Die Bühne

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Bühne
Beschreibung österreichisches Theater- und Kulturmagazin
Erstausgabe 6. November 1924
Erscheinungsweise elfmal jährlich
Verkaufte Auflage
([1])
54.500 Exemplare
Chefredakteur Peter Blaha
ISSN (Print) 0007-3075

Die Bühne (seit 1982 Bühne) ist das größte österreichische Theater- und Kulturmagazin.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zeitschrift erschien erstmals am 6. November 1924 als Zeitung für Theater, Literatur, Film, Mode, Kunst, Gesellschaft und Sport im Kronos-Verlag des von Imre Békessy herausgegebenen Boulevardblattes Die Stunde. Sie war modern und publikumsnahe aufgemacht, wandte sich offensiv gegen den wachsenden Antisemitismus, zeigte gerne freizügige Abbildungen leicht geschürzter Mädchen und Tänzerinnen, berichtete aber auch ausführlich über die Wiener Frauenakademie und Ausstellungen von „Frauenkunst“. Erster Chefredakteur war Hans Liebstöckl, gefolgt von Josef C. Wirth. Zum Mitarbeiterstab zählten unter anderen Fred Heller, Gretl Müller (als Leiterin der Moderedaktion), Liesl Weil und Erni Kniepert als Illustratorinnen. In der Konfrontation zwischen Adolf Loos und der Wiener Werkstätte bezog das Blatt Position für Letztere.[2] 1926, mit der Übernahme der Kronos-Verlags AG wurde Die Bühne ein Teil des Vernay Verlages. Bis zum Anschluss Österreichs 1938 erschienen 468 Ausgaben. Unmittelbar danach erfolgte im März 1938 die „Arisierung“, Raimund Haintz wurde als neuer Chefredakteur bestellt. Während der NS-Herrschaft hieß das Blatt Wiener Bühne. Hier publizierten Autoren wie Franz Nabl und Erhard Buschbeck - 1943 wurde es kriegsbedingt eingestellt.

Aktuelle Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute wird das Magazin vom Wiener Bühnenverein herausgegeben, Chefredakteur ist Peter Blaha, der in dieser Position schon von 1999 bis 2001 tätig war und zwischen 2001 und 2007 als Chefdramaturg an der Wiener Staatsoper wirkte.[3] Die Zeitschrift erscheint in der Verlagsgruppe News in Wien.

  • Themen: Theater und Musiktheater, Festivals, Bildende Kunst, Film
  • Erscheinungsweise: 11-mal jährlich zum Monatsende
  • Druckauflage: 54.500 Exemplare[4]
  • Vertrieb: Abonnement, Trafiken/Kiosk

Die Bühne berichtet regelmäßig und zum Teil exklusiv über aktuelle Produktionen der wichtigsten Theater Österreichs, darunter Wiener Staatsoper, Burgtheater, Akademietheater, Theater in der Josefstadt, Theater der Jugend, Vereinigte Bühnen Wien, Landestheater Niederösterreich, Landestheater Linz. Im Magazin finden sich Vorankündigungen, Hintergrundinformationen und Interviews sowie viele Bilder, jedoch keine Rezensionen oder Nachberichterstattung. Der Schwerpunkt der Berichterstattung liegt auf Wien, Niederösterreich und Oberösterreich, wichtige Kulturtermine und Festivals in den Bundesländern werden jedoch berücksichtigt. Das Magazin berichtet auch über die Wiener Festwochen und die Salzburger Festspiele. Seit Jänner 2008 finden zudem internationale Theater- und Opernereignisse in Form von Rezensionen Berücksichtigung. Außerdem wurde die Themenpalette um die Bereiche Jazz, Film und ein Schwerpunktthema pro Ausgabe erweitert.

Die Bühne ist im Handel erhältlich, ihre für eine Kulturzeitschrift sehr hohe Auflage wird über den Vertrieb in Kombination mit Theaterabonnements erreicht. Obwohl kostenpflichtig, kann Die Bühne dennoch als ein frühes Beispiel von Beziehungsmarketing im Kulturbereich gelten. Aufgrund der redaktionellen Qualität erfüllt sie für Österreich gleichzeitig die Funktion einer Fachzeitschrift.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mediadaten – Facts & Figures (PDF)
  2. Los von Loos. In: Die Bühne, Mai 1927.
  3. Peter Blaha: Rückkehr zum Magazin BÜHNE. bei insider.at
  4. Mediadaten – Facts & Figures (PDF)