Didymoticho

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gemeinde Didymoticho
Δήμος Διδυμοτείχου (Διδυμότειχο)
Didymoticho (Griechenland)
Bluedot.svg
Basisdaten
Staat: Griechenland
Region: Ostmakedonien und Thrakien
Regionalbezirk: Evros
Geographische Koordinaten: 41° 21′ N, 26° 30′ O41.34888888888926.493333333333Koordinaten: 41° 21′ N, 26° 30′ O
Fläche: 569,45 km²
Einwohner: 19.493 (2011[1])
Bevölkerungsdichte: 34,2 Ew./km²
Gemeindelogo:
Gemeindelogo von Gemeinde Didymoticho
Sitz: Didymoticho
LAU-1-Code-Nr.: f11
Gemeindebezirke: 2 Gemeindebezirke
Ortschaften: 22 Ortschaften
Website: www.didymoteicho.gr
Lage in der Region Ostmakedonien und Thrakien
Bild:2011 Dimos Didymotichou.svg

f9f8

Didymoticho (griechisch Διδυμότειχο (n. sg.), bulgarisch Димотика, türkisch Dimetoka) ist eine kleine, in Westthrakien gelegene Stadt im nordöstlichen Teil Griechenlands und eine gleichnamige Gemeinde im Regionalbezirk Evros. Die Stadt hat rund 9.000 Einwohner, in der Gemeinde leben etwa 19.500 Menschen[1].

Die Stadt Didymoticho erhielt ihren Namen aufgrund der doppelten Stadtmauer (griechisch didymos tichos δίδυμος τείχος ‚Zwillingsmauer‘), die früher zur Verteidigung errichtet wurde. Ein Teil dieser Befestigungsmauer ist heute noch zu besichtigen.

Geographie[Bearbeiten]

Didymoticho liegt in der Ebene des Evros, am Nordufer des Flusses Erythropotamos (bulg. Luda Reka/Луда река), der etwa drei Kilometer südöstlich des Stadtzentrums in den Evros mündet. Der Evros bildet die östliche Gemeindegrenze, die hier gleichzeitig Staatsgrenze zur Türkei mit der Grenzgemeinde Uzunköprü ist. Westlich grenzt an die Gemeinde der bulgarische Oblast Chaskowo. Die griechischen Nachbargemeinden sind Orestiada im Norden und Soufli im Süden. Didymoticho liegt etwa 100 Kilometer nördlich der Ägäis-Küste mit Alexandroupolis und 50 Kilometer südlich von Edirne.

Geschichte[Bearbeiten]

Antike und Mittelalter[Bearbeiten]

Archäologische Funde datieren die Gründung des Ortes auf das 7. Jahrhundert n. Chr. Als Geburtsstadt der byzantinischen Kaiser Johannes III. Dukas Batatzes, Johannes V. Palaiologos und Basileios II. zeugt die Stadt von reicher byzantinischer Geschichte und war mehrmals Regentensitz der byzantinischen Kaiser. Basileios II. der Bulgarentöter nutzte die Stadt als Lager und Zentrale für seine Annexionspolitik gegen das Erste Bulgarische Reich.

Der Niedergang der Stadt und damit das Ende ihrer Geschichte innerhalb des Reiches von Byzanz war auch der Niedergang des Reiches selbst. Der 3., 4. und 5. Kreuzzug der westlichen Kirche schwächten Byzanz und boten eine Angriffsfläche für spätere Besatzer. Die Stadt Didymoticho litt unter diesen Kreuzzügen und den Zerstörungen unter anderem auch durch Kaiser Barbarossa. Im Juni 1206 versuchte der bulgarischen Zar Kalojan die Stadt einzunehmen, nachdem sich die Bewohnen gegen ihn mit den Kreuzrittern verbündeten. Dabei änderte er die Flussrichtung des Flusses Erythropotamo. Ende August 1206 erfolgte die Zweite Belagerung von Didymoticho. Dabei wurde die Stadt eingenommen und zerstört. In der Folgezeit wurde die Stadt erneut von byzantinischen Truppen erobert und die Stadt wieder aufgebaut.

