Diavik-Diamantenmine

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Luftaufnahme der Diavik-Diamantenmine.
Die Ekati-Diamanten-Mine und die Diavik-Diamantenmine am Lac de Gras.

Die Diavik-Diamantenmine liegt in der North Slave Region in den Northwest Territories Kanadas, ca. 300 km nördlich von Yellowknife.

Als wichtiger regionaler Wirtschaftsfaktor beschäftigt sie 700 Angestellte, setzt CAN$ 100 Millionen in Verkäufen um und fördert 8 Millionen Karat bzw. 1,6 Tonnen Diamanten jährlich. Die Forschungen in dieser Gegend begannen 1992, der Bau der Mine begann 2001, um den regulären Betrieb im Januar 2003 aufzunehmen. Die Mine ist an die Tibbitt to Contwoyto Winter Road angeschlossen, die nur zwei Monate jährlich existiert, und verfügt über den Flughafen Diavik Airport mit einer 1.596 m langen Kies-Landebahn, die für die Boeing 737 ausgelegt ist.

Bei dem Besitzer der Mine handelt es sich um ein Joint Venture zwischen der Harry Winston Diamond Corporation und Diavik Diamond Mines Inc., einem Tochterunternehmen der Rio Tinto Group. Die Betriebszeit der Mine wird auf 16 bis 22 Jahre veranschlagt.

Die Mine liegt auf einer 20 Quadratkilometer großen Insel im Lac de Gras und wird informell „East Island“ genannt. Sie liegt 220 km südlich des Polarkreises.

Aufgrund des milden Winters 2006 wurde die Eisstraße erst spät eröffnet und schon früh geschlossen, was dazu führte, dass Diavik die restliche Ladung einfliegen lassen musste, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.

Die Diavik-Mine war Gegenstand der Doku-Serie Ice Road Truckers.

Literatur[Bearbeiten]

  • Wolfgang Brunner, Holger Itzeck, Stefan Schwank: Dichtwände für eine Tagebaumine in der kanadischen Arktis. Tiefbau, Jahrgang 2007, Heft 6, S. 340–344 (Kurzfassung)

Weblinks[Bearbeiten]

64.496111111111-110.27333333333Koordinaten: 64° 29′ 46″ N, 110° 16′ 24″ W