Dewangen

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Dewangen
Stadt Aalen
Wappen von Dewangen vor der Eingemeindung
Koordinaten: 48° 52′ 15″ N, 10° 1′ 23″ O
Höhe: 465 m ü. NN
Fläche: 16,54 km²
Einwohner: 3188 (1. Jun. 2011)
Bevölkerungsdichte: 193 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Postleitzahlen: 73434, 73453
Vorwahl: 07366
Karte
Karte der Aalener Stadtbezirke, Dewangen im Nordwesten

Dewangen ist ein Stadtbezirk der Großen Kreisstadt Aalen im Ostalbkreis in Baden-Württemberg, Deutschland.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom Ortskern Dewangens sind es etwa sechs Kilometer Luftlinie zur Aalener Innenstadt. Der nächstgelegene Stadtbezirk, etwa zwei Kilometer weiter, ist Fachsenfeld. Die Gemeinde Abtsgmünd liegt etwa drei Kilometer entfernt.

Das Territorium des Stadtbezirks Dewangen insgesamt grenzt im Süden an das der Gemeinde Essingen, im Westen an das der Gemeinde Heuchlingen sowie im Nordwesten und Norden an das der Gemeinde Abtsgmünd. Des Weiteren grenzt das Dewanger Territorium an drei weitere Stadtbezirke Aalens: im Nordosten an Fachsenfeld, im Osten an Wasseralfingen sowie im Südosten an das Gebiet der Kernstadt Aalen.

Teilorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der Hauptort durch seine wachsenden Siedlungen vorrangig Wohngebiet geworden ist, hat sich die landwirtschaftliche Prägung der Teilorte erhalten. Zum Stadtbezirk gehören (alphabetisch): Aushof, Bernhardsdorf, Bronnenhaus, Bubenrain, Degenhof, Dreherhof, Faulherrenhof, Gobühl, Haldenhaus, Hüttenhöfe, Kohlhöfle, Langenhalde, Neuhof, Rauburr, Reichenbach, Riegelhof, Rodamsdörfle, Rotsold, Schafhof, Schultheißenhöfle, Tannenhof, Trübenreute.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dewangen wurde erstmals 1298 urkundlich erwähnt, als Konrad von Weinsberg dortigen Besitz mit dem Reich tauschte. Der Ort, der im 14. Jahrhundert als Tenwangen, Denewangen oder Dinwang bezeichnet wurde, stand bis ins 14. Jahrhundert unter der Lehnsherrlichkeit des Klosters Ellwangen. Von diesem kaufte die Schwäbisch Gmünder Familie Im Steinhaus die Hoheitsrechte, die es wiederum 1427 dem Gmünder Heilig-Geist-Spital verkaufte.[1] Die Reichsstadt Gmünd übte als Vertreterin ihres Spitals die Hoheit über das Dorf aus und erließ 1584 eine Ortsverfassung. 1803 kam der Ort zum Kurfürstentum (seit 1806 Königreich) Württemberg und wurde in das neu errichtete Oberamt Aalen eingegliedert.

1820 wurde die katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt erbaut, die aber auch schon ältere Gebäudeteile aufweist, den aus dem 13. Jahrhundert stammenden Turm mit seinem frühgotischen Rippengewölbe im Erdgeschoss, das große, aus der Ulmer Schule stammende Kreuz auf dem Hochaltar von 1400 und die kniende Madonna vom Ende des 15. Jahrhunderts.

Am 1. Januar 1973 wurde Dewangen nach Aalen eingemeindet.[2]

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

62 Prozent der Einwohner Dewangens gehören dem römisch-katholischen Glauben an. 24 Prozent bekennen sich zum evangelischen Glauben, 14 Prozent gehören anderen Gruppen an oder hatten bei ihrer Registrierung keine Angaben gemacht.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortschaftsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortschaftsratswahl 2014
Wahlbeteiligung: 54,3 %
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
47,2 %
(-21,9 %p)
34,0 %
(n. k.)
18,8 %
(-12,1 %p)
2009

2014


Der Ortschaftsrat des Stadtbezirks Dewangen hat derzeit 12 Mitglieder, deren Amtszeit fünf Jahre beträgt. Die letzte Wahl fand bei den baden-württembergischen Kommunalwahlen am 25. Mai 2014 statt. Diese ergab folgende Zusammensetzung (die Veränderungen der Fraktionsstärke beziehen sich auf die vorletzte Wahl im Jahr 2009):

Ortschaftsrat seit 2014[3]
Fraktion Anzahl Sitze Veränderung
CDU 6 Sitze –3
FW Dewangen 4 Sitze +4
SPD 2 Sitze –2

Ortsvorsteher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsvorsteher Dewangens ist seit 2014 Eberhard Stark (Freie Wähler Dewangen).

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überregional bekannt ist Dewangen für den rund 1300 Mitglieder großen Sportverein TSV Dewangen, dessen Ringermannschaft von 2006 bis 2009 in der 1. Bundesliga Süd kämpfte. Zudem gelang es der Sportakrobatikabteilung des Turnvereins über mehr als ein Jahrzehnt hinweg, zwischen 1995 und 2011, regelmäßig Deutsche Meistertitel nach Dewangen zu holen.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ortschaftsverwaltung Dewangen (Red.), Stadt Aalen (Hrsg.): Dewangen – alles Wissenswerte über unseren Stadtbezirk, Aalen 1992.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Dewangen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karlheinz Bauer: Aalen. Theiss, Stuttgart 1983, ISBN 3-8062-0321-0, S. 71 ff.
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 445.
  3. Wahlergebnis AA_OR Dewangen 2014, aalen.de, abgerufen am 5. Juli 2014