Um 1340 wurde Didymoticho Sitz des Gegenkaisers Johannes VI.. Nach seiner Krönung, die hier stattfand, folgte erneut ein Bürgerkrieg, der letztendlich von Johannes V. 1354 gewonnen wurde.

Der italienische Chronist Matteo Villani berichtet, dass die Stadt 1359 zum ersten Mal von den Osmanen erobert worden war. Im November 1361 geriet sie endgültig in osmanische Hände und löste kurzzeitig Bursa als Residenzstadt der osmanischen Sultane ab. Somit war Didymoticho deren erste Hauptstadt in Europa[2] (bis 1366, danach Adrianopel (Edirne) bis 1453). Villani beschreibt Didymoticho als die zweitwichtigste byzantinische Stadt in Thrakien, nach Konstantinopel. Die Eroberung Didymotichos folgte die Unterwerfung und Zerstörung der Festungen in den Ostrhodopen, unter anderem Perperikon, Ljutiza bei Iwajlowgrad, Ustra, Wischegrad bei Kardschali.

Osmanische Herrschaft[Bearbeiten]

Im Februar 1713 wurde Karl XII. von Schweden während seines Aufenthaltes im Osmanischen Reich von Sultan Ahmed III. in Adrianopel arrestiert. Von dort aus verlagerten die Osmanen den Hausarrest im November 1713 nach Didymoticho.

Bulgarische Flüchtlinge aus Bulgarköi (heute Ellinochori), bei Didymoticho (1913)

Didymoticho gehörte danach zunächst bis 1912 ununterbrochen zum Osmanischen Reich, bevor es während des Ersten Balkankrieges von bulgarischen Truppen besetzt und zunächst an Bulgarien abgetreten wurde. Als der Zweite Balkankrieg ausbrach, verloren die bulgarischen Truppen. Wegen des drohenden Anschlusses an Bulgarien formte sich Widerstand in der muslimisch-türkischen Bevölkerung Westthrakiens, die mit 185.000 Einwohnern die Mehrheit in der Region stellte[3]. Der Widerstand mündete in die Gründung der Regierung Westthrakien.

Im Ergebnis des Zweiten Balkankrieges erhielten die Osmanen 1913 die Stadt zwar noch einmal zurück, traten sie aber 1915 endgültig an Bulgarien ab, um Bulgarien an der Seite der Mittelmächte zum Eintritt in den Ersten Weltkrieg zu bewegen. Nach der Niederlage der Mittelmächte musste Bulgarien 1919 schließlich West-Thrakien samt Dydimoticho an Griechenland abtreten. Beim folgenden Bevölkerungsaustausch verließen 53.000 Bulgaren Griechenland und 46.000 Griechen Bulgarien.[4]

Neuzeit[Bearbeiten]

Didymoticho und die Präfektur Evros blieben als Enklave auch während des Zweiten Weltkriegs griechisch, da sie unter deutscher Militärverwaltung standen. Die weiter westlich gelegenen Gebiete Thrakiens und Ostmakedonien hingegen waren von 1941 bis 1944 wieder von Bulgarien annektiert worden.

Starke Regenfälle verursachten am 17. Februar 2005 eine Überflutung der Region um den Fluss Evros und der Stadt. Die Flut ebbte ab dem 4. März langsam ab und hinterließ große Schäden. Auch die Eisenbahnlinie wurde stark betroffen, so dass der Zugverkehr für mehrere Monate stillgelegt werden musste. Die Regierung reagierte mit staatlichen Programmen und schnellen Hilfen für die Bevölkerung.

2010 wurde im Zuge des Kallikratis-Programms die westliche Nachbargemeinde Metaxades in die Gemeinde Didymoticho eingemeindet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Çelebi-Sultan-Mehmed-Moschee

Zwischen dem Bahnhof der Stadt und den beiden Flüssen Erythropotamos und Evros erhebt sich die Agia Petra. Ausgrabungen ergaben, dass dieser Ort die antike Stadt Plotinoupolis darstellt, die der römische Kaiser Trajan gründete und nach seiner Frau Pompeia Plotina benannte. Die Ruinen der antiken Siedlung sind heute dort zu besichtigen. Die Ausgrabungen dauern an, und die Funde werden im archäologischen Museum von Komotini ausgestellt.

