Diane Weigmann

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Diane Weigmann (2007)
Diane Weigmann bei Stars For Free 2005 in Berlin

Diane Weigmann (* 4. Januar 1974) ist eine deutsche Musikerin aus Berlin.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diane Weigmann gehörte 1989 zu den Mitgründern der Lemonbabies, die vier Alben bis zur Auflösung im Jahr 2002 veröffentlichte. Bei dem Quartett war sie für Gitarre und Gesang zuständig.

Unter dem Namen Diane Lemonbaby übernahm sie 2000 die Komposition und einen Gesangspart des Duetts Chocolate for the tears für den Film Kaliber Deluxe zusammen mit Bela B. Im selben Jahr war sie der weibliche Gesangspart der Single „Manchmal haben Frauen“ der Band Die Ärzte.

Nach der Auflösung der Lemonbabies begann sie eine Karriere als Solokünstlerin und hatte 2004 Auftritte mit neuer eigener Band im Vorprogramm der Deutschlandtournee von Jan Plewkas Band Zinoba. Ein Jahr später folgte Diane – das Album mit der Das Beste als erster Single. Beide Tonträger hielten sich mehrere Wochen in den Charts. Im selben Jahr erhielt sie eine Nominierung für die German Radio Awards in der Kategorie „best female pop national“. Zudem hatte sie eine Supporttour – allein und unplugged - für den schwedischen Künstler Moneybrother und wurde von Paul Weller eingeladen, ihn auf seiner Deutschlandtournee als Vorprogramm zu begleiten. Im Jahr 2006 folgten das Soloalbum Im Zweifelsfall noch immer, produziert mit Patrik Majer, und eine Teilnahme bei Stefan Raabs Bundesvision Song Contest 2006, die sie 2010 als Unterstützung der Blockflöte des Todes wiederholte.

In den Jahren 2007 und 2008 begleitete sie im Vorprogramm die Tournee Laith Al-Deens und war im Rahmen einer Solo-Tournee in kleiner Besetzung, unplugged und mit verschiedenen Gästen unterwegs, darunter Bosse, Medlz, Daniel Ziese und Michel van Dyke.

Gemeinsam mit Tobias Weyrauch und Carsten Schmelzer gründete sie 2008 auch das Produktions-Team „3Berlin“, das u.a. Titelsongs für Hörspiele wie Barbie, Bobby Car, Littles Pet Shop sowie die komplette „Summ, Summ, Summ“-Kinderliederreihe produzierte. Das Team schrieb auch den Titelsong für das Schlaumäuse-Lernprogramm für Microsoft.[1]

Auf Weigmanns eigenem Label Rotschopf Records erschien 2013 das Album Kein unbeschriebenes Blatt, das über die Plattform Pledge Music von Fans finanziert wurde.[2] Außerdem erhielt sie den Förderpreis für junge Liedermacher der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung.[3]

Diverses[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diane Weigmann arbeitete u.a. mit folgenden Musikern und Interpreten zusammen: Howard Carpendale, Christina Stürmer, die Höhner, Curt Cress, Thomas D, Yvonne Catterfeld, Juli, Jess (No Angels) und Vanessa Maurischat. Zusammen mit Michael Beckmann (Rainbirds) produzierte sie außerdem Film- und Werbeproduktionen und schrieb mit Till Brönner den Titelsong für KI.KA-Live.
Mit Jens Oettrich komponierte und produzierte sie über Jahre den jeweiligen TV-Kampagnensong für Lenor für das komplette europäische Ausland.

Ab 2004 ist Diane Weigmann die deutsche Stimme der Musik für den Winx Club und schreibt auch die deutschen Übersetzungen. Der Song „Die Welt dreht sich“ vom 2005er Solo-Debüt wurde zum Werbesong für die Glücksspirale. Weigmann schrieb die Übersetzungen für TV Kinderformate wie Emily Erdbeer, Yu-Gi-Oh oder Dreckspatzplatz. Sie gibt auch Vocalcoaching für Schauspieler und Sänger wie z.B. Julie Engelbrecht, Jana Pallaske, Dennenesch Zoudé und Bushido. Im Jahr 2012 zeichnete sie verantwortlich für sämtliche Gesangstexte und Teile der Musik des Musicals Beats.

Ihre Halbschwester ist die Prostitutions-Aktivistin Felicitas Schirow.[4]

Diane Weigmann lebt in Berlin-Schöneberg und ist Mutter eines Sohnes und einer Tochter.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Das Album
  DE 36 19.09.2005 ( 2 Wo.)
Im Zweifelsfall noch immer
  DE 87 22.06.2007 ( 2 Wo.)
Singles
Das Beste
  DE 24 01.08.2005 ( 9 Wo.)
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mit den Lemonbabies (nur Alben)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1994: Poeck It
  • 1995: Pussy! Pop
  • 1998: Porno
  • 2000: Now + Forever

als Solokünstlerin (nur Alben)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2005: Das Album
  • 2007: Im Zweifelsfall noch immer
  • 2013: Kein unbeschriebenes Blatt

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Titellieder. In: dreiberlin.de. Abgerufen am 21. Juni 2016.
  2. Ulrike Rechel: Diane Weigmann und ihre neue Platte. In: tip-berlin.de. 3. Dezember 2012, abgerufen am 21. Juni 2016.
  3. Sprungbrett für junge Liedermacher – Hanns-Seidel-Stiftung verleiht Förderpreis in Kloster Banz (PDF). In: Hanns-Seidel-Stiftung. 2. August 2013, abgerufen am 3. Juli 2016.
  4. Karim Mahmoud: Drei Jahre nach dem Ende der Lemonbabies meldet sich der Rotschopf zurück: Hier liegt die Sing-Schwester von Berlins berühmtester Hure. In: berliner-kurier.de. 16. Juli 2005, abgerufen am 21. Juni 2016.