienSpanien Spanien 224
2 PortugalPortugal Portugal 177
3 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 168
4 BelgienBelgien Belgien 162
5 DanemarkDänemark Dänemark 161
Die meisten insgesamt vergebenen Punkte
Platz Land Punkte
1 TurkeiTürkei Türkei 208
2 SchwedenSchweden Schweden 207
3 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 180
4 IsraelIsrael Israel 171
5 IrlandIrland Irland 159
Die meisten insgesamt erhaltenen Punkte
Platz Land Punkte
1 SpanienSpanien Spanien 224
2 PortugalPortugal Portugal 177
3 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 168
4 BelgienBelgien Belgien 162
5 DanemarkDänemark Dänemark 161

Stand: 2016

Vergaben der Höchstwertung (Finale)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Einführung des „douze points“-Systems in 1975 vergab Deutschland die Höchstpunktzahl an 22 verschiedene Länder, davon

zweimal an SpanienSpanien Spanien, IrlandIrland Irland, die SchweizSchweiz Schweiz, das Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich, DanemarkDänemark Dänemark, GriechenlandGriechenland Griechenland und RusslandRussland Russland,

dreimal an FrankreichFrankreich Frankreich, IsraelIsrael Israel und NorwegenNorwegen Norwegen,

fünfmal an SchwedenSchweden Schweden

und sechsmal an die TurkeiTürkei Türkei.

Seit 2016 verteilt jedes Land zwei Mal 12 Punkte. Dabei stammen die ersten zwölf Punkte von der Jury („(J)“ in Tabelle unten), die zweiten vom Televoting der Zuschauer („(T)“ in Tabelle unten).

Höchstwertung aus Deutschland für...
Jahr Land erreichter Platz
1975 FinnlandFinnland Finnland 7
1976 FrankreichFrankreich Frankreich 2
1977 1
1978 IsraelIsrael Israel 1
1979 SpanienSpanien Spanien 2
1980 IrlandIrland Irland 1
1981 FrankreichFrankreich Frankreich 3
1982 IsraelIsrael Israel 2
1983 SchwedenSchweden Schweden 3
1984 1
1985 NorwegenNorwegen Norwegen 1
1986 LuxemburgLuxemburg Luxemburg 3
1987 ItalienItalien Italien 3
1988 SchweizSchweiz Schweiz 1
1989 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 2
1990 SpanienSpanien Spanien 5
1991 SchwedenSchweden Schweden 1
1992 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 2
1993 SchweizSchweiz Schweiz 3
1994 IrlandIrland Irland 1
1995 SchwedenSchweden Schweden 3
1996 nicht qualifiziert
1997 TurkeiTürkei Türkei 3
1998 14
1999 16
2000 DanemarkDänemark Dänemark 1
2001 2
2002 LettlandLettland Lettland 1
2003 PolenPolen Polen 7
2004 TurkeiTürkei Türkei 4
2005 GriechenlandGriechenland Griechenland 1
2006 TurkeiTürkei Türkei 11
2007 4
2008 GriechenlandGriechenland Griechenland 3
2009 NorwegenNorwegen Norwegen 1
2010 BelgienBelgien Belgien 6
2011 OsterreichÖsterreich Österreich 18
2012 SchwedenSchweden Schweden 1
2013 UngarnUngarn Ungarn 10
2014 NiederlandeNiederlande Niederlande 2
2015 RusslandRussland Russland 2
2016 IsraelIsrael Israel (J) 14
RusslandRussland Russland (T) 3
2017 NorwegenNorwegen Norwegen (J) 10
PortugalPortugal Portugal (T) 1

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jan Feddersen: Ein Lied kann eine Brücke sein. Hoffmann und Campe, 2002

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Germany. In: Diggiloo Thrush. Abgerufen am 3. Juni 2015.
  2. Offizielle Deutsche Charts. GfK Entertainment, abgerufen am 13. Mai 2017.
  3. PUBLIC RULES OF THE 60TH EUROVISION SONG CONTEST. European Broadcasting Union, S. 4, abgerufen am 24. Mai 2015 (PDF).
  4. Eurovision Song Contest: Hat uns nur Bulgarien lieb? STERN.DE, 25. Mai 2008, abgerufen am 3. Juni 2015.