Innerhalb der Stadtmauern befindet sich die Altstadt. Hier stehen die byzantinische Kirche der Heiligen Ekaterini sowie die historische Kirche des Heiligen Georgios Palaeokastritis, in der Johannes VI. Kantakouzenos gekrönt wurde. Felshöhlen befinden sich sowohl im Bereich, der von den byzantinischen Festungsmauern umrahmt wird, als auch in dessen Umkreis. Zwei Höhlen, die neben der Metropolis des Heiligen Athanasios liegen, dienten der Legende nach als Gefängnis Karls XII. von Schweden.

Bei der Çelebi-Sultan-Mehmed-Moschee, deren Konstruktion unter Murad I. (1326–1389) begonnen und unter Bayezid I. (1347–1402) fertiggestellt wurde, handelt es sich um die älteste Moschee Europas. Sie wurde gebaut, als die Stadt kurzfristig Residenz des osmanischen Sultans war, die erste auf europäischem Boden vor Adrianopel und Konstantinopel. Gegenwärtig wird das Gebäude saniert.

Besichtigen kann man außerdem den Komplex mit den türkischen Dampfbädern, bekannt bei den lokalen Einwohnern als Dampfbäder der Liebe, und das Volkskunstmuseum, welches 1973 von Lehrern der Stadt gegründet wurde. Ein weiteres Museum der Stadt ist das Militärmuseum, welches ebenfalls hohe Besucherzahlen verbucht, vor allem aus den umliegenden Heereinheiten der griechischen Armee. An den südlichen Hügeln der Stadt erstreckt sich der Wald Tsingla, der als Naherholungsgebiet für Ausflüge und Feierlichkeiten von den Einheimischen genutzt wird.

In der Peripherie der Stadt laufen momentan Ausgrabungen an mehreren griechisch-thrakischen Gräbern, wie z. B. in Thyrea. Auch Überreste der Festung Pythion befinden sich in der Nähe.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Landwirtschaft ist für die meisten Einwohner die Haupteinnahmequelle. Zu den landwirtschaftlich angebauten Pflanzen gehören Baumwolle und Mais. Die Milchindustrie ist ein wichtiger Arbeitgeber in der Region, da an der nördlichen Stadtgrenze eine Großmolkerei mehreren Bürgern Arbeit bietet. Soldaten und Offiziere des griechischen Heers, die ihren Dienst in der Region absolvieren, steigern den Umsatz der Einzelhändler in der Stadt. In Didymoticho befinden sich eine Verwaltungsstelle für die Ausbildung von Beamten sowie ein staatliches Krankenhaus. Die Stadt ist zudem Sitz des Metropoliten der dortigen Region. In der Gemeinde gibt es eine staatliche Ausbildungseinrichtung der Polizei. Die vor einigen Jahren neu erbaute Nationalstraße 51 ist der Hauptverkehrsweg der Stadt und verbindet diese mit der Autobahn „Egnatia Odos“ im Süden und Orestiada im Norden. Auch ein Schienenweg führt durch den Ort und verbindet die Stadt mit den großen Zentren des Landes. Die Bahn modernisiert die Strecke in den letzten Jahren ständig und baut diese um. Die Bahn wird hauptsächlich von einberufenen Rekruten und Soldaten aus dem ganzen Land genutzt, die in der Präfektur ihren Wehrdienst absolvieren. Der Busverkehr wird hauptsächlich von den Einheimischen genutzt, wobei mehrere Buslinien täglich in Richtung Makedonien und Attika losfahren.

Dörfer der Gemeinde[Bearbeiten]

Kirche in Didymoticho

In dem Ort Pythio befindet sich der einzige verbliebene Grenzübergang für den Zugverkehr zwischen der Türkei und Griechenland. Die Byzantiner nannten den Ort Empythion. Am Dorfrand steht eine alte byzantinische Burg aus dem 14. Jahrhundert. Diese ist sehr gut erhalten und steht für die militärische Architektur der letzten Jahre des griechisch-byzantinischen Reiches. Genutzt wurde die Burg als Schatzkammer. Auf dem Weg zum Nachbarort Rigio befinden sich zwei Gräber aus dem 4. Jahrhundert v. Chr., vermutlich aus der antiken thrakischen Zeit.

