Dick Van Dyke

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Dick van Dyke im Dezember 2007

Richard Wayne „Dick“ Van Dyke (* 13. Dezember 1925 in West Plains, Missouri), ist ein US-amerikanischer Fernseh- und Filmschauspieler, Entertainer und Komiker. Weltbekannt wurde er durch seine Hauptrollen als Schornsteinfeger Bert in Walt Disneys Mary Poppins (1964) sowie als Caractacus Potts in Tschitti Tschitti Bäng Bäng (1968). Mit der The Dick Van Dyke Show hatte er in den 1960er-Jahren zeitweise seine eigene Fernsehshow. In den 1990er-Jahren feierte er mit der Serie Diagnose: Mord (Diagnosis Murder) ein Comeback.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dick Van Dyke spielte seine erste Hauptrolle 1960 auf der Theaterbühne in dem Stück Bye Bye Birdie, für die er einen Tony Award gewann. Danach brillierte er in seiner eigenen Sitcom, der Dick Van Dyke Show, die in fünf Staffeln lief. In der Hauptrolle des Rob Petrie gewann Van Dyke drei Emmy Awards. Danach wechselte er langsam vom Fernsehen zum Film. 1963 wurde seine Glanzrolle in Bye Bye Birdie mit ihm verfilmt, 1964 war er in Immer mit einem anderen (What a Way to Go!) zu sehen. Im gleichen Jahr stand er in Walt Disneys Mary Poppins in einer Doppelrolle vor der Kamera, als Lebenskünstler Bert und, stark verkleidet, als älterer Besitzer der Bank. Van Dykes Versuch, einen Cockney-Akzent nachzuahmen, wurde oft verspottet (besonders in Großbritannien). In diesem Film zeigte er aber seine Vielseitigkeit als Sänger und Tänzer. Für seinen Beitrag zum Soundtrack von Mary Poppins erhielt Van Dyke einen Grammy Award.

Ab Mitte der 1960er Jahre war Van Dyke in einer Reihe relativ erfolgloser Filme zu sehen, von denen nur der Kinderfilm Tschitti Tschitti Bäng Bäng (Chitty Chitty Bang Bang) immer noch bekannt ist, besonders durch das gleichnamige Musical. 1974 überraschte Van Dyke in seiner ersten dramatischen Rolle, als alkoholkranker Geschäftsmann in Der Morgen danach (The Morning After). Van Dyke erhielt allgemeine Anerkennung für seine Darstellung und eine Emmy-Nominierung. Der Film wird von Kritikern als einer der realistischsten Fernsehfilme angesehen, die je zum Thema Alkoholismus produziert wurden. In den USA wird der Film in manchen Behandlungszentren gezeigt. Zu dieser Zeit gab Van Dyke zu, selbst Alkoholprobleme zu haben. Ebenfalls 1974 spielte er den Mörder in der Folge Momentaufnahme für die Ewigkeit (Negative Reaction) der Krimi-Reihe Columbo.

Seine Karriere schien schon vorüber zu sein, als Van Dyke 1990 für die Rolle des DA Fletcher, des Vorgesetzten von Dick Tracy, im gleichnamigen Kinofilm besetzt wurde. Er erhielt dafür viele positive Kritiken, was dazu führte, dass er anschließend Hauptrollen in mehreren Fernsehfilmen bei CBS erhielt. Dies wiederum führte zu der Produktion der erfolgreichen Fernsehserie Diagnose: Mord, die von 1993 bis 2001 lief. In der Sitcom Becker spielte Van Dyke 1998 in der Folge Becker senior (Staffel 1, Episode 13) den Vater des Hauptcharakters Dr. John Becker (Ted Danson).

2006 stand Van Dyke in der Rolle eines altgedienten Nachtwächters in dem Kinohit Nachts im Museum (Night at the Museum) unter anderem neben Ben Stiller und Robin Williams vor der Kamera. Diese Rolle behielt er auch in den beiden Nachfolgern Nachts im Museum 2 und Nachts im Museum: Das geheimnisvolle Grabmal bei.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dick Van Dyke ist der Bruder des Schauspielers Jerry Van Dyke und des Sängers Leroy Van Dyke. Sein Sohn Barry Van Dyke und seine Enkel Carey und Shane spielten neben Van Dyke in Diagnose: Mord. Seine Tochter Stacy Van Dyke ist ebenfalls Schauspielerin.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dick Van Dyke ist ein großer Bewunderer von Stan Laurel und hielt eine Grabrede bei dessen Begräbnis. Bei einem Treffen mit Laurel soll er ihm gesagt haben, er hätte vieles von ihm kopiert; Laurel soll mit einem Schmunzeln geantwortet haben: „Ich habe es bemerkt.“

Eine Leidenschaft von Van Dyke ist das Produzieren von 3D-Computergrafiken. Ein praktisch unmöglicher Motorradstunt wurde so von ihm für Diagnose: Mord umgesetzt.[1]

Als Dick Van Dyke 1993 mit einem Stern am Hollywood Walk of Fame geehrt wurde, war der Name des Stars irrtümlich mit DICK VANDYKE angegeben. Van Dyke malte persönlich mit einem Stift eine Linie zwischen VAN und DYKE. Der Fehler wurde nach der Zeremonie korrigiert.[2]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dick Van Dyke – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mirror: How Dick Van Dyke became a surprising and professional CGI artist/ animator on Diagnosis Murder. Archiviert vom Original am 3. März 2015. Abgerufen am 3. März 2015.
  2. Name misspelled on star. In: Google News. The Dispatch, 26. Februar 1993, abgerufen am 2. Juni 2015 (englisch).