Dextrokardie

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Klassifikation nach ICD-10
Q24.0 Dextrokardie
ICD-10 online (WHO-Version 2019)
Computertomogramm einer Dextrokardie (von unten gesehen, im Bild links)
Dextrokardie bei Situs inversus

Mit dem Begriff Dextrokardie (Rechtsherzigkeit), abgeleitet vom gr. dexios = „rechts“ und kardia = „Herz“, wird in der Medizin ein Phänomen bezeichnet, bei dem sich das Herz ständig oder zeitweilig in der überwiegend rechten statt in der linken Brusthöhle befindet.

Eine Dextrokardie kann angeboren im Rahmen eines sogenannten Situs inversus (totalis) auftreten,[1] bei dem im Brustkorb oder auch im ganzen Körper sämtliche Organe spiegelverkehrt angelegt sind. Auch kann Dextrokardie durch eine Herzdrehung entstanden sein, etwa als Folge einer Lungen- oder Brustfellerkrankung.

Bei einigen Menschen mit Pätau-Syndrom (Trisomie 13) liegt Dextrokardie vor, während die übrigen Organe wie üblich angelegt sind.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Klaus Holldack, Klaus Gahl: Auskultation und Perkussion. Inspektion und Palpation. Thieme, Stuttgart 1955; 10., neubearbeitete Auflage ebenda 1986, ISBN 3-13-352410-0, S. 191.