Die Ahnen der Saurier

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Filmdaten
Deutscher Titel Die Ahnen der Saurier
Originaltitel Walking with Monsters
Produktionsland Vereinigtes Königreich
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2005
Länge 90 Minuten
Stab
Regie Tim Haines
Jasper James
Produktion Tim Haines

Die Ahnen der Saurier (Originaltitel: Walking with Monsters) ist eine von der BBC produzierte Dokumentation aus dem Jahr 2005, die sich mit der Flora und Fauna vor 530 bis 248 Millionen Jahren im Paläozoikum beschäftigt. Sie ist der letzte Teil einer Trilogie der BBC, zu der außerdem Dinosaurier – Im Reich der Giganten und Die Erben der Saurier gehören.

Handlung[Bearbeiten]

Die Ahnen der Saurier beschreibt auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse das Leben auf der Erde im Paläozoikum. Die verschiedenen Erdzeitalter werden nacheinander mit ihren Tieren und Pflanzen vorgestellt.

Kambrium[Bearbeiten]

Die Handlung beginnt im Kambrium mit der Vorstellung der klimatischen Bedingungen und dem Sauerstoffgehalt der Luft. Leben gibt es lediglich im Meer. Anomalocaris wird als erster großer Räuber präsentiert. Sein Vorteil gegenüber anderen Raubtieren sind seine Augen. Er macht Jagd auf Redlichiida. Während eines Kampfes mit einem zweiten Anomalocaris birst der Außenpanzer eines der Tiere. Die ungeschützte Wunde wird nun von einer Gruppe Haikouichthys attackiert.

Silur[Bearbeiten]

Die dominante Lebensform im Silur sind die Gliederfüßer. Einige Brontoscorpio machen Jagd auf einen Schwarm Cephalaspis, einem primitiven Fisch. Dieser wird durch seine Fähigkeit eines ausgeprägten Tastsinns ein Vorteil zugesprochen und kann seinem Angreifer entkommen. Dieser wiederum wird von dem größeren Pterygotus getötet. Die Cephalaspis steuern für ihre Eiablage Richtung Festland. Sie wollen ihren Laich in ruhige Binnengewässer ablassen. Allerdings können die Brontoscorpio dank primitiven Lungen auch an Land leben, sodass viele Fische auf dem Weg ihnen zu Opfer fallen. Ebenfalls wird der Nachteil eines Außenskeletts an einer langen und mühevollen Häutung aufgezeigt.

Devon[Bearbeiten]

Im Devon sind die Fische die vorherrschende Lebensform. Primitive Amphibien wie der Hynerpeton haben allerdings bereits das Land erobert. Aufgrund der Laichablage und der dünnen Haut, können sie sich allerdings nicht dauerhaft vom Wasser entfernen. Wegen des geringen Sauerstoffanteils bringen die Gliederfüßer nur kleine Exemplare hervor. Im Wasser leben Haie wie der Stethacanthus oder große Raubfische wie der Hyneria. Ein Hynerpeton entkommt seinen Fressfeinden nur, da er sich auf Land retten kann. Im Anschluss muss das Männchen sein Revier gegen einen Konkurrenten verteidigen. Es gelingt ihm, ein Weibchen anzulocken. Während der Paarung werden sie von einem Hyneria angegriffen. Wie ein Quastenflosser ist er aber in der Lage an Land zu robben und frisst das Männchen.

Karbon[Bearbeiten]

Durch den hohen Sauerstoffanteil im Karbon konnten die Gliederfüßer wieder große Exemplare hervorbringen wie die Gliederspinne Palaeothele montceauensis oder die Riesenlibelle Meganeura. Ebenfalls erfahren die Amphibien in Form von Proterogyrinus ihre Blütezeit. Die Amphibien schaffen es, den gigantischen Hundertfüßer Arthropleura zu töten. Das primitive Reptil Petrolacosaurus ist aufgrund seiner Größe den anderen Tieren unterlegen, hat aber fortschrittliche Lungen und ein leistungsfähigeres Herz.

Unterperm[Bearbeiten]

Mit dem Unterperm beginnt die Zeit der Therapsiden. Im Mittelpunkt dieser Episode ist ein weibliches Dimetrodon und das Brutverhalten von Reptilien. Als Beute dienen die Edaphosaurier. Die Amphibien werden durch die reptiliomorphe Seymouria repräsentiert. Das Dimetrodon muss sein Nest gegen Artgenossen verteidigen, dafür verzichtet sie während der Brutzeit auf Nahrungssuche. Sobald die Jungtiere schlüpfen, enden alle mütterlichen Instinkte und sie verlässt das Nest. Instinktiv suchen die Jungtiere Schutz in den Bäumen.

Oberperm[Bearbeiten]

Im Oberperm ist der Kontinent Pangaea wegen hoher Vulkanaktivität mit Wüsten übersäht. Dominantes Raubtier dieser Epoche ist der Gorgonopsid Inostrancevia. Ein ausgewachsenes Tier macht erst Jagd auf einen alten Scutosaurus, um anschließend die Bewohner eines austrocknenden Sees zu terrorisieren. Die Diictodon sind allerdings durch unterirdische Lebensweise in ihren Erdhöhlen geschützt. Schlechter sieht es für den Labyrinthodontia Rhinesuchus aus: dieser ist als Amphibie auf das Wasser angewiesen. Als eine ankommende Scutosaurier-Herde an den See kommt, trinken sie diesen innerhalb weniger Tage leer. Bis auf die Diictodon verdursten alle Tiere.

Untertrias[Bearbeiten]

Die letzte Episode begleitet in der Untertrias eine Herde Lystrosaurus auf ihrem Weg zu den Brutplätzen. Um diese zu erreichen müssen sie von einem Plateau absteigen. In der Nacht werden sie von Euchambersia angegriffen. Diese Tiere werden als Lauerjäger gezeigt, die ihre Opfer durch einen gezielten Giftbiss töten. Als nächstes muss die Lystrosaurus-Herde einen Fluss durchqueren. In diesem leben Proterosuchus, die einige Lystrosaurier töten. Der Großteil der Herde kommt aber an ihr Ziel an. Euparkeria wird als Vorfahre der Dinosaurier betitelt. Um dieses symbolisch darzustellen, entwickelt sich ein Euparkeria während einer Konfrontation mit einem Proterosuchus in einen Allosauroidea. Anschließend endet die Episode mit Szenen aus Dinosaurier – Im Reich der Giganten und Die Geschichte von Big Al und dem Abspann, in denen Coelophysis, Thrinaxodon, Allosaurus, Brachiosaurus, Diplodocus, Stegosaurus, Apatosaurus und Anurognathus gezeigt werden.

Hintergrundinformationen und Produktion[Bearbeiten]

Die Ahnen der Saurier kostete etwa drei Millionen Pfund. Bei der Produktion wurden reale Lebensräume ohne Tiere gefilmt. Am Computer wurden dann später die 3D-animierten Tiere in die Umwelt eingefügt.

Weblinks[Bearbeiten]