Das Dorf Sofiko (griechisch Σοφικό) wurde von Flüchtlingen aus den Orten Kosti, Lala und Megalo Zaloufi gegründet, die vor 1922 in der heutigen Türkei lagen. Nach deren Zerstörung im Griechisch-Türkischen Krieg (1919–1922) siedelten die Einwohner auf die griechische Uferseite des Flusses Evros um, wo sie ihr Dorf Souflari nannten. Nach mehreren Überflutungen ließen sich die Einwohner weiter flussaufwärts nieder und gründeten 1922 ihren Ort mit dem Namen Sofiko. Das heutige Sofiko besteht aus zwei Ortsteilen, Kosti und Lilion, und gehört mit knapp tausend Einwohnern zu den größten Dörfern der Gemeinde. Es liegt an der fruchtbaren Uferebene des Flusses Evros, die kultiviert wird und die Haupteinnahmequelle der Bewohner darstellt. Im Dorf liegen drei Kirchen. Die größte Kirche ist die des Heiligen Dimitrios. Nahe der örtlichen Sportanlage des Vereins „Orfeas“ wurde 1994 eine kleine Kapelle der Panagia Sofikiotissa eingeweiht. Seit 2008 schmückt eine im mediterranen Stil erbaute Kirche die östliche Dorfgrenze. Der Ort besitzt eine eigene Ausfahrt an der Nationalstraße 51. Durch die Fluktuation der Menschen aus den Dörfern der Gemeinde in den Jahren 1975 bis 1995, leben heute etwa 900 Sofikioten im Ausland. Die Abwanderung ins Ausland ist dabei seit Jahren rückläufig und beschränkt sich auf die Städte in der Umgebung wie Orestiada und Didymoticho.

Weitere Dörfer der Gemeinde sind Rigio, Asimenio, Thyrea, Ellinochori, Lagos, Koufovouno, Mani, Sitohori, Aswestades, Isakio, Petrades und Prangi, deren Einwohnerzahl wie in den meisten Dörfern der Gemeinde rückläufig sind.

Im Ort Koufovouno gibt es eine Tropfsteinhöhle mit dem Namen „Vouvas“, die von Höhlenforschern im Jahr 1962 entdeckt und erforscht wurde. Besichtigen kann man in der 30 Meter hohen Höhle Stalagmiten und Stalaktiten.

Im Ort Ellinochori wurden Silbermünzen aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. gefunden.

Verwaltungsgliederung der Gemeinde[Bearbeiten]

Due Einwohnerzahlen stammen aus den Daten der Volkszählung von 2011[1].

