Deutzia crenata

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Deutzia crenata
Deutzia crenata2.jpg

Deutzia crenata

Systematik
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Ordnung: Hartriegelartige (Cornales)
Familie: Hortensiengewächse (Hydrangeaceae)
Gattung: Deutzien (Deutzia)
Art: Deutzia crenata
Wissenschaftlicher Name
Deutzia crenata
Siebold & Zucc.

Deutzia crenata ist ein Strauch mit weißen Blüten aus der Familie der Hortensiengewächse (Hydrangeaceae). Das natürliche Verbreitungsgebiet der Art liegt in Japan und im Süden der Koreanischen Halbinsel. Sie wird häufig kultiviert.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illustration[1]
Früchte

Deutzia crenata ist ein 1 bis 3 Meter hoher Strauch. Die Blüten tragenden Zweige sind rotbraun, 8 bis 12 Zentimeter lang, sternhaarig und tragen vier bis sechs Blätter. Die Laubblätter haben einen 3 bis 8 Millimeter langen Stiel. Die Blattspreite ist einfach, eiförmig oder eiförmig-lanzettlich, 5 bis 8 Zentimeter lang und 1 bis 5 Zentimeter breit, lang zugespitzt, mit gerundeter oder breit keilförmiger Basis und fein gesägtem und etwas eingerolltem Blattrand. Es werden drei bis fünf Nervenpaare gebildet. Die Blattoberseite ist locker mit vier- bis fünfstrahligen Sternhaaren besetzt, die Unterseite ist grün und locker mit zehn- bis 15-strahligen Sternhaaren besetzt, die auf den Blattadern ein zusätzliches mittiges Härchen tragen.[2]

Die Blütenstände sind 5 bis 10 Zentimeter lange und 3 bis 6 Zentimeter durchmessende, vielblütige zymöse Rispen. Der Blütenstiel ist 3 bis 5 Millimeter lang. Der Blütenbecher ist etwa 2,5 Millimeter lang bei einem Durchmesser von 2 Millimetern. Die Kelchzipfel sind eiförmig, etwa 1,2 Millimeter lang, 1 Millimeter breit und dicht mit gelblich braunen Sternhaaren besetzt. Die Kronblätter sind weiß, schmal-oval, 8 bis 15 Millimeter lang und etwa 6 Millimeter breit. Die äußeren Staubblätter sind 8 bis 10 Millimeter lang, die beiden Zähne der Staubfäden stehen waagrecht und reichen nicht bis zu den Staubbeuteln. Die Staubbeutel sind gestielt, länglich und wachsen zwischen den Zähnen der Staubfäden. Die inneren Staubblätter sind kürzer als die äußeren, die Staubfäden sind an der Spitze zweizähnig und selten zungenförmig. Die drei oder vier Griffel sind länger als die Staubblätter. Die Kapselfrüchte sind halbkugelförmig, locker sternhaarig und haben Durchmesser von etwa 4 Millimeter. Deutzia crenata blüht von April bis Mai, die Früchte reifen von August bis Oktober.[2]

Die Chromosomenzahl beträgt 2n=130.[2]

Verbreitungsgebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt in der gemäßigten Zone auf den japanischen Inseln Hokkaidō, Honshū, Kyushu und Shikoku und im Süden der Koreanischen Halbinsel.[3] In China ist sie in einigen Provinzen aus Kultur verwildert.[2]

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutzia crenata ist eine Art aus der Gattung der Deutzien (Deutzia). Sie wird in der Familie der Hortensiengewächse (Hydrangeaceae) der Unterfamilie Hydrangeoideae und der Tribus Philadelpheae zugeordnet. Die Art wurde 1835 von Philipp Franz von Siebold und Joseph Gerhard Zuccarini erstmals gültig wissenschaftlich beschrieben.[3] Der Gattungsname Deutzia erinnert an den holländischen Ratsherrn Johan van der Deutz (1790 bis 1858) aus Amsterdam, einen Förderer des schwedischen Naturforschers Carl Peter Thunberg, der die Gattung benannt hat.[4] Das Artepitheton crenata stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „gekerbt“.[5]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutzia crenata wird als Zierstrauch verwendet.[3]

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 8: Brassicaceae through Saxifragaceae. Science Press/Missouri Botanical Garden Press, Beijing/St. Louis 2001, ISBN 0-915279-93-2, S. 386 (englisch).
  • Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3. Auflage. Nikol, Hamburg 2005, ISBN 3-937872-16-7.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Illustration von Philipp Franz von Siebold and Joseph Gerhard Zuccarini aus der Flora Japonica, 1870
  2. a b c d Huang Shumei, Hideaki Ohba, Shinobu Akiyama: Deutzia crenata, in:Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 8: Brassicaceae through Saxifragaceae. Science Press/Missouri Botanical Garden Press, Beijing/St. Louis 2001, ISBN 0-915279-93-2, S. 386 (englisch).
  3. a b c Deutzia crenata. In: Germplasm Resources Information Network (GRIN). United States Department of Agriculture, abgerufen am 13. Mai 2012 (englisch).
  4. Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen, S. 205
  5. Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen, S. 183

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Deutzia crenata – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Deutzia crenata. In: The Plant List. Abgerufen am 13. Mai 2012.