Diana Serra Cary

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Baby Peggy (2012)

Diana Serra Cary, besser bekannt als Baby Peggy (eigentlich Peggy-Jean Montgomery; * 26. Oktober 1918 in Merced, Kalifornien) ist eine US-amerikanische Filmschauspielerin. Sie gilt als letzter lebender Stummfilmstar.[1]

Leben[Bearbeiten]

Diana Serra Cary wurde in Kalifornien als zweite Tochter von Marian und Jack Montgomery geboren. Ihr Vater war ein ehemaliger Cowboy und arbeitete nun in Hollywood als Stuntman, unter anderem für den Westernstar Tom Mix. Sie wurde im Alter von neunzehn Monaten bei einem Besuch im Century-Filmstudio vom Regisseur Fred Fishbach entdeckt, der sich vor allem von ihrem guten Verhalten begeistert zeigte. Ihr erster Film Playmates wurde 1921 ein großer Erfolg und so trat sie in den nächsten drei Jahren in Hauptrollen in rund 150 Kurzfilmen für Century auf. Dadurch wurde Baby Peggy hinter Jackie Coogan zum größten Kinderstar der 1920er-Jahre in Hollywood. Im Jahre 1924 war sie das Maskottchen der Versammlung der Demokratischen Partei. Nachdem sich ihr Vater 1925 mit dem Filmproduzenten Sol Lesser zerstritt, musste Baby Peggy auf Theaterarbeit ausweichen. Sie erreichte einigen Erfolg mit Auftritten auf zahlreichen Vaudeville-Bühnen. Als sie jedoch in den 1930er-Jahren ins Filmgeschäft zurückkehrte, erhielt sie nur noch kleine Nebenrollen und beendete 1938 ihre Filmkarriere.

Ihr Vater, Jack Montgomery war Cowboy und ebenfalls Schauspieler. Sie hat eine ältere Schwester namens Jack-Louise. Ihre Eltern veruntreuten einen Großteil des von Baby Peggy verdienten Geldes. Diana Serra Cary war zweimal verheiratet. Die erste Ehe mit Gordon Ayres wurde geschieden; dann war sie von 1954 bis zu seinem Tod 2001 mit Bob Carey verheiratet, mit dem sie einen Sohn namens Mark hat. Den Namen Serra nahm sie Anlehnung an Fra Juníper Serra an, nachdem sie zum Katholizismus konvertiert war.

1996 veröffentlichte sie ihre Autobiographie Whatever happened to Baby Peggy?, in Anspielung auf den Film What Ever Happened to Baby Jane?. Carys Karriere als Kinderstar soll sogar teilweise Vorbild der Filmfigur „Baby Jane Hudson“ in diesem Film gewesen sein. Sie verbrachte einen Großteil ihres erwachsenen Lebens als Unbekannte, auch weil die meisten ihrer Filme bis heute verschollen sind. In der jüngeren Vergangheit stand sie allerdings wieder zusehends im Rampenlicht, so erschien im Jahre 2011 der Dokumentarfilm Baby Peggy: The Elephant in the Room. Diana Serra Cary zählt heute zu den letzten lebenden Schauspielern der Stummfilmära[2], unter diesen ist sie jedoch die einzige, die wirklich ein bekannter „Star“ der Stummfilmära war.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1921: Her Circus Man
  • 1921: Brownie’s Little Venus
  • 1921: Fool’s Paradise
  • 1922: The Little Rascal
  • 1923: Carmen, Jr.
  • 1923: The Kid Reporter
  • 1923: The Darling of New York
  • 1924: Helen’s Babies
  • 1924: The Family Secret
  • 1924: Peg o' the Mounted
  • 1924: Mein kleiner Kapitän (Captain January)
  • 1926: April Fool
  • 1934: The Return of Chandu
  • 1937: Schiffbruch der Seelen (Ship of Souls)
  • 1937: Ein Mordsschwindel (True Confession)
  • 1938: Having Wonderful Time

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Artikel in der Huffington Post vom Oktober 2015
  2. Liste der lebenden Stummfilmschauspieler bei der englischen Wikipedia

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Diana Serra Cary – Sammlung von Bildern