Japanischer Ysander

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Japanischer Ysander
Pachysandra terminalis0.jpg

Japanischer Ysander (Pachysandra terminalis)

Systematik
Eudikotyledonen
Ordnung: Buchsbaumartige (Buxales)
Familie: Buchsbaumgewächse (Buxaceae)
Tribus: Sarcococceae
Gattung: Ysander (Pachysandra)
Art: Japanischer Ysander
Wissenschaftlicher Name
Pachysandra terminalis
Siebold & Zucc.

Japanischer Ysander[1][2] (Pachysandra terminalis), häufig auch Dickmännchen, Dickanthere, Schattengrün oder nach der Gattung einfach Ysander oder Pachysandra genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Buchsbaumgewächse (Buxaceae). Sie stammt ursprünglich aus den Wäldern Japans und Chinas.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Japanischer Ysander wächst aufrecht oder kriechend als immergrüner Halbstrauch und erreicht Wuchshöhen von bis 30 cm. Es werden Rhizome gebildet. Die kurz gestielten (1 bis 3 cm) Laubblätter stehen wechselständig zu vier bis sechs dicht zusammen. Die ledrige Blattspreite besitzt eine Größe von 2,5 bis 5 (selten bis 9) × 1,5 bis 3 (selten 6) cm. Der Blattrand ist höchstens in etwa der oberen Hälfte gezähnt, der Rest glatt.

Der Japanischer Ysander ist einhäusig (monözisch). Alle Sorten bilden ab Februar 2 bis 4 cm lange, endständige, aufrechte, kerzenartige, ährige Blütenstände mit glatten Hochblättern. Meistens enthalten die Blütenstände mehr als 15 männliche und ein bis zwei weibliche Blüten. Die kleinen, weißen, eingeschlechtigen Blüten sind vierzählig. Die männlichen Blüten besitzen vier Blütenhüllblätter, vier Staubblätter mit etwa 7 mm langen Staubfäden und einen 0,6 mm langen sterilen Stempel. Die meist im unteren Bereich des Blütenstandes stehenden weiblichen Blüten enthalten vier bis sechs Blütenhüllblätter, einen zwei- bis dreifächrigen, oberständigen Fruchtknoten und zwei bis drei freie dicke Griffel mit zurückgebogenen Narben. Die eiförmige Steinfrucht ist etwa 5 bis 6 mm groß und besitzt noch den Griffel bei ihrer Reife. Der Same ist schwarz.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24 oder 48.[3]

Inhaltsstoffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Japanische Ysander ist giftig; er enthält, ähnlich wie der Buchsbaum, Steroidalkaloide, u. a. Pachystermin A und Pachysamin A.

Verwendung als Zierpflanze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Panaschierte Sorte
Blüte mit einem Insekt; Standort: Bergen (Celle), Deutschland

In halbschattigen und schattigen Lagen bildet Japanischer Ysander auf fast allen Böden einen dichten flächigen Bewuchs aus. Daher ist er auch in Parks und Gärten in Europa seit vielen Jahren zu einem beliebten Bodendecker geworden. Die anspruchslose Pflanze breitet sich durch unterirdische Ausläufer recht schnell aus und eignet sich besonders zur Unterpflanzung von größeren Gehölzen.

In Gärten und Parks werden Sorten von Pachysandra terminalis var. terminalis und Pachysandra terminalis var. compacta (nur 15 bis 20 cm hoch) kultiviert. Es gibt auch eine panaschierte Sorte.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Exkursionsflora von Deutschland. Begründet von Werner Rothmaler. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Springer, Spektrum Akademischer Verlag, Berlin/Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8.
  2. Pachysandra terminales im National Plant Germplasm System (NPGS)
  3. Pachysandra terminalis bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. Louis

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Japanischer Ysander (Pachysandra terminalis) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien