Diana Golze

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Diana Golze (2014)
Video-Vorstellung (2014)

Diana Hertha Golze, geb. Gnorski, (* 18. Juni 1975 in Schwedt/Oder) ist eine deutsche Politikerin (Die Linke). Sie war von 2005 bis 2014 Mitglied des Deutschen Bundestages und war seit dem Amtsantritt des Kabinetts Woidke II am 5. November 2014 bis zu ihrem Rücktritt am 28. August 2018[1] Arbeits- und Sozialministerin in Brandenburg. Seit März 2018 ist sie Vorsitzende des Landesverbandes Die Linke Brandenburg.[2]

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diana Golze besuchte ab 1982 in Angermünde die Schule und machte dort am Einstein-Gymnasium 1995 das Abitur. Anschließend absolvierte sie ein Studium der Erziehungswissenschaften mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik an der TU Berlin, das sie 2000 als Diplom-Sozialpädagogin beendete. Von 1999 bis 2003 war sie Mitarbeiterin im Wahlkreisbüro des Brandenburger Landtagsabgeordneten Heinz Vietze und von 2003 bis 2005 des Abgeordneten Christian Görke.

Am 13. Dezember 2013 wurde sie in den Vorstand des Deutschen Kinderhilfswerkes gewählt.[3]

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Schülerin wurde Golze 1991 Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Junge GenossInnen und 1997 auch der PDS. Ab 1997 gehörte sie dem Landesvorstand der PDS in Brandenburg an und war dort von 1999 bis 2012 stellvertretende Landesvorsitzende. Außerdem war sie Vorsitzende des Die Linke-Kreisverbandes Havelland.

Am 17. März 2018 wurde sie zusammen mit Anja Mayer zu brandenburgischen Landesvorsitzenden der Linken gewählt. Die Wahl erfolgte in Abwesenheit, da sie aufgrund einer im Vorjahr durch einen umstürzenden Baum erlittenen schweren Rückenverletzung nochmals operiert werden musste.[4][5]

Politische Ämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalpolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1998 bis 2001 war sie Mitglied des Kreistages des Kreises Uckermark. Seit Oktober 2003 gehört sie der Stadtverordnetenversammlung von Rathenow, deren Vorsitzende sie seit 2008 ist, und dem Kreistag des Kreises Havelland an.

Abgeordnete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2005 bis 2014 war sie Mitglied des Deutschen Bundestages. In dieser Zeit war sie Mitglied der Kinderkommission[6] sowie des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.[7]

Golze ist stets über die Landesliste Brandenburg in den Bundestag eingezogen.

Landesministerin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der brandenburgischen Landtagswahl 2014 bildeten Die Linke Brandenburg und die SPD Brandenburg eine Regierungskoalition. In dieser fielen drei Ministerposten an die Linke, die Golze neben Christian Görke und Helmuth Markov auf ihrem Landesparteitag am 1. November 2014 für eines dieser Ämter nominierte. Am 5. November wurde Golze zur Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie ernannt und gehörte seitdem dem Kabinett Woidke II an. Ihren Rücktritt erklärte sie am 28. August 2018,[8] nachdem die Brandenburger Gesundheitsbehörden, trotz Hinweisen im Jahr 2016, erst nach einem Bericht des Magazins Kontraste im Juli 2018[9] gegen den Handel mit gestohlenen Krebsmedikamenten durch die Firma Lunapharm eingeschritten waren.[10]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Golze ist verheiratet und hat eine Tochter und einen Sohn.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Diana Golze – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gesundheitsministerin Golze tritt zurück. Abgerufen am 28. August 2018.
  2. Golze und Mayer zur neuen Doppelspitze gewählt. Abgerufen am 28. August 2018.
  3. Thomas Krüger bleibt Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes – Alle Bundestagsfraktionen im Vorstand des Deutschen Kinderhilfswerkes vertreten (Memento vom 5. Dezember 2014 im Internet Archive), aufgerufen am 5. Februar 2014
  4. Umstürzender Baum verletzt brandenburgische Ministerin schwer
  5. Brandenburgs Linke wird jetzt von Golze und Mayer geführt, Märkische Oderzeitung vom 17. März 2018, eingesehen am 18. März 2018
  6. bundestag.de (Memento vom 20. Juli 2010 im Internet Archive)
  7. bundestag.de (Memento vom 14. Juli 2010 im Internet Archive)
  8. Gesundheitsministerin Golze tritt zurück. Abgerufen am 28. August 2018.
  9. Kontraste: Gefahr für Patienten
  10. Gefahr für Patienten. Abgerufen am 28. August 2018.