  • Gemeindebezirk Didymoticho – 16.078 Ew.
    • Stadtbezirk Didymoticho – 9.367 Ew.
      • Didymoticho (Διδυμότειχο) – 9.263 Ew.
      • Nei Psathades (Νέοι Ψαθάδες) – 104 Ew.
    • Stadtbezirk Ellinochori – 1.373 Ew.
      • Ellinochori (Ελληνοχώρι) – 593 Ew.
      • Thyrea (Θυρέα) – 160 Ew.
      • Lagos (Λαγός) – 620 Ew.
    • Ortsgemeinschaft Asvetades (Ασβεστάδες) – 192 Ew.
    • Ortsgemeinschaft Asimenio (Ασημένιο) – 334 Ew.
    • Ortsgemeinschaft Isaakio (Ισαάκιο) – 407 Ew.
    • Ortsgemeinschaft Karoti (Καρωτή) – 271 Ew.
    • Ortsgemeinschaft Koufovouno (Κουφόβουνο) – 629 Ew.
    • Ortsgemeinschaft Kyani (Κυανή) – 474 Ew.
    • Ortsgemeinschaft Mani – 538 Ew.
      • Mani (Μάνη) – 385 Ew.
      • Evgeniko (Ευγενικό) – 85 Ew.
      • Sitaria (Σιταριά) – 68 Ew.
    • Ortsgemeinschaft Petrades (Πετράδες) – 184 Ew.
    • Ortsgemeinschaft Pimeniko (Ποιμενικό) – 343 Ew.
    • Ortsgemeinschaft Prangio (Πραγγίο) – 304 Ew.
    • Ortsgemeinschaft Pythio 541 Ew.
      • Pythio (Πύθιο) – 429 Ew.
      • Rigio (Ρήγιο) – 100 Ew.
      • Stathmos (Bahnhof, Σταθμός) – 12 Ew.
    • Ortsgemeinschaft Sitochori (Σιτοχώρι) – 326 Ew.
    • Ortsgemeinschaft Sofiko (Σοφικό) – 795 Ew.
  • Gemeindebezirk Metaxades – 3.415 Ew.
    • Ortsgemeinschaft Alepochori – 365 Ew.
      • Alepochori (Αλεποχώρι) – 237 Ew.
      • Polia (Πολιά) – 128 Ew.
    • Ortsgemeinschaft Asproneri – 538 Ew.
      • Asproneri (Ασπρονέρι) – 466 Ew.
      • Giatrades (Γιατράδες) – 72 Ew.
    • Ortsgemeinschaft Doxa (Δόξα) – 410 Ew.
    • Ortsgemeinschaft Elafochori – 433 Ew.
      • Elafochori (Ελαφοχώρι) – 133 Ew.
      • Vrysi (Βρύση) – 43 Ew.
      • Chionades (Χιονάδες) – 257 Ew.
    • Ortsgemeinschaft Ladi (Λάδη) – 180 Ew.
    • Ortsgemeinschaft Metaxades – 749 Ew.
      • Metaxades (Μεταξάδες) – 719 Ew.
      • Avdella (Αβδέλλα) – 30 Ew.
    • Ortsgemeinschaft Paliouri (Παλιούρι) – 468 Ew.
    • Ortsgemeinschaft Vrysika – 304 Ew.
      • Vrysika (Βρυσικά) – 162 Ew.
      • Savra (Σαύρα) – 142 Ew.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Aus Didymoticho stammt der erfolgreichste Speerwerfer Griechenlands, Konstantinos Gatsioudis. Gatsioudis zu Ehren wurde die örtliche Sporthalle nach ihm benannt und eine Statue am Eingang eingeweiht. Seit seinen internationalen Erfolgen eifern ihm viele Jugendliche der Leichtathletik nach und organisieren sich im örtlichen Verein Spartacus of Didymoticho. Pavlos Stamatopoulos, ein berühmter Journalist, Entertainer und Moderator des griechischen Boulevards, stammt aus dem Sofiko. Der Folkloresänger und Sänger thrakischen Liedguts ist Chronis Aidonidis, der aus dem Ort Karoti der Gemeinde Didymoticho stammt. Ein weiterer Sohn der Stadt war Evgenios Evgenidis (1882–1954), ein Schiffsmagnat des frühen 20. Jahrhunderts. Heute gibt es die Evginidio Foundation in Athen, die unter anderem verschiedene Programme für Jugendliche der Diaspora finanziert. Am 4. Oktober 2010 wurde Professor Dr. Rüdiger von Rosen für seine Verbundenheit und sein großes Interesse an der Stadt zum Ehrenbürger von Didymoticho ernannt.

Partnerstädte[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Nikolaj Owtscharow: Dokumentation Die mittelalterlichen Festungen in den Ostrhodopen. (bulgarisch Средновековните крепости на Източните Родопи).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Ergebnisse der Volkszählung 2011 beim Nationalen Statistischen Dienst Griechenlands (ΕΛ.ΣΤΑΤ) (Excel-Dokument, 2,6 MB)
  2. David Nicolle: Die Osmanen – 600 Jahre islamisches Weltreich. Wien 2008, S. 60.
  3. Katrin Boeckh Von den Balkankriegen zum Ersten Weltkrieg, S.77
  4. [1] (PDF; 289 kB) - S. 9 According to the figures of the Mixed Commission, 53,000 Bulgarians, in addition to 39,000 who left Greece earlier, availed themselves of the agreement. The number of Greeks leaving Bulgaria after World War I was listed as 46,000, amounting to practically the entire Greek minority at the time.