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Dichtelbach

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Wappen Deutschlandkarte
Dichtelbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Dichtelbach hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 50° 1′ N,  42′ OKoordinaten: 50° 1′ N,  42′ O
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Hunsrück-Kreis
Verbandsgemeinde: Simmern-Rheinböllen
Höhe: 403 m ü. NHN
Fläche: 5,37 km²
Einwohner: 625 (31. Dez. 2025)[1]
Bevölkerungsdichte: 116 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55494
Vorwahl: 06764
Kfz-Kennzeichen: SIM, GOA
Gemeindeschlüssel: 07 1 40 027
Adresse der Verbandsverwaltung: Brühlstraße 2
55469 Simmern/Hunsrück
Website: www.dichtelbach.de
Ortsbürgermeister: vakant (geschäftsführend: Sarah Eichenlaub, 1. Beigeordnete)
Lage der Ortsgemeinde Dichtelbach im Rhein-Hunsrück-Kreis
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Karte
Ansicht von Westen

Dichtelbach ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Simmern-Rheinböllen an.

Dichtelbach liegt im östlichen Hunsrück, zwischen der Bundesautobahn 61 und dem Binger Wald. Das Dorf liegt an einer alten Römerstraße, der sogenannten Ausoniusstraße, die von Trier nach Bacharach führte. Der Ort leitet seinen Namen vom Dichtelbach ab, der zwischen Rheinböllen und Rheinböllerhütte in den Guldenbach mündet.

Eigentlich leitet sich der Name von Dadilebach ab, was so viel wie Feuerbach bedeutet. Feuerbach wurde es aufgrund der vielen Holzkohlemeiler am Wald genannt.

Zu Dichtelbach gehört auch der Wohnplatz Heidehof.[2]

Dichtelbach wurde erstmals im Jahre 996 urkundlich erwähnt. Landesherren waren die Herzöge von Pfalz-Simmern und ab 1673 die Kurfürsten von der Pfalz.

Mit der Besetzung des Linken Rheinufers 1794 durch französische Revolutionstruppen wurde der Ort französisch, 1815 wurde er auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet.

Seit 1946 ist der Ort Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Ab dem 20. Mai 1963 wurde auf der Nordseite des Kandrich von den US-Streitkräften eine Flugabwehreinheit mit MIM-14 Nike Hercules-Raketen stationiert. Am Fuße des Kandrich entstand eine Raketenstation, in etwa der Mitte des Berges ein Kasernengebäude und auf dem Bergkopf eine Radarstation. Diese Einheit wurde außer Dienst gestellt und die komplette Anlage im Oktober 1982 geschlossen.

Von 1986 bis 1991 wurden auf dem Kandrich von der U.S. Army MIM-104 Patriot-Flugabwehrraketen zum Schutz der neu entstandenen Wüschheim Air Station stationiert. Davon zeugt bis heute eine Baracke im Wald und acht hufeisenförmige Schutzwälle auf dem Kandrich, wo heute drei Windkraftanlagen stehen.

Mit Ende des Kalten Krieges wurde die Militäreinrichtung auf dem Kandrich aufgegeben. Die Kaserne und die Raketenstation wurde als Mobilmachungsstützpunkt der Bundeswehr umgebaut und von dieser bis 2006 genutzt.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Dichtelbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

JahrEinwohner
1815366
1835499
1871495
1905474
1939371
JahrEinwohner
1950436
1961418
1970436
1987511
1997682
JahrEinwohner
2005692
2011674
2017646
2025625[1]

Der Gemeinderat in Dichtelbach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und – wenn wieder ernannt – dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

Das Amt ist derzeit vakant. Kevin Keber wurde am 10. Dezember 2020 Ortsbürgermeister von Dichtelbach. Da bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 kein Wahlvorschlag für die Nachfolge des bisherigen Ortsbürgermeisters Martin Huhn eingereicht wurde, oblag die Neuwahl des Bürgermeisters gemäß rheinland-pfälzischer Gemeindeordnung dem Rat. Dieser entschied sich im Dezember 2020 einstimmig für Kevin Keber.[5] Auch bei der folgenden Direktwahl am 9. Juni 2024 wurde erneut kein Wahlvorschlag eingereicht.[6] Da auch der neu gewählte Gemeinderat keinen Kandidaten fand, blieb der bisherige Ortsbürgermeister zunächst geschäftsführend im Amt,[7] legte sein Amt dann aber mit Wirkung zum 31. Dezember 2024 nieder.[8] Die Amtsgeschäfte werden seitdem von der Ersten Beigeordneten Sarah Eichenlaub und den weiteren Beigeordneten kommissarisch weitergeführt.[9]

Commons: Dichtelbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Bevölkerungsstand 31. Dezember 2025 von Land, Landkreisen, Gemeinden und Verbandsgemeinden (Fortschreibung auf Grundlage des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Februar 2022[Version 2026 liegt vor.]. S. 56 (PDF; 3,3 MB).
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Mein Dorf, meine Stadt. Abgerufen am 30. August 2021.
  4. Kevin Keber (Ortsbürgermeister und Wahlleiter): Bekanntmachung des Ergebnisses der Wahl zum Gemeinderat Dichtelbach am 9. Juni 2024. In: Heimat Aktuell - Mitteilungsblatt der VG Simmern-Rheinböllen, Ausgabe 26/2024. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, 13. Juni 2024, abgerufen am 27. Dezember 2025.
  5. Ortsgemeinde Dichtelbach: Der neue Gemeinderat stellt sich vor. 28. August 2019, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 29. August 2021; abgerufen am 23. Februar 2024.
  6. Dichtelbach, Ortsbürgermeisterwahl (Gemeinde) 09.06.2024. In: Kommunalwahlergebnisse Dichtelbach. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 27. Dezember 2025.
  7. Kevin Keber (Ortsbürgermeister): Wahl der/s Ortsbürgermeister/in und Wahl und Ernennung der Beigeordneten. In: Heimat Aktuell - Mitteilungsblatt der VG Simmern-Rheinböllen, Ausgabe 29/2024. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, 10. Juli 2024, abgerufen am 27. Dezember 2025.
  8. Ortsbürgermeister und Gemeinderat: Jahresausklang. In: Heimat Aktuell - Mitteilungsblatt der VG Simmern-Rheinböllen, Ausgabe 51/2024. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, abgerufen am 27. Dezember 2025.
  9. Sarah Eichenlaub: Grußwort 1. Beigeordnete nach stellvertretender Amtsübernahme. In: Heimat Aktuell - Mitteilungsblatt der VG Simmern-Rheinböllen, Ausgabe 3/2025. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, abgerufen am 27. Dezember 2025.