Die Filmschaffenden

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Bundesvereinigung der Filmschaffenden-Verbände
Geschäftsstelle: Berlin
Rechtssitz: München
Gründungsjahr: 2007
Präsidenten: Eberhard Hauff
Ingrid Zoré
Vorstand: Reinhold Dienes (bvp)
Frank Trautmann (BVFK)
Regine Hergersberg (bvm)
Klaus Pahl(bvb)
Uta Freiwald (Schriftführerin)
Website: www.die-filmschaffenden.de

Die Filmschaffenden e.V - Vereinigung der Berufsverbände Film und Fernsehen ist der Dachverband der Filmschaffendenverbände in Deutschland. Die Vereinigung wurde 2007 in Berlin gegründet. Diese vertritt die übergreifenden gemeinsamen Interessen der Filmschaffenden in der Bundesrepublik Deutschland gegenüber Produzenten, Sendern und Verwertern sowie gegenüber allen Institutionen der Wirtschafts- und Kulturpolitik. Rechtssitz der Bundesvereinigung der Filmschaffenden-Verbände e. V. ist München.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits in den 1920er Jahren schlossen sich deutsche Filmschaffende unter der Leitung des Schauspielers und Regisseurs Lupu Pick zu einer Dachorganisation zusammen, der Dachorganisation der Filmschaffenden Deutschlands (Dacho). 1933 wurde sie von den Nationalsozialisten aufgelöst. Nach 1945 wollte man daran anknüpfen und gründete 1949 erneut mit zehn Berufsverbänden die Dachorganisation der Filmschaffenden in Deutschland e. V. (Dacho), die sich schnell auf 15 Mitgliedsverbände erweiterte. Im Zuge der Gewerkschaftsgründungen in der neuen Bundesrepublik ging die Dacho 1968 in die Rundfunk-Fernseh-Film-Union (RFFU) über und später 1998 in der Bundesvereinigung der Filmschaffenden-Verbände e. V. auf.[1]

In den 1970er Jahren reorganisierten sich einzelne Berufsverbände bzw. wurden neue Berufsverbände ins Leben gerufen. Auf Initiative des Bundesverbandes der Film- und Fernseh-Regisseure in Deutschland e. V. riefen Eberhard Hauff und Jost Vacano, die Vorstände der Bundesverbände Regie (BVR) und Kamera (BVK), zu einem Zusammenschluss der Berufsorganisationen von Regie, Kamera, Schnitt, Szenenbild/Kostüm, Ton und Schauspiel auf.

Mit dem sogenannten Feldafinger Manifest vom 16. April 1984 wurden wesentliche Forderungen aufgestellt, so unter anderem die Aufhebung der Positionsungleichheit zwischen Werkschöpfern, Produzenten und Verwertern, die Gewährleistung der freien Wahl der Mitarbeiter bei der Zusammenstellung des künstlerischen Teams sowie die Durchsetzung der von den Berufsverbänden erstellten Berufsbilder. Von einer straffen Organisationsform wurde zunächst abgesehen.

1995 schlossen sich zwölf der lose kooperierenden Berufsverbände zur Arbeitsgemeinschaft Die Filmschaffenden zusammen. Nach zehn Jahren loser Kooperation haben die Berufsverbände der Arbeitsgemeinschaft Die Filmschaffenden den rechtsfähigen Dachverband Die Filmschaffenden – Bundesvereinigung der Filmschaffenden-Verbände e. V. ins Leben gerufen. Die offizielle Bezeichnung ist seit Februar 2016 Die Filmschaffenden e.V - Vereinigung der Berufsverbände Film und Fernsehen.

Kernthesen und Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kernthesen und Ziele der Bundesvereinigung lauten:

  • Filme entstehen grundsätzlich in Teamarbeit. Die Herausforderungen der Branche, ob national, europäisch oder global, lassen sich nur gemeinsam bewältigen.
  • Die Bundesvereinigung tritt deshalb für Offenheit und Transparenz in allen Phasen der Herstellung und Auswertung der audiovisuellen Produktion ein.
  • Die Bundesvereinigung fordert die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen in allen Bereichen der Film- und Fernsehwirtschaft sowie entsprechende Kontrollen; z. B. im Falle von Wettbewerbsverzerrungen durch Senderverflechtungen in der Produktionswirtschaft oder beim Dumping durch ungesetzliche Vertragsverhältnisse.
  • Die Bundesvereinigung strebt satzungsgemäß die Tariffähigkeit an und setzt zusätzlich auf konstruktive Kommunikation mit der Allianz Deutscher Produzenten Film/Fernsehen.
  • Herausragendes Ziel der neuen Bundesvereinigung ist die Sicherung eines internationalen Qualitätsstandards der deutschen Film- und Fernsehproduktion. Voraussetzung hierfür sind faire Arbeitsbedingungen und angemessene soziale Konditionen.

Mitgliedsverbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Juliane Scholz: Der Drehbuchautor: USA - Deutschland. Ein historischer Vergleich. Verlag transcript 2016, S. 323 ISBN 9783839433744