Diana Rigg

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Diana Rigg 1973

Dame Enid Diana Elizabeth Rigg, DBE (* 20. Juli 1938 in Doncaster, England), ist eine britische Schauspielerin.

Leben und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kindheit, Schule und Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diana Riggs Eltern waren der Eisenbahningenieur Louis Rigg und seine Frau Beryl Hilda. Als Diana zwei Monate alt war, zog die Familie von Yorkshire nach Bikaner in Britisch-Indien, wo Ihr Vater eine Stelle als leitender Angestellter bei einer Eisenbahngesellschaft angenommen hatte. Bis zu ihrem achten Lebensjahr wuchs Diana Rigg in Indien auf. Seither spricht sie auch ein wenig Hindi.

Ab ihrem 9. Lebensjahr besuchte sie bei Pudsey im heimatlichen Yorkshire die Fulneck School, ein Internat der Herrnhuter Brüdergemeine. Von 1955 bis 1957 studierte sie Schauspielkunst an der Royal Academy of Dramatic Art. Zu ihren Mitschülern dort gehörten Glenda Jackson und Siân Phillips. Ihr professionelles Theaterdebüt gab sie 1957 beim York Festival als Natasha Abashwilli in dem Brecht-Stück „Der kaukasische Kreidekreis“.

TV- und Kino-Rollen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltweit bekannt wurde Diana Rigg ab 1961 in der britischen Fernsehserie Mit Schirm, Charme und Melone. An der Seite von Patrick Macnee spielte sie darin die scharfzüngige, schlagkräftige, emanzipierte und oft in Leder gekleidete Emma Peel. Ihre Interpretation der Rolle war das Vorbild für zahlreiche Nachahmerinnen. So gelten die unabhängigen, selbstbewussten Companions in Doctor Who als Antwort der Produzenten auf den Erfolg von Emma Peel.[1]

Im Kino kam ihr Talent kaum zur Geltung. Am bekanntesten ist ihre Rolle als Ehefrau von James Bond in dem Film Im Geheimdienst Ihrer Majestät (1969), der ursprünglich beim Publikum als Enttäuschung innerhalb der Filmserie um den britischen Geheimagenten galt und erst Jahre später bei Kritik und Fangemeinde Anerkennung fand. In dem Film Hospital geriet 1971 eine Szene zum Skandal, in der sie einen vermeintlich impotenten Chefarzt durch verbale Erniedrigungen heilen konnte. Die Nackt- und Sexszene wurde dann zu einer jugendfreien Darstellung umgeschnitten. 1982 spielte sie in der Agatha-Christie-Verfilmung Das Böse unter der Sonne neben Peter Ustinov.

In der britischen Kult-Serie Doctor Who war Rigg 2013 in einer von Mark Gatiss geschriebenen Folge erstmals neben ihrer Tochter Rachael Stirling zu sehen; sie spielten Mutter und Tochter.[2][1] Ebenfalls 2013 trat sie in der mehrfach ausgezeichneten Fantasy-Serie Game of Thrones ab der dritten Staffel als Lady Olenna Tyrell auf.[3]

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mehr Erfolg hatte sie auf der Theaterbühne, in klassischen wie in modernen Rollen, für die sie vielfach ausgezeichnet wurde. Von 1959 bis 1964 war sie Mitglied der Royal Shakespeare Company, ab 1967 arbeitete Rigg dann frei als Associate Artist of the RSC mit der Royal Shakespeare Company zusammen. Ab 1971 war sie Mitglied des National Theatre of Great Britain. Sie zählt zu den ersten Schauspielerinnen, die nackt auf einer Bühne (in dem Stück Abelard and Heloise, 1970) auftraten. 1979 wurde sie in einer Titelstory des Time Magazine als „Großbritanniens beste Schauspielerin“ gefeiert. 1982 veröffentlichte sie das Buch No Turn Unstoned, eine Sammlung der schlechtesten (und am schlechtesten geschriebenen) Theaterkritiken und eine Abrechnung mit den Kritikern, die ihr oft übel mitspielten.

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rigg war Vorstandsmitglied der Royal Academy of Dramatic Art und von 1998 bis 2008 Kanzlerin der University of Stirling. 1999 war sie Cameron Mackintosh Visiting Professor of Contemporary Theatre an der University of Oxford. 1987 erhielt sie den Titel „Commander of the Order of the British Empire“, 1994 wurde sie von Königin Elisabeth II. zur Dame Commander ernannt.

Diana Rigg lebt in Chelsea und in einem französischen Dorf im Département Landes. Sie war zweimal verheiratet, zunächst mit dem israelischen Maler Menachem Gueffen (1973–1976) und später mit dem schottischen Großgrundbesitzer Archibald Stirling (1982–1990). Aus der Beziehung mit letzterem stammt ihre Tochter Rachael Stirling (* 1977)[4], die ebenfalls Schauspielerin ist.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kathleen Tracy: Diana Rigg: The Biography. BenBella Books, Dallas (Texas), 2004, ISBN 1-932100-27-X.
  • Franziska Fischer: „Mrs. Peel, wir werden gebraucht!“ Mit Schirm, Charme und Melone – Das Buch zur Serie. Bertz + Fischer Verlag, 2009, ISBN 978-3-86505-159-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datenbanken
 Commons: Diana Rigg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Inhaltliches

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Christian Junklewitz: Doctor Who: Diana Rigg kommt zu Besuch. Serienjunkies.de, 4. Januar 2012, abgerufen am 15. Juli 2012.
  2. Dame Diana Rigg and Rachael Stirling to Star in New Series! BBC, 2. Juli 2012, abgerufen am 15. Juli 2012 (englisch).
  3. Bernd Michael Krannich: Game of Thrones: Startdatum und 14 neue Darsteller für Staffel 3. Serienjunkies.de, 14. Juli 2012, abgerufen am 15. Juli 2012.
  4. Eintrag bei filmreference.com
  5. Olivier Winners 1997 listing
  6. Olivier Winners 1999 listing
  7. http://www.broadcastingpressguild.org/bpgawards/1989-2/
  8. Webseite der Universität(abgerufen am 20. Juli 2013)
  9. Biographie (abgerufen am 20. Juli 2013)