Dianatempel (München)

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Dianatempel im Zentrum des Münchner Hofgartens

Der Dianatempel im Münchner Hofgarten, dem Garten der Münchner Residenz, ist ein aus der Renaissancezeit stammender zwölfeckiger Pavillon mit acht offenen und vier geschlossenen Rundbogenarkaden. Er ist der Kreuzungspunkt der Haupt- und Diagonalachsen des Hofgartens.

Muschelbrunnen im Dianatempel

Der Dianatempel wurde zusammen mit dem Hofgarten 1613 bis 1617 im italienischen Stil angelegt und geht auf Maximilian I., Kurfürst von Bayern zurück. Der Tempel bildet das Zentrum des Gartens und wurde wahrscheinlich durch Heinrich Schön um das Jahr 1615 geschaffen.

Auf ihm befindet sich eine berühmte Bronzefigur, eine Kopie der Tellus Bavaria-Bronzestatue von Hubert Gerhard. Das Original befindet sich im Residenzmuseum. Die Bronzefigur, die das Dach krönt, wurde 1594 von Hans Krumpper geschaffen und symbolisiert die Reichtümer des Landes Bayern.

Im Tempel selbst sind vier Muschelbrunnen als Wandbrunnen zu finden.

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick durch die Rundbögen mit Bodenmosaik und Deckengestaltung

Wie der ganze Hofgarten ist auch der Dianatempel normalerweise der Öffentlichkeit frei zugänglich. Ausnahmen sind selten, unter anderem als Kulisse für Filmaufnahmen (beispielsweise für Die drei Musketiere (2011)), und der Zugang vom Odeonsplatz ist bei Großveranstaltungen (beispielsweise Klassik am Odeonsplatz) gelegentlich nicht möglich.

Im Pavillon finden Konzerte statt und Straßenmusiker unterhalten die Parkbesucher; abends dient er im Sommer als inoffizieller und informeller Treffpunkt für Tänzer (Tango Argentino, Salsa und Swing[1]). Diese nichtkommerziellen Veranstaltungen werden geduldet, solange es nicht zu einer Lärmbelästigung der Anwohner oder einer Belästigung der anderen Besucher kommt. An einem sonnigen Sonntagnachmittag bildet sich mitunter eine Menschentraube, um den Tänzern bei ihrem Hobby zuzusehen.

Für eine derartige Nutzung bedarf es einer Absprache mit der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, die insbesondere die Genehmigungen für die Straßenmusiker vergibt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Swing and the City: Diana-Tempel im Hofgarten. Abgerufen am 23. Januar 2011.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Adrian von Buttlar; Traudl Bierler-Rolly (Hrsg.): Der Münchner Hofgarten. Beiträge zur Spurensicherung. München 1988.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dianatempel (München) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 48° 8′ 35″ N, 11° 34′ 48″ O