Dibromdifluormethan

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Strukturformel
Strukturformel von Dibromdifluormethan
Allgemeines
Name Dibromdifluormethan
Andere Namen
  • Difluordibrommethan
  • H 1202
  • R-12B2
Summenformel CBr2F2
CAS-Nummer 75-61-6
PubChem 6382
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit[1]

Eigenschaften
Molare Masse 209,82 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig[1]

Dichte

2,3063 g·cm−3 (15 °C)[1]

Schmelzpunkt

−110 °C[1]

Siedepunkt

24,5 °C[1]

Dampfdruck

920 mbar (20 °C)[1]

Löslichkeit
  • praktisch unlöslich in Wasser[1]
  • löslich in Methanol und Ether[2]
Brechungsindex

1,398 (20 °C)[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​280​‐​302+352​‐​305+351+338 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][1]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 36/37/38
S: 59
MAK

Schweiz: 100 ml·m−3 bzw. 860 mg·m−3[5]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Dibromdifluormethan ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Halogenkohlenwasserstoffe.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dibromdifluormethan kann durch Dampfphasen-Bromierung von Difluormethan gewonnen werden.[6]

Es entsteht auch bei der Fluorierung von Tetrabrommethan.[7]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dibromdifluormethan ist ein sehr leicht flüchtige, farblose Flüssigkeit, die praktisch unlöslich in Wasser ist. Sie zersetzt sich bei Erhitzung und hat ein Ozonabbaupotenzial von 1,25.[1]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dibromdifluormethan wird als Löschmittel (zum Beispiel in Militärflugzeugen[8]) und als Zwischenprodukt bei der Herstellung von Farbstoffen, Pharmazeutika und quartären Ammoniumverbindungen verwendet.[6] Die Verbindung wird zurzeit nicht vom Montreal Protokoll erfasst,[8] aber in dessen Rahmen werden in zunehmendem Maße die Quellen der in der Umwelt [9] nachgewiesenen Verbindung untersucht.[10]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k Eintrag zu CAS-Nr. 75-61-6 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 10. März 2013 (JavaScript erforderlich).
  2.  Terry Hills: Organic Chemistry. Lotus Press, 2004, ISBN 81-89093-51-7, S. 60 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Datenblatt Dibromodifluoromethane, ≥95.0% (GC) bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 10. März 2013 (PDF).
  4. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung gültig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist daher nur noch auf Gebinden zulässig, welche vor diesen Daten in Verkehr gebracht wurden.
  5. SUVA: Grenzwerte am Arbeitsplatz 2015 – MAK-Werte, BAT-Werte, Grenzwerte für physikalische Einwirkungen, abgerufen am 2. November 2015.
  6. a b Eintrag zu Dibromdifluormethan in der Hazardous Substances Data Bank, abgerufen am 10. März 2013.
  7.  Alan Roy Katritzky, Otto Meth-Cohn, Thomas Lonsdale Gilchrist, Charles Wayne Rees: Comprehensive Organic Functional Group Transformations: Carbon with Three Or .... Elsevier, 1995, ISBN 0-08-042704-9, S. 226 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  8. a b unep.fr: UNEP DTIE OzonAction Branch: Information resources, abgerufen am 28. Mai 2015
  9.  Potential Ozone Depleting Substances Uses and Alternatives in the Nordic Countries. Nordic Council of Ministers, 2005, ISBN 978-92-893-1252-3, S. 41 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  10.  Handbook For The Montreal Protocol On Substances That Deplete The Ozone Layer. UNEP/Earthprint, 2006, ISBN 978-92-807-2770-8, S. 479 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).