Diatribe

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Die Diatribe (griechisch διατριβή diatribḗ, wörtlich „Zeitvertreib“, „Unterricht“) war eine von hellenistischen Philosophen (besonders den Kynikern) im 3. Jahrhundert v. Chr. geschaffene Form moralphilosophischer Rede, die sich in lockerem, oft volkstümlichem Ton an ein breites Laienpublikum wendet, um es durch unterhaltsame Belehrung zu erziehen.

Ihre bedeutendsten Vertreter waren Horaz, Seneca, Persius, Iuvenalis, Musonius, Dion Chrysostomos, Epiktet und Maximos von Tyros.

In modernem Griechisch heißt die wissenschaftliche Dissertation zum Erlangen der Doktorwürde Diatribe.

Da der Begriff „diatribe“ auch im Englischen[1] und im Französischen[2] vorkommt und dort Schmährede oder Hetzrede bedeutet, ist diese Bedeutung auch im Deutschen geläufig, allerdings – näher am griechischen Vorbild – abgeschwächt auf „gelehrte Streitschrift“.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Englisch ⇔ Deutsch Wörterbuch - leo.org: Homepage. In: dict.leo.org. Abgerufen am 2. Juni 2016.
  2. Französisch ⇔ Deutsch Wörterbuch - leo.org: Homepage. In: dict.leo.org. Abgerufen am 2. Juni 2016.