Deza (Soria)

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Gemeinde Deza
Deza – Ortsansicht mit Iglesia de la Nuestra Señora de la Asunción
Deza – Ortsansicht mit Iglesia de la Nuestra Señora de la Asunción
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Deza
Deza (Soria) (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: KastilienleonKastilien und León Kastilien und León
Provinz: Soria
Comarca: Campo de Gómara
Koordinaten 41° 28′ N, 2° 1′ WKoordinaten: 41° 28′ N, 2° 1′ W
Höhe: 885 msnm
Fläche: 118,15 km²
Einwohner: 230 (1. Jan. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 1,95 Einw./km²
Postleitzahl: 42125
Gemeindenummer (INE): 42076 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Deza

Deza ist ein Ort und eine Gemeinde mit 230 Einwohnern (Stand 1. Januar 2017) im Osten der spanischen Provinz Soria in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León. Zur Gemeinde gehören auch die beiden Weiler (pedanías) La Alameda und Miñana mit jeweils ca. 10 Einwohnern.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Deza liegt am Río Henar nahe der ehemaligen Grenze zwischen Altkastilien und dem Königreich Aragón in einer Höhe von ca. 885 m ü. d. M.[2] Die Provinzhauptstadt Soria ist gut 60 km (Fahrtstrecke) in nordwestlicher Richtung entfernt; nächstgrößere Stadt ist Calatayud in der Provinz Saragossa. Das Klima im Winter ist kühl, im Sommer dagegen durchaus warm; die geringen Niederschläge (ca. 470 mm/Jahr) fallen – mit Ausnahme der eher regenarmen Sommermonate – verteilt übers ganze Jahr.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1900 1950 2000 2016
Einwohner 1.600 1.478 388 239

Der deutliche Bevölkerungsrückgang seit den 1950er Jahren ist im Wesentlichen auf die Mechanisierung der Landwirtschaft und den damit einhergehenden Verlust an Arbeitsplätzen zurückzuführen.[4]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort war und ist das wirtschaftliche Zentrum einer Landgemeinde. Heute spielt der Tourismus in Form der Vermietung von Ferienwohnungen (casas rurales) eine nicht unbedeutende Rolle für die Einnahmen des Ortes.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gemeindegebiet wurden prähistorische, römische und westgotische Kleinfunde entdeckt, doch sind die Spuren insgesamt eher dürftig. Nach der arabisch-maurischen Eroberung entvölkerten sich weite Gebiete im Norden der Iberischen Halbinsel. Die erste Nachricht von der Existenz einer Burg (castillo) stammt aus dem Jahr 876; sie wurde im Jahr 974 von den Truppen des kastilischen Grafen García Fernández erfolglos belagert und fiel erst im Jahr 1136 in die Hände der Christen. Danach wurde die Region wiederbesiedelt (repoblación), doch blieb sie lange Zeit zwischen Kastilien und dem Königreich Aragón umstritten und wurde um das Jahr 1370 als Dank für seine vorangegangenen Dienste an Bertrand du Guesclin weitergegeben. Wenige Jahrzehnte später gelangte sie in den Besitz der Herzöge von Medinaceli.[5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deza – Ruinen einer Ermita
  • Bedeutendstes Bauwerk des Ortes ist die Burg (castillo), die in ihrer heutigen Gestalt auf die Herzöge von Medinaceli zurückgeht.[6][7]
  • Die zum Bistum Sigüenza gehörende Igesia de Nuestra Senora de la Asunción ist eine imposante dreischiffige Hallenkirche des 16. Jahrhunderts, deren Sterngewölbe auf Säulen ruhen.[8][9]
  • Der Palacio de San Martín de Finojosa verdient ebenfalls Beachtung.
Umgebung
  • Von ehemals fünf Einsiedlerkirchen (ermitas) sind noch drei erhalten: La Soledad, San Roque und San Antonio.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Deza (Soria) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Deza – Karte mit Höhenangaben
  3. Deza – Klimatabellen
  4. Deza – Bevölkerungsentwicklung
  5. Deza – Geschichte
  6. Deza – Burg
  7. Deza – Burg
  8. Deza – Iglesia
  9. Deza – Iglesia